Eine Woche Camping Alpsee (Allgäu) Aug.18

Nach zwei Wochen auf dem Campingplatz am Tennsee (Oberbayern),

siehe hier:

Zwei Wochen Camping Tennsee (Oberbayern) Aug.18

…fahren wir heute ins Allgäu.

Es ist Samstag, der 18.August 

Bis Immenstadt geniessen wir eine angenehme Fahrt, zwar mit ziemlich viel Verkehr, vor allem aber in der Gegenrichtung.

Bald schon ändert sich die Landschaft, die hohen Berge machen einer sanften Hügellandschaft Platz.

Da bei Immenstadt die Autobahnausfahrt „Süd“ gesperrt ist, müssen wir eine echt komplizierte Route fahren um den CP am Alpsee zu erreichen…zudem ist die Zufahrt zum CP sehr eng – kreuzen nicht mal  mit dem PW möglich.

So sind wir froh am Ziel zu sein.

https://www.alpsee-camping.de/

Wir sind zum ersten Mal hier und sind etwas enttäuscht, als wir den wahrscheinlich kleinsten Platz zugewiesen bekommen, obwohl wir reserviert hatten.  Aber der CP ist voll besetzt.

Wir stellen nur das kleine Vorzelt auf, denn das Wetter ist momentan sehr schön, sogar sommerlich heiss.

Wir mieten ein Privat-Badezimmer,

von dort aus hat man den Überblick über den CP

Ein paar Worte zum Campingplatz: Positiv: – die Lage ist super, direkt am See (Bademöglichkeit) und am Spazierweg, – das Personal ist nett und hilfsbereit, – das Privatbadezimmer ist modern, gross und wird alle zwei Tage gereinigt (über die allgemeinen Sanitäranlagen kann ich nichts sagen, war nie dort). Negativ: – die Stellplätze sind klein und zu nah beieinander, – es gibt kein Restaurant und nur einen kleinen Shop, so für das Nötigste, – die Zufahrt zum CP ist zu schmal.

Diese Beurteilung entspricht nur meinem persönlichen Empfinden.

 

Sonntag, 19.August

Heute findet am Alpsee direkt vor dem CP ein Grossanlass statt – der Allgäu Triathlon. Die Wassertemperatur beträgt übrigens 23,2°.

Der seit 1983 bei Immenstadt im Allgäu,  im südlichsten Landkreis Deutschlands ausgerichtete Allgäu Triathlon, ist die traditionsreichste deutsche Triathlon-Veranstaltung, in deren Rahmen bisher eine Weltmeisterschaft, zwei Europameisterschaften und elf deutsche Meisterschaften ausgerichtet wurden.

Im Hintergrund kann man knapp die Schwimmer erkennen

hier geht die „Olympia-Disziplin“ an den Start.

entsprechend viele Zuschauer sind da, die die 2000 ! Athleten anspornen

Wir sind nicht so für Menschenmassen und entscheiden uns daher für einen Spaziergang dem Flüsschen Aach entlang zum kleinen Alpsee.

im Hintergrund der Kletterpark

ein wirklich schöner Spazierweg

der kleine Alpsee

jeder Abfalleimer am Wegrand ist mit einem Kunstwerk geschmückt

Eigentlich wollten wir diesen hübschen See umrunden, aber auf halber Strecke ist der Weg gesperrt, da die Fahrradroute des Triathlon hier vorbeiführt.

So gehen wir zurück und besuchen dafür das Dörfchen Bühl mit seinen zwei Kirchen, der doppelstöckigen St, Stephans-Kirche mit der Grabeskirche

…und der Loretokapelle, dies ist eine maßstabsgetreue Nachbildung der Original Kapelle, welche in Ancona – Italien steht.

Nun noch ein kurzer Spaziergang ein Stück dem grossen Alpsee entlang

hier führt ein kleines Floss über den Sumpf

Den Nachmittag verbringen wir auf dem CP, es ist zu heiss um noch etwas zu unternehmen (30,6°).

 

Montag, 20.August

Nach dem gestrigen Triathlon-Rummel ist heute wieder Ruhe eingekehrt.

Das Wetter ist auch ganz okay…so geht es heute auf den Mittagberg, welcher ein Teil des Naturparks „Nagelfluhkette“ ist.

Von Immenstadt aus führt uns Bayerns längste Sesselbahn (2’230 m lang) hinauf zum Mittaggipfel (1’452 m ü.M.)

die Bergstation

leider ist die Sicht alles andere als klar

Ab hier spazieren wir hinauf zum Bärenköpfle (1’463 m), wo das Gipfelkreuz steht. Der Weg ist gesäumt mit Silberdisteln. Ich liebe diese Blume!

aber auch der langstielige Enzian ist gut vertreten

Vom Gipfel aus sind verschiedene Wanderungen möglich, wir wählen diejenige zur Alpe Oberberg. Es ist ein steiler Abstieg und es kommen uns Zweifel, ob wir uns auf der richtigen Route befinden. Auch ist der Weg über dieses Wurzelgeflecht nicht gerade einfach.

Aber schlussendlich hat sich die Mühe gelohnt. Eine wunderschöne, mit Blumen geschmückte Alpwirtschaft erwartet uns und  dazu ein feines Stück Himbeerkuchen.

Wir geniessen die Ruhe, denn es kommt kaum jemand hier vorbei.

Nun haben wir die Wahl, entweder hinauf zur Bergstation – oder hinunter zur Mittelstation des Sesselliftes zu wandern. Wir entscheiden uns für die Mittelstation.

Wir kommen dabei an weiteren Alpwirtschaften vorbei, so an der Alpe Schwanden und der Alpe Mittag.

also an Einkehr-Möglichkeiten fehlt es nicht 🙂

Hier sieht man den grossen und den kleinen Alpsee und im Vordergrund die Mittelstation der Bahn

auch hier Silberdisteln

Ab der Mittelstation lassen wir uns vom Sessellift hinunter nach Immenstadt bringen.

…hier nochmals die beiden Seen, vom Sessellift aus gesehen

Immenstadt

Auch heute ist der Nachmittag wieder sonnig und total heiss.

Den Abend verbringen wir mit einem Spazierweg dem See entlang, der Weg verläuft direkt vor dem CP.

Seit 2003 befährt die „Santa Maria Loreto“ den Großen Alpsee bei Immenstadt im Allgäu. Die „Santa Maria Loreto“ ist ein Personenfahrgastschiff unter Segeln, das nach dem Vorbild eines mittelalterlichen Lastenseglers gebaut wurde. 

ein kleiner Badestrand

 hier geniessen wir nun den Sonnenuntergang.

 

Dienstag, 21.August

Nichts mit Ausschlafen – ein wolkenloser Morgen begrüsst uns, da zieht es einen direkt aus den Federn.

Morgenstimmung am See

Unsere heutigen Ziele sind zum einen die Hörnerbahn bei Bolsterlang und zum andern Oberstdorf, wo wir uns vor allem einen CP ansehen möchten.

Mit der Hörnerbahn schweben wir von 940 m auf 1’540 m ü.M. hinauf.

Unser Ziel ist nun das Berghaus Schwaben…hier in der Bildmitte zu sehen.

Hier finden wir ganze Farn-Felder

…aber auch sonst eine vielfältige Alpenflora

Nur führt uns der Weg zuerst weit hinunter zu einer Alphütte und dann ebenso weit wieder hinauf. Aber die Mühe hat sich gelohnt, denn im Berghaus Schwaben gibt’s eine feine Zwetschendatschi. Hier erfahren wir auch, dass es zurück zur Bahn-Bergstation einen Höhenweg gibt, der nicht zur Alp hinunter führt.

Dieser Weg verläuft zwar weitgehend eben, ist aber alles andere als einfach.

Dafür lassen wir uns nun per Seilbahn nach Bolsterlang hinunter bringen.

Ab hier sind es nur noch 7 km bis Oberstdorf. Ich bin überrascht, was für eine lebhafte Stadt uns hier erwartet.

Oberstdorf ist übrigens die südlichste Gemeinde Deutschlands.

Mit 17.000 Betten und 2,4 Millionen Übernachtungen im Jahr gehört der Ort zu den Tourismus-Magneten in Deutschland. 

die einstige Seelenkapelle, heute die Kriegergedächtniskapelle

Kunst im Stadtpark

Nach einem Bummel durch die belebte Fussgängerzone, wollen wir uns mal den CP „Rubi Camp“ ansehen. Es ist ein sehr gepflegter CP mit grossen befestigten Stellplätzen und wir können uns vorstellen irgendwann unseren Urlaub hier zu verbringen.

https://www.rubi-camp.de/campingplatz/

Nun noch ein kleiner Abstecher nach Österreich – und zwar fahren wir bis zuhinterst ins Kleinwalsertal nach Baad. Ein nettes Tal mit schmucken Dörfchen Aber wir fragen uns, was das Tal so attraktiv macht (?)…ich denke man muss wirklich begeisterter Wanderer sein um hier seinen Urlaub zu verbringen…ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

Im „Kuhstall“ gönnen wir uns ein frühes Abendessen – eine „Brotzeit“.

Nun geht die Fahrt zurück zum Alpsee…

…wieder vorbei an Oberstdorf

 

Mittwoch, 22.August

Wieder nichts mit Ausschlafen 🙂  das Wetter ist allzu schön.

Wir möchten mal die Strasse testen, die vom CP nach Isny führt, ob sie Wohnwagen-tauglich ist, denn das wäre eine willkommene Abkürzung für unsere Heimfahrt vom kommenden Sonntag.

Fazit: die Strasse ist perfekt.

Der Ausflug nach Isny lohnt sich allemal. Es ist ein ruhiges, gefälliges Städtchen mit einer schönen Fussgängerzone.

Partnerstädte

das Kurhaus am Kurpark

Eine Besonderheit dieser ehemaligen Reichsstadt ist, dass die Gesamtanlage der Altstadt unter Denkmalschutz steht.

Der Steuerzahlerbrunnen

Dargestellt ist symbolisch der Steuerzahler durch die Kuh, welche durch den Beamten gemolken wird. Die Milch entläuft jedoch durch die löchrigen Milchkrüge und wird am Boden von einer Katze aufgeleckt. So ist diese sprichwörtlich „für die Katz“, während der Rest „den Bach nab geht“ und in einem kleinen Bachlauf entfließt.

das Rathaus

Auf der Rückfahrt nach Immenstadt…

…legen wir einen Halt in Diepolz ein und besuchen das dortige Bergbauernmuseum.

Auch dieser Besuch lohnt sich, obwohl die ganze Anlage grösstenteils für Kinder ausgelegt ist.

Im begehbaren Kuhmagen wird erklärt, wie das Gras zur Milch wird

ein Traktoren-Parcours für Kinder

Mir gefällt vor allem das historische Bauernhaus.

ein Schnittlauchbrot zum Zmittag

Nach einer kurzen Mittagsrast im Restaurant der Museumsanlage mit einmaliger Aussicht, fahren wir zurück zum CP.

Die Kirche von Diepolz

Kurz vor Immenstadt noch der Ausblick über den grossen Alpsee und dem CP unten links.

Heute soll wettermässig der letzte schöne Abend sein, daher geniessen wir ihn im Strandrestaurant beim CP, bei einer Pizza und einem guten Glas Wein.

 

Donnerstag, 23.August

Der Himmel ist bedeckt und Regen ist angesagt. Wir unternehmen einen Ausflug per Auto. Unsere Söhne mit ihren Familien verbringen immermal wieder Ferien im Kinderhotel in Oberjoch. Wir möchten uns dieses Oberjoch mal ansehen. Von Immenstadt aus sind es 20 km.

Eine kurvenreiche Strasse…

…führt hinauf ins höchstgelegene Bergdorf Deutschlands.

Unterwegs legen wir bei einem genialen Aussichtspunkt einen Halt ein, von wo aus wir einmaligen Ausblick über das Ostrachtal geniessen.

Das Dorf selber hat nicht gerade viel zu bieten…

…aber im Kinderhotel würde es mir echt gefallen 🙂

So ziehen wir schon bald weiter und zwar hinunter zum Grüntensee

Hier ist nicht der See die Hauptattraktion, sondern der Kletterwald.

…auch das Gurtenanziehen muss geübt sein

Nach einem Drink im Restaurant fahren wir zurück zum CP.

Hier kann ich nicht widerstehen – ich kaufe zwei grosse Kürbisse 🙂

Jetzt noch eine Lesestunde im Liegestuhl, bevor zum Abendessen grilliert wird.

 

Freitag, 24.August

Der Himmel ist bedeckt und es fallen immer wiedermal ein paar Regentropfen.

Wir sind bereits seit sechs Tagen bei Immenstadt und haben die Stadt noch gar nicht gesehen. Also holen wir das heute nach.

Wir sind freudig überrascht, in der Innenstadt mit der weitläufigen Fussgängerzone finden wir viele schöne Geschäfte, kleine Parks und nette Strassencafés. Die Innenstadt wirkt zwar etwas ausgestorben – ob es am trüben Wetter liegt?

Schloss Immenstadt

die Fussgängerzone

die Mariensäule auf dem Marienplatz, dahinter das Rathaus

der Stadtgarten

Es gibt viele Skulpturen zu entdecken.

  

eine weitere kleine Parkanlage

Inzwischen haben viele den CP verlassen, denn fürs Wochenende ist Regenwetter angesagt. Wir werden aber durchhalten und erst am Sonntag heimreisen. Am Nachmittag scheint zwar wieder die Sonne.

Hier noch ein Satz zum Klima von Immenstadt (aus dem Internet): Der extrem hohe Jahresniederschlag beträgt 1916 mm. Er gehört damit zu den höchsten von den Messstellen des Deutschen Wetterdienstes erfassten Werten. 

Da hatten wir ja direkt Glück 🙂

 

Samstag, 25.August

Unser letzter Tag am Alpsee. Seit gestern Abend regnet es immer wieder. Während einer Trockenphase packen wir das Vorzelt ein.

Am Nachmittag führt uns der „Ausflug“ ins Einkaufszentrum (V-Markt), bei strömendem Regen.

Danach noch eine Fahrt dem grossen Alpsee entlang.

Am Abend gehen wir ins Restaurant „Alpsee“ zum Wildessen. Es war wunderbar. Das gemütliche Restaurant ist nur wenige Schritte vom CP entfernt.

So sieht der Alpsee an einem Regentag aus

 

Sonntag, 26.August

Nach einer Regennacht ist uns die Sonne hold und sie trocknet mit ihren warmen Strahlen sogar noch unsere Markise.

Für die Heimfahrt wählen wir die Route: Isny…

…Wangen,

Bregenz (Pfändertunnel), bei Au überqueren wir die Grenze zur Schweiz und fahren dem Bodensee entlang

…zuerst nach Pfyn, wo wir den Wohnwagen in die Box stellen und dann heim nach Weinfelden.

Wir sind immer dankbar, wenn wir auf gelungene, pannenfreie und interessante Tage/Wochen zurück schauen dürfen…wie auch diesmal. Auch wenn wir uns schon so oft am Tennsee aufhielten, ist es doch immer wieder schön. Das Allgäu dagegen war für uns Neuland und wir sind sicher, dass wir diese Gegend in absehbarer Zeit wieder bereisen werden.

 

4 Gedanken zu „Eine Woche Camping Alpsee (Allgäu) Aug.18“

  1. Liebe Brigitte
    Einmal mehr hast du uns eine herrliche Gegend mit vielen interessanten Zielen vorgestellt. Die Fotos sind wunderschön und machen Lust darauf, all die schönen, idyllischen Orte selber zu erleben! Danke!
    Liebe Grüsse
    ursula

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