Ein Ausflug nach Tengen DE

Heute am 31.Juli 2018 werden wir unsere Freunde besuchen,  die sich zurzeit auf dem Hegi-Familien-Campingplatz in Tengen DE aufhalten.

Wie schon seit Wochen herrscht wunderschönes, aber heisses Sommerwetter…auch für heute sind wieder 35°C angesagt.

Wir starten frühmorgens, denn unsere Freunde erwarten uns um 9 Uhr zum Frühstück.

Wir planen aber noch einen Zwischenhalt in Stein am Rhein einzulegen.

Die Sonne geht grad auf

Hier sieht man bereits den Bodensee und die Insel Reichenau

Die Strasse gehört uns

Schmucke Häuser in Ermatingen und Steckborn

Schön auch all die beflaggten Dörfer, denn morgen feiern wir den 1.August (Nationalfeiertag)

…dazwischen immer wieder der Blick über den Bodensee

Hier überqueren wir den Rhein und gelangen so nach Stein am Rhein

Das Städtchen liegt noch im Schatten, ist daher etwas schwierig zu fotografieren. …dafür sind die Touristen noch nicht hier 🙂

Einfach immer wieder sehenswert, all die bemalten Hausfassaden

Am Rheinufer

Wir verlassen Stein am Rhein

Schon bald überqueren wir bei Ramsen die Grenze zu Deutschland

Bei unseren Freunden auf dem Campingplatz werden wir mit einem feinen Frühstück verwöhnt

Was die Männer auch immer zu diskutieren haben!

Nun gibt es für die Kinder eine Abkühlung im Badsee des Campingplatzes

Hans-Peter hat inzwischen den Abwasch erledigt und stösst nun auch wieder zu uns.

Noch ein bisschen Boccia

Ein Modellboot ist unterwegs

Wir sind nun bereits wieder auf der Heimfahrt

…hier kurz vor Weinfelden

Es wurde schlussendlich ein wunderschöner, spontaner Ferientag!

 

Gripspfad, Walderlebnisweg und Barfussweg

Seit Tagen – oder sogar Wochen leidet die Schweiz unter einer Hitzewelle. Auch heute (27.Juli 2018) soll das Thermometer auf 35°C klettern.

Da wir trotzdem täglich etwas Bewegung brauchen, entscheiden wir uns heute für einen Spaziergang im Wald.

In Weinfelden lädt dazu der Gripspfad ein.

http://www.gripspfad.ch/

Fast parallel dazu verlaufen der Walderlebnispfad und der Barfussweg.

Das oberste Symbol steht für den Walderlebnispfad, das zweite für den Barfussweg und das unterste für den Gripspfad.

Hier beginnt der Gripspfad

– entlang der Route findet man 11 solcher Tafeln für mehr Fitness im Kopf 🙂

Kurz nach dem Start führt uns der Weg an der Waldschule vorbei.

http://www.schuletg.ch/waldschuleweinfelden/portrait

Die grünen Tafeln gehören zum Walderlebnisweg, mit verschiedenen Stationen zu Interessantem und Wissenswertem rund um das Thema Wald

Nun folgen wir ein kurzes Stück dem Waldrand

…mit einem weiten Blick übers Land

Hier sieht man wie trocken der Boden momentan ist

Parallel würde hier der Barfussweg verlaufen

Immer wieder stehen solche einfachen Sitzgelegenheiten am Wegrand

Schon ein bisschen Herbst-Feeling, es raschelt nämlich ganz schön unter den Füssen

Hier sieht man etliche Dachsbauten – da es aber nachtaktive Tiere sind, haben wir keinen Dachs angetroffen.

Immer wieder findet ein Sonnenstrahl den Weg durch das dichte Laubwerk und lässt die Blätter leuchten

Hier trägt fast jeder Baumstamm ein Efeukleid

Noch ein bisschen Vita-Parcours

Dies ist kein Wanderweg – dies ist ein ausgetrocknetes Bachbett

…nur gibt’s momentan keinen Bach 🙁

Hier wird anhand vieler Tafeln gezeigt wie weit die diversen Tiere springen können

Danach durchqueren wir sogar ein Stück Urwald 🙂

Nun zum Schluss noch ein bisschen Hirntraining 🙂

Wie gut tut doch so ein früher Vormittagspaziergang im kühlen Wald, an so einem heissen Sommertag – zudem war es total unterhaltsam.

Maila (Maislabyrinth) Langrickenbach TG

Schon letztes Jahr wollte ich mal das Maislabyrinth besuchen – habe es aber dann doch nicht gemacht. Nun aber heute brechen wir zu diesem „Abenteuer“ auf  🙂

Wir fahren ins knapp 10 km entfernte Langrickenbach.

Problemlos finden wir den Parkplatz, der etwas abseits des Labyrinthes liegt.

Der Weg zum Eingang führt an einem mit Sonnenblumen gesäumten Maisfeld entlang.

Der Eintritt fürs Labyrinth beträgt für Erwachsene Fr. 6.-, dabei bekommt man einen Zettel, auf dem man 10 Posten abstempeln kann – sofern man die Posten findet.

Der Maila-Löwe „Ruedi“ empfängt uns.

Hier beginnt das Abenteuer.

Eigentlich wäre die Strecke 2.33 km lang, aber ich denke mit all den Sackgassen und Fehlentscheidungen sind wir sicher fast das Doppelte gewandert 🙂

immer diese Sackgassen 🙂

Mais soweit das Auge reicht!

Aber es macht Spass – zudem spenden die extrem hohen Maispflanzen angenehmen Schatten.

Unterwegs im Labyrinth kommt man zu einer Aussichtsplattform. Hier sieht man, wie weitläufig das Maisfeld/das Labyrinth ist!

Yupiiii…wir haben den Ausgang gefunden 🙂

Es ist ein durstiger Tag – die Temperatur beträgt 26° im Schatten.

Auch sind wir hungrig nach diesem langen Marsch.

Es werden feine Speisen angeboten. Ich wähle Fisch-Chnusperli und Salat, Ruedi einen Burger und Pommes.

Noch sind wir fast alleine

Im „Öpfelgarten“ findet man lauschige Plätzchen…

…eine Grillstelle – das Feuer brennt bereits

…und einen schattigen Spielplatz…

…mit einem riesigen Sandkasten.

Inzwischen hat die Besucherzahl zugenommen

Hier sind wir bereits wieder auf dem Rückweg zum Auto.

Der Besuch hat sich allemal gelohnt – wir hatten wirklich unseren Spass 🙂

 

 

Mit der Fähre nach Friedrichshafen

Es ist Freitag der 13. Juli 2018

…Der Freitag der 13. ist doch wirklich ein Tag zum Feiern 🙂

Da heute ein weiterer heisser Sommertag angesagt ist, entscheiden wir uns für eine Schifffahrt auf dem Bodensee. Wir fahren mit dem Auto nach Romanshorn und von dort ohne Auto, mit der Fähre von Romanshorn nach Friedrichshafen.

der Hafen von Romanshorn

mit dieser Fähre werden wir nun den Bodensee überqueren

die Hafenausfahrt

ein Blick zurück nach Romanshorn

hier bekommt man eine Ahnung, wie gross der Bodensee ist

die Fahrt dauert 45 Minuten

auch die Paparazzi sind an Bord

hier sieht man bereits Friedrichshafen

im Hafen von Friedrichshafen

…mit dem 22 m hohen Aussichtsturm (Moleturm)

wir spazieren der Uferpromenade entlang

ein Restaurant reiht sich ans nächste

das „Klangschiff“

Graf Zeppelin persönlich

auch der Zeppelin schwebt über Friedrichshafen

ein öffentlicher Badestrand

der einstige Schlosshafen

nun geht es der Schlossmauer entlang

hier wohnte der Herzog von Württemberg

Friedrich Philipp Carl Franz Maria Herzog von Württember (*1.Juni 1961 auf Schloss Friedrichshafen in Friedrichshafen; † 9.Mai 2018 in Ebenweiler) war ein deutscher Unternehmer, Oberst der Bundeswehr und Verwaltungschef der Hofkammer des Hauses Württemberg.

in Friedrichshafen findet dieses Wochenende das „Seehasen-Fest“ statt

am Ende der Promenade beginnt das natürliche Ufer

jetzt noch ein Bummel durch die Gassen und den Markt

inzwischen ist es Mittag und wir sind hungrig…in einem Restaurant direkt am See lassen wir es uns gut gehen 🙂

mit Blick auf den regen Schiffsverkehr

wir verlassen Friedrichshafen – wieder mit der Fähre

Der Bodensee präsentiert sich seit über einer Woche milchig-grün. Ursache dafür ist eine starke Blüte von Kieselalgen, begünstigt durch die Wärme und die hohe Sonneneinstrahlung. (Ein Text aus dem Tagblatt)

zurück im Hafen von Romanshorn

  

auf dem Parkplatz in Romanshorn stehen diese herzigen Autos – sehen sie nicht aus wie Spielzeugautos 🙂

…im Gegensatz zu Ruedis Auto 🙂

Ich liebe so spontane Ausflüge – und Friedrichshafen war wiedermal eine Reise wert. Die Schifffahrt war genau das Richtige an so einem heissen Sommertag.

Gamplüt im Sommer 9.7.2018

Es ist Montag, der 9.Juli

…ein wolkenloser Sommermorgen

die Fahrt durch den Thurgau

und durch das schöne Städtchen Wil SG

 die Eisenbahnbrücke bei Lütisburg

wir befinden uns bereits im Toggenburg…im Hintergrund der Speer

und im Morgenlicht die Churfirsten

im Vordergrund die noch junge „Thur“

bei der Talstation der Gamplüt-Bahn

bereits kommt das Restaurant in Sicht

Umweltbewusst!

Nach einem Kaffe und einem weltbesten Nussgipfel starten wir unsere Wanderung hinunter nach Wildhaus und zurück zur Talstation der Bahn.

ein Blick zurück – Gamplüt mit Schafberg

während der ganzen Wanderung geniesst man die Aussicht auf die Churfirsten

Sturmholz – vom Sturm „Burglind“ im Januar

Ausblick hinunter ins Obertoggenburg

weitere Sturmschäden

saftige Wiesen

ein Motiv, dem ich einfach nie widerstehen kann

einer meiner Vorfahren – der arme Mann im Toggenburg – Ueli Bräker

zurück in Wil

die Thur bei Weinfelden

Ein Besuch auf Gamplüt, meinem persönliche Kraftort im Obertoggenburg, ist jedesmal wunderschön und tut einfach immer wieder gut.

 

Rundwanderung vom Seebachtal nach Iselisberg und zurück am 8.7.2018

Eine unserer Lieblingswanderungen führt vom Nussbaumersee im Seebachtal (Kanton Thurgau) über Trüttlikon nach Iselisberg und zurück zum Nussbaumersee. Reine Wanderzeit gute 3 Stunden.

Dies sind die drei Seen im Seebachtal: Hüttwilersee, Nussbaumersee und Hasensee (ein Bild aus dem Internet).

Ein sommerlich heisser Tag ist angesagt – daher sind wir früh unterwegs.

Der Weg führt stetig, aber nur leicht bergan, vorbei an Sonnenblumen-, Gemüse-, Tabak- und Kornfeldern. Wir sind wie immer auf dieser Wanderung ganz alleine unterwegs.

…wo sind wir denn da?

Ruedi versteht sich mit Hühnern 🙂

…aber auch mit den Kälbchen

lustige Schilder – ich weiss zwar nicht, wer der Johnny ist 🙂

im „Raps-Wald“ 🙂

Bei diesem Baum haben wir den höchsten Punkt unserer Wanderung erreicht

Ab hier geht der Blick in Richtung Thurtal – leider versteckt sich heute der Alpenkranz im Dunst.

unser Ziel ist die Kioskwirtschaft „Trotten-Hof“

Jedesmal freuen wir uns auf die Ruhepause hier auf dem Trotten-Hof, bei Kaffee und je nachdem Kuchen oder wie heute einem feinen Glacé.

die besten Blätter sind am Baum

der Blick über das Thurtal

Rebgebiet Iselisberg

  

Hier sind wir bereits zurück beim Nussbaumersee, einem der drei Seen im Seebachtal.

Ab hier geht es zurück zum Auto vorbei an Sonnenblumen- und Maisfeldern.

Sie hat den Überblick 🙂

Frisuren-Trend 2018

..und schon befinden wir uns auf der Heimfahrt.

Inzwischen ist das Thermometer auf 29° angestiegen – wir sind etwas verschwitzt aber zufrieden etwas geleistet zu haben.

Annecy (Haute-Savoie) Juni 2018

Da für die nächsten Tage oder sogar Wochen Sommerwetter angesagt ist, gibt es für uns kein Halten mehr…auf geht es in Richtung Frankreich.

Es ist Sonntag der 17.Juni 

Um 6:30 Uhr ist unser Wohnwagen angekoppelt und wir fahren los – über Zürich, Bern und Genf.

Hier verlassen wir die Schweiz. Es liegen nun nur noch 40 km zwischen uns und unserem Ziel: Annecy.

Annecy ist die Hauptstadt des Departements Haute-Savoie in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Sie wurde zur Alpenstadt des Jahres  2012 gekürt. Die Stadt liegt an der Nordspitze des 27 km² großen Lac d’Annecy.

Noch vor dem Mittag erreichen wir Annecy.

Jetzt heisst es sich entscheiden, auf welchem CP wir uns diesmal niederlassen möchten. Wir kennen bereits den CP Bellevédère, der allerdings etwas abgelegen oberhalb Annecy liegt, dann den CP Europa auf dem wir uns letztes Jahr zweimal aufhielten, der zwar nicht direkt am See liegt, uns aber gefallen hat und in Frage käme noch der CP International Lac Bleu, direkt am See.

Wir sind uns rasch einig, und entscheiden uns ein weiteres Mal für den CP Europa in Sant Jorioz, 9 km von Annecy entfernt.

Es stehen noch viele Stellplätze zur Auswahl, allerdings nur noch drei Comfortplätze. Wir wählen einen dieser drei Plätze, denn im Gegensatz zu den Standardplätzen mit 6 Amp., werden hier 10 Amp. Strom geboten. Da heisse Tage angesagt sind, möchten wir vielleicht mal die Klimaanlage in Betrieb nehmen können.

Die Plätze sind sehr grosszügig und wir haben das Glück einen Schattenplatz zu ergattern, denn an der Sonne ist es schon eindeutig zu heiss.

Da wir nur das kleine Vorzelt mitgenommen haben, ist unser „Ferienhäuschen“ auch schon bald wohnbereit.

Hier noch ein paar Worte zum CP, er liegt 400 m vom See entfernt, hat 192 Stellplätze, zwei grosszügige, saubere Sanitäranlagen, einen Pool und eine Badelandschaft, ein Restaurant, aber keinen Shop. Es gibt einen direkten Zugang zum Radweg, welcher übrigens von Annecy bis Albertville sehr grosszügig ausgebaut ist. Die Busstation befindet sich auch nur wenige Schritte vom CP entfernt.

Nach der langen Fahrt gönnen wir uns einen Faulenzer-Nachmittag im Liegestuhl…

…und zum Abendessen ein feines Raclette

Trotz des schönen Wetters, sitzen wir heute Abend ausnahmsweise im Wohnwagen vor dem Fernseher, denn wir dürfen natürlich das WM-Fussballduell Brasilien – Schweiz nicht verpassen! Na ja, das Resultat heisst immerhin 1:1.

 

Montag, 18.Juni

Wir haben wunderbar geschlafen, denn der Platz ist sehr ruhig gelegen.

Abgesehen von einigen Wolken, die sich den Bergen entlang ziehen, scheint es ein sommerlich sonniger Tag zu werden.

Wie liebe ich es doch, mich von morgens bis abends meist im Freien aufzuhalten… wie hier bereits beim Frühstück.

Unser heutiges Ziel ist Le Semnoz (1‘699 m ü.M.)

Der Semnoz ist ein dem Bauges-Massiv zugehöriger Berg bei Annecy. Der höchste Punkt, Crêt de Châtillon genannt, liegt auf 1’699 Metern über dem Meeresspiegel.

Der 17,4 km lange, kurvige Anstieg mit 6,97 % durchschnittlicher Steigung von Annecy zum Gipfel „Crêt de Châtillon“ ist eine von Fahrrad- und Motorradfahrern beliebte Bergstrecke.

In Saint Jorioz, nicht weit vom CP entfernt zweigt die Strasse zum Col de Leschaux ab. Eine wunderschöne Fahrt (mit dem Auto – nicht mit dem Fahrrad 🙂  ) führt uns durch gepflegte kleine Dörfchen, wie Saint-Eustache

und Chapelle Saint Maurice.

Zwischendurch mal ein Blick hinunter zum Lac d’Annecy.

Die Strasse ist kurvenreich, oft sehr schmal

Wie wir die Baumgrenze hinter uns lassen, sieht man auch schon das „Chalet Nordique du Plateau“.

Leider ist das Restaurant geschlossen.

Trotzdem parkieren wir hier und spazieren zur nahegelegenen Alpkäserei.

Diese Fromagerie ist nun wirklich ein Besuch wert. Wir decken uns mit zwei verschiedenen Käsesorten ein, Tomme und Reblochon.

Inzwischen bildeten sich hier oben leider immer dichtere Wolken, so dass wir auf eine längere Wanderung verzichten. Wir werden dies bei besseren Wetterverhältnissen nachholen.

So fahren wir weiter über die Passhöhe und entdecken schon bald danach ein Restaurant welches geöffnet hat. In dieser gemütlichen, urigen Gaststube gönnen wir uns einen Kaffee.

Für die Rückfahrt wählen wir die Route hinunter nach Annecy – hier ist die Strasse viel breiter und die Strecke um einiges kürzer aber mit Abstand nicht so sehenswert wie die Route über Saint-Eustache. Ich wunderte mich auf der Passhöhe schon, wie die grossen Camper es schafften dort hinauf zu gelangen – aber auf dieser Route ist dies natürlich kein Problem.

Nach einem kurzen Halt beim Tierpark, fahren wir zurück zum CP.

dies sind Mouflon de Corse ( Korsische Dickhornschafe)

Den Nachmittag verbringe ich mit dem aktualisieren meines Reise-Blogs – nur leider funktioniert das Internet nicht.

Abendstimmung auf dem CP

 

Dienstag, 19.Juni

Ein wolkenloser Himmel überrascht uns. Nach einem ausgiebigen Frühstück an der Morgensonne, beschliessen wir die gute Sicht zu nutzen und nochmals auf den Semnoz zu fahren.

Wir wählen wieder dieselbe Rundtour,

hinauf über Saint-Eustache und hinunter wieder auf der komfortableren Strasse direkt nach Annecy.

Oben auf der Crête de Chatillon wird eine grosse Auswahl an Spazierwegen, aber auch längeren Wanderwegen angeboten. Wir wählen eine kleine Rundwanderung von etwas mehr als einer Stunde.

Ich bin total begeistert von der Aussicht,

hier zum Mont Blanc

…ob hier sogar das Matterhorn zu sehen ist?

…eine vielfältigen Flora

Nicht gerade vertrauenerweckend – ich habe eh schon Angst vor Kühen 🙁

Hinweistafeln zu den verschiedenen Alpkäsereien

Wir befinden uns über den Wolken , dies der Blick hinunter ins Rhonetal

Bevor wir uns auf den Rückweg machen, geniessen wir im „Les Rochers Blancs“ ein Stück wunderbaren Blaubeerkuchen.

Der Blick hinunter zum Lac d’Annecy

Wieder unten am See, beschliessen wir einmal um den ganzen Lac d’Annecy zu fahren.

Der von steilen Bergen flankierte, türkisgrün schimmernde Lac d’Annecy ist ein ganz besonderes Kleinod in den Savoyer Alpen. Zu einem grossen Teil ist er frei zugänglich und dies wird auch rege genutzt, besonders an einem heissen Sommertag wie heute.

Wie sind wir froh um die schattenspendenden Bäume, denn das Thermometer klettert heute auf 28°C.

ein Falter an unserem Sonnenschirm

Den Nachmittag nutzt Ruedi zum Funken und ich widme mich dem Liegestuhl und einem spannenden Buch.

Ein Abendspaziergang durch den CP…dies der Pool

und die Badelandschaft

 

Mittwoch, 20.Juni

Letztes Jahr standen wir beim Château Montrottier vor verschlossenen Toren. Den Besuch dieses Schlosses wollen wir heute nachholen.

Château Montrottier liegt etwa 10 km von Annecy entfernt.

Kaum haben wir Annecy hinter uns gelassen, befinden wir uns völlig auf dem Lande…

…und schon sieht man das Schloss

Das auf einer einsamen Anhöhe in der Nähe der Schlucht des Fier gelegene Schloss ist ein schönes Beispiel der savoyischen Wehrbauten. Das zwischen dem 13. und 16. Jh. errichtete Bauwerk beeindruckt durch einen 36 m hohen, imposanten Donjon mit rundem Grundriss, von dem sich ein schöner Blick bietet. Im Innern werden umfangreiche Sammlungen gezeigt, die der Académie florimontane mit dem Schloss hinterlassen wurden: Waffen, Rüstungen, Fayencen, Porzellan, Keramik aus dem Fernen Osten, antike Möbel… und vier Flachreliefs aus Bronze (16. Jh.) der Nürnberger Künstler Peter und Hans Vischer.

Eingang und Aufstieg zum Schloss

Für 8 Euro/Person dürfen wir das Schloss besuchen

Der Schlossgarten

Das Schloss vom Garten aus gesehen

Das Gehöft zum Schloss

Nur wenige 100 Meter vom Schloss Montrottier entfernt liegt unser nächstes Ziel, es ist auch dieses Jahr nochmals Les Gorges du Fier, eine Schlucht, die der Fluss Fier in den Fels gewaschen hat.

Der Steg ist auf einer Höhe von 20–30 Meter über dem Fluss, direkt an der riesigen Felswand angebracht und erstreckt sich über eine Länge von 252 Metern. Er wurde im Juli 1869 fertig gestellt, man sieht es auch, dass er schon etwas in die Jahre gekommen ist.

Ich muss zugeben, ich habe schon etwas weiche Knie, so hoch über dem Abgrund, aber auch ich schaffe es bis zum Ende des Steges.

Hier nun beginnt das Mer des Rochers, eine Art Labyrinth aus gespaltenen Felsblöcken, durch dessen Furchen der Fluss sich seinen Weg sucht.

Zurück geht es auf demselben Weg.

Es ist ein heisser Tag, selbst im schattigen Wald kommt man ins Schwitzen. Das Thermometer übersteigt die 30°-Marke. So beschliessen wir uns im Restaurant beim Eingang zur Schlucht einen kühlen Drink zu genehmigen…nur leider wurde hier gerade ein Reisebus voller Touristen ausgeladen, die sich nun im Gartenrestaurant breit machen.

So fahren wir die paar Meter hinauf zum Schloss Montrottier, wo sich direkt ausserhalb der Schlossmauer ein nettes kleines Restaurant befindet, hier geniessen wir die Ruhe und ein feines Mittagessen.

Auf der Rückfahrt zum CP legen wir noch einen Halt beim Gemüse- und Früchtehändler in Saint Jorioz ein. Wunderschönes Gemüse und Früchte werden angeboten – aber zu übertriebenen Preisen. Wir kaufen uns trotzdem Melonen und Peperoni.

Da wir zum Mittagessen ein 3-Gang-Menu verspeisten, gibt es zum Abendessen nur noch Melone mit Schinken und einen Tomaten-Mozzarella-Salat mit viel frischem Basilikum.

Heute sind wir in diesem Jahr erstmals froh um die Klimaanlage im Wohnwagen.

 

Donnerstag, 21.Juni

Heute ist der längste Tag des Jahres…von jetzt an geht es bereits wieder dem Winter entgegen 🙂

Es verspricht ein weiterer wettermässig heisser Tag zu werden.

Unser heutiges Ziel ist die Stadt Annecy. Da die Parkplätze meist schon ausserhalb der Stadt überfüllt sind, entscheiden wir uns für den Bus. Die Busstation liegt nur wenige Meter vom CP entfernt und der Bus fährt ca. alle 30 Minuten.

Wir fahren bis zum „Hotel de Ville“, dies ist ein guter Ausgangspunkt, denn hier kann man sich entweder für den See oder die Stadt entscheiden.

Der Canal du Vasse

mit dem Pont des Amours

Wir spazieren dem Fluss Thiou entlang…

Der Palais de l’Isle – beherbergt heute das Heimatmuseum

… und bummeln durch die Gassen der Altstadt.

die Kathedrale

Auf den Aufstieg zur Burg von Annecy verzichten wir diesmal, denn wir besichtigten die Burg bei unserem letztjährigen Besuch.

Nach einem erfrischenden Drink, spazieren wir dem See entlang und durch den Jardin de l’Europe, ein schöner, erholsamer Park, direkt am See, mit einem sehr alten Baumbestand.

das Hôtel de Ville

Nach zwei Stunden Stadtbummel nehmen wir den Bus zurück zum CP…nur steigen wir dummerweise eine Station zu früh aus – und die Haltestellen liegen sehr weit auseinander.

So schlendern wir durch einen kleinen Markt…

…und beschliessen danach den See zu „suchen“, denn wir wissen, dass dem See entlang der Sentier des Roselières in Richtung CP führt. Ich vermute, dass wir bei der Haltestelle, die am weitesten vom See entfernt liegt ausgestiegen sind, denn wir durchqueren ein riesiges Einfamilienhaus-Quartier – und immer noch kein See in Sicht.

Wie freuen wir uns, als wir nach etwa einer halben Stunde diese Boote entdecken!…da kann der See nicht mehr weit sein. Denn es ist inzwischen drückend heiss.

Wir wandern nun auf dem schattigen Sentier dem See entlang, dann gilt es noch ein Feld zu überqueren und wir sind am Ziel. So waren wir doch nochmals eine ganze Stunde unterwegs.

Ein Ruhenachmittag tut nun gut.

 

Freitag, 22.Juni

Es ist ein sonniger aber stark windiger Tag.

Etwa 400 m vom CP entfernt führt, wie gestern schon erwähnt, der Sentier des Roselières dem See entlang.

Der Sentier des Roselières ist ein 3 km langer Abschnitt des Wanderweges, der rund um den Lac d’Annecy führt.

Anfangs führt der Weg direkt dem See entlang,

und manchmal ist er durch einen Schilfgürtel vom See getrennt,

Am Wegrand treffen wir eine vielfältige Flora an.

Hier verläuft der Weg ein Stück weit auf dem grosszügigen Radweg.

Irgendwann geht der gepflegte Sentier in einen etwas ungepflegten Waldweg über. So verlassen wir den See und begeben uns ins Dorf Sevrier, wo wir uns für die Rückfahrt mit dem Bus entscheiden. Da der Bus aber erst in einer Stunde fährt, ruhen wir uns bei einer Cola im netten Hafen-Beizli etwas aus.

Den Nachmittag verbringen wir auch heute auf dem CP.

 

Samstag, 23.Juni

Ein weiterer Sommertag.

Das Château de Menthon St.Bernard steht mal so provisorisch auf dem heutigen Programm. Dieses Schloss liegt auf der anderen Seeseite. Unterwegs dorthin sehen wir eine Hinweistafel zum Col de la Forclaz (nicht zu verwechseln mit dem grossen Col de la Forclaz, der von Chamonix nach Martigny führt).

Ist doch bei diesem tollen Wetter eine Fahrt in die Höhe eine bessere Entscheidung als die Besichtigung eines Schlosses.

Zuerst geht es dem See entlang…

Die Strasse steigt nun an und wir erhaschen schon bald einen ersten Blick über den See, der bereits weit unter uns liegt.

…kurvenreich führt uns danach die schmale Strasse höher und höher.

Auf 1‘157 m erreichen wir die Passhöhe

…und sind total überrascht. Mehrere Restaurants, genügend Parkplätze und vor allem eine einmalige Aussicht erwartet uns hier oben.

Nach einem kurzen Aufstieg zum Restaurant „Chalet la Pricaz“,

…wird uns dieser einmalige Blick über den Lac d’Annecy geboten.

Ein Paradies für Gleitschirmpiloten – hier werden Tandem-Flüge angeboten.

Wir trinken einen Espresso (Aussicht inklusive) und ich kaufe mir als Souvenir ein Paar Schaffellpantoffeln…der nächste Winter kommt bestimmt 🙂

Ich denke es ist gut sind wir früh hier, auf den Mittag werden anscheinend viele Gäste erwartet.

Noch ein letzter Blick über den See, bevor wir die Passhöhe verlassen.

Hinunter wählen wir die Strasse nach Ugine, welche noch eine Spur schmaler ist, aber einen tollen Ausblick auf die umliegenden Berge bietet.

Unten in der Nähe von Ugine angekommen, entscheiden wir uns noch für einen Abstecher ins 10 km entfernte Albertville.

Auch hier sind wir positiv überrascht – eine gefällige Stadt erwartet uns.

Nach einem feinen Caesar-Salat machen wir uns wieder auf die Heimfahrt.

Ganz ungeplant haben wir heute zwei lohnenswerte Ausflugsziele entdeckt.

Nun noch ein Wochenendeinkauf bei Lidl und danach geniessen wir auch heute einen Ruhenachmittag im  Schatten auf dem CP.

 

Sonntag, 24.Juni

Der Himmel ist bedeckt. Da es Sonntag ist, wollen wir heute nicht auf die Strasse. So beschliessen wir vom CP aus zum Château Duingt zu wandern.

Anfangs führt der Weg auf dem Sentier de la Roselière dem See entlang,

…danach auf einem, zwar von der Strasse getrennten, aber doch der vielbefahrenen Strasse folgenden Gehweg.

Unterwegs der Blick zum Château d’Héré, das im 15. Jahrhundert errichtet wurde und in Privatbesitz ist.

Vorbei an der Kirche, im 19. Jahrhundert im Stil der Neugotik erbaut…

…spazieren wir durch den alten Dorfteil von Duingt. Hier im alten Ortskern sind zahlreiche Häuser im typischen savoyischen Baustil des 17. und 18. Jahrhunderts erhalten.

Das Château de Duingt befindet sich auf einer kleinen Halbinsel. Die ursprüngliche Burg wurde hier im 11. Jahrhundert erbaut. Das Schloss erhielt seine heutige Gestalt bei Um- und Neubauten in der Zeit vom 17. bis zum 19. Jahrhundert.

Wir wissen, dass das Schloss nicht zu besichtigen ist, aber es ist doch hart wenn man sehen muss, wie hier fürs Fussvolk der Weg endet.

Inzwischen hat sich die Sonne behauptet und scheint vom fast wolkenlosen Himmel.

Auf dem Rückweg ruhen wir uns bei einem Drink im Restaurant Spinnaker aus und geniessen den Blick über den See.

Spielplatz für Schwanenkinder 🙂

Nach dieser 3-Stunden-Wanderung haben wir nun ein bisschen Siesta und einen gemütlichen Liegestuhl-Nachmittag verdient.

Zum Abendessen lädt mich Ruedi ins Restaurant des CP ein. Wir geniessen den schönen, warmen Sommerabend und ein gutes Essen.

 

Montag, 24.Juni

Auch für heute sind hohe Temperaturen angesagt. Daher entscheiden wir uns für einen Ausflug in die Berge – und zwar hinauf nach La Sambuy.

Eine schmale, kurvenreiche Strasse bring uns hinauf von Faverges über Seythenex zur Talstation des Sesselliftes.

Doch leider fährt der Lift erst am kommenden Wochenende wieder. Warum sagt uns das keiner 🙁

Auf der Fahrt zurück sehen wir die Hinweistafel „Abbaye de Tamié“. Also gut, sehen wir uns das mal an.

Wir spazieren der Klostermauer entlang – vom Kloster selber gibt es nicht viel zu sehen.

Die Videovorführung ist heute auch nicht in Betrieb – Montag scheint kein guter Tag zu sein.

Der Shop des Klosters hat allerdings einiges zu bieten. Wir kaufen eine Wanderkarte, feinen Kastanienhonig und schöne Spruchkarten.

Nun aber erst mal die Karte studieren

Da wir schon beinahe auf dem höchsten Punkt des Col de Tamié sind, fahren wir noch bis zur Passhöhe.

Ausser zwei Restaurants hat auch dieses Ziel nicht viel zu bieten. In einem der Restaurants essen wir allerdings eine wunderbare Tarte Tatin.

Nun geht die Fahrt zurück nach Faverges, wo wir bei einen Bummel durch die Stadt doch noch etwas Bewegung haben.

im Stadtpark

Den restlichen Nachmittag verbringen wir einmal mehr beim Wohnwagen im Schatten der Bäume.

 

Dienstag, 26.Juni

Wie könnte es anders sein – die Sonne strahlt uns vom wolkenlosen Himmel entgegen. Das richtige Wetter um nochmals auf Le Semnoz zu fahren…zudem brauchen wir Käsenachschub 🙂

Diesmal steigen wir aber zuerst hinauf zum Gipfelkreuz. Hier wird uns eine unglaubliche Aussicht geboten.

wenn die Sicht etwas besser wäre, sähe man hier bis Genf

Nur der Mont Blanc hüllt sich in Wolken…hier sieht man grad mal noch die Spitze über den Wolken.

Über Stock und Stein…

…wandern wir an der ersten Käserei vorbei

…immer in Richtung Le Gruffy,

Der Weg führt vorbei an Kuhweiden und saftigen Wiesen mit einer wunderschönen Flora.

Yeah… wir sehen unser Ziel, die Alpkäserei „Chalet de Gruffy“.

Wir lassen uns auf Terrasse nieder, wo uns eine super Aussicht auf den Lac de Bourget geboten wird. Bei einem Käseplättli lassen wir unsere müden Beine etwas ausruhen.

Auf dem Rückweg kaufen wir in der uns bereits bekannten Käserei  ein grosses Stück Fromage de Montagne.

Es ist heiss, selbst die Kühe suchen den Schatten

der Blick zum Lac d’Annecy

Die Wanderung war wunderschön, aber recht anstrengend.

Nun gönnen wir uns noch etwas weniger Kräfteforderndes, da wären Les Jardins Secrets de Vaulx nun genau das Richtige. Wir geben im GPS Vaulx ein und es führt uns auf einer interessanten Route ins kleine Dörfchen Vaulx.

…bei der Kirche von Vaulx heisst es noch 2 km bis zu den Jardins Secrets

Doch danach zweifeln wir, ob wir auf der richtigen Fährte sind…nur noch Wiesen, Bäume und Kühe.

Doch ganz unerwartet und völlig abgelegen, gute 2 km von Vaulx entfernt, stehen wir vor den Jardins Secrets. Wir wissen nicht so ganz was uns da erwartet. Wir bezahlen den Eintritt von 8.50 Euro/Person und sind gespannt…

Wow, so etwas haben wir nicht erwartet. Auf 7‘000 m² erstreckt sich ein Garten, welcher von einer Familie – angefangen von den Grosseltern bis hin zu den heutigen Enkeln – mit viel Liebe und Engagement angelegt wurde. Man muss sich vor allem die vielen Details ansehen.  Nebenbei erwartet uns eine Blumenpracht, hie und da ein leise plätschernder Brunnen und zwischendurch auch mal eine lauschige Sitzgelegenheit. Einfach sehenswert!

Ich könnte noch 100 weitere Fotos beifügen 🙂

Nun aber genug für heute – wir machen uns auf den Heimweg.

 

Mittwoch, 27.Juni

Nach den gestrigen Strapazen und Eindrücken wollen wir es heute ruhig angehen.

Ruedi hat am Morgen noch Kontakt mit seinen Funkerfreunden in der Schweiz.

Danach nehmen wir den Bus nach Annecy und checken dort für eine zweistündige Schifffahrt rund um den Lac d’Annecy ein. Genau das Richtige bei diesem heissen Wetter.

Es war wunderschön und richtig erholsam!

Nach einem Imbiss direkt am Fluss Thiou spazieren wir nochmals durch die Gassen Annecy‘s.

Eine grosse Wiese mitten in der Stadt, die genutzt werden darf, sei es zum Spielen oder einfach zum Sein.

Kunst vor dem Hôtel de Ville, eine Lotusblüte, die sich öffnet und schliesst

Hier nehmen wir nun den Bus zurück zum CP.

Spät abends bei einem Bummel durch den CP erfreue ich mich am gerade aufgehenden Vollmond, der vom sternenklaren Himmel leuchtet – nur leider habe ich diesmal kein scharfes Bild geschafft 🙁

 

Donnerstag, 28.Juni

Heute sind wir uns mal nicht einig was das Ausflugsziel betrifft. Es ist zwar ein wolkenloser Morgen, aber laut Wetterbericht sollen heute Wolken aufziehen und es könnte sogar ein paar Tropfen Regen geben. Ruedi würde aber gerne nach Chamonix fahren. Ich finde es sei bestimmt nicht der richtige Tag – so weit zu fahren (80 km) und dann den Mont Blanc vor lauter Wolken nicht mal zu sehen. Aber ich gebe nach 🙂

Wir fahren bereits um 8 Uhr los – über Ugine, das Val d’Arly, Megèves und Servoz.

Und Ruedi hatte wiedermal recht! …besseres Wetter und eine bessere Sicht auf den Mont Blanc gibt es wohl nicht. Die Wettervorhersagen sind auch nicht mehr das was sie einmal waren.

Wir spazieren durch Chamonix, ein richtiger Touristenmagnet mit unzähligen Shops und ebenso vielen Restaurants. Ich jedoch finde, diesem Ort fehlt der „Charme“. Positiv ist, dass viele Gassen/Strassen im Zentrum autofrei sind.

bemalte Hausfassaden

eine blumige Stadt

wo der wohl hinzeigt?

…alles klar – natürlich zum Mont Blanc

Fussgängerzone

…immer mit Blick auf den Berg

Auf der Heimfahrt – ein alter und ein neuer Viadukt

Wir legen in Praz sur Arly einen Halt ein und essen, wie schon letztes Jahr, im „Les Trapeurs“ zu Mittag.

Noch ein Bummel durch Praz sur Arly

An einer Hauswand gesehen…

„Nous n’héritons pas la terre de nos ancêtres, nous l’empruntons à nos enfants“        (Antoine de Saint-Exupéry)

Nun geht die Fahrt wieder über Ugine zurück an den Lac d’Annecy.

Heute hat sich der CP zur Hälfte geleert – die meisten Holländer und Engländer sind abgereist – die Nebensaison geht übermorgen zu Ende.

 

Freitag, 29.Juni

Einfach mal nichts tun – ist heute angesagt. Das heisst im Liegestuhl liegen, ein gutes Buch lesen, Reisebericht schreiben, Fotos bearbeiten und die Ruhe geniessen….

…und zum Abendessen etwas Feines kochen.

 

Samstag, 30.Juni

Wie könnte es anders sein, der Himmel zeigt sich einmal mehr wolkenlos und es verspricht wiederum ein heisser Tag zu werden.

Heute ist unser letzter Tag hier am Lac d’Annecy, also heisst es zusammenpacken.

Doch wir wollen den kühlen Morgen noch nutzen für einen weiteren Ausflug hinauf zum Col du Semnoz.

Dieser tolle Aussichtspunkt ist zu unserem Lieblingsausflugsziel in der näheren Umgebung geworden. Es bieten sich hier oben auch unzählige Wandermöglichkeiten und die Rundsicht ist einmalig.

Zwar ist die Weitsicht heute alles andere als gut.

Am Nachmittag wird definitiv zusammengepackt.

Zum Abschied gönnen wir uns heute noch eine Pizza im Campingrestaurant.

Die Franzosen haben das Spiel gewonnen – also ist die Welt wieder in Ordnung 🙂

Es ist ein wunderschöner Abend mit einer klaren Sicht auf die umliegenden Berge.

 

Sonntag, 1.Juli

Wir verlassen den CP um 7:30 Uhr.

Ein letzter Blick auf den Lac d’Annecy.

Wie schön ist es doch sonntags zu fahren – keine LKWs, die Stadt Annecy schläft noch, kaum jemand auf der Strasse und auch auf den Autobahnen: Freie Fahrt!

Der Grenzübergang bei Genf

die Rebgebiete am Genfersee

Den Mittagshalt legen wir bei der Raststätte Kölliken ein. Hier treffen wir zu meiner Freude meine Cousine, die hier in der Nähe wohnt.

Nach einem gemeinsamen Imbiss, nehmen wir noch das letzte Stück der Heimfahrt unter die Räder.

Um 14:30 Uhr kommen wir wohlbehalten in Pfyn an, parken den Wohnwagen in seiner Box und fahren heim nach Weinfelden.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass Haute-Savoie ein ganz tolles Ferienziel ist – mit dem wunderschönen Lac d’Annecy, seiner eindrücklichen Bergwelt, den schmucken Dörfern und den vielen schönen Spazier- und Wandermöglichkeiten. Das Bilderbuchwetter war natürlich noch das Tüpfelchen auf dem i  🙂

 

 

 

 

 

Wanderung: Amriswil – Schloss Hagenwil – Hudelmoos – Amriswil

Alle die Lust dazu haben, nehme ich hier mit auf eine Wanderung bei schönstem Sommerwetter.

Es geht von Amriswil zum Schloss Hagenwil, dann durchs Hudelmoos und über Räuchlisberg zurück nach Amriswil.

Es ist Sonntagmorgen der 3. Juni

…wir fahren nach Amriswil und lassen unser Auto auf dem Parkplatz bei der „Freizeitanlage 1001“ stehen.

Die kursiv geschriebenen Texte sind aus dem Internet.

Diese Wanderung führt weit zurück in die Vergangenheit: Zum Schloss Hagenwil, das im 13.Jahrhundert erbaut wurde, und ins Hudelmoos, das eine Landschaft zeigt, wie sie vor Hunderten von Jahren an manchen Orten in der Schweiz zu finden war. 

Heute steht das Hochmoor unter kantonalem Schutz und ist Heimat einer artenreichen Flora und Fauna. Zwischendrin führt der Weg durch Apfelbäume, mit Aussicht auf Alpen und Bodensee.

Hier starten wir unsere Wanderung.

Anfangs führt der Weg ganz kurz auf einem Radweg bis zur Wanderweg-Abzweigung.

Wir sind froh, führt der Weg schon bald in den kühlen Wald, denn es ist sommerlich warm.

Bei diesem hübschen Brunnen unter einer blühenden Linde legen wir einen ersten kurzen Halt ein.

Ich bin mir nicht sicher was diese Schnecke uns sagen will – vermutlich: „nimms gmüetli“ 🙂

Hier sind wir bereits beim Schloss Hagenwil angekommen

Die ältesten Teile des Schloss Hagenwil sind rund 800 Jahre alt. Erstmals wurde es 1264 im Zusammenhang mit einem Ritter Rudolf von Hagenwil erwähnt. Während den darauffolgenden Jahrhunderten hatten verschiedene Familien das Schloss zu lehen. In dieser Zeit blieb es auch nicht vor Plünderung und Verwüstung verschont.

Eine ruhige Zeit war für die alten Gemäuer angebrochen und es wurde zu einem Erholungsort für die Geistlichen des Klosters St. Gallen. Bei der Klosterauflösung 1806 erwarb es dann der damalige Verwalter und Gemeindeammann Benedikt Angehrn. Seit nunmehr 200 Jahren ist das Schloss Hagenwil schon im Besitz der Familie Angehrn, die es mittlerweile in der 7. Generation führt.

Hier ein Text speziell für Ursula 🙂

Wir wandern nun durch eines der grössten Gebiete der Ostschweiz, dass noch eine intakte Streuobstwiese hat. Es ist ein letztes Refugium für den Gartenrotschwanz, der gerne in den Apfelbäumen brütet. Das Gebiet rund um Muolen ist das letzte und einzige Brutgebiet des seltenen Vogels in der Ostschweiz.

Ich habe allerdings keinen entdeckt – hätte ihn ja eh nicht erkannt 🙁

Ein Ententeich, nur haben sich die meisten Enten in den Schatten verzogen.

Ein wunderschönes Fachwerkhaus in der Nähe von Muolen

…noch mit richtigen Butzenscheiben

Hier wird grad ein Schimmel gesattelt – der Bauer fragte mich noch, ob ich aufsitzen möchte 🙂 … oh nein, das überlasse ich gerne denen die es besser können.

Auch unterwegs begegnen wir immer wieder Reitern auf ihren Pferden.

Wir wandern nun über eine weite Hochebene.

Hier mussten wir auf Distanz zweimal hinschauen, ob sie echt ist. Es kam uns allerdings schon komisch vor, eine Eule mitten am Tag an der prallen Sonne 🙂

Nun kommen wir ins Hudelmoos

1977 wurden die Reste des einst grossen Moores unter kantonalen Schutz gestellt. Seither konnte sich das Gebiet regenerieren. Über 40 Vogelarten, 200 Falterarten und fast 350 Gefässpflanzen leben im Hudelmoos. Hinzu kommen noch knapp 300 Pilzarten.

…schon fast paradiesich

Hier erfahren wir gerade, dass wir ein weiteres Mal Grosseltern geworden sind…was für eine Freude!

Manchmal muss man den Weg im hohen Schilf richtig suchen.

Schon bald gelangen wir zu einem weiteren, ziemlich versteckten Weiher.

Einer der Grillplätze im Hudelmoos.

Wir verlassen das Hudelmoos und spazieren zurück über die Hochebene, nun aber in Richtung Räuchlisberg.

Ein schattiges Plätzchen – auch hier wieder unter einer blühenden Linde.

Wir erreichen nun den Weiler Räuchlisberg

Immer wieder hübsche Bauernhäuser – hier mit Läden in den Thurgauerfarben 🙂

Von hier aus sieht man bereits die Kirchturmspitze von Amriswil – übrigens der höchste Kirchturm im Kanton Thurgau.

…und schon sind wir wieder zurück beim Auto.

Ich kann dazu zusammenfassend nur sagen: es war wunderschön!

Mittelitalien (Lago di Bolsena) April/Mai 2018

Nachdem wir bereits 10 Tage auf dem CP Campofelice in Tenero im Tessin verbracht haben, sind wir für vier Tage nach Hause gefahren (Nordostschweiz). Der Wohnwagen inklusive Vorzelt blieben auf dem CP.

Dienstag 17.April

Heute geht es zurück ins Tessin. Bereits um 7 Uhr verlassen wir Weinfelden im Kanton Thurgau und geniessen wiederum eine Fahrt bei Bilderbuchwetter.

…hier am San Bernardino

Auf dem CP bauen wir als erstes das Vorzelt ab, denn zum einen herrscht wunderschönes Wetter und zum andern wissen wir noch nicht, ob wir eventuell bereits morgen in Richtung Italien losziehen.

Unser Ziel ist der Lago di Bolsena, im „Dreieck“ Toskana, Umbrien, Lazio… ungefähr in der Mitte zwischen Siena und Rom.

 

Mittwoch 18.April

Und tatsächlich entscheiden wir uns heute, einen Tag früher als geplant, für die Fahrt in den Süden, zuerst mal bis Bologna (ca. 320 km).

…unterwegs über den Monte-Ceneri, dies der Ausblick auf die Magadinoebene

Um Mailand herum herrscht, im Gegensatz zu unserer Fahrt im letzten September, enorm Verkehr

…und immer diese Zahlstellen

Wir durchqueren die total flache Poebene,

legen einen Mittagshalt bei Piacenza ein

und fahren danach über Parma und Modena bis Bologna, auf den uns bereits bekannten Stadt-Camping.

Der Vorteil dieses CP ist, dass er nur 1,5 km von der Autobahnausfahrt entfernt liegt – ideal für einen Übernachtungshalt.

Wie ich bereits im Reisebericht vom September beschrieben habe, sind die Stellplätze eher klein, die Sanitäranlangen einfach, aber sehr sauber und das Restaurant super.

Wir bleiben nur eine Nacht, denn die Stadt Bologna besuchten wir bei unserem letzten Aufenthalt.

Eine schlechte Entscheidung war, mit dem Wohnwagen in den hinteren Teil des CP zu fahren – ist eher für Wohnmobile gedacht. Denn die Durchfahrten auf dem CP sind zum Teil extrem eng, zudem stehen überall parkierte Autos, Kandelaber und Mülltonnen herum, sodass wir mit unserem 12-Meter-Gespann die enge rechtwinklige Ausfahrt nicht schaffen und den Wohnwagen nochmals abkoppeln und mit dem „Mover“ um die Ecke manövrieren müssen. Dem Mover sei gedankt! Als Tipp für Wohnwagenreisende, im vorderen Teil des CP sind die Plätze viel einfacher anzufahren!

 

Donnerstag 19.April

Die heutige Fahrt führt uns über Florenz und Orvieto nach Bolsena (ca. 280 km). Bei Bolsena führt uns das GPS wiedermal über extrem schmale Strassen, obwohl es mit „Wohnwagen“ programmiert ist.

Wir haben uns zu Hause für den CP Blu International entschieden und finden den Platz auch problemlos, nur…der Platz öffnet seine Tore erst morgen 🙁 . Das haben wir nun davon, dass wir einen Tag früher als geplant losgezogen sind.

Da die Zufahrt sehr eng und die Tore verschlossen sind, müssen wir ein weiteres Mal den Wohnwagen abkoppeln und drehen…wie sind wir doch dankbar den Mover zu haben!!..denn es ist weit und breit niemand, der uns beim Schieben helfen könnte.

Auch der nächste CP am Bolsenasee, den wir anpeilen ist noch geschlossen, ebenso der übernächste. Wir fragen uns schon, wo wir übernachten könnten. Da sieht Ruedi eine Tafel mit dem Hinweis: Camping Mario 1 km. Eine schmale Strasse führt in Richtung dieses CP.

Ich hätte es nicht gewagt hinzufahren, da ich vermutete, dass alle CP um den Bolsenasee wohl einheitlich erst morgen öffnen und wir dann vor dem geschlossenen CP wieder nicht wenden könnten. Ruedi aber ist mutig und fährt los – und was für ein Glück! – der CP ist offen!

Gerade mal zwei Stellplätze sind besetzt und wir dürfen uns einen Platz aussuchen, natürlich entscheiden wir uns für einen direkt am See…eine einmalige Lage.

(alle kursiv geschriebenen Texte in meinem Bericht stammen aus dem Internet)

Der Lago di Bolsena liegt in der vormals vulkanisch aktiven Zone des sogenannten Apparato Vulsinio. Er füllt eine Caldera (eine kesselförmige Struktur vulkanischen Ursprungs), die vor schätzungsweise 300.000 Jahren durch Einsturz unterirdischer Magmakammern nach starken, explosiven Vulkanausbrüchen entstanden ist.

Fläche: 114 km², Umfang: 43 km, grösste Tiefe: 151 m, Lage: 300 m ü.M.

Man hat den Bolsena-See schon beschrieben als den „See, den  man trinken kann“.
Tatsächlich wurden früher, als es in den Häusern noch keine Wasserhähne gab, die öffentlichen Brunnen aller Dörfer am Seeufer direkt mit Seewasser gespeist. Natürlich ist das heute nicht mehr so, aber der Bolsenasee ist immer noch sauber und sein Wasser glasklar. Eine wahre Ausnahme zwischen der betrüblichen Reihe verschmutzter Binnengewässer!

Der CP befindet sich auf diesem Bild beim weissen Stern am Nordende des Sees.

Zum CP muss ich sagen, es ist ein sehr einfacher, familiär geführter Platz, mit mehr als dürftigen Sanitäranlagen, aber auch hier mit einem guten Restaurant.

Die einmalige Lage des Platzes, die Ruhe die hier herrscht und die „Pizza Mario“ im Campingrestaurant bewerte ich mit 5 Sternen, den Campingplatz, vor allem die Sanitäranlagen, mit knapp einem Stern.

http://www.bolsenasee.org/camping-mario

Mario, der Besitzer ist sehr hilfsbereit, kommt gerne zu einem Schwatz und spricht sehr gut Deutsch.

Der CP liegt ca. 8 km von Bolsena entfernt und gehört zur Gemeinde San Lorenzo Nuovo.

Das Abendessen gönnen wir uns heute im Restaurant – es gibt wunderbare, von der Signora eigenhändig hergestellte Pasta und einen „Camping-Mario“ Rotwein.

 

Freitag 20.April

Dies ist der morgendliche Ausblick von meinem Bett aus – kurz vor Sonnenaufgang

Frühstück am See

Da wir nun die letzten drei Tage mehrheitlich im Auto unterwegs waren, entscheiden wir uns heute für einen Ausflug in der näheren Umgebung und zwar möchten wir das 14 km entfernte Cività Bagnoregio besuchen.

der Blick über Bolsena 

Bei dieser Kirche eingangs der Stadt Bagnoregio finden wir einen Parkplatz – nur haben wir eine ganz andere Vorstellung dieses sehenswerten, mittelalterlichen Ortes. Haben wir doch auf Fotos ein kleines, altes Städtchen gesehen, das hoch auf einem Tuffsteinfelsen thront…doch wo ist es?

Wir spazieren durch ganz Bagnoregio

…bis wir endlich die historische, mittelalterliche Altstadt „Cività di Bagnoregio“ sichten…allerdings noch ziemlich weit entfernt.

Wow, da hinauf wollen wir!…da haben wir noch eine ziemlich anstrengende Strecke vor uns…

Wir wissen nun, dass der Unterschied in Bagnoregio (Stadt mit 3’600 Einwohnern) und Cività Bagnoregio (eine Fraktion von Bagnoregio) liegt.

Hier noch ein interessanter Text zu Cività Bagnoregio aus dem Internet

Civita di Bagnoregio zählt zu den città che muoiono (dt. „sterbenden Städten“), von denen es Hunderte in Italien gibt, da immer weniger Menschen in den kleinen, nur mühsam erreichbaren Bergorten mit durch Bodenerosion und Erdrutsch absturzgefährdeten Gebäuden verbleiben wollen. Um 1990 lebten in Civita di Bagnoregio nur noch sieben bis siebzehn alte Menschen zurückgezogen, bis ein römischer Ex-Manager und zahlreiche Aussteiger und Naturschwärmer in Folge den Ort entdeckten und durch Aufkauf und Sanierung der verlassenen Bauruinen wiederbelebten.

Seither nimmt die Zahl der als Zweitwohnsitze instand gesetzten Gebäude zu, und eine US-amerikanische Universität veranstaltet hier ihre Sommerkurse. Heute ist der Ort auch zum Ferienwohnsitz von Künstlern geworden. Konzerte in der Kirche geben zusätzliche Impulse, Hochzeitspaare wählen den Ort als Kulisse für ihre Hochzeitsfotos. In den sanierten Gebäuden wurden Cafés und Restaurants, ein kleines Hotel und ein Souvenirladen eingerichtet. 

Der Weg führt uns anfangs weit hinunter, teils über Treppen. Beim tiefsten Punkt bezahlt man 3 Euro/Person und darf nun den Aufstieg über die 250 Meter lange Fussgängerbrücke unter die Füsse nehmen.

Ich frage mich, wie wurde diese Stadt einst gebaut und was für einen Weg mussten die Einwohner damals wohl auf sich nehmen, als es die Brücke noch nicht gab.

Mit dieser alten Postkarte bekomme ich die Antwort, es gab damals schon eine Brücke.

Aber ich muss sagen die Mühe und die 3 Euro lohnen sich allemal, denn nach dem mühsamen Aufstieg empfängt uns eine gepflegte, sehenswerte Altstadt.

Seit dem letzten Erdbeben weist der Kirchturm beängstigende Risse auf

Zurück beim Auto sind wir (ich jedenfalls) ziemlich geschafft.

Die Rückfahrt durch den Frühling

Zurück in Bolsena, reicht die Kraft gerade noch für einen Bummel durch die Stadt, wo wir uns einen Apéro gönnen.

„Fontana di San Rocco“, eine Brunnenanlage aus dem Jahre 1835.

Zurück auf dem CP stellt Ruedi mal probehalber das kleine Vorzelt auf, welches wir uns neu angeschafft haben. Es sind nur zwei Seiten- und eine Vorderwand, welche an der Markise befestigt werden, also viel einfacher für unterwegs, als das grosse Vorzelt.

Da Mario heute Pizza anbietet, essen wir nochmals im Restaurant und geniessen den schönen, warmen Frühlingsabend.

Ein Nachteil dieses CP ist, dass er am Nordende des Sees liegt und uns daher von hier aus weder ein Sonnenaufgang noch ein Sonnenuntergang über dem See gegönnt ist…(„Nachteil“ natürlich nur aus meiner Sicht 🙂 ich bin eine Fanatikerin in Sachen Sonnenauf- und Sonnenuntergängen).

 

Samstag, 21.April

Jeden Morgen sind die Fischer unterwegs

Nach dem Frühstück fahren wir gleich los, denn heute steht der ca. 50 km entfernte Monte Amiata auf dem Programm.

Die Fahrt ist abwechslungsreich, durch eine liebliche Hügellandschaft,

später durch dichte Buchenwälder.

Die Strasse auf den Monte Amiata ist kurvenreich, aber sehr gut ausgebaut.

Wie staunen wir, als wir plötzlich im Winter stehen. Von unten war der Schnee nicht auszumachen, da der ganze Berg bewaldet ist.

Ungefähr 100 m unter dem Gipfel steht ein grosser Parkplatz zur Verfügung – auch befinden sich hier drei Restaurants, wovon zurzeit nur eines geöffnet ist. Im Winter wird hier wohl etwas mehr Betrieb herrschen, denn der Monte Amiata ist ein Skigebiet mit etlichen Skiliften.

Da wir nicht mit Schnee gerechnet haben, sind wir in Turnschuhen hier – schon fast ein bisschen peinlich – aber es beruhigt mich, dass alle andern Bergbesucher ebenfalls Turnschuh-Touristen sind.

So steigen wir hinauf zum Gipfelkreuz (1738 m ü.M.). Leider ist die Weitsicht alles andere als gut, starker Dunst liegt über dem Land.

Das eiserne Gipfelkreuz, welches ein bisschen an den Eiffelturm erinnert, steht bereits seit 1910 auf dem Monte Amiata.

Etwa 100 m entfernt befände sich eine grosse Marienstatue aus Marmor, die „Madonna degli scouts“. Wir verzichten aber darauf in Turnschuhen auf dem eisigen Schnee über die Krete dorthin zu gehen. Nächstes Mal kommen wir mit den Wanderschuhen.

Im Gipfelrestaurant geniessen wir eine feine, mit Käse überbackene Polenta.

Für die Fahrt zurück zum CP wählen wir die gleiche Strecke wie bei der Hinfahrt.

Leider gibt es auf dem CP momentan (?) kein Internet, so kann ich den freien Spätnachmittag nicht mal nutzen um an meinem Blog zu arbeiten – da bleibt mir nur der Liegestuhl 🙂 …bei dieser Ruhe und einem guten Buch allerdings kein Problem.

 

Sonntag, 22.April

Wie könnte es anders sein…die Sonne scheint vom wolkenlosen Himmel.

Für heute steht die Fahrt durchs Val d’Orcia auf dem Plan und zwar als Rundreise auf der Strada del Vino. Das Val d’Orcia gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Landschaftlich ist es wunderschön, mit sanften Hügeln, typischen Toskana-Häusern und Zypressen. Im Sommer blühen hier weite Sonnenblumenfelder.

Den ersten Halt legen wir aber bereits bei den Bagni di San Filippo ein, den Schwefelquellen in schönster Landschaft. Die Naturbecken aus Kalkstein mit dem 37 Grad-warmen Schwefelwasser ziehen viele Besucher an, so natürlich auch heute Sonntag.

Trotzdem geniesse auch ich ein entspannendes Bad im warmen Wasser.

Danach spazieren wir dem Bach entlang und erst da entdecken wir, dass es weiter unten noch viele solcher Becken gibt, wo man völlig alleine wäre.

Unser nächstes Ziel ist Bagno Vignoni – nicht die Therme sondern das Städtchen, aber alle Parkplätze rund um Bagno Vignoni sind bereits überfüllt mit Sonntagsausflüglern und Thermenbesuchern – so verzichten wir auf den geplanten Halt.

Danach steht ein Besuch der Stadt Pienza auf dem Programm, aber auch hier herrscht Chaos auf den Strassen, so lassen wir auch dieses Touristenmagnet links liegen und erfreuen uns an der wunderschönen Landschaft.

Unweit von Pienza liegt Montepulciano. Diese Stadt besuchten wir in früheren Jahren bereits mehrmals, sodass sie heute nicht auf unserem Programm steht.

Auf der Weiterfahrt entdecken wir direkt an der Strasse einen Laden der Pecorino verkauft, da können wir natürlich nicht vorbeifahren ohne uns einen Laib dieses wunderbaren Käses zu kaufen. Auch den feinen hausgemachten Cantucci können wir nicht widerstehen.

wir kaufen 1,3 kg Pecorino 🙂

Es war ein ganz toller Ausflug durch die Südtoskana, auch wenn wir die Städtchen nicht besuchen konnten, die schöne Landschaft hat uns dafür mehr als entschädigt.

 

Montag, 23.April

Heute planen wir mal rund um den Bolsenasee zu fahren – da sind wir gespannt, was es zu entdecken gibt.

Die Route führt uns anfangs dem See entlang, manchmal zwar auf einer unbefestigten, aber gut befahrbaren Strasse.

Dabei entdecken wir eine wunderschön angelegte Uferpromenade.

Was uns erstaunt, ist dass auf der Westseite des Sees praktisch das ganze Ufer öffentlich zugänglich ist…

…meist mit einem schmalen Strand aus schwarzem Sand

Ein kurzer Halt bei der Chiesa di San Magno (15.Jh.)

Eine weitere schöne Promenade lädt zum Flanieren ein – und zu einem kleinen Imbiss…mit Blick auf Capodimonte.

Auf der Fahrt um den See legen wir immer wieder mal einen kurzen Halt ein und spazieren durch die diversen Dörfer

….so zum Beispiel durch Valentano

oder Marta

der Blick zurück nach Capodimonte

Nun verlassen wir den See, denn die Strasse führt stetig aufwärts nach Montefiascone

von wo aus uns eine grossartige Aussicht geboten wird

Wir besuchen den Dom di Santa Margherita…

…die Ruine der einstigen Papstburg

…und spazieren durch die Stadt

…und immer wieder die Via Francigena (Pilgerweg nach Rom)

Auf der Fahrt zurück nach Bolsena tätigen wir noch einen Einkauf bei Coop.

 

Dienstag, 24.April

Zur Abwechslung ist heute ein Ruhetag angesagt. Das heisst ganz ohne Ausflug geht es aber doch nicht.

Wir schlafen etwas länger, frühstücken gemütlich und entscheiden uns dann für den Besuch des Städtchens Bolsena.

Da wir noch fit sind, steigen wir als erstes hinauf zur Burg.  Steile Treppen und enge Gässchen führen hinauf zum Castello Rocca Monaldeschi, einer Burg aus dem 12 Jh. Mächtig thront sie über der Stadt.

Oben angekommen, besuchen wir das gepflegte Museum im Innern der Burg, welches eine reiche Anzahl von Funden aus längst vergangenen Zeiten beherbergt.

Im Untergeschoss befindet sich ein Aquarium, klein aber fein.

Vom Turm aus geniesst man eine einmalige Aussicht über die Stadt und den Bolsenasee.

Gleich neben der Burg befindet sich die mittelalterliche Chiesa di San Salvatore

Nun noch ein Spaziergang durch die Gassen Bolsenas

Überall in den Gassen begegnet man solchen Medusenköpfen, meist aus Terracotta, die mich total faszinieren.

Es befindet sich in Bolsena eine Werkstatt (La Medusa), wo solche und andere Skulpturen angefertigt und verkauft werden.

Nach einem Bummel durch den Markt,

spazieren wir zur Seepromenade

Man könnte sich an dieses Wetter gewöhnen 🙂 …wir essen morgens wie abends im Freien, bei ungetrübtem Sonnenschein.

 

Mittwoch, 25.April

Unser heutiges Ziel ist Orvieto, eine Stadt in Umbrien, ca. 20 km von Bolsena entfernt.

Dass das Felsplateau, auf dem sich heute die Altstadt von Orvieto befindet, ein gut zu verteidigender Ort ist und strategische Bedeutung haben kann, das entdeckten schon die Etrusker, die diese Anhöhe ab dem 8. Jahrhundert besiedelten.

Wir stellen das Auto im Parkhaus ab und lassen uns per Lift in die Stadt hinauf bringen.  Unser erster Besuch gilt dem Dom.

Der Dom von Orvieto (14.Jh.) gehört zu den eindrücklichsten Kathedralen Italiens (Eintritt 4 Euro)

Die Außenwand des Domes zeigt die typische waagerechte Schwarz-Weiß-Schichtung wie in Siena.

Besonders erwähnenswert und für die Geschichte der italienischen Malerei von großer Bedeutung ist die berühmte Cappella di San Brizio, mit dem großen Freskenzyklus Luca Signorellis.

Mit einer geführten, einstündigen Tour besuchen wir nun die Tuffsteingrotten im Untergrund der Stadt (5 Euro für Senioren).

Dabei heisst es Treppensteigen…aber die Mühe lohnt sich.

…hier sieht man mich grad eine Treppe erklimmen 🙂 manchmal sind die Stufen unglaublich hoch.

Die Tuffsteinschicht unter der Stadt entstanden vor etwa 300.000 Jahren durch Eruptionen der Volsiner-Berge. Die über 1200 Tuffsteingrotten selbst, entstanden durch die Grabungstätigkeit der Bewohner und sind unter der gesamten Stadt verteilt.

Bei den Führungen kann nur ein sehr geringer Teil der Grotten und Stollen besichtigt werden, so z. B. eine in einer Grotte befindliche Olivenölmühle aus dem Mittelalter samt Mühlsteinen, der Ölpresse, Feuerstelle, den Futterkrippen für die Tiere, den Wasserleitungen und Zisternen.

Hier wurden Tauben gezüchtet und gehalten, sie waren günstiger zu halten als Hühner, sie ernährten sich selbst, brauchten also keine Fütterung und erzielten auf dem Markt gutes Geld, denn sie dienten der Ernährung, besonders auch bei Hungersnöten.

Nach der anstrengenden Tour ruhen wir uns auf der Piazza del Duomo etwas aus, bei einem Käse- und einem Fleischplättchen.

Nun noch ein Bummel durch die Gassen Orvietos, bevor wir uns auf den Weg zurück zum CP machen.

In diesem Gebäude befindet sich das Nationale Archäologische Museum

Heute Abend geniessen wir nochmals eine „Pizza Mario“ im Restaurant des CP.

 

Donnerstag, 26.April

Eine weitere Stadt welche auf einem Tuffsteinfels thront ist Pitigliano – unser heutiges Ziel ist aber die Gegend rund um Pitigliano.

Unterwegs kommen wir beim monumentalen Friedhof von Gradoli vorbei.

Da wir keine Freunde von Touristenmagneten sind, lassen wir Pitigliano selbst aber links liegen – sehen uns allerdings die imposante Kulisse von der anderen Talseite aus an.

Die Stadt liegt im ursprünglich etruskischen Stammland und ist auf einen ca. 300 m hoch gelegenen Tuffsteinfelsen gebaut. Der Tuff ist auch das hier übliche Baumaterial, das in Ziegelform aus dem Fels geschnitten wird. Pitigliano ist von den tiefen Schluchten der Bäche Lente und Meleta umflossen, die sich im Lauf der Zeit in das Plateau geschnitten haben.

Wir ziehen es vor, die kleinen Dörfer und Städtchen der Umgebung zu besuchen, so zum Beispiel Manciano.

…die Stadt finde ich nicht unbedingt sehenswert, aber die Aussicht vom höchsten Punkt aus ist super,

…dann Montemerano

…der mittelalterliche Kern mit Stadtmauer und Stadttoren und der Burg, sowie Häusern aus der Renaissance, ist weitgehend erhalten.

Die Kirche San Giorgio, mit dem Drachen,  den der hl Giorgio der Legende nach getötet haben soll, um die Königstochter zu retten.

Hier die Schwefeltherme von Saturnia. Für mich etwas zuviel Volk.

Aber wir geniessen die Fahrt durch die abwechslungsreiche Landschaft

Poggio Murella

San Martino sul Fiora

Für die heutige Fahrt wählen wir ausschliesslich Nebenstrassen und machen so doch manch interessante Entdeckung,

wie hier die Città del Tufo bei Sovana

Unweit von Sorano befindet sich dieser beeindruckende archäologische Park Sovana. Es handelt sich um gut erhaltene etruskische Grabanlagen und Hohlwege. In mehr als 10 Stationen führt ein Rundweg über Geröll- und Waldboden den Besucher entlang der Gräber und Artefakte. Eintritt 5 Euro.

Auch heute Abend geniessen wir das Abendessen bei Sonnenschein am See.

Am späten Abend wird uns am gegenüberliegenden Seeufer, bei Mintefiascone ein grosses Feuerwerk geboten.

 

Freitag, 27.April

…und immer wieder geht die Sonne auf…

Zur Abwechslung legen wir mal einen Ruhetag ein. Das heisst wir unternehmen heute gemütliche Spaziergänge am See.

Zuerst wandern wir ein Stück auf dem Sentiero dei Briganti, der hier ein kurzes Stück wunderschön ausgebaut ist.

Wir spazieren auf der Promenade hinauf ins Städtchen Capodimonte, welches hier im Hintergrund bereits zu sehen ist.

Vom höchsten Punkt aus geniessen wir eine tolle Aussicht über den Hafen und den See

Auf dem Rückweg wird es zum Teil ganz schön steil.

Beim CP weist uns eine Tafel auf das 5 km entfernte San Lorenzo Nuovo mit seinem historischen achteckigen Hauptplatz hin, diesen Ort wollen wir uns nun noch ansehen.

Hier noch eine interessante Geschichte zu San Lorenzo Nuovo:

Mitte des 18. Jahrhunderts ereignete sich im alten San Lorenzo eine Malariaepidemie, die weniger als 400 Personen überlebten. Daraufhin beschloss man die Umsiedlung des Dorfes auf einen Hügel, der etwa vier Kilometer entfernt vom alten Ort liegt. Man nahm an, dass die Krankheit durch stickige Luft entstanden sei und da an der neuen Stelle hoch über dem See meist ein frischer Nordwind weht, wurde der Ort dort neu erbaut.

Beauftragt wurde der römische Architekt Francesco Navone, der den neuen Ort San Lorenzo Nuovo  geometrisch anlegte. Er entwarf ihn mit einem zentralen achtexkigen Platz mit der neuen Pfarrkirche und Häusern mit zwei unterschiedlichen Wohnungsmustern. Im Jahr 1774 erfolgte die Grundsteinlegung und bereits 1778 begann die Umsiedlung. Die Gebäude des alten Orts wurden abgerissen und niedergebrannt, die Rückkehr der Bevölkerung sollte verhindert werden. Daher gibt es kaum noch Spuren des alten San Lorenzo mehr.

Die Kirchen von San Lorenzo Nuovo dürfen momentan nicht betreten werden, denn die Decken weisen seit dem Erdbeben im 2016 grössere Risse auf.

Den Nachmittag verbringen wir im Liegestuhl am See…die Ruhe hier ist einfach unvergleichlich…man hört nur Vögel singen, hie und da den Kuckuck rufen und sonst einfach nichts – Erholung pur.

 

Samstag, 28.April

Vorgestern, nach dem Besuch der Etruskischen Gräber, sind wir bei Sorano vorbeigefahren. Diese Stadt, die wie Pitigliano auf einem Tuffsteinfels steht, war bereits in der Bronzezeit und später von den Etruskern besiedelt…wir wollen sie heute erkunden.

Es ist eine unglaublich anstrengende Stadt, denn es geht nur rauf und runter

Nicht weit entfernt liegt Sovana, ebenfalls eine der Tuffstein-Städte mit einem gut erhaltenen, mittelalterlichen Ortskern. Archäologische Ausgrabungen haben bewiesen, dass auch hier bereits ca. 1000 v. Chr. Wohnsiedlungen existierten.

Wir besuchen den Dom St.Peter und Paul, ein romanisch-gotisches Bauwerk (11.Jh.), er gilt als ein bedeutendes Monument des Mittelalters.

Es ist ein heisser Tag, so geniessen wir auf dem Hauptplatz ein schattiges Plätzchen und einen leichten Imbiss: Tomatenbruschette.

Auch heute verbringen wir den Nachmittag im Liegestuhl. Das heisst ich komme endlich mal dazu den Reisebericht zu aktualisieren.

Da meine Fotos etwas „Stein-lastig“ sind, möchte ich hiermit zeigen, dass nebst all den Steinen auch eine wunderschöne, vielfältige Flora anzutreffen ist 🙂

 

Sonntag, 29.April

Es verspricht ein heisser Tag zu werden, was wäre da besser geeignet als ein Spaziergang durch den „Sacro Bosco“ (Heiliger Wald), auch Parco dei Mostri genannt. Diese Attraktion liegt bei Bomarzo, unweit von Viterbo.

Allerdings haben auch viele Italiener dieselbe Idee für ihren Sonntagsausflug – es hat entsprechend viel Volk.

Der Eintritt beträgt 10 Euro/ Person, lohnt sich aber.

Den „Park der Ungeheuer“ gibt es bereits seit 1552.

Der Rundgang führt meist durch den schattigen Wald, was heute besonders angenehm ist. Immer wieder geht es treppauf und treppab,

…von einer Skulptur zur nächsten.

Dieses Haus ist so schief, es liegt nicht am Fotografen 🙂

Zum Glück ist der Park so weitläufig, dass sich der Besucherstrom gut verteilt.

Ich könnte noch dutzende Fotos von Skulpturen einfügen, aber ich will ja niemanden langweilen.

http://www.sacrobosco.it/

Wir fahren zurück zum CP und verbringen einen Ruhenachmittag, bei ungetrübtem Sonnenschein. Wir sind dankbar für den Wind der über den See weht, denn es ist sommerlich warm. Der meist spiegelglatte See ist heute richtig aufgewühlt.

Laut Wettervorhersage, soll es bis auf weiteres, der letzte Sonnentag sein, also geniessen wir ihn noch.

Beim Abendessen bringen uns unsere Campernachbarn Andrea und Cristina, ein Italiener-Paar aus Parma, ganz unerwartet einen Teller feingeschnittenen, wunderbaren Salami aus Parma…so nett!

 

Montag, 30.April

Entgegen der Wettervorhersage ist uns ein weiterer sommerlich-warmer Tag beschert.

Wir wollen aber zur Abwechslung mal keine grossen Sprünge machen und entscheiden uns für einen weiteren Bummel durch Bolsena.

Es findet gerade ein Flohmarkt statt

Vor allem konzentrieren wir uns auf die Besichtigung der Basilica Santa Christina und derer Katakomben.

Die Kirche Santa Christina wurde schon 1078 geweiht.

Von der angebauten Kapelle “ Cappella del Miracolo“ gelangt man in die Katakomben aus dem 5.Jh., mit dem Grab und dem Altar der hl. Christina. Unzählige Gräber befinden sich in den unterirdischen Gängen.

Es darf nicht fotografiert werden.

Der unterirdische Friedhof weist den charakteristischen Grundriss eines „Weihnachtsbaumes“ auf: einen zentralen Gang und verschiedene seitliche Abzweigungen, die sich, vom Eingang aus gesehen, verkürzen.

Nach einem Imbiss auf dem Hauptplatz fahren wir zurück zum CP.

Am Nachmittag bläst ein starker Wind, sodass wir schon mal zwei Vorzelt-Wände montieren.

Zum Apéro laden wir unsere Campernachbarn Cristina und Andrea ein und wir verbringen eine fröhliche gemeinsame Zeit.

Wenn Ruedi und ich mit unserem Italienisch nicht mehr weiter kommen, sprechen wir mit Andrea französisch und mit Cristina englisch, sie beide übersetzen das dann jeweils ins Italienische 🙂  … aber wir verstehen uns!

 

Dienstag, 1.Mai

Heute beginnt der Wonnemonat Mai, nur das Wetter lässt zu wünschen übrig…der Himmel ist bedeckt, es regnet immer mal wieder und es ist merklich kühler (14°C). Aber wir dürfen uns nicht beklagen, waren uns doch bis jetzt 12 ungetrübte Sonnentage beschert.

Da heute das Internet mal funktioniert, verbringen wir immer wieder etwas Zeit am Computer, dazwischen etwas Siesta, ein gutes Buch, etwas zu knabbern und gute Musik.

 

Mittwoch, 2.Mai

Das Wetter ist besser als erwartet, jedenfalls trocken und immer mal wieder scheint die Sonne. Wir nutzen dies um unser Vorzelt und die Teppiche trocken einzupacken.

Am Nachmittag spazieren wir nochmals durch die Gassen von Bolsena.

…dabei entdeckten wir diesen zentralen Brunnen – ich konnte aber nichts darüber erfahren – er scheint jüngeren Datums zu sein.

Wettermässig könnte es April sein, hie und da ein kurzer Regenguss und dann wieder blauer Himmel.

Am Nachmittag unternehmen wir einen längeren Spaziergang vom CP aus dem See entlang

Ein langer, öffentlicher Strand mit schwarzem Sand – im Sommer herrscht hier sicher Betrieb, es stehen auch überall Picknickplätze mit Tischen und Bänken zur allgemeinen Verfügung.

Entlang der Via Francigena findet man immer wieder Brunnen, an denen die Pilger auf dem Weg nach Rom ihren Durst löschen können.

 

Freitag, 4.Mai

Unser letzter Tag am Bolsenasee.

Wir fahren zum Einkaufen nach Bolsena und verbringen den Nachmittag auf dem CP.

Es bläst wiederum ein starker Wind. Den See haben wir bis anhin nie so aufgewühlt erlebt.

Zum Abschied essen wir am Abend im Restaurant. Zuvor unternehmen wir noch einen kurzen, windigen Spaziergang.

das Restaurant des Campingplatzes – heute essen wir drinnen

 

Samstag, 5.Mai

Wir verabschieden uns von Mario und verlassen den Bolsenasee mit schönen Erinnerungen. Der Himmel ist bedeckt, ganz okay für die Reise.

Über Orvieto und Florenz fahren wir heute bis Bologna, wo wir wieder auf dem Stadtcamping übernachten. Diesmal wählen wir allerdings einen Platz nahe bei der Ein- und Ausfahrt – so können wir morgen problemlos wegfahren.

der Rosengarten des CP

Auch wenn es ein Stadtcamping ist, die Landschaft direkt neben dem CP ist total ländlich…

da werden Knoblauch, Zwiebeln, Sojabohnen und Korn angebaut

die Pfingstrosen werden bis Pfingsten auch in voller Blüte stehen

Auf das Abendessen im Campingrestaurant haben wir uns gefreut…es gibt Tomatensalat mit Büffelmozzarella, Ricotta-Spinat-Ravioli an Salbeibutter (habe ich vor lauter Hunger vergessen zu fotografieren 🙂 ) zum Dessert ein Semifreddo.

 

Sonntag, 6.Mai

Wir haben den Sonntag für die Heimfahrt gewählt, da wir hoffen, dass es um Mailand weniger Verkehr haben wird.

Hier ein paar Eindrücke von unterwegs

…es ist wirklich angenehmer am Sonntag zu fahren, es sind vor allem kaum LKWs unterwegs

Picknickhalt bei einem schönen Rastplatz

und einmal mehr eine Zahlstelle

Wir haben soeben bei Chiasso die Grenze zur Schweiz überquert

Lago di Lugano

am Monte Ceneri

Bereits um 13 Uhr erreichen wir den CP Campofelice in Tenero im Tessin.

Da für die nächsten Tage Regen angesagt ist, stellen wir das Vorzelt auf

es ist sommerlich warm…

…zudem wird uns ein wunderschöner Sonnenuntergang geboten

hier noch eine Seeschlange…oder doch nur Schwemmholz 🙂

 

Montag, 7.Mai

Wir fahren mit dem Bus, der direkt vor dem CP hält, nach Locarno. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind für Campinggäste gratis.

Ein Spaziergang durch Locarno

Zurück auf dem CP, zieht ein heftiges Gewitter über uns hinweg

 

Dienstag, 8.Mai

Ruedi wünscht sich einmal mehr einen Ausflug zu seinem Lieblingsplatz im Tessin – zur Alpe Foppa.

die Talstation der Tamaro-Seilbahn

die Kirche Santa Maria degli Angeli von Stararchitekt Mario Botta

…Bilder dazu gibt es in früheren Reiseberichten zur Genüge

der Blick über die Magadinoebene

…und in Richtung Bellinzona

auf der Alpe Foppa am Fusse des Monte Tamaro

Wie jedesmal, wenn wir hier oben sind, unternehmen wir einen Spaziergang auf dem Percorso delle Salute.

auch hier oben wird es langsam Frühling

ein Drink auf der Restaurantterrasse – wir sind ganz alleine

Auf der Fahrt mit der Seilbahn überqueren wir die Ceneri-Autobahn.

Entgegen der Wettervorhersage scheint die Sonne den ganzen Nachmittag und es ist sehr warm. Relaxen ist angesagt.

…dabei wird uns über dem CP eine tolle Flugschau geboten

Auch zu Abendessen können wir heute draussen – wir suchen sogar den Schatten

und nach dem Abendspaziergang gibts noch ein erfrischendes Gelato

 

Mittwoch, 9.Mai

Da heute einer unserer Söhne mit seiner Familie anreisen wird und morgen die Läden infolge Auffahrt geschlossen sein werden, tätigen wir am Vormittag einen Grosseinkauf.

Inzwischen ist unsere Familie eingetroffen, ich will diesen Bericht somit beenden, denn die nächsten Tage möchten wir „en famille“ geniessen.

Zusammenfassend möchte ich sagen, wir durften eine spannende und doch erholsame Zeit am schönen Bolsenasee verbringen, mit interessanten Ausflügen, wobei wir eine abwechslungsreiche Gegend und viele sehenswerte Orte entdeckten.

 

 

 

 

 

 

Kurztrip ins Tessin (Südschweiz) im April 2018

Endlich ist es soweit…

…es ist Ostermontag der 2.April 2018 und unsere diesjährige Frühlingsreise kann beginnen.

Wir starten an diesem frostigen, aber sternenklaren Morgen um 6:30 Uhr in Pfyn im Kanton Thurgau – und zwar ist unser heutiges Ziel einmal mehr Tenero im Tessin.

Die Fahrt ist ein echter Genuss, kaum Verkehr und traumhaftes Wetter.

Wie gewohnt auf der Fahrt in Richtung Süden frühstücken wir in der Raststätte Viamala in Thusis.

Auf der Nord- sowie auf der Südseite des San Bernardino-Tunnels herrscht noch Winter…

…im Süden allerdings begrüsst uns der Frühling.

Entgegen unserer Erwartungen ist der Campingplatz nur schwach belegt, denn viele reisten heute ab.

Der CP Campofelice in Tenero bietet übrigens 740 Stellplätze verschiedener Kategorien an, dazu moderne Sanitäranlagen, Bungalows, Restaurant/Pizzeria, Bar, Minigolf, Unterhaltung und ab Juli 2018 eine Badelandschaft.

http://www.campofelice.ch/?lang=de

Da für die nächsten Tage Regen vorhergesagt ist (wohl ein Grund, dass so viele abreisen 🙂 ), stellen wir das Vorzelt auf – wir planen 16 Tage hier zu bleiben, bevor wir nach Italien weiterziehen werden.

 

Dienstag, 3.April

Und tatsächlich begann es bereits in der Nacht leicht zu regnen. Trotzdem können wir noch draussen frühstück, denn die Sonne kämpft immer wieder gegen die dunkeln Wolken an.

Platz haben wir jedenfalls genug!

Den Vormittag verbringen wir mit einem Einkauf im nahe gelegenen Einkaufszentrum.

Zu meiner Freude findet dort ein kleiner Markt statt, mit Kunsthandwerk aus den Tessiner-Tälern. Es ergibt sich ein interessantes Gespräch (natürlich auf Italienisch 🙂 ) mit einer Frau aus dem Bleniotal, die mir erzählt, wie sie die Schafwolle selber wäscht, spinnt, je nachdem mit Naturfarben färbt und sie dann verstrickt. Natürlich kann ich es nicht lassen bei ihr ein Paar Söckchen zu kaufen.

Am Nachmittag geniesse ich die Ruhe, vorallem mit Lesen, ganz so wie ich mir die ersten Tage meiner Ferien vorgestellt habe…obwohl den ganzen Tag über kaum mehr Regen fällt. Zwar raffe ich mich noch zu einem Spaziergang um den CP auf, denn es ist immer interessant zu sehen, was für Modelle an fahrbaren Ferienhäuschen da zu sehen sind.

Der Lago Maggiore, heute zwar eine etwas trübe Angelegenheit

 

Mittwoch, 4.April

Nach einer regenreichen Nacht zeigt sich das Wetter auch tagsüber eher feucht und trübe.

So geniessen wir einen Ruhevormittag im Wohnwagen. Am Nachmittag wollen wir dann doch noch etwas unternehmen – und fahren mit dem Bus, nach Locarno. Die Bushaltestelle befindet sich direkt vor dem CP und der Bus ist für Campinggäste gratis.

Regenwetter in Locarno – zum Glück stehen genügend Schwimmhilfen bereit 🙂

Diese Aktion hat zwar einen traurigen Hintergrund, denn die 6’500 Schwimmringe auf der Piazza Grande sollen an die vielen im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlinge erinnern.

Wir flanieren unter den Arkaden, gönnen uns einen Kaffee und ein Stück „Torta della Nonna“ und nehmen danach aber bereits wieder den Bus zurück zum CP.

 

Donnerstag, 5.April

Sonnenschein weckt uns!

Wir wollen heute den Kamelien-Park besuchen, denn die Blütezeit dieser wunderschönen Pflanze geht für dieses Jahr bereits dem Ende entgegen.

Bis Locarno nehmen wir den Bus. Vom Hafen aus spazieren wir nun zum Kamelienpark.

Der Weg führt uns zuerst ein kurzes Stück dem See entlang…

…danach durchqueren wir den mit zwei Reihen von Steineichen und Skulpturen von Jean Arp bereicherten, nach diesem Künstler benannten Garten.

Weiter geht’s duch den Parco della Pace.

Dieser Park wurde zum Gedenken an die Friedenskonferenz zwischen Deutschland, Frankreich, Belgien, England, Italien, Polen und der Tschechoslowakei, die 1925 in Locarno stattfand, erstellt.

Kurz danach erreichen wir den Kamelienpark, der uns auch dieses Jahr mit seiner schönen Anlage und vor allem der Blumenpracht wieder erfreut.

Zurück spazieren wir wieder bis zum Hafen von Locarno und entscheiden uns ab dort dann aber für die bequeme Variante – per Bus.

Am Nachmittag verziehen sich auch die letzten Wolken. Nach einer kurzen Siesta geniessen wir einen wunderschöner Abend auf dem CP

…am See…

…und an der Verzasca

 

Freitag, 6.April

Frühstück bei Sonnenschein

Kürzlich las ich in einer Zeitschrift vom Scherrer-Park in Morcote, den wir nun heute entdecken möchten.

Direkt beim Parkeingang finden wir einen Parkplatz, was bei diesen engen Dorfverhältnissen keine Selbstverständlichkeit ist, denn auf der einen Seite der Durchgangstrasse liegt der See und auf der anderen Seite steigt der Hügel extrem steil an.

Entsprechend ist auch der Park eine sportliche Herausforderung, denn steile Treppen führen von einer Terrasse zur nächsten hinauf. Aber wir sind total überrascht, was wir da antreffen…idyllische Plätzchen, barocke Skulpturen, orientalische Bauten, usw… Leider ist es für die vielfältige Vegetation noch etwas zu früh im Jahr.

https://www.ticinotopten.ch/de/parks/parco-scherrer-morcote

und immer wieder die prächtige Aussicht über den Lago di Lugano

Der Bummel durch die Anlage war ein Hit und ich kann diesen Park jedem wärmstens empfehlen.

Nun noch ein bisschen entlang der Promenade flanieren. Morcote wurde übrigens 2016 zum schönsten Dorf der Schweiz gewählt.

Auch heute ist uns ein warmer Frühlingsabend beschert

…hier beim Abendessen

immer wieder unterhält uns dabei dieser Buchfink

 

Samstag, 7.April

Da wir morgen für ein paar Tage Besuch erwarten, tätigen wir am Vormittag einen Grosseinkauf im Einkaufszentrum in welchem sich 19 Shops befinden und das ca. 300 m vom CP entfernt liegt.

Den Nachmittag nutzen wir für eine kleine Wanderung nach Gordola. Wir starten beim CP und folgen dem Fluss Verzasca auf dem „Sentiero delle Rive“

Blumen am Wegrand

hier überqueren wir die Verzasca

blühende Gärten in Gordola

schmucke, typische Tessinerhäuser

die Kirche Sant’Antonio Abate

Gordola selbst ist nicht wirklich sehenswert – eine viel befahrene Durchgangsstrasse führt mitten durch den Ort.

heimwärts geht’s ebenfalls der Verzasca entlang

zurück auf dem CP

 

Sonntag, 8.April – Mittwoch, 11.April

Für die nächsten drei Tage bekommen wir Besuch von Sohn, Schwiegertochter und Enkelin, die auf dem CP in einem Bungalow wohnen.

Leider sind über Nacht Wolken aufgezogen und es stehen drei überwiegend nasse und kühle Tage bevor – was unserer guten Laune aber keinen Abbruch tut.

Wir verbringen die Tage mit Regenspaziergängen, feinem Essen und Spielen mit unserer Enkelin Selina.

Hie und da sind uns auch mal ein paar Sonnenstrahlen gegönnt.

…oft aber sieht es so aus

da sitzen wir gerne im gemütlich warmen Wohnwagen-Stübchen

 

Mittwoch, 11.April

Da unsere Besucher heute wieder heimfahren und sich das Wetter für die nächsten Tage nicht zu bessern scheint, beschliessen auch wir vorübergehend nach Hause zu fahren. Wir wären am Wochenende sowieso heimgekehrt, denn Ruedi wird als Mitglied einer Zunft am kommenden Montag am Zürcher Frühlingsfest, dem „Sechseläuten“ teilnehmen.

Den Wohnwagen lassen wir auf dem CP.

Die Heimfahrt führt uns hinauf nach San Bernardino, wo immer noch tiefer Winter herrscht.

Je weiter wir nach Norden kommen, umso sonniger und frühlingshafter wird das Wetter

…so hier im Rheintal

und hier im Kanton Thurgau

 

Montag 16.April

Heute findet das Zürcher Sechseläuten statt.

Der Böögg (der Winter) wird verbrannt

Am Dienstagmorgen fahren wir zurück ins Tessin, von wo wir am Mittwochmorgen in Richtung Italien starten.

Siehe Reisebericht: Mittelitalien (Lago di Bolsena) April/Mai 2018