Camping Tennsee Juli 2019

Mindestens einmal pro Jahr fahren wir auf den Campingplatz „Alpen-Caravanpark Tennsee“ bei Mittenwald in Oberbayern…

…und heute ist es wieder soweit.

(Wer mehr Infos zum Campingplatz möchte – siehe Reisebericht von Juni/Juli 2017)

Es ist Montag der 15.Juli 2019

Um 6 Uhr morgens koppeln wir den Wohnwagen in Pfyn im Kanton Thurgau an…

Morgenstimmung am Bodensee, kurz vor Sonnenaufgang

…und ziehen los in Richtung St.Margrethen und Lustenau, denn dort überqueren wir die Grenze zu Österreich.

Im Klostertal (Vorarlberg) sieht es schon fast mystisch aus

In einer Autobahnraststätte kurz nach dem Arlbergtunnel gibt’s Frühstück.

Je näher wir unserem Ziel kommen, umso besser wird das Wetter.

Kurz nach Seefeld im Tirol überqueren wir die Grenze zu Deutschland. Ab hier sind es nur noch knappe 10 km bis zu unserem Ziel, dem CP „am Tennsee“, der zur Gemeinde Krün gehört.

Um 10 Uhr checken wir bereits ein und da der Platz frei ist, können wir schon „einziehen“.

Wir haben einen Platz reserviert und sind gespannt, wo wir die nächsten zwei Wochen wohnen werden – denn der Campingplatz ist gut besetzt.

Der uns zugeteilte Platz ist perfekt, gross genug für Wohnwagen, Vorzelt, Auto und noch ein bisschen Wiese – und  wir schauen direkt ins Grüne. Ein kleiner Nachteil ist, dass die Sonne am Morgen erst gegen 9 Uhr über dem Hügel/Wald auftaucht und unseren Platz erreicht, dafür scheint sie uns am Abend, bis sie hinter dem Wettersteingebirge untergeht.

Wie jedesmal hier, mieten wir uns auch diesmal ein privates „Badezimmer“ mit Dusche und WC.

Noch vor dem Mittag stellen wir das Vorzelt auf und können so bereits einen ersten Ferien-Nachmittag im Liegestuhl geniessen.

Wie immer am ersten Abend gehen wir ins Camping-Restaurant zum Essen und werden dort so herzlich begrüsst – wie alte Freunde.

Nach diesem langen Tag schlafen wir wunderbar.

 

Dienstag, 16.Juli

Das Wetter ist gut, sonnig mit einigen Wolkenfeldern.

Frühmorgens unternehme ich einen Spaziergang durch den CP.

der Karwendel im Morgenlicht

Der „Tennsee“ verdient auch in diesem Jahr den Namen „See“ nicht wirklich – oft hat er zwar gar kein Wasser, im Moment ist es immerhin ein Tümpel (Biotop).

Der Tennsee ist ein kleiner See zwischen Klais und Krün im oberbayrischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Der See liegt auf 902 m Seehöhe. Er wird oberflächlich vom Meister-Brunn-Graben gespeist und entwässert in den nahe vorbeifließenden Kranzbach. Beim Tennsee handelt es sich um ein periodisches Gewässer, das zeitweise auch ganz trocken fallen kann.

das Restaurant

die Rezeption

der Shop  – und im weissen Zelt kann man abends auf Bestellung gebratene Hähnchen oder Haxen holen.

Nun gibt es aber zuerst mal Frühstück.

Danach wollen wir es heute  ruhig angehen, das heisst mit einem gemütlichen Spaziergang. So fahren wir mit dem Kranzberg-Sessellift hinauf nach St.Anton. Die Talstation des Sesselliftes liegt etwas oberhalb von Mittenwald.

Oben angekommen entscheiden wir uns dann doch für die Wanderung hinunter zum Wildensee.

Unterwegs treffen wir eine wunderschöne, vielfältige Flora an

…sogar Alpenrosen und Enziane blühen hier

Der Wildensee ist nicht besonders tief und in einem langen, heißen Sommer kann es durchaus einmal vorkommen, dass er stark austrocknet.
Baden ist rund um den See möglich. Er zählt zu einem der wärmsten Badeseen in der Umgebung und besitzt glasklares Bergwasser.

1933 war der Ort noch eine Goassoim (Ziegenalm) genannte Hütte. 1951 wurde von Hanni und Anda Tiefenbrunner der Gastronomiebetrieb aufgenommen. 1960 erbaute Anda Tiefenbrunner die Marienkapelle als Dank, dass er gesund aus dem Zweiten Weltkrieg heimgekehrt war.

Bei einem Stück feinstem Apfelkuchen erholen wir uns im Berggasthof Wildenseehütte vom steilen Abstieg und geniessen die einmalige Ruhe, denn wir sind ganz alleine unterwegs.

Von hier aus führt uns der Weg grösstenteils im Wald zurück zum Kranzberg-Lift, wo unser Auto steht.

Es ist nicht so, dass Ruedi nur dauernd auf den Bänkli rumsitzt, was man anhand der Fotos denken könnte 🙂

…aber es ist jedesmal sowas von beruhigend und erholsam, da zu sitzen, die Natur, die gute Luft und die Stille zu geniessen.

dies der Blick über das Isartal

…und hier zum Luttensee

hier befinden wir uns bereits oberhalb Krün

Schlussendlich ist aus dem geplanten gemütlichen Spaziergang doch eine gut 3-stündige Wanderung geworden…aber es war wunderschön.

 

Mittwoch, 17.Juli

Nach einer kalten Vollmondnacht erwartet uns ganz überraschend ein weiterer grösstenteils sonniger Tag.

Auch heute starten wir mit einer Fahrt mit dem Sessellift hinauf nach St.Anton, nur geht es diesmal in die andere Richtung – hinunter zum Lautersee.

Anfangs führt der Weg recht steil im Wald bergab

…aber später wird er zu einem erholsamen Spaziergang.

Kurz vor unserem Ziel, dem Lautersee, steht die traumhaft gelegene Kapelle „Maria Königin“.

Nun sind es nur noch ein paar Schritte bis zum direkt am See gelegenen Restaurant, wo wir uns einen erfrischenden Drink genehmigen.

Der Lautersee ist ein wunderschöner Bergsee auf 1’013 m u.M. gelegen, mit einer Badeanstalt und einem Restaurant.

Von hier aus nehmen wir den Weg zurück zum Kranzberg-Lift, auch dies eine erholsame Wanderung.

hier der Blick über Mittenwald und zum Karwendel

So waren wir doch wieder 2½ Stunden unterwegs.

Nun noch ein Einkauf bei Lidl in Krün und dann geht es zurück zum CP.

Auch heute schätzen wir einen Ruhenachmittag – und Ruhe heisst es, weil es auf dem CP wirklich extrem ruhig ist. Man hat fast das Gefühl es „wohnen“ nur Rentner hier…jedenfalls vorwiegend.

Heute Abend gibt’s was vom Grill, obwohl sich der Himmel inzwischen mit Wolken überzogen hat

…Straussensteaks, Kartoffel-Gurkensalat und gemischter Salat, dazu ein Chnoblibrot

 

Donnerstag, 18.Juli

Der Himmel zeigt sich heute bedeckt. Da die letzten zwei Wanderungen mit doch zum Teil steilem Abstieg uns etwas zugesetzt haben, entscheiden wir uns heute für den Ausflug zur Engalm – denn dort verläuft der Spazierweg ebenan.

Die Fahrt führt über Wallgau

… immer der Isar entlang nach Vorderriss (Maut 4 Euro)

…dann von Vorderriss nach Hinterriss (Maut 4.50 Euro).

Hier muss man genau am richtigen Ort stehen, so dass sich die Buchstaben zu einem „GRIASS DI“ zusammenfügen.

Dabei durchqueren wir den „Grossen Ahornboden„, dieser ist Teil des Alpenparks Karwendel.

Das Gebiet ist mit zahlreichen 300 bis 600 Jahre alten und sehr knorrigen Ahornbäumen bewachsen. Im Jahr 1966 wurden 2409 Bäume gezählt.

Ab Hinterriss geht es nur noch zu Fuss weiter – und zwar auf einem interessanten Informationsweg – zur Engalm.

Hier sehen wir nun den Karwendel von der anderen Seite, als wir ihn von Mittenwald aus sehen.

Die ENG ALM ist die größte Melkalm des Landes. Hier wird die weidefrische Milch an Ort und Stelle zu Butter und Käse verarbeitet, die dann für die Almbesucher im Restaurant Rasthütte verkostet oder im Bauernladen erstanden werden können.

Das Almdorf liegt direkt am botanisch-einmaligen Ahornboden auf 1250 m Seehöhe und hat eine Ausdehnung von insgesamt 510 Hektar. 

Abseits der Hektik, in einem der schönsten Gebiete des Alpenraums gelegen, hat das größte Almdorf Tirols viel von seiner Ursprünglichkeit beibehalten 

Ich bin jedesmal begeistert von all diesen schmucken Häusern.

Die Eng Alm ist heute im Besitz von 10 Bauern aus dem mittleren Tiroler Unterinntal 

Zum Mittagessen kehren wir in der „Rasthütte“ ein.

Nebenan wird den Kindern ein grosser, vielseitiger Spielplatz geboten. Im Hintergrund immer der Karwendel.

Nach einem Bummel durchs Almdorf, spazieren wir zurück zum Auto.

auf dem Rückweg

…über saftige Wiesen

Da heute Abend im Restaurant des Campingplatzes Unterhaltungsmusik mit Andrea und Michael geboten wird, sind wir natürlich dabei.

Herr Zick Senior

Bei einem feinen Essen zusammen mit netten Tischnachbarn, verbringen wir diesen musikalischen Abend auf der Terrasse des Restaurants.

 

Freitag, 19.Juli

Es ziehen immer wieder grössere und kleinere Wolken vorbei. Da wir nicht wissen wie sich das Wetter im Laufe des Tages entwickeln wird, entscheiden wir uns heute für einen Bummel durch das hübsche Städtchen Bad Tölz.

Auf der Mautstrasse Einsidl-Jauchenau (Maut 4 Euro) fahren wir entlang des Walchensees.

Hier der Blick zum Herzogsstand, einem Berg, den wir bereits zweimal mit der Seilbahn „bestiegen“ haben.

Bei Lenggries möchten wir mal sehen wo die Talstation der Brauneckbahn liegt, falls wir dies mal als Ausflugsziel wählen sollten.

Wie wir beim riesigen, aber fast leeren Parkplatz ankommen, reizt es uns doch gleich in die Gondelbahn einzusteigen…gesagt, getan 🙂

So lassen wir uns gemütlich auf die Alm hinauf fahren – wobei ein sehr netter, echter Bayer, der sich hier auskennt, uns all die Berge, Seen, Täler und Ortschaften erklärt.

bei der Bergstation der Seilbahn

dies die Aussicht vom Restaurant aus

Oben angekommen nehmen wir die kurze Wanderung zur Tölzer-Hütte unter die Füsse. Ein wunderschöner, bequemer Spaziergang, wobei uns eine einmalige Aussicht geboten wird. Nur leider ist die Weitsicht ziemlich getrübt.

Der Weg ist gesäumt mit einer abwechslungsreichen Flora.

In der Tölzer-Hütte stärken wir uns bei Schnittlauch- und Radieschenbrot.

Dieser traumhaft schöne, türkisblaue See ist ein Wasser-Reservoir für die Schneekanonen im Winter.

Wieder unten in Lenggries fahren wir nun doch noch nach Bad Tölz, das von hier aus nur noch 15 km entfernt liegt.

Die Kurstadt Bad Tölz liegt an der Isar rund 50 Kilometer südlich von München und zählt rund 18.500 Einwohner.

Das Marienstift, einst ein Altenheim, ist heute ein Wohn- und Geschäftshaus.

Ich liebe die grosszügige Fussgängerzone mit den vielen gefälligen Läden und netten Restaurants.

Hier noch der Blick hinauf zum Kalvarienberg mit der berühmten Heilig-Kreuz-Kirche. Wir verzichten diesmal auf den Aufstieg, waren wir doch beim letzten Besuch von Bad Tölz dort oben.

Nun fahren wir zurück zum CP, vorbei am Kochelsee

…und am Walchensee

 

Samstag, 20.Juli

Heute erlebe ich eine riesige Überraschung!

Zu meinem morgigen Geburtstag treffen ganz überraschend unser Sohn Andy mit seiner Familie bei uns ein. Was für eine Freude! Dies ist natürlich mein liebstes Geburtstagsgeschenk.

Wir verbringen den Nachmittag gemeinsam auf dem CP, bei noch schönstem Sonnenschein.

hier beim Zvieri

Andy und seine drei Frauen wohnen bis Montag in einem Hotel in Garmisch.

Doch bereits nach dem Abendessen zieht ein heftiges Gewitter über uns hinweg und es regnet die ganze Nacht hindurch immer mal wieder.

 

Sonntag, 21.Juli (mein Geburtstag)

Der erste Blick aus dem Fenster

Es ist ein trüber, regnerischer Morgen – es tut mir vor allem leid für Andy und seine Familie, die den weiten Weg unter die Räder genommen haben, um mit uns ein schönes Wochenende zu verbringen.

Die ersten Gratulanten sind bereits eingetroffen und singen für mich „Happy Birthday“.

Bereits nach einem späten Frühstück überrascht mich der Campingplatz-Chef  Herr Zick (Besitzer) mit einem Besuch und überreicht mir Glückwünsche und eine Flasche „Tennsee-Sekt“. Ich freue mich riesig und finde das sowas von aufmerksam!

Trotz einem regnerischem Morgen, machen wir das Beste draus und spazieren gegen Mittag durch das historische Städtchen Mittenwald, welches sogar bei Regenwetter seinen Reiz hat.

Gegen Mittag hört es auf zu regnen und es ist uns ein ziemlich sonniger Nachmittag beschieden, den wir auf dem CP geniessen.

Zum Abendessen haben wir einen Tisch im Restaurant des CP reserviert – und was für eine Überraschung, es erwartet uns in einem vom Restaurant getrennten Raum, ein festlich gedeckter Tisch.

Das Chateaubriand wird vom Chef persönlich filetiert und wunderschön angerichtet – und es schmeckt dementsprechend – einmalig fein!

Herr Zick Senior ist ein interessanter Geschichtenerzähler

Gegen 20 Uhr verlassen uns Andy und seine drei Frauen.

Zusammenfassend darf ich sagen, es war ein ganz toller, wunderschöner Geburtstag!

 

Montag, 22.Juli

Nach dem starken Regen von gestern liegt noch viel Feuchtigkeit, sprich: Nebel, in der Luft.

Aber es verspricht ein angenehmer Tag zu werden.

Unser heutiges Ziel ist Seefeld, das ca. 15 km vom CP entfernt und bereits im Tirol (Österreich) liegt.

Wir stellen unser Auto beim „Seekirchl“ ab (einem Barockkirchlein mit Zwiebelturm)

…danach spazieren wir ein kurzes Stück dem Raabach entlang.

Zufällig kommen wir zur Talstation des „Gschwandtkopf“-Liftes. Für 24 Euro/Person Hin und Rückfahrt (finden wir etwas viel für diesen Lift, der uns von 1200 m auf 1500 m ü.M. bringt) lassen wir uns auf den Berg fahren. Es sind auch sehr wenige „Passagiere“ auf dieser Bahn. Aber wir wollen diesmal ja unsere Gelenke etwas schonen und wählen daher diesen bequemeren Weg, klar könnte man auch zu Fuss hinaufwandern.

Auch hier ein Wasserreservoir für die Schneekanonen im Winter.

Oben angekommen setzen wir uns auf die Terrasse des Restaurant Sonnenalm und geniessen Kaffee und Kuchen, die Sonne, die Aussicht und die Ruhe.

…auf der Talfahrt, der Blick hinunter nach Seefeld

Zurück in Seefeld bummeln wir durchs Dorf und durch den kleinen Stadtpark beim Casino. Auch hier die hübschen, gepflegten und blumengeschmückten Häuser.

Inzwischen ist es heiss geworden, so fahren wir zurück zum CP und suchen bereits wieder den Schatten.

 

Dienstag, 23.Juli

Die Wettervorhersage verspricht für heute einen sonnig heissen Tag. Da sind wir uns rasch einig: ab in die Höhe.

Vom CP aus sieht man heute das Dachgsteingebirge wunderschön im Licht.

Wir entscheiden uns aber für die Zugspitze

Die im Dezember 2017 eröffnete neue Seilbahn auf die Zugspitze bringt uns von Eibsee (998 m) hinauf auf die Zugspitze (2962 m ü.M.).

Die beiden bodentief verglasten Großraumkabinen bieten jeweils Platz für bis zu 120 Personen und können bis zu 580 Personen pro Stunde ohne Wartezeiten auf den Gipfel befördern. Dabei passieren sie die mit 127 Metern weltweit höchste Stahlbaustütze für Pendelbahnen, überwinden den weltweit größten Gesamthöhenunterschied von 1.945 Metern in einer Sektion sowie das weltweit längste freie Spannfeld mit 3.213 Metern. 

Noch sind kaum Touristen unterwegs – es empfiehlt sich früh unterwegs zu sein.

Wir sind jedesmal wieder überwältigt von dieser atemberaubenden Aussicht.

dies der Blick hinunter zum Gletscher

die ganz Mutigen wagen es zum Gipfelkreuz hinauf

hier schauen wir hinunter zum Eibsee

Das Münchner Haus  auf der Zugspitze liegt in einer Höhe von 2.964 m und ist damit die höchst gelegenste Hütte des Deutschen Alpenvereins auf deutschem Boden.

Das Münchner Haus wurde im Jahre 1897 erbaut und seit dem nur in wenigen Bereichen modernisiert und erweitert. Folglich zählt diese Hütte zu den klassischen Bergsteigerunterkünften der ersten Stunde. 

Ich frage mich, wer mit dem Fahrrad hier hinauf kommt 🙂

Auf dem Gipfel verläuft die deutsch-österreichische Grenze, so machen wir einen kurzen Abstecher ins Tirol

Hier sieht man wiedermal, dass es sich lohnt früh unterwegs zu sein – es sind noch kaum Besucher auf dem Berg

Hier führt die Seilbahn von der österreichischen Seite her auf den Berg, unten im Tal die Dörfer Ehrwald und Lermoos

Nun lassen wir uns mit der Gletscher-Seilbahn hinunter auf den Gletscher bringen…vorbei am Atmosphären-Observatorium „Schneefernerhaus“, ein Zentrum für Umweltforschung und Klimabeobachtung, das in Europa und der Welt einmalig ist.

der Blick hinauf zum Gipfel

Hier befindet sich das höchstgelegene Gotteshaus Deutschlands, die Kirche Maria Heimsuchung…

zudem eine Schlittelpiste

und ein Restaurant

Zurück auf dem Gipfel ist es fast schon erschreckend, wie viel Volk inzwischen eingetroffen ist.

Wir sind bereits auf der Fahrt hinunter nach Eibsee…und wieder fährt eine weitere volle Kabine nach oben.

So sieht es unten aus – all diese Menschen wollen noch auf den Berg…von der mehreren zig-Meter langen Schlange vor der Kasse habe ich schon gar kein Foto gemacht.

Eine andere Variante wäre mit der Zahnradbahn der Bayerischen Zugspitzbahn auf den Gipfel zu kommen.

Unten in Eibsee beschliessen wir zurück zum CP zu fahren, denn das Thermometer ist inzwischen auf über 30° gestiegen. Auf der Zugspitze waren es übrigens angenehme 14° – 17°, je nach Messstelle.

Ich muss sagen, der Ausflug auf die Zugspitze ist jedesmal wieder ein besonderes Erlebnis.

Beim abendlichen Raclette sind wir froh um ein bisschen Schatten

 

 

Mittwoch, 24.Juli

Es sind wieder extrem hohe Temperaturen angesagt – so sind wir auch heute wieder früh unterwegs…

hier auf der Fahrt nach Seefeld

Hier warten wir bis die erste Bahn uns hinauf zur Rosshütte bringt.

Bei der Rosshütte steigen wir um in die Luftseilbahn hinauf zum Seefelder-Joch.

Hier auf 2080 m ü.M. wird uns eine grandiose Aussicht geboten.

dies der Blick hinunter nach Seefeld

Hier in der Bildmitte sieht man den Gschwandtkopf, wo wir uns am Montag aufhielten.

…nun bringt uns die Bahn wieder hinunter zur Rosshütte.

Beim Restaurant Rosshütte befindet sich ein Spielparadies für Kinder.

Wir nehmen nun anstatt der Zahnradbahn den Wanderweg hinunter nach Seefeld unter die Füsse, denn wir wollen zum wunderschönen Kaltwassersee gelangen und dies ist nur zu Fuss möglich.

Wir müssen mitten durch eine Kuhherde hindurch – so lange Hörner…mir ist nicht ganz wohl dabei.

immer wieder fährt eine Bahn an uns vorbei

Wir erreichen den schon fast kitschig schönen Kaltwassersee, den wir nun umrunden.

ab hier geht es auf dem Forstweg hinunter zur Hochegg-Alm

…wo wir uns auf der Terrasse mit schönster Aussicht mit einem Stück Marillenkuchen stärken.

Weiter geht es nun zum Teil steil abwärts, bis hinunter zur Talstation der Bahn in Seefeld.

hier kommt bereits die Talstation in Sicht

Wir sind froh am Ziel zu sein, denn diesen zum Teil steilen Abstieg spüren wir in den Waden und den Knien, zudem ist es inzwischen wieder fast unerträglich heiss.

Zurück beim Wohnwagen zeigt das Thermometer draussen 38,5° (im Schatten unter dem Wohnwagen gemessen) und drinnen 32,8°! – definitiv zu heiss.

Wie sind wir da froh um unsere Klimaanlage im Wohnwagen!

Da das Wetter noch mindestens zwei Tage so heiss bleiben soll und fürs Wochenende für Bayern eine Unwetterwarnung herausgegeben wurde, beschliessen wir heute noch das Vorzelt abzubauen und morgen heimzufahren.

 

Donnerstag, 25.Juli

Früh verlassen wir den Campingplatz und machen uns auf die Heimfahrt. Wir entscheiden uns diesmal nicht für die Route übers Inntal, sondern übers Allgäu.

Wir fahren durch Garmisch-Partenkirchen

ein letzter Blick auf die Zugspitze

Es hat kaum Verkehr, vermutlich bleiben alle lieber irgendwo im Kühlen.

Lermoos

Ich kann es auch diesmal nicht lassen, die Hängebrücke bei Reutte zu fotografieren – sie fasziniert mich jedesmal wieder.

hier sind wir bereits bei Wangen im Allgäu

aber auch im Thurgau ist kaum jemand unterwegs

Bereits am Mittag koppeln wir unseren Wohnwagen in Pfyn ab, stellen ihn in seine Box und fahren heim nach Weinfelden.

Abgesehen vom Wetter (Regen/Hitze) waren es schlussendlich wiederum zehn schöne, abwechslungsreiche Tage, einmal mehr auf dem Campingplatz am Tennsee. Das Highlight war natürlich der überraschende Besuch unseres Sohnes und seiner Familie zu meinem Geburtstag.

 

Auffahrt und Pfingsten 2019 im Tessin

Normalerweise fahren wir zu „Stosszeiten“, wie Auffahrt und Pfingsten nicht weg – da aber unsere beiden Söhne mit ihren Familien die Pfingsttage in Bungalows auf dem Campingplatz Campofelice verbringen werden, haben wir beschlossen auch hinzufahren.

Es ist Montag, der 27.5.

Genau bei Sonnenaufgang koppeln wir den Wohnwagen an und brechen auf in Richtung Tenero im Tessin (Südschweiz)

„Guten Morgen liebe Sonne…“

Nach einer problemlosen Fahrt auf der San Bernardino-Route, mit einem Frühstücks-Halt in Thusis, stehen wir bereits um 10:30 Uhr vor den Toren des Campingplatzes „Campofelice“ in Tenero.

Entgegen meinen Befürchtungen, ist der CP nur schwach belegt.

Wir stellen noch vor dem Mittag das Vorzelt auf, zum einen weil wir mindestens zwei Wochen bleiben werden und zum andern weil für morgen Regen angesagt ist.

Am Abend treffen wir unsere Freunde zum Essen in der Pizzeria und geniessen einen fröhlichen gemeinsamen Abend. Unsere Freunde logieren auf dem CP „Lago Maggiore“, der gleich neben dem Campofelice liegt.

 

 Dienstag, 28.5.

Wie vorhergesagt regnet es – was mir ganz gelegen kommt, denn ich geniesse endlich mal einen Ruhetag .

Am Nachmittag zieht sogar ein starkes Gewitter über den CP, dabei regnet es wie aus Kübeln.

Bei einem guten Buch, etwas surfen im Internet und einem spannenden DVD wird es uns nicht langweilig – und das gemütliche Raclette zum Znacht passt bestens zum heutigen Wetter.

 

Mittwoch, 29.5.

Wir können bei schönstem Sonnenschein draussen frühstücken.

Am Vormittag unternehme ich einen Spaziergang durch den CP, es ist immer interessant zu sehen, was da alles an Ferienhäuschen auf Rädern herumstehen. Zudem findet heute ein riesiges „Drive in“ statt, ununterbrochen fahren Wohnwagen und Camper ein – das lange Auffahrts-Wochenede steht an.

Am Nachmittag hatten wir uns eigentlich vorgenommen einen Spaziergang der Verzasca entlang zu unternehmen. Als wir bei der direkt vor dem CP liegenden Bushaltestelle vorbeikommen, trifft gerade der Bus ein, der nach Locarno und Ascona fährt…irgendeine unbekannte Kraft zieht uns einfach in den Bus 🙂  und los geht die Fahrt nach Ascona. Die ÖV sind für Campinggäste gratis.

Gäste, die in Hotels, Jugendherbergen oder auf Campingplätzen übernachten, können gratis den öffentlichen Verkehr im Kanton Tessin nutzen.

In Ascona schlendern wir durch die hübschen Gassen und der Seepromenade entlang.

Die „Cracking Art“–Ausstellung mit den bunten Kunststoff-Tieren findet immer noch statt.

Beim Rundgang entdecken wir ein paar Objekte, die wir beim Besuch vor knapp drei Wochen verpasst haben.

Bei einem Eisbecher geniessen wir die Sonne, die Ruhe, die Aussicht und unsere Ferien.

Der Himmel überzieht sich zwar zusehends mit Wolken, trotzdem ist es sehr warm (25°).

Zurück auf dem CP haben sich die Wolken schon fast wieder verzogen.

Beim Abendspaziergang auf dem CP

Der Hafen des Campingplatzes

Der CP ist inzwischen total belegt, kein freier Platz mehr…die jetzt noch ankommenden Camper können entweder vor dem Eingang zum CP warten bis Plätze frei werden oder müssen auf einen andern Platz ausweichen. Ich weiss aber, dass andere Plätze in der Umgebung auch bereits ausgebucht sind.

 

Donnerstag, 30.5. (Auffahrt)

Wow, was für ein Morgen, kein Wölkli am Himmel.

Bereits um halb 9 Uhr nehmen wir den Bus nach Locarno und ab dort die drei verschiedenen Bahnen (Standseilbahn, Luftseilbahn und Sessellift), die uns hinauf auf den Cimetta bringen (1671 m ü.M.).

Nun noch ein kurzes Stück zu Fuss bis hinauf zur Aussichts-Plattform.

Heute sind wir die Ersten auf dem Berg und werden mit einer super Sicht belohnt,

sei es auf den tiefsten Punkt der Schweiz, den Lago Maggiore (193 m) 

…oder den höchsten Punkt, die Dufourspitze (4634 m).

Früh aufstehen lohnt sich, es ist noch kaum jemand unterwegs…wir sind alleine in der Seilbahn und das an einem Feiertag bei schönstem Wetter

In Locarno findet heute das Erdbeerfest statt (Fragole in Piazza) und gleichzeitig der grosse Markt.

Die diversen Darbietungen auf der Bühne (Musik, Gesang, Tanz, usw…) beginnen allerdings erst um 14 Uhr und dauern bis 19 Uhr. Wir verzichten aber darauf und fahren zurück zum CP

Diese wundervolle Feier zu Ehren der Erdbeere erzielt jährlich einen grossen Publikumserfolg. Die Besucher eilen zahlreich auf die Piazza Grande um die leckeren,  auf unzählige Arten servierten  Erdbeeren zu geniessen und um sich am vielfältigen Unterhaltungsangebot auf der Bühne zu erfreuen.

Zurück auf dem CP…am Strand herrscht reges Treiben…das Thermometer zeigt 27° an.

Wie jeden Tag – ein Abendspaziergang am See

eine Kolbenente – diese Entenart ist hier nur selten zu sehen

im Gegensatz zur Stockente, die sich hier auf dem CP wohl fühlt

 

 

Freitag, 31.5.

Bilderbuchwetter!

Unser Ziel ist das Val Bavona und ev. eine Fahrt mit der Bahn von San Carlo hinauf nach Robiei.

Hier befinden wir uns noch im Maggiatal, bevor bei Bignasco die Strasse ins Val Bavona abzweigt,

wobei die Strasse immer enger wird

  

Am Ende des Tales bei San Carlo befindet sich die Seilbahn die hinauf nach Robiei führt…nur leider fährt die Bahn erst ab dem 16.Juni.

Nur halb so schlimm, denn das Val Bavona ist schon seit Jahren mein Lieblingstal im Tessin.

Hier das wunderschöne Dörfchen Sonlerto

Aber auch in Sachen Natur ist das Tal eine Reise wert

ganz besonders gefallen mir die vielen bemoosten Steine

ganze Farn-Wälder

auf der Weiterfahrt

Den nächsten Halt legen wir in Foroglio ein

…diese Siedlung ist berühmt durch den gigantischen Wasserfall, aber auch hier lohnt es sich durch die Gässchen mit den schmucken Steinhäusern zu bummeln

Das Tessin ist reich an Wasserfällen. Der spektakulärste ist der von Foroglio im Val Bavona. Das Wasser stürzt rauschend von einer Höhe von 110 Metern herab und bietet mit seinem Schäumen und Spritzen ein grossartiges Schauspiel. 

Gerne hätten wir im Grotto „La Froda“ eine Kleinigkeit gegessen, aber die Terrasse liegt total im Schatten, dabei schätzt man im Moment die Sonne noch. So entscheiden wir uns für die Weiterfahrt…

…bis Cevio, ein Ort, den wir immer wieder gerne besuchen, der aber bereits im Maggiatal liegt.

Gepflegte Häuser, ein kleiner Park und ein uns bestens bekanntes, feines Restaurant… wo wir uns auch heute einen Imbiss gönnen.

Zurück auf dem CP laden wir unsere Freunde, die auf dem Nachbar-Campingplatz  logieren, zu einem Apéro zu uns ein. Da momentan auf dem Campofelice strenge Eingangskontrollen herrschen, müssen wir unsere Gäste anmelden…und auch bezahlen…pro Stunde, pro Gast Fr. 10.-, ist das nicht Wucher? …nur um ein Glas Wein zusammen zu trinken  🙁

Aber wir geniessen das Zusammensein trotzdem…oder erst recht.

 

Samstag, 1.6.

Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung – und der Strand noch leer.

Frühstück an der Morgensonne

Mein heutiger Wunsch ist, auf den Monte Lema zu fahren.

Wir fahren bis Caslano im Malcantone und zweigen dort ins Magliasinatal nach Miglieglia ab, von wo die Seilbahn auf den Monte Lema  fährt  (1624 m ü.M.).

Die Zufahrtsstrasse ab Caslano ist sehr kurvenreich und zum Teil auch sehr eng.

Ganz entgegen meinen Erwartungen, finden wir einen Parkplatz direkt bei der Talstation.

Die Seilbahn legt die Höhendifferenz von 849 Metern in zehn Minuten zurück.

Von der Bergstation aus steigen wir hinauf zum Gipfelkreuz.

Alpenrosenfelder, nur leider blühen sie noch nicht

…hier wird uns eine grossartige Aussicht geboten

über den Lago Maggiore

…und den Lago di Lugano 

nur leider ist die Sicht heute alles andere als gut.

hier auf dem Bild, die Bergstation der Seilbahn und das Restaurant

Jeder geht hier oben seinem Hobby nach,

sei es die Modell-Fliegerei,

das Gleitschirm fliegen

oder der Amateurfunk…

Ruedi trifft zufällig einen Funkamateur aus Italien

In diesem „Fussball“ befindet sich das Radar des Flugplatzes von Agno

Hier verläuft die Grenze Schweiz-Italien

…noch während ich beim Grenzstein stehe, bekomme ich eine SMS: Willkommen in Italien!

Am gegenüberliegenden Abhang sieht man die Dörfchen entlang des einstigen Schmuggel-Pfades

…ganz rechts das wohl bekannteste: Indemini.

hier oben hält der Frühling erst gerade Einzug

Auf der Restaurant-Terrasse mit schönster Aussicht essen wir eine feine Polenta mit Gorgonzola…mmmh…

Wir staunen, dass so wenige Besucher auf dem Monte Lema anzutreffen sind, trotz Auffahrt-Woche und schönstem Wetter – uns soll’s recht sein.

Zurück gehts über die Monte Ceneri Autobahn.

 

Sonntag, 2.6.

Wie könnte es anders sein…kaum ein Wölkli am Himmel.

Heute Sonntag wollen wir nicht auf die Strasse – zudem ist ein sommerlich-heisser Tag angesagt.

Wir wandern durch das Naturschutzgebiet entlang der Verzasca – nicht wie üblich dem Fluss Ticino entlang.

An so einem heissen Tag gibt es kaum etwas Angenehmeres als ein Spaziergang im kühlen Wald.

am gegenüberliegenden Ufer der Verzasca liegt der CP Campofelice

immer wieder sumpfiges Gelände

Wie bereits im letzten Jahr gibt es hier allerdings kein Weiterkommen mehr…nasse Schuhe und Füsse könnten wir ja noch akzeptieren, aber knöcheltief im Sumpf zu waten, ist nicht ganz nach unserem Sinne. Schade, denn nach etwa 20 Metern Sumpf käme ein Holzsteg und ein Aussichtspunkt. Vor drei Jahren schafften wir es bis dorthin.

ein Grasfrosch, der sich hier wohl fühlt

Schön war’s!

Den Nachmittag verbringen wir auf dem CP – ich mit einem spannenden Buch, Ruedi am Funk.

Das Thermometer steigt auf 30°

So wie sich der CP am letzten Mittwoch gefüllt hat, so hat er sich heute wieder geleert…auch gibt es jetzt keine Eingangskontrolle für Besucher mehr!

…am linken Bildrand, das sind wir

 

Montag, 3.6.

Es soll heute nochmals heiss werden – das richtige Wetter für eine Schifffahrt auf dem Lago Maggiore. Unser Ziel ist die Insel Brissago.

Auf der Insel Brissago herrscht insubrisches Klima, das heisst, es gibt viele Niederschläge, jedoch ebensoviele Sonnenstunden, und die Jahresmitteltemperatur ist mit rund 14 °C dementsprechend hoch. Damit hat die Insel mit Abstand das wärmste Klima der Schweiz. In der Folge gedeihen verschiedenste Palmen- und Pflanzenarten prächtig, die sonst nicht auf diesen Breitengraden vorkommen, ausserdem gibt es keine Eistage auf der Insel.

Wir fahren mit dem Bus zum Hafen von Locarno, von wo uns das Kursschiff zur Insel Brissago bringt.

ein Zwischenhalt in Ascona

…und schon nähern wir uns der Insel

Eigentlich sind es zwei Inseln,  besichtigen kann man allerdings nur die grosse Insel, genannt „St. Pankratius”. Die kleinere Insel, genannt „St. Apollinare“ oder „Haseninsel“ ist nicht zugänglich. Dort befinden sich eine spontane Vegetation und ein zerfallenes antikes Kirchlein.

Etwas störend ist der Helikopter, welcher gerade bei unserer Abkunft mit Getöse und Staub aufwirbelnd Ware auf die Insel bringt

Die Inseln haben eine interessante Geschichte: sie standen von 1885 bis 1927 im Besitz der deutsch-russischen Baronin Antoinette de Saint-Léger, welche dort grosses Haus hielt, einen botanischen Garten anlegen und einen Pavillon errichten ließ. Als sie 1927 durch gewagte Spekulationen wirtschaftlich am Ende war, verkaufte sie die Inseln an den deutschen Warenhausmillionär  Max Emden. Dieser liess den Pavillon abreissen und eine neue Villa errichten, sowie eine Orangerie samt Hafen, welche alle bis heute bestehen. Nach seinem Tod im Jahre 1940 erbte sein nach Chile ausgewanderter Sohn die Inseln. Er verkaufte sie 1949 an den Kanton Tessin, der die Inseln als botanischen Garten für die Öffentlichkeit zugänglich machte. 

Die ganze Insel ist ein Botanischer Garten.

Ganz zufällig knipste ich diese zwei Frösche – ich habe sie erst beim Bearbeiten der Fotos entdeckt

man kann sich kaum satt sehen an dieser Blumenvielfalt

erholsam kühl ist es heute im „Regenwald“

Zum Mittagessen setzen wir uns gerne in den Schatten auf der Terrasse, denn es ist sommerlich heiss (über 30°).

im Innern der Villa

Auch wenn wir zum x-ten Mal hier waren, bin ich jedesmal wieder total begeistert von dieser einmalig schönen Insel…

sorry, es sind etwas viele Fotos 🙁

…ich hätte allerdings noch …zig weitere 🙂

Wir verlassen die Insel nun aber trotzdem – mit dem Schiff in Richtung Ascona

In Ascona verlassen wir das Schiff, bummeln einmal mehr durch die Gassen, machen ein bisschen Shopping und nehmen dann den Bus zurück zum CP

Am späten Abend streift uns ein leichtes Gewitter.

 

Dienstag, 4.6.

Allzu viel wollen wir heute nicht unternehmen. Wir zeigen uns etwas von der faulen Seite. Vor allem müssen wir wiedermal einen Einkauf tätigen.

Über Mittag spazieren wir dem Ufer des Lago Maggiore entlang

Da es uns langsam zu heiss wird (wieder über 30°), nehmen wir den klimatisierten Bus zurück zum CP.

Am frühen Abend sind wir bei unseren Freunden zum Apéro eingeladen, bevor wir gemeinsam ins Restaurant „Lago Maggiore“ zum Essen gehen.

 

Mittwoch, 5.6.

Das für den gestrigen Abend erwartete Gewitter kam nicht, somit gab es in der Nacht kaum Abkühlung.

Schon früh am Morgen ist es schwül-heiss…also gehen wir es ruhig an.

Schon lange steht der Besuch des Botanischen Garten Gambarogno auf der To-do-Liste. Heute starten wir mal einen Versuch – Versuch darum, weil ich gelesen habe, dass beim Garten nur sehr wenige Parkplätze zur Verfügung stehen und es sonst weit und breit keine Parkmöglichkeit gebe. Einige „Besucher“ mussten schon unverrichteter Dinge weiterfahren.

Über eine sehr schmale, kurvenreiche Strasse gelangen wir von Vira aus hinauf nach Vairano.

Die Zufahrt ist beschildert.

Wow, der Parkplatz ist leer – wir sind nicht nur die ersten, sondern auch die einzigen Besucher.

Auf der Gambarogno-Seite des Lago Maggiore, auf der Hügelterrasse zwischen Piazzogna und Vairano, liegt ein prachtvoller botanischer Garten. Hier hat Otto Eisenhut, ein Baumschulist, mit viel Liebe und Geschick auf über 20’000 Quadratmetern Tausende unendlich farbig blühender Pflanzen gezogen.

Zum Botanischen Garten gehört auch eine Gärtnerei

Der Eintritt in den Garten beträgt 5.- Franken für Erwachsene, Kinder sind gratis.

Was gibt es angenehmeres an so einem heissen Tag, als ein Spaziergang durch diesen schattigen, dicht bewachsenen Garten.

Sogar ein Mammutbaum wächst hier

Auf gut angelegten Wegen geht es rauf und runter.

Nach gut einer Stunde verlassen wir den Botanischen Garten. Ich muss sagen, der Besuch lohnt sich und die 5 Franken für den Eintritt sind es Wert.

Dies ist die Aussicht von Vairano aus über den Lago Maggiore

Wir fahren hinunter nach Gerra (Gambarogno), wo wir direkt beim Kindergarten parkieren.

Schmucke Gässchen in diesem kleinen hübschen Ort am See.

Bei „Pacha-Mama“ direkt am See löschen wir unseren Durst und plaudern ein Weilchen mit dem Wirt.

ein lauschiges Plätzchen für Verliebte

Weiter geht nun die Fahrt nach Vira (Gambarogno)

auch hier gepflegte Gässchen

Zum Abschluss noch der Aufstieg zum Parkplatz

Jetzt geht’s zurück in den klimatisierten Wohnwagen.

Beim heutigen Abendspaziergang kündigt sich bereits der angesagte  Wetterwechsel an – mit einem extrem aufgewühlten See…

Ruedi auf seinem Lieblings-Bänkli

…und später mit einmaligen Wolkenbildern.

Doch Regen oder Abkühlung gab’s dann doch nicht.

 

Donnerstag, 6.6.

Heute Morgen fallen hie und da mal ein paar Regentropfen, so geniessen wir einen Faulenzer-Vormittag beim Wohnwagen, den Nachmittag verbringen wir beim „Lädelen“ im Einkaufszentrum San Antonino.

Morgen werden unsere beiden Söhne mit ihren Familien hier eintreffen – sie haben zwei Bungalows gemietet. Wir freuen uns auf ein paar gemeinsame Tage.

So werde ich hier zum Schluss kommen, obwohl wir voraussichtlich noch etwa eine Woche hier sein werden.

 

 

12 Tage Saintes-Maries-de-la-Mer (Camargue), 14 Tage Saint-Rémy (Provence) April 2019

Obwohl ich bereits vor zwei Jahren einen Bericht über die Camargue verfasst habe, will ich hier doch nochmals ein paar Worte zu diesem interessanten Teil Frankreichs schreiben:

Es ist ein riesiges im Rhone-Delta gelegenes Feuchtgebiet. Allein das  Naturschutzgebiet ist 13‘000 ha gross.

237 geschützte Vogelarten leben hier. Typische „Bewohner“ der Camargue sind  auch der rosa Flamingo, die schwarzen Camargue-Stiere und die weissen  Camargue-Pferde. Die Fohlen sind bei der Geburt dunkelbraun bis schwarz, hellen jedoch mit zunehmendem Alter auf. Mit etwa 10 Jahren sind sie vollkommen weiß. 

20% der landwirtschaftlich genutzten Fläche dient dem Reisanbau. Erwähnenswert sind auch die Salinen im Süden der Camargue.

 

Mittwoch, 10.April

An diesem trüben Morgen starten wir unsere Frankreichreise – und hoffen auf besseres Wetter, denn für die nächsten Tage sind in der Schweiz nochmals Schneefälle bis in tiefe Lagen angesagt.

Bereits in der Westschweiz sieht es wettermässig ganz anständig aus. Auch der Verkehr hält sich in Grenzen, nachdem wir in Zürich im Stau standen.

Mittagsrast bei Mont-sur-Rolle

Bei Genf verlassen wir die Schweiz und peilen unser erstes Ziel, den Campingplatz „du Sierroz“ in Aix les Bains an. Wir kennen diesen Platz von früheren Aufenthalten. Wir wählen diesen Platz gerne als Zwischenstopp, da es bei Aix les Bains eine Autobahnausfahrt gibt und der Platz nur 50 m vom Lac du Bourget entfernt liegt.

Da wir nur eine Nacht bleiben, wird uns ein „Kurzaufenthalter-Platz“ zugewiesen.

Auf dem grossen Parkplatz vor dem CP, wo im Herbst der Zirkus stand, findet diesmal eine riesige „Chilbi“ statt. Zum Glück ist es ab 22 Uhr ruhig…ob das am Wochenende auch der Fall wäre??

Die „Chilbi“ ist nicht so ganz unser Ding, da ziehen wir ein feines Abendessen in der Brasserie beim Hafen vor.

 

Donnerstag, 11.April

Da wir Aix les Bains bestens kennen und das Wetter auch nicht gerade zum Bleiben einlädt, fahren wir weiter – mit Ziel Camargue.

unterwegs

zwischendurch mal eine Zahlstelle

Es ist eine angenehme Fahrt, alles Autobahn bis Arles, wo wir in Richtung Saintes Maries de la Mer abbiegen.

Wir wählen, wie schon etliche Male zuvor, den CP „La Brise“.  Der Platz gefällt uns – grosszügige Stellplätze, saubere, geheizte Sanitäranlagen – und vor allem die Nähe zum Meer und dem Städtchen Saintes Maries de la Mer. Negativ ist nur, dass kein Restaurant und kein Internet angeboten werden (WiFi-Zone nur an der Rezeption).

Das Wetter zeigt sich inzwischen von der besten Seite, abgesehen vom Mistral, der zünftig bläst. Ein Grund die Seitenwände an der Markise zu montieren.

Nach dieser langen Fahrt unternehmen wir heute nicht mehr viel.

Noch kurz ein Abstecher ans Meer

Im Feuchtgebiet, welches gleich hinter dem CP beginnt, sieht man bereits die ersten Flamingos

…und sonstigen Wasservögel

 

Freitag, 12.April

Wow, dieser Morgen! – wolkenlos, zwar immer noch etwas windig.

Nach dem Frühstück spazieren wir vom CP aus, dem Meer entlang, nach Saintes Maries de la Mer.

Dies ist der Strand beim CP

Dieses Städtchen fasziniert mich immer wieder – die engen Gässchen mit den vielen netten Restaurants und Shops, die imposante Kirche, die Promenade, der Hafen, usw.

das Museum Baroncelli

der Platz vor der Arena

Nach ein bisschen Shopping und einem Käfeli in einem Strassencafé, machen wir uns wieder auf den Rückweg zum CP.

Inzwischen hat sich der Wind gelegt und es ist sommerlich warm.

Am Nachmittag unternehmen wir einen kurzen Ausflug mit dem Auto. Das heisst wir fahren zum „Bac du Sauvage“, wo wir uns von der Fähre über die kleine Rhone bringen lassen. Die Rhone ist übrigens in Frankreich „männlich“: Le Rhône.

Auf der Fähre sind wir die einzigen Passagiere

Danach fahren wir entlang der kleinen Rhone…

Immer wieder sieht man die typischen, weissen Camargue-Pferde und die schwarzen Camargue-Stiere.

Auf der Rückfahrt überqueren wir die kleine Rhone dann aber über eine Brücke.

Den restlichen Nachmittag verbringen wir im Liegestuhl an der Sonne, Ruedi mit seiner Funkanlage beschäftigt und ich mit einem spannenden Buch.

Ein Abendspaziergang an der Beach beim Campingplatz

 

Samstag, 13.April

Ein weiterer wolkenloser Tag ist uns beschert. Wir beschliessen ins ca. 25 km entfernte Aigues Mortes zu fahren.

Mich fasziniert immer wieder diese Weite

Eines der typischen mit Reet (Schilf) gedeckten Camargue-Häuser, die man leider nur noch selten sieht.

Die traditionelle Struktur dieser Häuser (Cabanes) ist eine meisterhafte Mischung aus einfacher und genialer Architektur. Ein bootsrumpfförmiger Baukörper trägt das steile Reetdach mit aufgesetzter Lehmhaube. Die abgerundete Seite ist immer gegen den Mistral gerichtet.

Die Wände der „cabanes“ sind kalkweiß getüncht und am Ende des Dachsparrens ist manchmal ein Stierhorn oder Querholz befestigt. Dieser Dachsparren, schützt vor Blitzeinschlägen und dient als Befestigung für ein Seil, das an windigen Tagen mit einer Vorrichtung am Boden vertäut wird.

In der Gegend von Aigues Mortes sieht man weite Rebgebiete

Hier wächst der berühmte „Vin des Sables“  (als Sandwein bezeichnet man Wein aus Reben, die auf Sandböden angebaut werden)

Wir stellen unser Auto direkt bei der Stadtmauer ab…

…und bummeln durch das historische Städtchen.

Auch dieses Mal entscheiden wir uns für einen Rundgang auf der 1,7 km langen Stadtmauer.

Hier eine Aufnahme von Aigues Mortes von einer Ansichtskarte

der Tour de Constance

dies der Ausblick von der Stadtmauer über die Salinen…

…und über den Hafen

Inzwischen ist es Mittag und nach all dem vielen Trepp-auf und Trepp-ab haben wir eine Pause und einen Imbiss verdient.

Auf dem Place Saint Louis laden diverse Restaurant zum Essen ein. Es ist wunderschön hier – windgeschützt und sommerlich warm.

Ruedi wünscht sich auch dieses Jahr die Salinen von Aigues Mortes zu besuchen.

Mit einem etwas in die Jahre gekommenen Touristen-Bähnli werden wir auf holprigen Wegen quer durch die Salinen gefahren, wobei uns viel über die Salzgewinnung erzählt wird (natürlich auf Französisch).

Bei einem Zwischenhalt darf man einen der „Salzberge“ erklimmen. Hier oben wird uns ein toller Ausblick über die ganze Anlage geboten.

Auf der Rückfahrt zum CP tätigen wir noch einen Grosseinkauf bei „Super-U“.

 

Sonntag, 14.April

Nach einem Ruhevormittag im Wohnwagen, brauchen wir nun noch etwas Unterhaltung.

Wir umfahren den „Étang du Vaccarès“, ein Feuchtgebiet von 6500 ha Grösse

…hier kann man sich ein Bild von seiner Grösse machen

Immer wieder legen wir einen Halt ein um die Gegend und den Ausblick über die Étangs zu geniessen.

Auf der Südost-Seite des Étang du Vaccarès endet die Strasse.

Ab hier geht es nur noch zu Fuss oder per Fahrrad auf schmalen Wegen weiter. Eigentlich wollten wir den Leuchtturm „La Gacholle“ besuchen, aber das scheint uns zu Fuss dann doch etwas weit für so einen Nachmittagsausflug. Der Leuchtturm ist von hier aus jedenfalls noch nirgends zu sehen.

Auf der Rückfahrt – was für eine Freude – wir finden ganz zufällig das lustige Gartenrestaurant „Mas St. Bertrand“ wieder, wo wir uns bereits beim letzten Mal so wohl fühlten. Es liegt an einer Verbindungsstrasse zur D36 in Richtung Salin de Giraud.

An einem kleinen Tischchen, umgeben von sattem Grün, gönnen wir uns einen „Assiette Bertrand“ und geniessen dieses besondere Ambiente.

…auf der Rückfahrt

 

Montag, 15.April

Da mein Fotoapparat seit zwei Tagen einen Fleck auf der Linse hat, möchte ich mir einen Ersatz kaufen. Im Internet fanden wir einen Foto-Shop in Montpellier. Da wir sowieso mal nach Sète fahren wollten, läge Montpellier doch grad am Wege.

Unterwegs macht uns eine Hinweistafel auf die „Cathedrale de Maguelone“  aufmerksam – also schauen wir uns diese Sehenswürdigkeit doch mal an.

Bei einem grossen Parkplatz, noch sehr weit entfernt von der Kathedrale, endet die Strasse für Autos.

…in der Bildmitte sieht man hier die Kathedrale

Was nun?  …und siehe da ein Touristen-Bähnli fährt regelmässig vom Parkplatz zur Kathedrale.

Und dieser Abstecher lohnt sich allemal. Die Kathedrale St.Pierre–St.Paul, errichtet im 12./13.Jh., war Bestandteil eines Klosters und Bischofssitzes.

Rund um die Kirche herrscht schon fast urwald-dichtes Grün

Zurück beim Parkplatz…hier finden wir einen unendlich langen Sandstrand

Als nächstes Ziel haben wir uns Sète vorgenommen – aber ojee, das war keine gute Idee, denn schon weit vor Sète stehen wir im Stau.

Da wir keine Freunde von Städten sind und schon gar nicht von Verkehrsstaus, drehen wir um und fahren in den Nachbarort Frontignan. Dies ist ein ruhiges, kleines Städtchen mit einem netten Platz vor dem „Hôtel de Ville“, wo wir uns mit einem feinen Imbiss stärken.

Nach einem kurzen Bummel durch die Gassen

…fahren wir nun nach Montpellier. Wir geben die Adresse des Foto-Shops im GPS ein und es führt uns immer ganz nah ans Ziel, aber wir kommen einfach nicht hin vor lauter Einbahnstrassen, die dazu sowas von eng sind. Mitten in einer Unterführung meint das GPS: sie haben ihr Ziel erreicht. Irgendwann haben wir genug und verlassen die Stadt unverrichteter Dinge.

Auf der Heimfahrt fragen wir in einem Einkaufszentrum in Aigues Mortes, wo es wohl möglich wäre einen Fotoapparat zu kaufen und der nette Herr empfiehlt uns das nur 100 Meter weit entfernte Elektronikgeschäft „Darty“.  Und siehe da, ich werde fündig und kaufe mir eine „Nikon Unterwasserkamera“, die eigentlich für Kinder gedacht ist, da sie stosssicher und wasserdicht ist. Da sie absolut dicht ist, sollten auch keine Staub- und Sandpartikel mehr ins Innere gelangen – was in dieser sandigen Gegend und bei den starken Mistral-Winden sicher ein Vorteil ist.

Die nachfolgenden Fotos sind mit dieser neuen Kamera geschossen.

Nun sind wir aber genug herumgekurvt und fahren direkt zurück zum CP. Inzwischen hat sich der Himmel mit Wolken überzogen.

Wir essen heute Abend erstmals drinnen im gemütlichen Wohnwagen-Stübchen.

 

Dienstag, 16.April

Während der Nacht fielen sogar mal ein paar Regentropfen.

Heute ist der Himmel bedeckt, es ist relativ warm und der Mistral hat sich gelegt.

Nach der gestrigen doch ziemlich langen Autofahrt, lassen wir das Auto heute stehen.

Ich geniesse einen Ruhevormittag, mit nur einem kurzen Spaziergang dem Meer entlang…Blumen sind auch bei Regenwetter schön.

Nach dem Mittagessen spazieren wir nach Saintes Maries de la Mer, allerdings bei leichtem Regen…

Im Laufe des Nachmittags lösen sich die Wolken aber auf und es wird sonnig und ohne Wind recht warm.

Jedenfalls können wir das „obligate“ Raclette (kommt auf jeder Reise mindestens einmal auf den Tisch) draussen essen und einen schönen Abend geniessen.

 

Mittwoch, 17.April

Ganz überraschend ist der Himmel wolkenlos, es weht kein Lüftchen und es ist entsprechend warm.

Wie jeden Mittwochmorgen trifft Ruedi seine Funkerkollegen aus der Schweiz über Funk.

Hier hat Ruedi seine Antenne aufgestellt

Da wir im Einkaufszentrum bei Aigues Mortes heute den Oster-Wochenend-Einkauf tätigen möchten, planen wir einen Ausflug in diese Richtung. Das heisst wir fahren nach Grau du Roi, einem Städtchen, das mir immer wieder gefällt, auch wenn es ein Touristenmagnet ist.

Ein weitläufiger Sandstrand mit Blick nach La Grande Motte

Der Kanal mit Blick zum Leuchtturm

Die Fischersfrau, die nach ihren Mann Ausschau hält, der jedoch nie mehr heimkehren wird

Wir spazieren entlang der Shopping-Meile, an Souvenirshops und Restaurants fehlt es hier nicht.

Zum Mittagessen suchen wir das kleine Beizli, in der engen Gasse wieder, in welchem wir im letzten Jahr so fein gegessen haben…und meine Crêpe ist auch diesmal wieder wunderbar – zwar eine kleine Kalorien-Sünde.

Nun noch ein Grosseinkauf bei „Super-U“, sodass wir über Ostern mit Lebensmitteln eingedeckt sind, denn auf dem CP gibt es nur grad das Nötigste zu kaufen.

Den restlichen Nachmittag verbringen wir im Liegestuhl an der Sonne und zum Abendessen schieben wir heute eine Pizza in den Ofen.

 

Donnerstag, 18.April

Gleich hinter dem CP beginnen die Feuchtgebiete, durchzogen von einem grossen und vielen kleinen Spazierwegen. Nach dem Frühstück machen wir uns auf zu einer laaaaangen Wanderung. Das Wetter ist wunderschön mit angenehmen Temperaturen.

Hier kann man sich vielleicht ein Bild machen, wie weit wir gewandert sind.

…der Blick vorwärts und zurück

Es ist unglaublich ruhig, nur das leichte Rauschen des Meeres oder hie und da das Lachen einer Möwe – sonst nichts.

Doch plötzlich befinden wir uns inmitten von tausenden Stechmücken, die um uns herumschwirren. Zum Glück haben wir immer einen „camargue-tauglichen“ Mückenspray dabei. Trotzdem verlassen wir diese Mückenbrutstädte fluchtartig.

Auf dem Rückweg spazieren wir dem Meer entlang – ein kurzer Abschnitt des Ufers ist mit wunderschönen, vom Meer geschliffenen Steinen bedeckt…jeder Stein ein Unikat.

Im Strandrestaurant vor dem CP legen wir einen Halt ein und belohnen uns mit einem Glas Weisswein.

Die heutigen Fotos schoss ich mit der „Spielzeug-Kamera“. Für Landschaftaufnahmen ist sie ganz okay, aber das Zoom taugt nichts.

So fahren wir am Nachmittag nochmals zum „Darty“ und ich leiste mit eine neue Sony-Kamera mit einem 50-fach Zoom…jetzt bin ich wieder dabei! Ruedi freut es, dass er die handliche „Kinderkamera“ übernehmen darf 🙂 …ich schenke sie ihm zum bevorstehenden Geburtstag.

 

Freitag, 19.April (Karfreitag)

In Saintes Maries de la Mer findet heute der Wochenmarkt statt.

Im Angebot findet man vor allem Produkte aus der Camargue, z.B. viele verschiedene Reissorten, Salz, Vin de Sable oder Saucissons de Taureau, aber auch „Ramsch“ wie auf allen grösseren Märkten.

…und immer wieder das „Wahrzeichen“ von Saintes Maries de la Mer

Die meisten Geschäfte im Städtchen sind allerdings heute Karfreitag geschlossen.

Den Hinweg wählen wir durchs Städtchen, den Rückweg dann aber dem Meer entlang – welches heute ganz schön rauschend daherkommt – obwohl hier am Ufer kein Lüftchen weht.

Nach einer längeren Siesta gehen wir nochmals auf die Pirsch nach Flamingos und anderen Wasservögeln – und wir werden fündig.

Inzwischen ist es wieder wolkenlos, windstill und 22° warm.

Erst gegen Abend kommt wieder ein starker Wind auf, der diesmal aber vom Meer her weht.

Wir unternehmen einen Abendspaziergang und staunen, wie unruhig das Meer heute Abend ist.

Bald danach geht der Vollmond auf, an einem sternenklaren Himmel.

 

Samstag, 20.April

Es scheint ein weiterer sonnig-warmer Tag zu werden. Unser heutiges Ziel sind Port Saint Louis und Plage Napoleon. Beides liegt an der Mündung der Rhone ins Mittelmeer.

…der Aussichtsturm dürfte schon etwas höher sein…

…viel gibt es eh nicht zu sehen, ausser der beeindruckenden Weite

Reisfelder… diese wurden in den letzten Tagen geflutet (jeweils im April) und werden im Oktober zur Ernte wieder trocken gelegt.

Da der Hafen auf der andern Seite der Rhone liegt, nutzen wir das Angebot der Fähre von Bac du Barcarin.

Eine Sehenswürdigkeit von Port Saint Louis du Rhône ist der Tour Saint Louis. Dieser Turm wurde im Jahre 1737 als Wach- und Leuchtturm errichtet. Leider ist er nur von Montag bis Freitag zu besichtigen und zu besteigen – heute ist Samstag.

Nach einem Spaziergang zwischen der Rhone und dem Meer…

…fahren wir hinaus zur Plage Napoleon.

…einem riesenlangen Sandstrand

Inzwischen ist es Mittag – wir beschliessen auf der Rückfahrt nach Saintes Maries de la Mer im Mas Saint Bertrand einen Halt einzulegen und etwas Kleines zu essen.

Zum Restaurant gehört eine Bilder und Skulpturen-Galerie – sieht für mich eher etwas nach Brockenhaus aus.

Auf der Rückfahrt, den Étangs entlang

Noch kurz ein Abstecher zum „Manade Paul Ricard“

Inzwischen sind Wolken aufgezogen und es wird merklich kühler – am Nachmittag erreichte das Thermometer noch 24°C.

 

Sonntag, 21.April  (Ostern)

Während der Nacht regnete es leicht und am Morgen ist der Himmel bedeckt.

Wir faulenzen heute mal richtig und unternehmen nichts, ausser einem Spaziergang ins Städtchen.

Aber genau zu diesem Zeitpunkt regnet es in Strömen. Die Gassen sind voll von Menschen, die unter den diversen Vordächern Schutz vor dem Regen suchen – alle Läden sind heute geöffnet. Überall tropft es von den Markisen der Geschäfte…ein Grund schon bald wieder zum Wohnwagen zurückzukehren.

Wir kochen uns ein feines Abendessen und geniessen danach einen gemütlichen TV-Abend.

 

Montag, 22.April (Ostermontag)

Es ist der letzte Tag, den wir in der Camargue verbringen – also heisst es heute zusammenpacken. Zum Glück scheint die Sonne, nach dem gestrigen Regentag und trocknet unser Vorzelt.

Bei einem Spaziergang in der näheren Umgebung entdecken wir nochmals ein paar Flamingos.

Hier kaufen wir Wein, Erdbeeren und Honig.

Zum Abendessen spazieren wir ins Städtchen und essen in einem kleinen Beizli in einer engen Gasse ein feines Steak.

Das Meer ist extrem aufgewühlt, wie wir es all die vorherigen Tage nie sahen – schade kann man hier das Tosen nicht hören.

 

Dienstag. 23.April

Nach einer Regennacht, verlassen wir den CP La Brise um 9 Uhr…

…und fahren ins 70 km entfernte Saint Rémy de Provence….eine problemlose Fahrt.

Unendliche Alleen in der Gegend von Saint Rémy.

Wir fahren auf den CP Monplaisir und staunen nicht schlecht, als man uns an der Rezeption sagt, es seien grad mal noch zwei Plätze frei!

Einer der zwei Plätze ist ein grosser Komfortplatz, für den wir uns entscheiden.

Heute herrscht richtiges Aprilwetter – mal Sonne und immer wieder etwas Regen, daher stellen wir das Vorzelt auf.

Über Mittag spazieren wir ins Städtchen. Die schmucke, grösstenteils autofreie Altstadt liegt nur 1 km vom CP entfernt. Fotos gibt’s dann mal bei hoffentlich besserem Wetter.

 

Mittwoch, 24.April

Wie immer mittwochs, hat Ruedi noch vor dem Frühstück Kontakt mit seinen Funkerfreunden in der Schweiz.

Heute findet in Saint Rémy der Wochenmarkt statt – klar, müssen wir da hin.

Anfangs sind wir etwas enttäuscht, denn es werden so die üblichen Marktartikel wie Taschen, Billig-Kleider, Schuhe, usw. verkauft – im oberen Teil des Marktes stossen wir aber, zu meiner Freude auf Produkte aus der Region (provenzalische Töpfereien, Lavendelprodukte, Käse, usw.) , sowie auf einen Gemüsemarkt.

Gegen Mittag wird uns das Gedränge in den Gassen etwas zu viel – so gehen wir zurück zum CP.

Am Nachmittag scheint die Sonne und sie animiert uns noch etwas zu unternehmen.

Etwa 5 km von Saint Rémy entfernt befindet sich „Glanum“.

Glanum war eine keltische, hellenistische und später römische Stadt im heutigen Südfrankreich. Das antike Zentrum ist als Ruine erhalten. Diese Stadt wurde nach 1700 Jahren wiederentdeckt – die Ausgrabungen begannen 1921.

Bereits vor dem Eingang kommt man bei zwei gut erhaltenen, antiken Monumenten vorbei, dem Triumphbogen und dem Mausoleum.

Ein Besuch dieser Ruinenstadt lohnt sich unbedingt. Der Eintritt beträgt 8 Euro/Person.

Die einstige Hauptstrasse der Stadt

Nur ein paar Schritte entfernt gäbe es eine weitere Sehenswürdigkeit, die „Abtei Saint-Paul-de-Mausole“, die wir aber an einem andern Tag besichtigen werden.

Da wir nun auf dem CP Internet haben, arbeite ich noch ein bisschen an meinem Reisebericht.

Die Sonne scheint noch, aber der Mistral bläst immer wieder starke Böen übers Land.

 

Donnerstag, 25.April

Trotz immer noch sehr launischem Wetter, besuchen wir am Nachmittag das Kloster „Saint-Paul-de-Mausole“.

Die in der Nähe der antiken Stadt Glanum gelegene Abtei war zunächst seit 982 ein Priorat der Abtei Saint-André de Villeneuve-lès-Avignon und wurde 1080 in ein Augustiner-Chorherren-Stift umgewandelt. Seit 1117 ist es nach dem nahe gelegenen Mausoleum der Julier benannt. 1316 wurde das Stift dem Domkapitel der Kathedrale von Avignon unterstellt. 1605 übernahmen die Franziskaner das Kloster, wo sie ein Asyl einrichteten.

Vom 3. Mai 1889 bis zum 16. Mai 1890 lebte Vincent van Gogh im Kloster, daher ist eine sehenswerte Ausstellung diesem Künstler gewidmet…

leider blühen die Lilien noch nicht wie auf van Goghs Gemälde

die Kirche ist sehr schlicht

der Kreuzgang

van Goghs Schlafzimmer

Es gibt ein berühmtes Bild des Klosters mit den blühenden Lavendelfeldern im Vordergrund, im Sommer aufgenommen.

Da der Lavendel noch nicht blüht, sind es nun halt die Schwertlilien.

Wir unternehmen nun noch eine Fahrt durch die „Alpilles“ (ein Naturpark), dies ist eine 30 km lange und 10 km breite Kalksteinkette mit einer Höhe bis zu 500 Meter.

Unterwegs kommen wir bei Les Baux vorbei

…oh wie sind wir froh, haben wir dieses zwar unbedingt sehenswerte Felsendorf, in früheren Jahren bereits zweimal besucht, denn es gibt mehrere Kilometer vor und nach Les Baux keinen freien Parkplatz mehr. Da herrscht ein ziemliches Chaos,  die Parkplatzsituation ist den Besuchermassen schlichtweg nicht mehr gewachsen.

Diese „Schönheit“ habe ich unterwegs am Strassenrand angetroffen

Auf der Rückfahrt kommen wir zufällig bei Fontvieille vorbei, einem kleinen, alten Städtchen, welches berühmt ist für seine Windmühlen, aber auch für die Olivenöl-Herstellung.

Nach einem kleinen Imbiss in einem typischen provenzalischen Restaurant, spazieren wir hinauf zur Moulin de Daudet, einer der vier Mühlen.

Zurück auf dem CP fegt ein unheimlicher Mistral über uns hinweg, sodass wir beschliessen das Vorzelt abzubauen – gar kein einfaches Unterfangen bei so einem Sturm, kaum hat man die Häringe gelöst, fliegen einem die Wände um die Ohren. Kaum sind wir fertig, beginnt es auch bereits zu regnen.

Etwas später steht dieser Regenbogen am Himmel

 

Freitag, 26.April

Nach einer Regennacht, scheint heute Morgen die Sonne vom fast wolkenlosen Himmel und kein Lüftchen weht.

Als Ziel haben wir uns mal Cavaillon vorgenommen. Aber spontan wie wir sind, biegen wir schon kurz nachdem wir Saint Rémy verlassen haben in Richtung der Alpilles ab (zur Erinnerung: Les Alpilles sind die Hügelkette und der Naturpark)

Auf schmalen Nebenstrassen gelangen wir so nach Eygalières – ein kleines, aber sehenswertes  Städtchen.

Beim Aufstieg zum historischen Dorfkern von Eygalières kommen wir an dieser Blumenvielfalt vorbei.

Zu meiner Freude findet unten im Dorf gerade ein grosser Markt statt.

Hier der Blick hinauf zum alten Stadtteil

Etwas ausserhalb Eygalières steht „Sainte Sixte“ eine katholische Kapelle aus dem 12.Jh., heute ein Baudenkmal.

Traurig, dass man solche Tafeln aufstellen muss

Unser nächstes Ziel wäre Eyguières, welches etwa 20 km entfernt liegt, sodass wir etwas durch die Gegend der Alpilles kommen. Es ist eine interessante, abwechslungsreiche Fahrt.

Unterwegs gebe ich zur Sicherheit im GPS vermeintlich Eyguières ein.

Als wir laut GPS am Ziel ankommen, bemerken wir, dass wir wieder in Eygalières sind…ach wie peinlich, da habe ich doch glatt die beiden Namen „Eyguières und Eygalières“ verwechselt. Ha, ha…oh wie haben wir gelacht…

…ist ja wirklich nicht einfach…

Auf der Rückfahrt nach Saint Rémy lade ich Ruedi als Entschuldigung für diese  Panne zu einem späten Mittagessen in ein nettes Bistro ein. Wir wählen das Tages-Menu: zur Vorspeise gegrillte Zucchetti, Auberginen und Tomaten, dann ein Risotto mit Tinte vom Tintenfisch und Steinbutt an Kurkuma-Crème, zum Dessert Fiadone – eine Art süsser Käsekuchen. Es schmeckte wunderbar.

Den restlichen Nachmittag können wir im Liegestuhl an der Sonne geniessen.

 

Samstag, 27.April

Wir wissen noch nicht genau, was unser heutiges Ziel sein wird – wir fahren mal los in Richtung Cavaillon.

Dabei überqueren wir den Fluss „Durance“

Cavaillon ist eine Stadt mit ca. 26‘000 Einwohnern.

Imposant ist der direkt hinter der Stadt ansteigende, felsige Hügelzug, der „Colline Saint Jacques“. In den Felsen befindet sich ein Klettersteig, die Via Ferrata.

Das Auto stellen wir beim Office de Tourisme ab. Direkt dahinter beginnt der Aufstieg über Stufen und steile Wege – was uns für die Mühe belohnt ist die tolle Aussicht über die Stadt.

weit über uns die Kapelle Saint-Jacques

Kurz bevor wir aber den Klettersteig erreichen, drehen wir um, ich bin nicht so ganz schwindelfrei und habe bereits weiche Knie.

Ich habe gelesen, dass eine Fahrstrasse auf den Hügel führt, was viele nicht wissen, denn wir treffen dort oben ausser Franzosen keine Touristen an.

Vom Parkplatz aus geht es nur noch einige Meter zu Fuss bis zur Kapelle Saint Jacques, von wo aus uns eine unglaubliche Aussicht über Cavaillon und bis hin zum Mont Ventoux (bei guter Sicht) geboten wird.

Inzwischen ist es Mittag und zu unserer Freude entdecken wir unweit vom Parkplatz ein wirklich einladendes Restaurant, wo wir uns einen Imbiss gönnen.

Nun noch ein bisschen Stadt…

…bevor wir Cavaillon wieder verlassen.

Wir versuchen heute das Städtchen Eyguières zu finden, was uns gestern nicht gelungen ist…und siehe da diesmal klappt es!

Aber diesem Ort fehlt jeglicher Charme – so fahren wir nach einem kurzen Bummel durchs Zentrum weiter nach Aureille, aber auch dies ist nicht gerade ein Touristen-Magnet.

Aber die Fahrt auf den zwar etwas engen Nebenstrassen ist abwechslungsreich.

Nun noch der Wochenend-Einkauf bei Intermarché und dann geht’s zurück zum CP.

Ganz ungeplant verbrachten wir einen interssanten Tag.

 

Sonntag, 28.April

Hier mal noch ein paar Bilder vom CP

die Rezeption und der Shop

unser Platz

der geheizte Pool (25°)

Wow, jetzt sind wir soeben zurück von einer fast 3-stündigen Wanderung.

Wir fahren bis etwas ausserhalb Saint Rémys und parkieren laut Wanderkarte bei der „Chapel Romanin“…nur von der Kapelle sehen wir leider gar nichts. Ab hier führt eine Rundwanderung zur Römischen Brücke und zurück.

Die Vegetation ist sowas von abwechslungsreich – einfach wunderschön. Im Hintergrund immer die Ausläufer der „Alpilles“.

Mandelbäume

Eine buntgemischte Flora

Mischwald

Vom Château Romanin gibt es allerdings von dieser Seite her gar nichts zu sehen, total abgeschirmt.

Mit schon langsam etwas müden Beinen kommen wir zum „Pont Romain“

Von hier aus geht es zurück zum Auto. Nun entdecken wir den Turm der Chapel Romanin hinter den Bäumen, nur einen Weg dorthin finden wir nicht – die Kapelle steht mitten in einem Olivenhain.

 

Montag, 29.April

Nach der Wanderung von gestern, wollen wir es heute etwas ruhiger angehen. Unser Ziel ist das Château Tarascon.

Tarascon liegt 15 km von Saint Rémy entfernt – wir aber besuchen unterwegs noch die Städtchen Eyragues, Maillane und Graveson, welche mehr oder weniger an der Route liegen.

Keines der drei Orte hat aber touristisch etwas Interessantes zu bieten – oder unsere Ansprüche sind etwas zu hoch.

In Tarascon parkieren wir direkt an der Rhone, beim Schloss, welches wir nun besuchen.

Die Burg Tarascon wurde zwischen 1400 und 1435 errichtet und diente gleichzeitig als Wohnschloss und zu militärischen Zwecken.

im Innenhof

Auf drei Stockwerken kann man durch die riesigen Gemächer wandeln, dazwischen immer wieder Wendeltreppen und kleine verwinkelte Zimmerchen. Es war allerdings zu düster zum Fotografieren

wunderschöne Gefässe in der alten Schlossapotheke

Möbel, Teppiche und andere Ausstattungsgegenstände darf man allerdings nicht erwarten. Sie sind über die Jahrhunderte leider alle verloren gegangen.

Zuoberst auf der Dachterrasse wird uns eine einmalige Aussicht geboten, über die Stadt, die Rhone und hinüber zum Schloss Beaucaire. Der Mistral bläst uns allerdings fast vom Dach.

Gleich neben dem Schloss steht die Tarasque – das Fabeltier, welchen Tarascon seinen Namen gegeben haben soll.

Wen es interessiert, hier die Legende dazu:

Das Wasser des Flusses ist unruhig. Immer größere Wellen schlagen an die Steine des Ufers. Die Bewohner der Stadt drängen sich dicht zusammen. In dem Halbkreis, den sie gebildet haben, steht ein Mädchen. Sie wartet. Auf den Tod. Auf das Ungeheuer. Und sie wartet nicht umsonst. Das Wasser teilt sich, rinnt an dem sich daraus erhebenden Körper herab und aus den Fluten steigt…eine Riesenschildkröte mit dem Kopf eines Asiaten, der sich winzige Katzenohren angeklebt hat. Zumindest müsste es sich so abgespielt haben, wenn man der Stadtlegende von Tarascon glaubt und die Statue der gefürchteten Tarasque Ähnlichkeit mit ihr haben soll. Tarascon ist eine kleine Stadt in Südfrankreich und liegt an der Rhône. Angeblich ist der Ort nach besagtem Ungeheuer, der Trasasque, benannt, die im Mittelalter immer wieder aus dem Fluss kam um Reisende und Jungfrauen zu verschlingen. Erst die Heilige Martha machte dem ein Ende. Sie fing das drachenähnliche Ungetüm und die Bewohner der Stadt steinigten es.

Mehr wollen wir von dieser lebhaften Grossstadt aber nicht sehen und fahren somit zurück ins gemütlichere, kleine Saint Rémy.

Nach einem kleinen Imbiss schlendern wir durch die Gassen von Saint Rémy.

der Nostradamus-Brunnen

Den Abend geniessen wir vor dem Wohnwagen

 

Dienstag, 30.April

Bilderbuchwetter!

Unser heutiges Ziel ist Gordes im Luberon.

Dieser Ort thront auf einem Felsvorsprung an der Südflanke der Hügelkette Monts de Vaucluse auf 635 m

Ich habe wiedermal das Glück zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, denn es findet gerade ein grosser Markt statt.

im Hintergrund das Château de Gordes

Hier haben wir den Überblick

Nach einem Bummel durch das hübsche Dorf und den Markt…

…besuchen wir das Château. Das Schloss wird zum ersten Mal 1031 erwähnt.

Leider gibt es auch hier überhaupt keine Innenausstattung zu sehen – das ganze  Schloss birgt heute eine Kunstausstellung.

Nach einem Cappuccino in einem Strassencafé verlassen wir Gordes…

…und fahren zum „Village des Bories“

Die Zufahrtsstrasse ist echt eine Herausforderung, denn hier herrscht doch tatsächlich Gegenverkehr! Zu unserem Glück, sind nicht gerade viele Besucher unterwegs.

Aber es hat sich allemal gelohnt…

Manche Bories dienten als Ställe für Schafe, Schweine oder Ziegen, andere wurden als Lagerraum für Werkzeug oder Getreide, als Backhäuser oder auch als Wohnung genutzt. Von den meist in kleinen Gruppen gebauten Hütten, hatte also jede eine ganz bestimmte Funktion. Bis heute weiß man nicht ganz genau, wie alt diese Hütten eigentlich sind. Einige Fundstücke können bis ins 7. Jahrhundert datiert werden, andere stammen noch aus dem letzten Jahrhundert! Fest steht aber, dass die Bories seit Jahrhunderten in derselben Art und Weise gebaut wurden. Man sammelte die herumliegenden Steine auf, bearbeitete sie ein wenig mit Hammer und Meißel und schichtete sie dann ohne Mörtel aufeinander. Der Trick bestand darin, so zu stapeln, dass kein Regen oder Schnee in die Hütte eindringen konnte. 

Wir verlassen die Bories…hoffentlich kommt uns keiner entgegen!

Auf der Weiterfahrt nach Bonnieux

…nochmals ein Blick hinauf nach Gordes

Wir lieben den Film „Ein gutes Jahr“ mit Russel Crow. Als Drehort diente diesem Film das Château „La Canorgue“ bei Bonnieux. Da wir uns ganz in der Nahe befinden, möchten wir es uns mal ansehen. Ich habe zwar gelesen, dass es nicht zu besichtigen sei – und tatsächlich, es versteckt sich leider hinter Mauern und Bäumen.

Inzwischen ist es sommerlich warm, so verbringen wir einen gemütlichen Abend auf dem CP.

 

Mittwoch, 1.Mai

Da wir nicht wissen, wie die Franzosen den 1.Mai zelebrieren, wollen wir heute nicht auf die Strasse – die Geschäfte sind jedenfalls geschlossen.

Bei diesem Bilderbuchwetter ist Wandern angesagt und zwar in den Alpilles, die ja direkt hinter Saint Rémy ansteigen. Wir fahren bis zum ca. 5 km entfernten Parkplatz „Caume“.

Von hier aus führen unterschiedlich lange Wanderwege in alle Richtungen. Wir wählen anfangs den „Botanischen Weg“ – auf Tafeln erfährt man die Namen der Pflanzen/Bäume am Wegrand.

Wir dehnen die Wanderung dann aber aus, in dem wir zuerst in Richtung Caume-Plateau gehen.

Unten in der Ebene sieht man Saint Rémy

dies ist der Ausblick in Richtung Süden

Hier zweigen wir zu den „Deux Trous“ ab. Wir wagen es zwar nicht ganz bis zum gigantischen Fels mit den beiden Löchern, das Risiko scheint uns alten Leutchen dann doch etwas zu gross.

hier sieht man im Fels unten links die beiden Löcher

Die Vegetation ist wunderschön und sowas von abwechslungsreich.

…ebenfalls die Aussicht, nur ist die Weitsicht heute sehr getrübt, sonst könnte man von hier aus bis nach Avignon sehen…oder zum Mont Ventoux, der hier hinten rechts ganz schwach zu sehen ist.

Zurück auf dem CP geniessen wir diesen Sommer-Nachmittag (25°) noch, denn für morgen ist ein Wetterwechsel mit Regen angesagt. Liegestuhl, Sonnenbrille und mein Buch sind nun gefragt.

…dabei lässt sich diese wunderschöne Libelle neben uns nieder

 

Donnerstag, 2 Mai

Ruedi wünscht sich einen Ausflug zum Pont du Gard, vor allem möchte er das dortige Museum wiedermal besuchen. Da das Wetter heute etwas aprilmässig daherkommt, mal ein paar Regentropfen, mal Sonnenschein, ist das eine gute Idee.

Schon die Fahrt bietet einiges:

das Überqueren der Rhone bei Tarascon

die vielen Mohnfelder

…und zur Abwechslung mal Gemüse, oft auch Spargel

Der Pont du Gard ist ein römischer Aquädukt. Die Brücke ist von beeindruckender Höhe und stellt einen der am besten erhaltenen Wasserkanäle aus der Römerzeit dar. Der Pont du Gard zählt zu den wichtigsten erhalten gebliebenen Brückenbauwerken der antiken römischen Welt und ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Südfrankreichs.

Das Museum ist riesig, zwar etwas düster – aber sehr informativ

unterwegs zur Brücke

Der Fluss Gard – heute meist Gardon genannt

Auf der Rückfahrt legen wir einen Halt in Remoulins ein

…einem kleinen, alten und etwas verschlafenen Städtchen…ausser der zwei Katzen ist kein Lebewesen anzutreffen

Die alte Kirche Notre Dame de Bethléem

Ein erholsamer Spaziergang dem Fluss Gardon entlang

Wenn wir wieder durch lange Alleen fahren, wissen wir, dass wir nach Saint Rémy kommen.

Inzwischen ist es wieder sommerlich warm.

 

Freitag, 3.Mai

Wie meistens fahren wir auch heute etwa um 9 Uhr los – und zwar besuchen wir das ca. 25 km entfernte Avignon.

Das Auto lassen wir auf dem grossen, zwar etwas engen Parkplatz. direkt vor den Toren der Altstadt.

Das Monument des Comtat, steht direkt beim Parkplatz.

Nur ein paar Schritte entfernt befindet sich der berühmte „Pont d’Avignon“.

Die Brücke von Avignon (Saint-Bénézet) ist ein wichtiger Zeuge der Geschichte der Stadt Avignon und der Rhone. Ihr Bau begann im 12. Jh. Sie wurde durch Kriege und Hochwasser mehrmals beschädigt und wieder aufgerichtet, aber im 17. Jh. dann endgültig aufgeben.

Vorbei am „Palais des Papes“, an der Kathedrale „Notre Dame des Doms d’Avignon“ aus dem 12 Jh. und dem „Musée du Petit Palais“…

…steigen wir hinauf auf den „Rocher des Doms“.

Der Aufstieg lohnt sich auf alle Fälle, es ist eine wunderschöne, gepflegte Anlage

Und es wird uns eine einmalige Aussicht geboten…

hinunter zur Rhone

zum Pont d’Avignon

hinüber zum Fort Saint-André

und über Avignon

Bei einem Kaffee am Teich sind wir umgeben von allerlei gefiederten Gästen.

beim Abstieg hat man diese Sicht auf den Place du Palais

Nun bummeln wir noch durch die weitläufige Fussgängerzone

die Kirche Saint-Agricol

 

Samstag, 4.Mai

Während Ruedi wie jeden Samstagmorgen am Funken ist, suche ich nach Ideen für den heutigen Ausflug.

Mein erster Vorschlag ist, die „Moulin du Calanquet“, eine Ölmühle, etwas ausserhalb von Saint Rémy zu besuchen.

Schon der wunderschöne Garten ist sehenswert.

In der modernen Ölmühle erzählt uns der Besitzer vieles über Olivenbäume, Oliven und der Verarbeitung – von der Ernte bis zum fertigen Öl.

Nebst der ganzen Produktions-Ablaufes, erfahren wir auch dass hier seit fünf Generationen Olivenöl hergestellt wird. Das Gut besitzt 20’000 Olivenbäume, dabei fünf verschiedene Olivensorten, somit stehen auch fünf verschiedene Olivenöle zum Verkauf.

Wir dürfen all diese Öle – und noch vieles mehr – degustieren, so auch diverse Olivenpasten (tapenades), eingelegte Oliven, aber auch Honig und Konfitüren.

Nun tätige ich noch einen Grosseinkauf im Shop.

Es war ein wirklich lohnenswerter Besuch.

Mein zweiter Vorschlag ist der Besuch des „Château Estoublon“ in Fontvieille …auch nur 15 km von Saint Rémy entfernt

unterwegs durch „les Alpilles“…

mit Blick auf  das Felsendorf „Les Baux“

Was für ein netter Empfang 🙂  (Besitzerin ist Valérie Reboul-Schneider, eine Schweizerin, daher die Schweizer-Flagge)

schon die Einfahrt ist beeindruckend.

Eine wunderschöne Anlage lädt zum Flanieren ein.

der Shop

Bei einem leichten Mittagessen geniessen wir die Sonne und die Ruhe.

auf der Rückfahrt

 

Sonntag, 5.Mai

Der Mistral hat wieder eingesetzt und bläst mit aller Kraft – richtig beängstigend. Ein Campernachbar sagt uns, es seien Windböen bis 110 km/h dabei.

So verbringen wir den Tag – mehr oder weniger – im immer wieder bedenklich schwankenden Wohnwagen…ich am Computer, Ruedi am Funk.

Zwar scheint die Sonne vom fast wolkenlosen Himmel. Eigentlich hatten wir vor, den Bambusgarten in Eyragues zu besuchen, der im Mai nur samstags und sonntags geöffnet ist, aber der Wind hält uns sogar davon ab, obwohl wir recht wetterfest und sturmerprobt sind.

Am Abend gehen wir allerdings noch ins Städtchen zum Essen. Trotz schönstem Wetter sind an diesem frühen Sonntagabend  die Gassen und Strassen praktisch leer.

Es sieht aus wie „Herbst in Grün“, so hat der Mistral gewütet.

Wir finden ein nettes Restaurant, wo man bereits um 18:30 Uhr etwas zu Essen bekommt.

Mir gefallen die Hängepflanzen.

 

Montag, 6.Mai

Der Wind bläst immer noch, dafür ist der Himmel wolkenlos.

Da bei unserem Besuch der Mühle von Daudet trübes Wetter herrschte, wollen wir uns dies nun noch bei Sonnenschein ansehen.

Wir fahren nach Fontevieille – aber nicht ohne in Maussane noch einen Halt einzulegen.

Die Mühle sieht doch heute viel freundlicher aus, als beim letzten Besuch.

Ebenfalls in Fontvieille befindet sich das Château Montauban, welches sich allerdings sehr verschlossen zeigt.

Unser nächstes Ziel ist das „Aqueduc Romain“, welches einst das Wasser zu den  berühmten  Mühlen von Barbegal brachte.

…unterwegs

 Die Mühlen von Barbegal sind die Ruine einer römischen Wassermühle mit 16 Mahlwerken und eine archäologische Fundstelle . Die Anlage wurde im 2. Jahrhundert n. Chr. errichtet.
Die Anlage befindet sich 2,5 Kilometer südöstlich von Fontvieille, in der Nähe der südfranzösischen Stadt Arles, an einem natürlichen Abhang der Alpillen mit einem ca. 30%igen Gefälle. Das Gefälle des den Hang hinunter fließenden Wassers wurde genutzt, um die Mühlen zu betreiben. Eine zweite Rinne versorgte die Stadt Arles mit Wasser.

Hier am Ende des Aquäduktes sind noch die Überreste der Mühlen zu sehen

Eigentlich möchten wir noch die Abtei Montmajour besuchen, aber wir haben ein technisches Problem am Auto, wir können eine der hinteren Türen nicht abschliessen – und das Auto wollen wir nicht offen stehen lassen. So verzichten wir auf diesen Besuch – nur halb so schlimm – waren wir doch vor ein paar Jahren schon mal hier.

…auf der Rückfahrt – immer wieder weite Rebgebiete

…hier wird aber auch Reis angebaut

Zurück auf dem CP erhalte ich eine E-Mail von meiner Schwiegertochter, dass sie, unser Sohn und die beiden Enkelkinder übers Wochenende auf dem CP Campofelice im Tessin sein werden.

Ruedi und ich sind uns rasch einig, da fahren wir auch hin …es ist eh ein günstiger Zeitpunkt zum Reisen, denn morgen soll sich der Mistral mal für einen halben Tag ruhig verhalten – was zum Fahren mit dem Wohnwagen von Vorteil ist.

Also heisst es zusammenpacken…

 

Dienstag, 7.Mai

Unglaublich, gestern noch stürmischer Mistral, heute kein Lüftchen mehr.

Um ca. halb 9 Uhr verlassen wir Saint Rémy …

ein letzter Blick auf „Les Alpilles“

Wir fahren über Cavaillon, Orange, Valence und Morans nach Aix les Bains in Savoyen.

Das Wetter ist super, vor allem kein Wind und der Verkehr hält sich in Grenzen. Ab Valence sind vor allem keine LKWs mehr unterwegs, die sind alle nach Lion abgebogen.

Im Tal der Isère ist die Autobahn gesäumt von kilometerlangen Nussbaum-Plantagen.

Unterwegs legen wir einen Znünihalt und einen Tankstellen-Halt ein

…und erreichen so bereits um 13:30 Uhr  den CP „du Sierroz“ in Aix les Bains.

Wir bleiben nur für eine Nacht – somit gönnen wir uns einen Ruhenachmittag, bevor wir morgen ins Tessin weiterziehen.

Abendessen gibt’s heute in der uns bestens bekannten Pizzeria am Hafen von Aix les Bains.

…unterwegs zum Hafen – die schneebedeckten Savoyer-Alpen

 

Mittwoch, 8.Mai

Es regnet…und zwar auf der ganzen 550 km langen Fahrt nach Tenero im Tessin.

einzig die blühenden Rapsfelder bringen etwas Farbe in den grauen Tag

Ein bisschen befremdend, Fahrräder in der Autobahn-Rastätte „Rose de la Broye“

Im Urner Reusstal tobt ein Föhnsturm, der von Ruedi volle Konzentration fordert, um den Wohnwagen auf der Fahrspur zu halten – mir ist schon ziemlich mulmig und bin froh, als wir endlich in den Gotthardtunnel einfahren können.

Im Süden sieht es wettermässig auch nicht besser aus.

Um 16 Uhr erreichen wir den CP Campofelice in Tenero.

Nach dieser langen Fahrt belohnen wir uns – vor allem Ruedi – mit einem feinen Essen im Restaurant.

Ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken, diese beiden Fotos hat Ruedi geschossen.

 

Donnerstag, 9.Mai

Was für eine Überraschung – die Sonne scheint…

Nach der gestrigen langen Autofahrt, bleiben wir heute auf dem CP.

…und geniessen vor allem den schönen Abend

Gambarogno

die Verzasca

Sonnenuntergang am Lago Maggiore

 

Freitag, 10.Mai

Da morgen unser Sohn mit seiner Familie ankommt, will ich hier den Reisebericht abschliessen.

Wir haben einmal mehr viel erlebt und viel Interessantes  gesehen – das Wetter war auch ganz akzeptabel – abgesehen vom Mistral – und wir sind dankbar, auch diesmal gesund und pannenfrei heim zu kommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Woche Tessin – Ende März 2019

Dienstag, 26.März

Die Fahrt ins Tessin

…über den San Bernardino

 

Mittwoch, 27.März

Ein Tag auf dem Campingplatz (CP Tamaro in Tenero)

…unser Stellplatz

…ein Spaziergang auf dem CP – am Lago Maggiore

Abendstimmung am See

Danach gehen wir zum Abendessen in die Pizzeria des CP

 

Donnerstag, 28.März

Ein Besuch an der Kamelien-Schau in Locarno

…wir spazieren vom Hafen Locarno zum Kamelienpark

…im Kamelienpark

Im Kamelienpark blühen 950 Kamelienarten

…auf dem Rückweg – hier in Locarno

…stilvolles Abendessen bei Sonnenuntergang im Restaurant des CP

 

Freitag, 29.März

Ein Ausflug nach Ascona

Zurück auf dem CP – Ruedi hat Funkkontakt mit seinen Kollegen in der Deutschschweiz

…beim Abendessen in der Abendsonne

 

Samstag, 30.März

Ein langer Spaziergang in der Bolle di Magadino, einem Naturschutzgebiet mit einer Grösse von etwas mehr als 300 Hektaren

am Fluss Ticino

…hier fliesst der Ticino in den Lago Maggiore

Natur pur

Zurück auf dem CP

…was ich am meisten liebe am Camping, ist das Leben im Freien

Jeden Abend ein traumhafter Sonnenuntergang

 

Sonntag, 31.März (Sommerzeit)

Wir unternehmen eine Wanderung, zuerst quer durch Ascona, dann dem See entlang, parallel zum Golfplatz bis hin zum privaten Bootshafen

Zum Abendessen gibt’s heute recht schweizerisch: Rösti und Bratwurst

…danach ein Abendspaziergang auf dem CP

 

Montag, 1.April

Der heutige Ausflug führt uns auf den Cimetta auf 1’631 m ü.M.

…das heisst mit dem Bus nach Locarno, mit der Standseilbahn nach Orselina, mit der Luftseilbahn nach Gardada und schlussendlich mit dem Sessellift auf den Cimetta.

Madonna del Sasso von der Standseilbahn aus

das Maggiadelta zwischen Locarno und Ascona

leider ist die Sicht nicht klar – hier der Lago Maggiore

hier sieht man den Monte Rosa und die Dufourspitze

hier oben beginnen erst grad die Krokusse zu blühen

Ein Spaziergang auf Gardada

die Passerelle (Aussichts-Plattform)

der Blick ins Centovalli von der Passerelle aus

Madonna del Sasso auf Orselina

zurück in Locarno

Da für morgen ein Wetterwechsel angesagt ist, packen wir zusammen und essen am Abend im Restaurant

…denn wir beschliessen morgen heimzureisen.

 

Dienstag, 2.April

Heimreise

Die Sonne scheint heute morgen nur noch schwach – es steht wirklich ein Wetterwechsel bevor

durchs Misox

San Bernardino-Dorf

Frühstückshalt in Thusis

Je weiter nach Norden wir kommen, umso besser wird das Wetter

der Ottenberg bei Weinfelden

Der Wohnwagen verschwindet nun mal für eine Woche in seiner Box, bevor es wieder auf Reisen geht.

Wir durften eine wunderschöne, frühlingshafte Woche im Tessin verbringen – unser sogenanntes „Probecampen“ – und es hat alles geklappt  🙂

Zwei Wochen Aix-les-Bains im Okt.18

Wir wollen unsere diesjährige Camping-Saison mit einem Aufenthalt am Lac du Bourget (Savoyen, Frankreich) abschliessen. Gerne wären wir ein weiteres Mal nach Annecy gefahren, aber all die schönen Campingplätze am Lac d’Annecy haben ihre Tore bereits geschlossen. Daher haben wir uns für den CP „Du Sierroz“ in Aix-les-Bains entschieden.

Es ist Sonntag der 30.September

Wir starten nicht so früh wie wir uns gewohnt sind, denn zum einen wird es nicht mehr so früh hell und wir wollen den Wohnwagen nicht im Dunkeln ankoppeln, zum anderen ist die Rezeption des CP von 12 bis 14 Uhr geschlossen.

So starten wir gegen 8 Uhr. Es ist uns ein wolkenloser Herbsttag beschert…noch ist die Sonne nicht aufgegangen.

Ohne viel Verkehr fahren wir über Zürich, Bern, Lausanne und Genf. Wir nutzen die Autobahn von Frauenfeld bis Aix-les-Bains, ca. 400 km.

Ab Aarau liegt allerdings dicker Nebel über dem Land

Frühstück gibt’s auf dem Rastplatz Kölliken

Zum Glück ist aber ab Bern „die Welt wieder in Ordnung“…die Sonne scheint.

ein spätes Sonnenblumenfeld

…und die ersten bunten Herbstfarben

im Hintergrund der Jura

Rebhänge am Genfersee

ein netter Rastplatz fürs Mittagessen

Bei Genf verlassen wir die Schweiz – nun sind es noch ca. 60 km bis zu unserem Ziel Aix-les-Bains.

Nach einer problemlosen Fahrt erreichen wir den CP „Du Sierroz“ um 14:30 Uhr.

https://www.camping-sierroz.com/

Ein paar Worte zum CP: er liegt sehr ruhig am Stadtrand, nur 50 m vom Lac du Bourget entfernt. Ein Bus (gratis) fährt direkt vom CP ins Zentrum/Altstadt. Der uns zugewiesene Platz ist eher klein, obwohl es ein Komfortplatz ist. Es gäbe auch grössere Plätze. Aber der CP im allgemeinen ist okay. Die Sanitäranlagen sind sehr sauber und geheizt (das neue Sanitärgebäude steht bereits, ist aber noch nicht in Betrieb). Ein Restaurant gibt es nicht auf dem Platz, jedoch einige in unmittelbarer Nähe (beim Hafen), aber eine Snack-Bar bietet Burger, Pizza, Hühnchen, usw. an, auch frische Croissants und Baguettes bekommt man dort jeden Morgen. Das Internet ist gratis und läuft perfekt.

Wir schaffen es gerade noch das Vorzelt aufzustellen, als es zu regnen beginnt – und zwar wie aus Kübeln.

So kochen wir uns ein feines Abendessen: Rehpfeffer mit Spätzle und Rotkraut und geniessen danach einen gemütlichen Fernsehabend.

 

Montag, 1.Oktober

Wir haben wunderbar geschlafen, auf dem CP herrschte totale Ruhe.

Den Vormittag verbringen wir mit einem Spaziergang am See. Der Lac du Bourget ist der grösste natürlich entstandene See Frankreichs, mit dem grössten Süsswasser-Jachthafen Frankreichs.

ein starker Wind bläst über den See

die Promenade die direkt vom CP wegführt

Vielleicht kann mir jemand sagen, was das für „Früchte“ sind, die dieser Baum trägt??

Inzwischen hat wieder Regen eingesetzt. So verbringen wir den Nachmittag beim Shopping – das heisst wir fahren nach La Motte-Servolex zum Lidl und zum Super-U.

Auf dem Rückweg zum CP fahren wir noch durch die Altstadt von Aix-les-Bains, welche ca. 100 m oberhalb des Sees liegt.

Alle kursiv geschriebenen Texte sind aus dem Internet.

Die Gemeinde ist traditionell zweigeteilt. Während die Unterstadt das Seeufer einnimmt, überragt die Oberstadt mit dem Stadtzentrum den Lac du Bourget. Die Stadt entstand zunächst auf einer Anhöhe, die Schutz vor den zahlreichen Hochwassern des Sees bot. Diese wurden später mittels eines Staudamms geregelt.

Die Durchschnittshöhe der Stadt beträgt ungefähr 320 Meter, wobei der untere Teil nur bei 224 Metern, auf der Höhe des Seespiegels liegt.

Zu Fuss werden wir sie Altstadt mal bei schönerem Wetter erkunden.

Inzwischen hat es allerdings aufgehört zu regnen, trotzdem geniessen wir einen gemütlichen Abend im Wohnwagenstübchen, bei einem Raclette.

 

Dienstag, 2.Oktober

Der Himmel zeigt sich noch bedeckt, aber die Wolken scheinen sich aufzulockern.

Unser heutiges Ziel ist nochmals die Altstadt von Aix-les-Bains.

Aix-les-Bains ist eine Bäderstadt. Die heißen Schwefelquellen mit einer Temperatur von circa 43–45 °C werden jährlich von mehreren tausend Kurgästen besucht.

Die Bushaltestelle befindet sich direkt vor dem CP und der Bus fährt ca. alle 30 Minuten ins Zentrum.

Wir steigen beim Hôtel de Ville aus und befinden uns genau richtig beim Office de Tourisme, wo wir uns einen Stadtplan besorgen.

Diesen Teil der Altstadt empfinde ich als etwas beengend – mit den schmalen Strassen und dem vielen Verkehr.

ich liebe diese kleinen Läden mit Produkten aus der Region

auch diese „Schaufenster“ gefallen mir 🙂

Zum Glück gibt es eine, wenn auch kurze Fussgängerzone.

Wir spazieren nun auf dem „Circuit Découverte“, der zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Zentrum führt…

…so zum Arc de Campanus: Der Bogen von Campanus ist ein altes römisches Grabmonument. Es wurde im 1. Jahrhundert n. Chr. errichtet und seit August 1890 als französisches „Monument historique“ klassifiziert.

,,,dann zum Rathaus (Mairie)Erbaut Anfang des 15.Jh., dann 1824 bis 1866 diente es als Schloss des Marquis d’Aix, danach wurde es an die Stadt verkauft und als Rathaus genutzt.

…zur alten Therme: (auch die „Nationalbäder“ genannt), wurde 2012 von der Stadt gekauft, war zuvor Eigentum des Staates. Dieses Gebäude beherbergt derzeit nebst Spa, einige Dienstleistungen der Stadt, wie das Tourismusbüro. Die „Peyrefitte Esthétique National School“ befindet sich ebenfalls in diesem Gebäude.

„Das Ende eines Traums“ von Henri Varenne , Skulptur in der Halle des Erdgeschosses der Nationalbäder.

die Glaskuppel der alten Therme

…dann zur Église Notre Dame: erbaut 1875 -1900, eine Mischung aus byzantinischen und romanischen Stil.

Die schöne Seite der Stadt sind die verschiedenen Parks im Zentrum. Hier zum Beispiel…

…der Parc Thermal, er gehörte ursprünglich zum Schloss des Marquis d’Aix und wurde 1869 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

…aber auch ein Spaziergang durch den Bois Vidal zum Aussichtspunkt Belvédère lohnt sich allemal. Dieser Wald befindet sich direkt am Rande der Altstadt.

Beim Aufstieg erwischen wir zwar nicht den richtigen Weg, so ist es eher etwas mühsam.

Der richtige Weg wäre zwar klar beschildert, man sollte nur die Augen offen halten.

aber wir haben auch so das Ziel erreicht

dieser grossartige Ausblick über die Stadt wird uns hier geboten

Zurück geht es dann aber auf dem offiziellen und schön angelegten Spazierweg, vorbei an alten Zeitzeugen

Inzwischen ist es Mittag und wir sind hungrig. So gibt’s nun Mittagessen in einem netten Beizli in der Fussgängerzone.

Noch ein kurzer Bummel durch die Altstadt  und danach geht es zurück zum CP.

Inzwischen ist auf dem grossen Platz zwischen See und CP eine Zirkusstadt entstanden. Der Cirque Arlette Gruss wird für 4 Tage hier gastieren.

Wir unternehmen noch einen Abendspaziergang am Hafen und auf der Promenade.

Der Hafen von Aix-les-Bains ist der grösste Süsswasserhafen Frankreichs.

eine hübsche Wasserstelle auf dem CP

die Rezeption und die Snackbar des CP

unser Platz

 

Mittwoch, 3.Oktober

Um 8 Uhr sitzt Ruedi bereits am Funk und hat Kontakt mit seinen Funkerkollegen in der Schweiz.

Das Wetter ist ganz akzeptabel. So beschliessen wir auf den Mont Revard zu fahren – natürlich nicht ohne vorher ausgiebig gefrühstückt zu haben.

Eine gut ausgebaute Strasse führt uns von Aix-les-Bains (230m) hinauf auf den Mont Revard (1’537m). 

Direkt am Ostufer des Lac de Bourget erhebt sich der Mont Revard als westlicher Abschluss des Massif des Bauges. 

unser Ziel ist in Sicht

Oben werden ein grosser Parkplatz, ein Restaurant (heute geschlossen), ein Souvenirshop und ein Spazierweg angeboten.

Zudem sind wir überwältigt von der spektakulären Aussicht. Von drei Aussichtsplattformen aus geniesst man diesen Weitblick.

Der Boden einer der Plattformen ist aus Glas – daher nicht so ganz mein Ding …aber die beiden anderen sind aus robustem Holz 🙂

Auch das Wetter ist inzwischen wunderschön und die Weitsicht super…

…man kann sogar den Mont Blanc sehen

Wir unternehmen einen schönen Spaziergang – obwohl ein starker Wind uns um die Ohren bläst. Ruedi kauft sich im Souvenirshop sogar eine warme Mütze.

Etwas unterhalb des Gipfels, im „Le Trappeur“ wärmen wir uns auf bei einer Tasse Kaffee.

Nun nehmen wir den Rückweg unter die Räder

Einen Halt legen wir aber noch in Grésy-sur-Aix ein.

das Rathaus

die Kirche von Grésy

eine Burg, die aber leider nicht zugänglich ist

Nun noch ein Einkauf bei Carrefour, von wo aus man auf den Mont Revard sehen kann…dort oben waren wir.

Nach dem Abendessen besuchen wir die heutige Zirkus-Vorstellung

Zirkus „Arlette Gruss“

Eine grandiose Show wird uns geboten,

hier „tanzen“ etwa ein Dutzend Quadrokopter ein Ballett

Ich liebe vor allem die vielen Tanz- und Balletteinlagen, einmal sogar mit Live-Gesang.

Das war nun wirklich ein toller und erlebnisreicher Tag.

 

Donnerstag, 4.Oktober

Und wieder ist uns ein Schönwetter-Tag gegönnt.

Auf dem Programm steht heute der Besuch der Abtei „Hautecombe“, welche auf der anderen Seeseite des Lac du Bourget liegt.

Wir umfahren den See in nördlicher Richtung. Die Strasse mit dem See auf der einen und den schroffen Felsen auf der anderen Seite, kommt uns vor, als führen wir dem Lago Maggiore entlang.

auf der anderen Seeseite kann man bereits das Kloster Hautecombe sehen

Am oberen Ende des Sees liegt die Gegend „Chautagne“, ein ehemaliges Sumpfgebiet, heute zum Teil entwässert oder einfach naturbelassen… auch als Weingegend bekannt.

Wir kommen am Dörfchen Châtillon vorbei, wo wir einen Halt einlegen, denn wir haben aus der Ferne eine Burg auf einem Hügel entdeckt. Mal sehen, ob wir sie besuchen können. Wir steigen den Hügel empor, aber zu unserer Enttäuschung ist die Burg in Privatbesitz.

Auf dieser Tafel wird gezeigt, dass dieses Gebiet bereits zur späten Bronzezeit besiedelt war.

So spazieren wir noch ein wenig dem See entlang, bevor wir weiterziehen.

…es herrscht ein mildes Klima, Palmen und Oliven gedeihen hier – auch ist die Chautagne ein bekanntes Weinanbaugebiet.

Ganz zufällig kommen wir nach Chanaz. Das heisst wir sehen einen grossen Parkplatz, was meist irgendwie auf eine Sehenswürdigkeit hinweist. Beim Parkplatz weisen Tafeln auf einen Spazierweg zum „Village“ hin.

Okay, machen wir uns auf den Weg.

Was für eine Überraschung – Chanaz liegt am wunderschönen Canal du Savière.

Dieser Kanal verbindet den Lac du Bourget mit der Rhone.

Wir spazieren dem Kanal entlang, überqueren eine bogenförmige Brücke und gelangen so ins historische Dörfchen.

Eine Tafel weist auf eine alte Mühle hin…

– wir steigen die steile Strasse hinauf und gelangen so zur 150 Jahre alten Mühle, die allerdings 1992 restauriert wurde. Im vorderen Teil ist es eine Getreidemühle, im hinteren Teil eine Ölmühle.

Nun noch ein Spaziergang durch die Gässchen von Chanaz

…und zum Ort, wo der Canal du Savière in die Rhone fliesst.

hier im Hintergrund die Rhone

Eigentlich ist unser heutiges Ziel ja die Abbaye d’Hautecombe, die wir nun doch noch besuchen wollen.

Sie liegt ziemlich abgelegen – denn die Strasse endet beim Kloster. Eine weitere Möglichkeit die Abtei zu Besuchen ist per Schiff von Aix-les-Bains aus.

Da das Kloster gerade renoviert wird und sich daher nicht seht fotogen zeigt, hier zwei Aufnahmen von Postkarten, die ich im Kloster-Shop gekauft habe.

Für 3.50 Euro/Person bekommen wir einen Audioguide und dürfen damit die Kirche besuchen.

Hier wurden die Prinzen des Hauses von Savoyen bestattet. Die Abtei ist heute von einer Religionsgemeinschaft besetzt  (la communauté du Chemin Neuf). Die Kirche, gotischen Stiles, kann trotzdem besucht werden.

Man erfährt viel über die Geschichte der Abtei und der Königshäuser von Savoyen. Zudem gibt es eine unglaubliche Vielfalt an Kunst und Prunk zu entdecken.

Diese Dreiergruppe wurde aus einem einzigen Stück Marmor gehauen

Dies der Ausblick vom Klostergarten aus

Wir verlassen nun Hautecombe und fahren wieder über Châtillon zurück nach Aix-les-Bains.

Dabei begegnen wir immer wieder Ziegenherden  – viele Bauern haben Ziegenkäse im Angebot.

 

Freitag, 5.Oktober

Wow, nochmals Sonne pur.

Unser Lieblingsort in Savoyen (Haute Savoie) ist seit zwei Jahren der „Semnoz“.  So sind wir uns rasch einig, dass wir heute zum Wandern auf den Semnoz fahren. Wie der Mont Revard gehört auch Le Semnoz zum Massif des Bauges.

Schon die Fahrt ist abwechslungsreich und einfach wunderschön.

Vom Parkplatz auf  der Crète de Châtillon steigen wir noch die letzten Meter zum Gipfelkreuz hinauf (1’705 m ü. M.).

…hier wird uns eine einmalige Aussicht geboten…bis hin zum Mont Blanc

der Blick nach Osten

der Blick nach Westen

Ab hier sind viele Wanderungen möglich – im Sommer vor allem zu all den diversen Alpkäsereien, die inzwischen aber bereits geschlossen sind.

es ist sogar hier oben noch sommerlich warm

Nun haben wir eine Pause verdient. Im „Les Rochers Blancs“ geniessen wir die Sonne und ein leichtes Mittagessen (Bruschette und Salat).

Von hier aus kann man knapp den Lac d’Annecy sehen.

Nun noch ein paar Eindrücke von der Fahrt zurück nach Aix-les-Bains

Den Nachmittag geniessen wir im Liegestuhl an der Sonne.

Da der heutige Abend nochmals angenehm warm ist – vielleicht zum letzten Mal in diesem Jahr – wollen wir ihn voll auskosten und zwar bei einem feinen Abendessen im Garten einer Brasserie direkt beim Hafen.

Abendstimmung am See

…bei Sonnenuntergang

 

Samstag, 6.Oktober

Der Himmel zeigt sich bedeckt und leichter Regen ist vorhergesagt.

Ruedi möchte gerne mal an das Ufer der Rhone fahren.

Das heisst wir fahren auch heute wieder dem See entlang in Richtung Norden.

Hier sieht man nun die Rebgebiete der Chautagne.

Bald schon überqueren wir die Rhone

…und finden kurz danach eine Möglichkeit dem Flussufer entlang zu spazieren.

Auch heute legen wir nochmals ein kurzer Zwischenhalt in Chanaz ein,

…wo ich auf einem Schiff eine tolle Boutique entdecke, „Les Sales Gosses“ – ich kann nicht widerstehen und kaufe mir zwei lustig bemalte Töpfereien als Souvenirs.

Auch sonst gibt es hier originelle Shops zu entdecken.

Kürzlich habe ich von der Église de St.Pierre du Curtille als Sehenswürdigkeit gelesen. Da wir nun ganz in der Nähe sind, fahren wir über eine enge, kurvenreiche Strasse hinauf nach St.Pierre Curtille.

Vom Parkplatz im Dorf führt ein Fussweg hinauf zur Kirche

ein blumiges Dorf

– aber ich finde, als Sehenswürdigkeit würde ich dieses Bauwerk jetzt nicht gerade bezeichnen – es ist eine hübsche, mit ihrem Rundbau sicher nicht alltägliche Kirche – zudem ist sie geschlossen…obwohl im Prospekt steht, sie sei das ganze Jahr täglich geöffnet.

Gleich nebenan steht das Rathaus von St.Pierre Curtille

Weihnachten ist auch nicht mehr weit  🙂

Da wir uns nun auf der Strasse zum Col du Chat, schon weit über dem Lac du Bourget befinden, beschliessen wir von hier aus weiter zu fahren – in Richtung Chambéry.

Beim Aussichtspunkt „Bellevue“ geniessen wir die Aussicht über den See.

immer höher führt uns die Strasse

…schon bald erreichen wir einen weiteren Aussichtspunkt – hier befinden wir uns direkt oberhalb des Klosters Hautecombe.

Den nächsten Halt legen wir beim „Belvédère“ ein.

Von hier aus führt ein kurzer Spazierweg zur Chapelle Notre-Dame de l’Étoile.

Hier sieht man Aix-les-Bains

und weiss eingekreist den Campingplatz

Ab hier führt uns die Strasse hinunter zum Südende des Sees

und von dort zurück nach Aix les Bains.

Schlussendlich haben wir ganz ungeplant den Lac du Bourget umrundet. Eine empfehlenswerte Tour. Zudem war das Wetter besser als erwartet, vor allem mit 24° angenehm warm.

Auch am Abend können wir noch kurzärmlig draussen essen.

 

Sonntag, 7.Oktober

Es ist ein trüber Morgen, immer wieder regnet es leicht.

Ein Ruhetag ist geplant. Gegen Mittag haben wir dann doch das Bedürfnis etwas zu unternehmen – der Besuch der 20 km entfernten Stadt Chambéry steht bei uns auf dem Schlechtwetterprogramm.

Chambéry verfügt über einen Flughafen und ist Sitz der Universität Savoyen.

In einem total engen Parkhaus, in der Nähe des Hôtel de Ville, finden wir einen freien Platz.

Das Hôtel de Ville

…unweit davon befindet sich das Château des Ducs, das ehemalige Schloss der Herzöge von Savoyen (erbaut im 11.Jh.)

…dieses kann allerdings nur geführt besichtigt werden und die nächste Führung fände erst am späteren Nachmittag statt. So sehen wir uns nur die grosse Münzensammlung an, die öffentlich zugängig ist.

…und ziehen dann weiter in Richtung Fontaine des Éléphants.

Den Brunnen sieht man hier am Ende der Strasse.

…der Brunnen trägt den Übernahmen  „les quatre sans culs“ 

 (für diejenigen die das Schulfranzösisch vergessen haben, es heisst: die Vier ohne Arsch).   

Vorbei an der Kathedrale St.François de Sales aus dem Jahre 1779

…und am Palace de la Justice (erbaut 1850) …

…bummeln wir durch die Strassen und Gassen der Stadt zurück zum Parkhaus.

Den späteren Nachmittag verbringen wir auf dem CP, wobei uns dann doch noch ein paar Sonnenstrahlen beschert sind.

Jetzt muss ich doch noch ein paar Worte zum Zirkus sagen, der ja direkt neben dem CP gastierte:

Am Sonntagnachmittag fand die letzte Vorstellung statt – und am Montagmorgen war der Zirkus wie von Geisterhand verschwunden – keine Spur mehr davon. Das heisst vier Zelte wurden lautlos abgebaut, dutzende von Sattelschlepper und ebenso viele Wohnwagen verliessen den Platz über Nacht – und wir haben von alledem nichts bemerkt …unglaublich.

 

Montag, 8.Oktober

Nachdem sich der morgendliche Nebel aufgelöst hat, beschliessen wir an den ca. 20 km entfernten Lac d’Aiguebelette zu fahren.

Im Nachhinein muss ich sagen, es war nicht die beste Idee, denn der Himmel über dem Lac du Bourget zeigt sich praktisch wolkenlos, ausser den paar Wölkchen die an den Bergen hängen…

…nachdem wir aber den Tunnel du Chat, der durch den Mont du Chat führt, hinter uns haben, ist der Himmel bedeckt und es hängen dicke Wolken über dem See.

der Lac d’Aiguebelette 

Wie ich gelesen habe soll diese Gegend nur im Sommer zur Badesaison und während die drei Campingplätze geöffnet sind, attraktiv sein, denn danach, so auch jetzt, sind die meisten Restaurants am See geschlossen. Der See befindet sich in Privatbesitz des französischen Energieversorgers EDF und der Familie Chambost.

Wir beschliessen gleich wieder zurück an die Sonne zu fahren und wählen dabei die kürzeste Strecke, nämlich die Autobahn. Diesmal durchfahren wir den Tunnel de l’Épine und geniessen danach wieder vollen Sonnenschein.

Da wir am Lac d’Aiguebelette auf den geplanten Spaziergang verzichteten, wollen wir dies nun nachholen und zwar im Forêt de Corsuet, der sich am nördlichen Stadtrand von Aix-les-Bains befindet. Eine schmale Strasse führt hinauf zu verschiedenen Parkplätzen, von wo aus unzählige Spazier- und Wanderwege angeboten werden.

Es ist wunderschön hier.

Dieser erholsame Spaziergang und diese Ruhe im herbstlich-schönen Wald tat richtig gut. Wir waren völlig alleine unterwegs. Da scheint mir doch das Zitat vom Musiker Otto Weiss (1849-1915) recht passend: Die vielen Bäume und die wenigen Menschen, die machen den Wald so schön!

Nun geht’s zurück zum CP.

 

Dienstag, 9.Oktober

Es ist ein sonnig warmer Tag vorhergesagt. Da wir schon nicht in Annecy logieren, wollen wir heute diese schöne Stadt wenigstens besuchen.

Wir wählen für einmal die Autobahn Aix-les-Bains – Annecy.

Einen Parkplatz finden wir im Parkhaus beim Hôtel de Ville.

Wir lieben diese charmante Stadt – mit dem See und dem Fluss Thiou, der mitten durch Annecy fliesst.

beim Hafen, im Hintergrund die Burg

le Pont des Amours…

…der über den Canal du Vassé führt

hier üben sich die Jüngsten im Paddeln

das Wahrzeichen von Annecy, der Palais de l’Isle

zu meiner Freude findet gerade ein grosser Markt statt

Das Wetter ist so wunderschön, da wollen wir noch ein wenig Natur geniessen – und was ist da naheliegender als auf den „Semnoz“ zu fahren.

Schon die Fahrt durch die Herbstwälder ist eine Wucht

Hier sieht man den Lac d’Annecy

Auf dem heutigen Spaziergang werden wir von diesen Ziegen begleitet

…diese beiden wollen unbedingt aufs Bild

Noch immer können wir abends kurzärmlig draussen essen… hier der Grilleur bei der Arbeit

 

Mittwoch, 9.Oktober

Ruedi’s Wunsch ist es mal die Alpenstadt Grenoble zu besuchen.

Da Ruedi heute um 8 Uhr wieder Funkkontakt mit seinen Funkerkollegen in der Schweiz hat, heisst es früh aufstehen, denn wir wollen vorher noch duschen und frühstücken…für den Nachmittag ist nämlich ein Wetterwechsel angesagt.

Wir wählen die Autobahn (Gebühr: Aix-les-Bains bis Chambéry 2.90 Euro und von Chambéry bis Grenoble 5.80 Euro).

Eine interessante Fahrt dem „Massif du Vercors“ entlang.

Noch liegt ein leichter Nebel über dem Tal.

Reben im Tal der Isère

Die Alpenstadt Grenoble ist die Hauptstadt des französischen Départements Isère. Anlass der Stadtgründung war wohl die markante Lage am Zusammentreffen zweier Täler (Vereinigung der Flüsse Isère und Drac).

Im Jahre 1968 fanden in Grenoble die 10. Olympischen Winterspiele statt.

Unser Ziel ist die Bastille.

Die Bastille von Grenoble ist eine Festung aus dem 19.Jh. nördlich der Stadt. Sie wurde unter Einbeziehung von Vorgängerbauten aus dem 15. bis 18. Jahrhundert erbaut.

Wir finden einen Parkplatz direkt bei der Bastille-Seilbahn. Mit dieser kugeligen Bahn schweben wir über die Isère und die Häuser nach oben.

Oben angekommen, wird uns diese grandiose Aussicht über die Stadt geboten.

beim Kaffee im Panoramarestaurant

Wunderschön dieser Herbstwald, über den wir nun hinunter schweben.

Die Stadt mit den engen Strassen und dem vielen Verkehr ist uns nicht wirklich sympathisch. So unternehmen wir nur noch einen Bummel durch diesen nahegelegenen Park und verlassen dann Grenoble wieder.

Den Rückweg wählen wir über Albertville.

Die Autobahn gehört uns 🙂

Auf dem Place de l’Europe in Albertville geniessen wir die Ruhe und ein kleines Mittagessen.

alles nur gemalt….

Die Fussgängerzone allerdings ist momentan eine einzige riesige Baustelle.

Von Albertville aus fahren wir über Ugine und Faverges, dann dem Lac d’Annecy entlang und nehmen ab Annecy die Autobahn zurück nach Aix-les-Bains.

einen kurzen Halt legen wir noch in Duingt ein

 

Donnerstag, 11.Oktober

Nach einer regnerischen Nacht ist uns ganz unerwartet ein sonniger Tag beschert.

Heute wollen wir das Auto aber mal stehen lassen. So machen wir uns zu Fuss vom CP aus auf den Weg dem See entlang.

Aix-les-Bains wird auch „Riviera des Alpes“ genannt.

…vorbei am Hafen

…zum Leuchtturm von Aix-les-Bains

…ich weiss, es gibt imposantere Leuchttürme  🙂

Zwischendurch führt der Weg durch einen Park mit einer Vielfalt an alten Bäumen.

Der „jardin pour vagabonder“ ist eine Überraschung

…da steht sogar ein öffentlicher Bücherschrank

…aber auch sonst gibt es vieles zu entdecken

…so auch eine Blumenvielfalt im Labyrinth

Danach geniessen wir diesen wunderschönen Herbstnachmittag im Liegestuhl.

 

Freitag, 12.Oktober

Der Wettergott meint es ja wirklich gut mit uns – auch heute sollen nochmals 24° erreicht werden.

Wir möchten Aix-les-Bains noch etwas besser kennenlernen – so fahren wir mit dem Bus nochmals ins Zentrum, das heisst bis zum Hôtel de Ville.

Durch die Fussgängerzone geht’s nun zum Casino

Die Kuppel im Casino

Im Untergeschoss findet eine Kunstausstellung statt.

Nun entdecken wir die „Rue de Genève“, eine grosszügige, belebte Strasse mit vielen Shops und Restaurants.

Hier lassen wir uns zu Kaffee und Croissants nieder und schauen dem bunten Treiben zu.

Mitten im Zentrum ein kleiner, ruhiger Park

vorbei am Kriegerdenkmal…

…gelangen wir hinunter zum „Petit Port“ am See

…von hier aus spazieren wir der Promenade entlang zurück zum CP.

Die Promenaden-Allee ist riesenlang – hier stehe ich etwa in der Mitte und schaue nach Süden…

…und hier nach Norden

Nach einer Siesta im Liegestuhl fahren wir zum Carrefour um einen letzten Einkauf zu tätigen und das Auto vollzutanken, denn am Sonntag geht es bereits nach Hause.

 

Samstag, 13.Oktober

Unser letzter Tag in Savoyen, morgen fahren wir heimwärts. Obwohl auch heute die Sonne nochmals vom wolkenlosen Himmel scheint, möchten wir nichts mehr unternehmen. Wir packen schon mal alles zusammen, denn wir wollen den Wohnwagen für die Winterpause total leeren.

Zwischendurch haben wir immer mal wieder Kontakt mit Campernachbarn aus allen Herren Ländern

…und Ruedi heute auch nochmals über Funk mit Hanspeter.

Während Ruedi auf die Verbindung mit Hanspeter wartet, unternehme ich einen Spaziergang zum Hafen.

Dies ist das Flüsschen Sierroz, das dem Campingplatz seinen Namen gibt

…ein Spazierweg führt dem Ufer entlang.

beim „Grand Port“

die französische und die Savoyer-Flagge

Dieser einsame Stuhl in der Bildmitte wartet wohl auf einen müden Wanderer 🙂

zurück beim Campingplatz

die Rezeption

Nun geht es aber ans Abbauen des Vorzeltes. Da alles in den Winterschlaf geschickt wird, muss es auch trocken und sauber sein. Dank Sonnenschein ist dies heute kein Problem. Das Thermometer klettert nochmals auf 25°.

Zur Belohnung nach getaner Arbeit, gibt es ein feines Abendessen in der Brasserie am Hafen.

Was für ein Abend!

…auch heute können wir noch draussen essen.

Es ist zwar noch nicht Halloween, aber doch etwas gruselig

 

 

Sonntag, 14.Oktober

Um 8 Uhr verlassen wir Aix-les-Bains, die Sonne geht erst auf.

Hier gut sichtbar der Grund, warum wir immer sonntags fahren – keine LKWs und kein stressiger Berufsverkehr.

dies sind Bilder aus Frankreich und der Schweiz

der Grenzübergang von Genf

auf einem Rastplatz beim Frühstück

Einen Mittagshalt legen wir noch bei der Raststätte Kölliken ein

…selbst um Zürich herum herrscht nur wenig Verkehr, hier bei Wallisellen

Unser Wohnwagen ist am Ziel, in Pfyn

Hier steht er nun und wartet auf den nächsten Frühling.

Wir fahren noch die letzten paar Kilometer, bis auch wir in unserem Zuhause in Weinfelden ankommen.

Irgendwie war es gut, dass wir für einmal nicht in Annecy stationiert waren, lernten wir so doch den Lac du Bourget, Aix-les-Bains und seine Umgebung kennen – und ich muss einmal mehr sagen Savoyen ist eine wunderschöne, abwechslungsreiche Gegend mit vielen schönen und interessanten Ausflugszielen. Wir kommen wieder!

 

 

 

 

 

 

Eine Woche auf dem Gitzenweiler-Hof

Wir freuen uns riesig auf eine Woche auf dem CP Gitzenweiler-Hof in der Nähe von Lindau am Bodensee – vor allem weil wir sechs Tage mit unserem Sohn, unserer Schwiegertochter und den zwei Enkelinnen verbringen dürfen.

Wir starten am Sonntag den 9.September, allerdings erst gegen Mittag, denn die Schranke des CP ist von 12 – 14 Uhr geschlossen. Die Distanz von Weinfelden nach Lindau beträgt zudem ja nur grad 75 km (Luftlinie 40 km 🙂 ).

Wir wählen die Route über Lustenau, umfahren Bregenz durch den Pfändertunnel und gelangen so problemlos zum Gitzenweiler-Hof, der 5 km nördlich von Lindau liegt.

Die Rezeption im Gitzenweiler-Hof

An der Rezeption wird uns ein Stellplatz zugewiesen, das heisst wir haben reserviert und zwar einen Komfortplatz auf der sogenannten „Sonnenterrasse“. Jetzt sind wir gespannt…

Wow, der Platz entspricht total unserem Geschmack – er liegt direkt am Waldrand mit Morgen-Sonne und Nachmittags-Schatten, denn es ist immer noch sommerlich heiss. Zwischen unserem Platz und dem Waldrand ist noch ein Platz unbesetzt – aber wir bemerken bald, dass dieser Platz darum frei ist und frei bleiben wird, da er unter einem Kastanienbaum liegt und jetzt gerade die Zeit der reifen Kastanien ist – und diese runden braunen Dinger nonstop aufs Camperdach knallen würden. So ist uns ein Doppel-Platz gegönnt .

Auch eines der Sanitärgebäude liegt in unmittelbarer Nähe. Einfach perfekt.

Der einzige Nachteil ist, dass der Bungalow, den unser Sohn gemietet hat, etwas weit von uns entfernt liegt.

…ein grosszügiger Bungalow

Aber da unsere Jungmannschaft die Fahrräder dabei hat, ist auch dies kein Problem.

Zum Abendessen treffen wir uns mit Andy und seiner Familie (Alexia, Selina und Chiara) bei uns.

Wir schlafen danach wunderbar, denn auf dem CP herrscht totale Ruhe.

 

Montag, 10.September

Das Frühstück wird nun, zu meiner Freude 🙂 jeden Morgen bei uns stattfinden – es macht ja keinen Sinn, wenn Andy auch alle Zutaten fürs Frühstück einkaufen müsste.

Täglich unternehmen Ruedi und ich einen Morgenspaziergang zum Lädeli auf dem CP um frische Brötchen zu kaufen.

Danach entscheiden Ruedi und ich uns heute für einen Ausflug auf die Insel Lindau.

Nur wenige Schritte vom CP entfernt fährt der Stadtbus nach Lindau. In ca. 20 Minuten erreichen wir so die Insel.

…die Insel im Modell

Zuerst ein Spaziergang durch den blühenden und total ruhigen Stadtgarten

Nun schlendern wir durch die Gassen der Altstadt zum See

im Vordergrund der Neptunbrunnen, im Hintergrund das Stadtmuseum

eine grosszügige Fussgängerzone

der 20 Meter hohe Mangturm aus dem 12.Jh.

die Hafeneinfahrt mit dem Leuchtturm, gilt als schönste am Bodensee

Der Promenade entlang reiht sich ein Restaurant ans andere.

der Blick nach Bregenz und zum Pfänder, dem Hausberg von Bregenz

Ein nach oben hin breiter werdendes Haus, wie ich es eher von der Bretagne her kenne, speziell vom Städtchen Vannes.

Die historische Kaserne, heute befinden sich darin 50 Wohnungen

Zurück auf dem CP gehen wir alle gemeinsam zum Essen ins „Wirtshaus“

Das Essen ist super, nur die Portionen etwas allzu gut gemeint!

 

Dienstag, 11.September

Nach dem gemeinsamen Frühstück fahren Ruedi und ich an den Bodensee. Eine wunderschöne Fahrt…

…kilometerweit durch Obstplantagen

Unser erstes Ziel ist Wasserburg am Bodensee, 5 km westlich von Lindau.

Wasserburg gilt als staatlich anerkannter Luftkurort. Es ist ein extrem ruhiges, idyllisches Dörfchen.

der Blick über den Bodensee – zum Schweizer-Ufer

die Kirche und das Museum

die Kirche St.Georg

das Schloss Wasserburg, heute ein Hotel

…und viel Kunst entlang der Promenade (es befinden sich 26 solcher Skulpturen in Wasserburg)

Die nächstliegende Gemeinde von Wasserburg ist die Wein-Gemeinde Nonnenhorn. Eigentlich hatte ich hier ein Kloster oder sowas ähnliches erwartet, aber der Name hat der Geschichte nach nichts mit Nonnen zu tun, es ist aber nicht klar, woher der Name stammt.

Der Narrenbrunnen der Narrenzunft – er stellt den Traubenhüter und die Reblaus dar.  Er soll an die alte Tradition des Weinbaus im Ort erinnern.

auch hier Kunst, allerdings der etwas anderen Art

Ab hier fahren wir noch etwas durchs Hinterland – und wie könnte es anders sein – durch weite Obstgärten.

Ganz zufällig gelangen wir an den Degersee, der mitten in einem Wald liegt. Ein hübsches Plätzchen mit einem netten Restaurant. Im See kann auch gebadet werden.

Zurück auf dem CP geniessen wir den schönen Spätsommer-Abend bei einem gemeinsamen Raclette.

 

Mittwoch, 12.September

Den heutigen Vormittag verbringen wir auf dem CP…der Platz hat doch einiges zu bieten.

…der sogenannte „Seerosenteich“, ich habe zwar keine Seerosen entdecken können

…der Ententeich

…und der Karpfenteich, hier darf sogar gefischt werden

der Waldspielplatz

der Spielplatz

…da werden selbst Männer wieder zu Kindern 🙂

der Pool

Hier sitzen wir beim gemeinsamen Picknick

Das Kastaniensammeln beim Wohnwagen gehört auch zum täglichen Programm. Eine Freude für Gross und Klein…nur leider sind unsere Zahnstocher zu schwach um „Kastanien-Tierli“ zu basteln 🙁 aber es gibt auch andere Spiele mit diesen schönen braunen Kugeln.

Am Nachmittag planen Ruedi und ich einen Spaziergang zum Weissenberger-Weiher, der geschätzt etwa einen Kilometer vom CP entfernt liegt.

Wir starten beim CP und folgen einem schönen Waldweg

Eine einmalige Pflanzen-Vielfalt wird uns auf diesem kurzen Spaziergang geboten

Doch leider endet der Weg plötzlich im Nichts…das heisst wir stecken in den Ranken der wilden Brombeeren und sonstigem Gestrüpp buchstäblich fest. Vor uns liegt das Bahntrasse – also können wir nur umkehren 🙁

Irgendwie und irgendwo haben wir die falsche Abzweigung erwischt. Jä nu, so nehmen wir halt den Weg zurück zum CP unter die Füsse.

Zum Abendessen sind wir heute bei Andy und Alexia eingeladen. Wir geniessen es natürlich, so bekocht zu werden.

Nun noch ein Abendspaziergang zum Ententeich

 

Donnerstag, 13.September

Immer noch können wir im Freien frühstücken – und das Mitte September

Zum Angebot des CP gehört auch ein Streichelzoo, eine Freude natürlich speziell für Selina.

aber auch der Spielplatz ist immer wieder gefragt