Teneriffa Ende Januar 2020 (ohne Wohnwagen)

Jedes Jahr im Januar verbringen wir eine Woche auf einer Insel an der Wärme, sei es Malta, Madeira oder eine Insel der Kanaren. Dieses Jahr entscheiden wir uns wiedermal für Teneriffa.

Bildergebnis für kanarische inseln"

 

Es ist Montag der 27.Januar…

…früh aufstehen ist angesagt, denn heute beginnt unser diesjähriger Ausflug in wärmere Gefilde.

Die Bahn bringt uns morgens um 6 Uhr von Weinfelden direkt zum Flughafen, wo es nach dem Einchecken zuerst mal Frühstück gibt.

Der Flug mit Edelweiss-Air startet pünktlich um 9:30 Uhr.

Der Flug Zürich – Teneriffa-Süd dauert 4¼ Stunden. Dabei gewinnen wir durch die Zeitverschiebung 1 Stunde.

Hier fliegen wir bereits Teneriffa an

Im Hintergrund das Wahrzeichen Teneriffas, der Vulkan Teide

die Flughafen-Autobahn

Nach einem ruhigen und angenehmen Flug, landen wir bei leicht bewölktem, aber sommerlich warmem Wetter, auf dem Aeropuerto Sur auf Teneriffa. Ein privater Fahrer bringt uns nun direkt zu unserem Hotel nach Playa de las Americas, welches auf der Südseite der Insel liegt. Wir haben, wie schon bei unseren früheren Aufenthalten, das „Cleopatra Palace“ gewählt. Dieses Hotel ist eines der drei Hotels, die zum „Mare Nostrum Resort“ gehören.  Wir können dabei die Angebote aller drei Hotels nutzen (Essen, Pools, Darbietungen, usw.). Das Cleopatra Palace liegt direkt am Meer mit Sandstrand und gleichzeitig an der lebhaften Promenade, wo sich ein Geschäft und ein Restaurant ans nächste reiht.

Beim Einchecken im Hotel, buchen wir auch grad noch das Mietauto für die nächsten Tage und zwar bei „Avis“, einen VW Polo.

Nach einer kurzen Siesta, zieht uns das sommerliche Wetter ins Freie. So unternehmen wir nach dem langen Sitzen im Flugzeug einen entspannenden Spaziergang dem Meer entlang.

beim Apéro an der Beach

Zur Feier des Tages gönnen wir uns ein wunderbares Château Briand zum Abendessen. Was für ein Genuss!

Danach bummeln wir auf der belebten Promenade, die direkt beim Hotel vorbeiführt.

Diese „Krieger“ gehören zur „Pyramide von Arona“, wo die grösseren Veranstaltungen Teneriffas stattfinden und wo sich auch das „Hard Rock Cafe“ befindet. Das Ganze gehört zu unserer Hotelanlage.

Dies ist ein Teil der mehrere hundert Meter langen Promenade

Der Blick am späten Abend vom Zimmerbalkon aus

 

Dienstag, 28. Januar

Ein kurzer Morgenspaziergang am Meer

…noch herrscht totale Ruhe

Zurück geht’s durch die Hotelanlage

Pünktlich um 8 Uhr bringt der nette Herr von der Autovermietung unser Auto direkt vors Hotel. Ich denke „Avis“ lohnt sich – ist etwas teurer, aber super Service und klare Preise.

Nach der Autoübernahme stärken wir uns für den Tag  mit einem feinen Frühstück vom reichhaltigen Buffet, welches wirklich keine Wünsche offen lässt…heute begleitet von einer Klaviervirtuosin.

Es verspricht ein wettermässig schöner Tag zu werden, genau richtig für einen Ausflug in Richtung Vulkan „Teide „.

hier die Promenade bei Tageslicht

Kurvenreich führt uns nun eine gut ausgebaute Strasse von Meereshöhe hinauf auf 2’250 m ü. M.

Die Strassen auf der ganzen Insel sind in einem sehr guten Zustand

Unterwegs blühende Mandelbäume und immer wieder eine einmalige Aussicht.

Der Blick hinunter nach Playa de las Americas und Los Christianos

Wir durchfahren den Naturpark „Corona Forestal“ mit seinen 46.613 Hektar Fläche, es ist dies der größte geschützte Naturraum der gesamten Autonomen Region der Kanarischen Inseln.

Er wird von einer großen Fläche kanarischer Kiefer und Hochgebirgs-Vegetation gebildet und ist eine wahrhafte Lunge für Teneriffa.

Imposant sind auch die schwarz-braunen Lavafelder und der Blick hinauf zum Teide.

der Vulkan Teide (Höhe 3’718 m ü. M.)

Die Roques de García sind Felsformationen in den Cañadas unterhalb des Vulkans Teide. Der bekannteste davon ist der als Turm geformte  Roque Cinchado, der auch „Steinerner Baum“ oder „Finger Gottes“ genannt wird und als eines der Wahrzeichen der Insel gilt.

Eine Seilbahn führt hinauf zum Gipfel – wir nutzen diese Gelegenheit allerdings nicht, denn wir waren bei einem früheren Aufenthalt oben und es herrscht immer ein großer Andrang, worauf wir gerne verzichten. Dafür genießen wir einen gemütlichem Spaziergang im Lavasand, zwischen interessanten Lava-Felsformationen hindurch. Wenn der Weg aufwärts führt, spürt man es schon, dass man sich auf 2’250 m ü. M. befindet.

Auf der Weiterfahrt in Richtung Santa Cruz, legen wir einen Halt in einem netten Restaurant ein und gönnen uns ein Stück überbackenen Ziegenkäse mit der roten Mojo picon und der grünen Mojo verde (rote scharfe Pfeffer-Sauce und grüne milde Kräuter-Sauce).

Als Verdauungs-Spaziergang nehmen wir den Rundweg in einer Art „Botanischen Garten“ unter die Füsse.

Auf der Weiterfahrt führt uns eine ebenso kurvenreiche Strasse hinunter nach Santa Cruz, der Hauptstadt Teneriffas, wieder von 2’000 m ü. M. hinunter auf Meereshöhe.

Noch ein kurzer Abstecher zum „Observatorio Atmosférico de Izaña“ (nicht geöffnet für Besucher)

der Blick hinunter nach Santa Cruz

Ab Santa Cruz nehmen wir die Autobahn

…hier sind wir bereits wieder zurück in Playa de las Americas

Nun ein bisschen Siesta und ein Spaziergang am Meer

das Hotel mal vom Strand her gesehen

Ein wunderschöner Sonnenuntergang ist uns gegönnt

Zum Abendessen gehen wir heute ins Restaurant „El Arrozal “ – wo wir ein sämiges Reisgericht mit verschiedenen Gemüsen und Filet-Streifen wählen…es schmeckt wunderbar.

 

Mittwoch, 29. Januar

Ein „Muss“ auf Teneriffa ist der Besuch des „Loro-Parkes“. Diese Anlage liegt allerdings auf der Nordseite der Insel. Auch diese Fahrt führt uns wieder ganz schön weit ins Gebirge hinauf, bevor es auf der Nordseite bis hinunter ans Meer geht.

Beim Loro-Park stehen genügend Parkplätze zur Verfügung, denn dieser Ort ist ein Touristen-Magnet. Der Eintritt beträgt 38 Euro/Person.

Der Loro Park auf Teneriffa gilt als einer der schönsten Tierparks der Welt. Neben Papageien gibt es Delfine, Seelöwen, Orcas, Affen, Faultiere, Löwen, Tiger, Erdmännchen, Pinguine und viele weitere Tiere zu sehen.

Baumstämme wie Elefantenbeine

Grad zwei dieser bunten Vögel spazieren auf den Spazierwegen herum, sind sie nicht wunderschön!

Mich faszinieren diese „Aufsitzerpflanzen“ (Epiphyten)

Bevor die Delfinshow beginnt, drehen die Papageien in einer „Viererstaffel“ ein paar Ehrenrunden

Man könnte einen ganzen Tag im Park verbringen, denn nebst den Tieren und Pflanzen, werden verschiedene Shows geboten, Delfin-, Orca-, Seelöwen- und die Loro-Show (Papageien). Wir aber entscheiden uns nur für die Delfinschau, immer wieder faszinierend, was diese intelligenten Tiere hier zum Besten geben.

Was wir unterlassen haben, ist die Fahrt durch den Park mit der „Bimmelbahn“, die im Preis inbegriffen ist und sehr lohnenswert sein soll.

Für den Heimweg wählen wir die Route durch den Teide-Nationalpark.

Der Blick hinunter nach Puerto de la Cruz (Nordküste)

Einen kurzen Halt legen wir im kleinen Dorf Vilaflor ein, wo wir die sehenswerte Kirche besichtigen.

Typisch für die Kanarischen Inseln sind diese hübschen, geschnitzten Holzbalkone

Heute Abend essen wir im Steakhouse, ich wähle ein Filet-Mignon und Ruedi ein Kalbssteak. Wir lassen es uns in dieser Woche gut gehen. Ich muss sagen die hiesige Küche ist fast nicht zu übertreffen, immer butterzartes Fleisch, genau richtig gebraten und wunderbare Beilagen, ich liebe vor allem das gegrillte Gemüse. Überall Stoffservietten. Auch der Service ist jeden Abend extrem aufmerksam…ich denke bei diesem riesigen Angebot an Restaurants,  muss jeder sein Bestes geben, sonst hat er das Nachsehen.

Nach dem Essen geniessen wir noch ein bisschen das Nachtleben.

 

Donnerstag, 30. Januar

Heute entscheiden wir uns ganz spontan für einen Ausflug auf die Nachbarinsel La Gomera – natürlich wie immer gestärkt mit einem reichhaltigen Frühstück vom Buffet.

Der Hafen von Los Christianos, von wo die Fähre ablegt, befindet sich nur grad knapp 2 km vom Hotel entfernt.

Wir haben allerdings keine Ahnung, wann eine Fähre in Richtung La Gomera fährt. So ziehen wir einfach mal los. Als wir am Hafen ankommen, fahren bereits die ersten Autos auf die Fähre! Schnell die Tickets holen und ab aufs Schiff (9:30 Uhr), denn die nächste Fähre würde erst um 14 Uhr starten. Aus Versehen und in der Eile beachten wir nicht, dass wir nur Tickets für die Hinfahrt bekommen haben (1 Auto und 2 Personen für 86 Euro).

Die Überfahrt dauert eine Stunde.

Hier verlassen wir den Hafen von Los Christianos

Teneriffa

Auf der Fähre stehen verschiedene Aufenthaltsräume zur Verfügung – ich ziehe es aber vor an Deck zu bleiben und die Aussicht zu geniessen.

Hier kommt bereits La Gomera in Sicht

Die Insel ist sehr dünn besiedelt, auf einer Fläche von 369,8 km² leben grad mal 21’794 Einwohner.

Der Hafen von San Sebastian

In San Sebastian, der Hauptstadt von La Gomera verlassen wir die Fähre. Auch La Gomera ist eine Vulkaninsel, nur viel kleiner als Teneriffa und sie ist entsprechend gebirgig. Unser Ziel ist das Valle Gran Rey, genau auf der gegenüberliegenden Seite der Insel. Immer wieder müssen wir an einem der Aussichtspunkte anhalten und die oft atemberaubende Aussicht bewundern. Auch wenn wir nicht das erste Mal hier sind, fasziniert uns diese Insel immer wieder.

Dieses Schild ist für all diejenigen, die noch nicht bemerkt haben, dass der Tunnel zu Ende ist 🙂

Im kleinen Städtchen Valle Gran Rey, welches direkt am Meer liegt, aber mit steilen Hügeln im Rücken, setzen wir uns zum Mittagessen in ein nettes Beizli und genießen – nebst einem feinen Caesar-Salat – das Ferienfeeling. Das Thermometer ist inzwischen auf 30,5° gestiegen – und das Ende Januar!

Das Valle Gran Rey auf La Gomera ist ein Zufluchtsort für die Blumenkinder von einst geblieben. 

Am Ende der 1960er-Jahre pilgerten die Blumenkinder auf die bis dahin noch völlig unerschlossene Kanarische Insel. Es war die Zeit des Vietnamkriegs; Kanadier und Amerikaner waren die ersten, die kamen. Sie kampierten am Strand von Valle Gran Rey und lebten monatelang in den zerklüfteten Felswänden.

Noch heute findet man viele Aussteiger, die hier zwar geduldet, aber nicht wirklich beliebt sind.

Für die Rückfahrt nach San Sebastian müssen wir dieselbe Strecke übers Gebirge fahren.

Ein Teil La Gomeras ist stark bewaldet und daher ein beliebtes Wandergebiet, man sieht unzählige beschilderte Wanderwege

Bei diesem einmaligen Aussichtspunkt legen wir einen Halt ein, nur leider ist Caesar Manriques Aussichts-Restaurant geschlossen.

Ein Blick hinunter ins Vallee Gran Rey, hier sieht man, wo wir entlang gefahren sind und wie die Strasse ansteigt.

Dies sind noch Spuren vom grossen Waldbrand im Jahre 2012

der Blick hinunter nach San Sebastian

Die Fähre zurück nach Teneriffa fährt erst um 17:30 Uhr, so bleibt uns noch etwas Zeit die Hafenstadt San Sebastian zu erkunden.

In den Gassen der Stadt

Der Torre del Conde, ein kleiner Steinturm aus dem 15. Jahrhundert

Die „Iglesia de Nuestra Señora de la Asunción“, die Pfarrkirche der Hauptstadt San Sebastian, gilt als das schönste Gotteshaus der Insel. In seinen Ursprüngen geht der Sakralbau auf das Jahr 1450 zurück, die heutige dreischiffige Form wurde jedoch erst im 17. Jahrhundert realisiert und später um die Seitenkapellen erweitert. 

Die Fähre startet pünktlich, nur müssen wir für die Rückfahrt nochmals 86 Euro bezahlen. Ein Retourticket wäre etwas billiger gewesen…jä nu. Der Ausflug hat sich jedenfalls gelohnt.

Geradeaus fahren ist anscheinend gar nicht so leicht 🙂

Auf diesem Bild sieht man beide Inseln, rechts Teneriffa und links La Gomera

Kurz vor Sonnenuntergang

Heute Abend essen wir im „Mamma Mia“, einem Italienischen Restaurant. Danach schließen wir den Abend mit dem schon fast traditionellen Spaziergang auf der Promenade ab, hier spielt sich das Nachtleben ab. Die Geschäfte sind bis 22 Uhr geöffnet.

Jeweils am Abend „tanzt“ dieser Brunnen mit seinem Wasserspiel zu klassischer Musik.

 

Freitag, 31. Januar

Wie könnte es anders sein, die Sonne scheint vom wolkenlosen Himmel.  Mein Wunsch ist, heute nach Candelaria zu fahren und danach durch den Park bei den Pyramiden von Güimar zu bummeln. Auch dies sind zwar Orte, die wir bereits bestens kennen, die aber immer wieder ein Besuch wert sind.

Das Städtchen Candelaria schmückt sich für die Feierlichkeiten von Lichtmess (2.Februar), zu Ehren der Jungfrau von Candelaria, der Schutzpatronin der Kanarischen Inseln.

Dies ist die Jungfrau von Candelaria

Imposant stehen die neun Guanchen-Bronzestatuen auf ihren Sockeln und zwar auf dem Platz vor der Wallfahrtskirche in Candelaria. Die Guanchen waren die ersten Bewohner Teneriffas. Die ältesten Funde von menschlichen Siedlungen stammen aus dem 10. Jh. vor Chr.

Bis Güimar ist es nur noch ein Katzensprung, nur haben wir etwas Mühe die Pyramiden zu finden, wir landen immer wieder in Sackgassen.

Geschafft!…und wir finden sogar einen Parkplatz vor dem Eingang.

Der „Parque Etnografico & Jardin Botanico Piramides de Güimar“ wurden 1998 vom norwegischen Forscher Thor Hyerdahl gegründet. Auf einer Fläche von 64’000 m² kann man die Pyramiden, ein Museum, ein Auditorium, verschiedene Spazierwege und spezielle Gärten erkunden. Eintritt 18 Euro/Person, dieses etwas teurere Ticket beinhaltet die Führung durchs Tropicarium, was sich allerdings nicht wirklich lohnt, es ist ein kleines Gewächshaus (in Garagengrösse), wo es Orchideen und ein paar sonstige tropische Pflanzen zu sehen gibt. Da bietet der Loropark weit mehr an Orchideen und weiteren exotischen Pflanzen.

Wen es interessiert, hier ein paar Worte zu den Pyramiden (aus dem Internet):

Archäologen und Behörden spotteten, als eine Regionalzeitung einen Artikel veröffentlichte, in dem behauptet wurde, dass auf der Insel Teneriffa mysteriöse Stufenpyramiden entdeckt worden sind. Sie sagten, es handele sich dabei nur um weitere landwirtschaftlich genutzte Steinterrassen, wie es sie überall auf den Kanaren gibt. Aber der norwegische Ethnograf Thor Heyerdahl hat das anders gesehen. Dr. Heyerdahl, der ausgiebig an den Pyramiden von Túcume in Peru geforscht hatte, war fasziniert von den Fotos der Fundstätte. Als er das Dorf Güímar besuchte, um sich die Stätte selbst anzusehen, war er gleichermaßen fasziniert und glaubte nicht, dass es sich hierbei um Terrassen oder um ungeordnete Steinansammlungen handelte, die von den Spaniern freigelegt worden sind, wie einige es zu erklären versuchten. Es handelte sich um sorgfältig gebaute Stufenpyramiden, die nach ähnlichen Prinzipien erbaut wurden wie die Pyramiden von Mexiko, Peru und dem alten Mesopotamien. Der ethnografische Park Pirámides de Güímar bietet Ihnen die Möglichkeit, diese seltenen und interessanten Bauwerke zu besichtigen und die Theorien zu der möglichen Verbreitung der alten Kulturen kennenzulernen.

Als erstes sehen wir uns einen Film über Thor Heyerdahl an, über seine abenteuerlichen Fahrten mit den verschiedenen Wasserfahrzeugen über die Ozeane…zuerst mit dem Holzfloss KonTiki über den Pazifik, dann mit dem Papyrusboot Ra ll über den Atlantik und später mit dem Schilfboot Tigris über den Indischen Ozean.

Links die „Tigris, dann „RA 2“ und rechts „RA 1“

Dies ist die nachgebaute Ra 2 in Originalgrösse

Nach einer erfrischenden Cola in der Cafeteria…

…nehmen wir nun den Weg durch den Park unter die Füsse. Es ist sehr warm, knapp 30° .

Mit müden Beinen fahren wir nun zurück ins Hotel.

Nach einer kurzen Siesta unternehmen wir heute einen etwas längeren Abendspaziergang.

Dies ist der Durchgang zum Hotel Mediterranean Palace, welches ebenfalls zum „Mare Nostrum Resort“ gehört.

der Pool des Mediterranean Palace

Hier spiegelt sich das Mediterranean Palace in der Glasfront des ebenfalls zum Resort gehörenden Hotel „Sir Anthony“.

Wir spazieren nun zur Playa Los Christianos

Dieser Strand ist aber weitaus weniger schön als unser kleiner und viel ruhigere Abschnitt (meine Meinung)

zum Vergleich, unser Strand vor dem Hotel

Wir spazieren nun dem Strand entlang

Auf Teneriffa blühen Weihnachtssterne in Blumenbeeten

Ruedis Lieblingsbänkli…jedesmal wenn wir da vorbeikommen, setzt er sich hin und schaut aufs Meer hinaus.

Jeden Abend steht er da, dieser kuschelige Panda und umarmt jeden der vorbei kommt.

Wiederum ein feines Abendessen gibts heute im Steakhouse.

 

Samstag, 1. Februar

Unser heutiges Ziel ist  Buenavista, an der nordwestlichen Küste Teneriffas.

Es ist Samstagmorgen, die Autobahn gehört uns

Wie wir aber bei Santiago del Teide den Wegweiser nach Masca sehen, entscheiden wir uns spontan, dieses kleine Bergdorf auch in diesem Jahr zu besuchen.

Die Strasse ist steil, kurvenreich und sehr schmal, kreuzen mit andern PWs nicht immer einfach.

Masca ist ein Bergdorf im Nordwesten der kanarischen Insel Teneriffa. 2011 hatte es 105 Einwohner in ca. 80 Häusern. Der im Teno-Gebirge 650–800 m ü. M. gelegene Ort war bis Anfang der 1960er Jahre nur über eine Sandpiste von Santiago del Teide aus zu erreichen. 

Noch liegt Masca im Schatten

Inzwischen hat die Sonne auch Masca erreicht

Weiter geht nun die Fahrt nach Buenavista, welches an der Nordküste liegt.

Ab Masca führt die Strasse zuerst nochmals weit hinauf, bevor sie zur Nordküste abfällt.

Auf dem Spielplatz von El Palmar stehen diese tollen Figuren.

Hier sieht man bereits die Nordküste

In Buenavista finden wir in der Nähe des Golfplatzes, ein nettes Restaurant direkt am Meer.

Der Golfplatz von Buenavista

Hier ist die Küste rau und meist felsig

Einen nächsten Halt legen wir in Garachico ein. Hier beim Castillo de San Miguel spazieren wir auf schmalen Wegen durch die schroffen Lavafelsen.

Hier auf der Nordseite der Insel findet man weite Bananen-Plantagen, überhaupt ist die Insel auf dieser Seite sehr grün, im Gegensatz zur trockenen Südseite.

Die meisten Bananen sind noch am Baum in Plastik verpackt, so als eine Art Treibhaus.

Ab hier führt die Strasse, wie könnte es anders sein, steil hinauf bis Puerto de Erjos und ab da hinunter nach Santiago del Teide und auf der Autobahn zurück nach Playa de la Americas.

Auch heute genießen wir eine Siesta im Hotel, wir sind ja schließlich in den Ferien!

Aber auf einen ausgiebigen Spaziergang vor dem Abendessen, diesmal dem Meer entlang, verzichten wir natürlich nicht. Bei einem Glas Weisswein an der Beach-Bar warten wir auf den Sonnenuntergang.

Hier fährt gerade die Fähre von La Gomera ein.

Danach essen wir eine wunderbare Pizza in der Pizzeria „Mamma Mia“.

 

Sonntag, 2. Februar

So sieht der heutige Morgen aus – einfach prächtig!

Es ist unser letzter Tag auf Teneriffa, morgen geht es leider bereits wieder heimzu…so fahren wir heute dahin, wo es uns am besten gefallen hat, zu den Lavafeldern am Fusse des Teide.

Wie schon bei früheren Aufenthalten unternehmen wir hier eine kleine, gemütliche Wanderung im feinen Lavasand. Als wir uns erstmals hier aufhielten, waren diese Bäume höchstens 1 Meter hoch, unglaublich, wie sie in 8 Jahren gewachsen sind.

Dies ist der Pico Viejo, ein Nebenkrater des Teide

Wie wir bei der Talstation der Teide-Seilbahn vorbeikommen, sind wir erstaunt, wie wenig Autos dort parkiert sind, im Gegensatz zu anderen Tagen. So entscheiden wir ganz spontan, uns doch noch auf den Teide fahren zu lassen. Für 27 Euro/Person schweben wir schon mit der nächsten Fahrt nach oben.

Wie schon beim letzten Besuch auf dem Berg, sind wir etwas enttäuscht, dass es oben kein Restaurant, oder wenigstens eine nette Terrasse zum Verweilen gibt. Trotzdem geniessen wir die imposante Aussicht, vor allem über die einstigen Lavaströme und heutigen Lavafelder. Die Weitsicht allerdings ist etwas getrübt.

Hier ist der Kraterrand gut zu erkennen. Im Hintergrund die Insel Gran Canaria

 Ganz auf den Gipfel kommt man mit der Bahn nicht, da müsste man zu Fuss hinauf – aber ohne mich. Dies der Blick von der Bergstation zum Gipfel.

Wir befinden uns bereits wieder auf der Fahrt nach unten

…gut sichtbar, die Strasse, die wir gefahren sind

Einer der wenigen Bäume hier in den Lavafeldern

Wieder unten, spazieren wir einmal mehr durch den feinen Lavasand und suchen uns zwischen den schwarzen Felsen ein Picknick-Plätzchen.

Die Natur holt sich ihren Platz langsam wieder zurück

Nach einem gemütlichen Picknick spazieren wir zum Auto und fahren zurück zum Hotel, diesmal über Guia de Isora, so kommen wir noch an dieser großen, schwarzen Lavafläche vorbei…

Zurück im Hotel tut eine kurze Siesta auch heute gut, bevor wir uns auf den obligaten Vorabend-Spaziergang machen. Einmal mehr ist es sommerlich warm, am Strand 29°.

Wir müssen noch den Mietauto-Schlüssel an der Hotelrezeption abgeben, denn das Auto haben wir bis heute 18 Uhr gemietet. Das Auto wird dann von der Vermietung abgeholt.

An diesem unserem letzten Abend, gönnen wir uns im Steakhouse „Martina“ zum Abendessen nochmals ein Château Briand – so als krönenden Abschluss.

Erinnert mich stark an den Niki de Saint Phalle-Park in Kalifornien

 

Montag, 3. Februar

Seit gestern Abend bläst ein stürmischer, aber sehr warmer Wind.

Es ist der Calima, das heisst von der Sahara kommt mit östlicher Strömung trockene, warme Luft und bringt oft feinen Sandstaub mit. Hochdruck über der Sahara erhöht die Temperatur und verringert die Luftfeuchtigkeit auf Teneriffa. Die Sicht ist dann leicht getrübt, die Niederschlagsneigung bei der geringen Feuchte aber sehr gering.

Noch ein letztes Mal das feine, vielfältige Morgenbuffet geniessen. Danach geht’s ans Kofferpacken

Wegen des starken Windes verzichten wir auf den geplanten Vormittag-Spaziergang und verbringen die noch verbleibende Zeit auf dem Zimmerbalkon.

Um 11:30 Uhr holt uns unser privater Chauffeur im Hotel ab und bringt uns direkt zum Flughafen.

Das Einchecken verläuft problemlos und der Flug startet pünktlich um 14 Uhr.

Ein letzter Blick auf den Teide

Hier überfliegen wir bereits Lissabon

…und hier die schneebedeckten Pyrenäen

Die Sonne ist bereits untergegangen

Da wir auf dem Heimflug 1 Stunde verlieren, aber der Flug nur grad 3 Stunden 50 Minuten dauert, landen wir um 19:20 Uhr wohlbehalten in Zürich.

Mit der Bahn erreichen wir Weinfelden um 20:30 Uhr. Das Wetter ist sehr stürmisch, aber relativ warm, zu dieser späten Stunde noch 16°, so ist der „Klimaschock“ für uns nicht allzu gross 🙂

Es war einmal mehr wunderschön – ich hätte es gut und gerne noch ein bisschen länger ausgehalten…vor allem war uns der Wettergott gut gesinnt, was für Januar auf Teneriffa nicht selbstverständlich ist.

19 Tage Burgund (Autun), 9 Tage Camargue (Saintes-Maries-de-la-Mer)

Ja, jetzt mussten wir lange auf unseren nächsten Campingurlaub warten – aber  heute am Sonntag den 8.September geht’s los.

Bei nass-trübem Wetter starten wir kurz vor 6 Uhr in Weinfelden, Kt.Thurgau, Schweiz, in Richtung Burgund.

Geplant sind 4 Wochen auf dem Campingplatz „La Porte d’Arroux“ bei Autun, am südöstlichen Rande des Naturparks „Morvan“.

Wir wählen die Route über Zürich, Basel, Besançon, Dole, Beaune. Die Distanz Weinfelden (CH) – Autun (F) beträgt 457 km, davon 384 km auf Autobahnen.

Wir starten frühmorgens bei Regen…

…doch unterwegs bessert sich das Wetter zusehends.

Beim Grenzübergang Saint Louis-Basel verlassen wir die Schweiz.

Wie meistens wählen wir die Sonntage für unsere Reisen, ohne LKWs ist die Fahrt mit dem Wohnwagen viel angenehmer.

Unsere ersten Eindrücke vom Burgund

weite Rebgebiete

…unter anderem durchfahren wir das kleine Winzerstädtchen Pommard, bekannt durch seinen feinen Pinot noir.

Unterwegs legen wir zweimal eine Pause ein, einmal davon mit dem Picknick und einem „Powernap“ und erreichen so den CP „La Porte d’Arroux“ in Autun pünktlich um 14 Uhr.

Der CP öffnet nachmittags die Schranke um 14 Uhr, die Rezeption aber erst um 15 Uhr. So darf man sich einen Platz aussuchen und sich bereits installieren und dann später anmelden. Es sind nur grad noch drei von den durch Hecken abgetrennten Plätzen frei!!

Die Stellplätze sind recht gross, unserer misst ca 150 m², so finden wir gut Platz für den Wohnwagen, das Vorzelt und das Auto.

Wir richten uns schon mal wohnlich ein und geniessen danach einen Ruhenachmittag.

 

Montag, 9.September

Noch liegt am frühen Morgen Nebel über dem Land, aber man sieht bereits, dass sich die Sonne durch den Nebel kämpft.

Nach der langen Autofahrt von gestern, bleiben wir heute in der näheren Umgebung  – wir besuchen Autun. Die Stadt (Stadtrand) ist zwar nur 1 km vom CP entfernt, wir nehmen trotzdem das Auto, denn wir sollten noch einen grösseren Einkauf tätigen.

Autun ist eine Stadt mit 13’532 Einwohnern und liegt am Fluss Arroux.

Autun liegt in einer ausgedehnten Wald- und Wiesenlandschaft und ist wie kaum eine andere Stadt reich an Kunst und Historie. Ihre gallo-römischen Ursprünge und die mächtigen romanischen Bauwerke verleihen dem „Tor zum Morvan“ das verführerische Antlitz einer zeitlosen Stadt.

(Wie immer sind alle kursiv geschriebenen Texte aus dem Internet).

Auf dem Weg vom CP in die Stadt durchquert man jedesmal die Porte d’Arroux, das einstige Stadttor der römischen Stadt Augustodunum aus dem 3.Jh.

Wir fahren zum Plan d’Eau du Vallon, einem künstlichen See am Stadtrand von Autun. Beim Parkplatz direkt am See lassen wir das Auto und spazieren auf dem schön angelegten Wanderweg rund um den See.

der Blick zur Altstadt

sogar für Lesestoff ist gesorgt

wunderschöne Spiegelungen

am Wegrand ein wunderbar duftendes Lavendelfeld

Nur ein paar Schritte vom Plan d’Eau du Vallon entfernt, liegt unser nächstes Ziel, das Römische Theater.

Das Römische Theater von Autun war mit einem Durchmesser von 149 Metern eines der größten römischen Bühnentheater im Westen des Römischen Reiches. Das Theater bot Platz für ca. 15.000 Besucher. Kaiser Augustus gründete Augustodunum um 10 v. Chr. an der Fernhandelsstraße Via Agrippa und dem Fluss Arroux. 

das Wächterhaus des Théâtre Romain

Durch die engen Gassen der Altstadt fahren wir nun zur Kathedrale Saint-Lazare.

…ein wirklich sehenswertes Bauwerk im Stil der Romantik.

Bereits für das späte 2. Jahrhundert ist eine christliche Gemeinde in der Stadt belegt. Erste urkundliche Erwähnungen einer Kathedrale datieren in die Mitte des 9. Jahrhunderts. Der heutige Bau wurde um 1120 begonnen. Es handelt sich dabei um eine dem heiligen Lazarus geweihte, dreischiffige Basilika mit reichem Fassadenschmuck, die den höchsten Platz der Oberstadt von Autun beansprucht. 

Direkt vor der Kathedrale steht der Renaissancebrunnen Fontaine Saint-Lazare.

Hungrig geworden, setzen wir uns in ein Gartenrestaurant direkt bei der Kathedrale und stärken uns mit einer feinen mit Pilzen gefüllten Crêpe.

Nun  noch ein kurzer Spaziergang durch die Fussgängerzone,

…zur überdachten Passage – wirklich sehenswert, auch wenn momentan nicht grad Hochbetrieb herrscht – wir sind nämlich ganz alleine, denn die Shops in der Passage sind geschlossen.

das Lycée Bonaparte

Hier fahren wir der alten Stadtmauer entlang

…mit dem achteckigen Turm „Tour des Ursulines“, erbaut im 12.Jh. – heute Eigentum des in Frankreich ansässigen japanischen Kunstmalers und Restaurators Hisao Takahashi, der darin das franko-japanische Kulturzentrum Centre international de la Tour des Ursulines eingerichtet hat.

Noch der geplante Einkauf und dann geht es zurück auf den CP.

 

Dienstag 10.September

Was für eine Freude, ein wolkenloser Morgen begrüsst uns. Nach einem gemütlichen Frühstück fahren wir zum ca. 14 km nordöstlich von Autun gelegenen Château de Sully.

Hier überqueren wir das Flüsschen Arroux

…einen kurzen Halt legen wir bei der Porte Saint André ein, auch eines der vier einstigen Stadttore von Autun…

– nicht zu verwechseln mit der Porte d’Arroux, bei welcher die Durchfahrt mit dem Auto möglich ist.

unterwegs nach Sully

Schloss Sully

im Innenhof

Das Schloss kann nur geführt besichtigt werden – so nehmen wir an der interessanten, knapp einstündigen Führung teil. Es darf im Innern aber nicht fotografiert werden.

Ab Mitte des 16. Jahrhunderts auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Vorgängeranlage erbaut, ist es das größte Renaissanceschloss des Südburgunds.

Ein Teil des Schlosses wird heute als Wohnsitz der Familie Mac-Mahon genutzt, der andere Teil dient als Schlossmuseum, das zwischen März und November im Rahmen von Führungen entgeltlich besichtigt werden kann. Zu sehen ist seine prunkvolle Inneneinrichtung und Möbel im Stil des 18. und 19. Jahrhunderts. Im gleichen Zeitraum stehen auch der Park und Garten für Besucher offen. 

Aber auch der Garten und die Parkanlage sind sehenswert.

Ziemlich planlos fahren wir nun weiter in Richtung Nolay, in der Hoffnung dort in einem netten Beizli etwas Kleines essen zu können.

das Rathaus von Nolay

Der Ort, selbst im Zentrum, scheint wie ausgestorben. Im einzigen Restaurant das offen ist, sagt man uns, dass sie nur Gäste mit einer Reservierung bedienen können.

Sehenswert ist allerdings die im 14.Jh. errichtete Markthalle.

…man beachte dieses schwere Steindach

Die Markthalle von Nolay ist ein großer rechteckiger, aus Kastanienholz errichteter Bau. Die hölzernen Pfosten stehen auf hohen steinernen Sockeln. Auf einem Balken ist die Jahreszahl 1388 eingeschnitzt. Die Halle wird von Kalksteinplatten mit einem Gewicht von bis zu 800 Kilo pro Quadratmeter gedeckt.

Weiter geht nun die Fahrt ins nicht weit entfernte Epinac.

…in Sachen Restaurant haben wir auch hier kein Glück

….wenigstens die Kirche ist sehenswert

Auf der Weiterfahrt essen wir auf dieser romantischen Bank mit schöner Aussicht ein paar Crackers aus dem Rucksack – man ist ja mit wenig zufrieden 🙂

Nun geht es zurück nach Autun

…immer wieder karge Weiden und bleiche Kühe. Es herrscht eine grosse Trockenheit.

Zurück auf dem CP lassen wir bei einem gemütlichen Raclette den Tag ausklingen.

 

Mittwoch, 11.September

Nach dem Frühstück hat Ruedi Funkkontakt mit seinen Funkerkollegen in der Schweiz, daher sind wir heute etwas später unterwegs.

…und da der heutige Morgen wettermässig nicht ganz so super ist, wie es die Prognose vorhersagte, beschliessen wir in Autun zu bleiben und uns hier weitere Sehenswürdigkeiten anzusehen.

Der Temple Janus ist vom CP aus in 15 Gehminuten zu erreichen, ein schöner Vormittags-Spaziergang.

Der Turm wurde als Tempel wahrscheinlich in der Anfangszeit Autuns (Augustodunum) im 1. Jahrhundert errichtet und einer heute unbekannten Gottheit geweiht. Möglicherweise handelte es sich um einen Mars-Tempel,

Zum nächsten Ziel der Pyramide von Couhard nehmen wir allerdings das Auto.

Leider keine Fotos – es war keine Speicherkarte in der Kamera 🙁

Von hier aus führt uns eine ziemlich steile Strasse durch einen dichten Wald hinauf zu unserem nächsten Ziel, dem Croix de la Libération…und die Fahrt hat sich gelohnt, denn hier oben wird uns eine einmalige Aussicht über Autun geboten.

In dieser Gegend wachsen sehr viele Edelkastanienbäume

Auf dem Rückweg zum CP fahren wir in Autun zufällig beim Place du Champ de Mars vorbei.

das Rathaus von Autun

…und gleich daneben das Théâtre Municipal

Hier finden wir zu unserer Freude freie Parkplätze und nette Restaurants.

Bei einem wunderbaren „Salade du Chef“ geniessen wir die Sonne, die inzwischen vom fast wolkenlosen Himmel scheint.

…dieser hübsche Falter schaut uns beim Essen zu

Zurück beim CP spaziere ich mal bewaffnet mit meiner Kamera durch den CP.

Dies der Blick von unserem Platz aus – dieser Bereich ist allerdings durch einen Zaun getrennt und nur von der Rezeption her zugänglich.

Einige der Plätze, so auch unserer, sind durch Hecken getrennt.

…hier rot eingekreist unser Platz

Der „blaue“ Badebereich ist momentan trocken und es wird daran gearbeitet.

der nicht parzellierte Platz

…dies die Rezeption und das Restaurant, welches allerdings nur während der Hauptsaison geöffnet ist.

…eines der zwei Sanitärgebäude

Der CP hat sich inzwischen mehr als zur Hälfte geleert.

 

Donnerstag, 12.September

Was für ein Morgen, kein Wölkli am Himmel!

…das richtige Wetter um mal einen Teil des Naturparkes Morvan zu erkunden.

Unser erstes Ziel ist das Musée de Bibracte.

Hier sieht man wieder die grosse Trockenheit

Das Museum liegt am Fuße des Berges Beuvray, wo sich der antike Ort Bibracte, die Hauptstadt der Haeduer, einem gallischen Volk, befindet (vom Ende des zweiten Jahrhunderts v. Chr. bis zum Ende des ersten Jahrhunderts v. Chr.)  Es zeigt aktuelle archäologischer Funde sowie die Zivilisation der Kelten insgesamt.

Wir besuchen allerdings nur das Museum, denn in der Nebensaison fährt der Shuttlebus nicht, der die Besucher zu den Ausgrabungsstätten hinauf bringt…und uns ist heute nicht gerade nach Wandern.

Durch meist dichte Wälder, mit selten mal einem Weiler dazwischen, fahren wir nun zum höchsten Punkt des Burgunds und zwar auf den Mont Haut Folin (901m).

Auf dem Gipfel steht allerdings nur die Fernsehstation, so geben wir uns mit dem Col du Haut Folin zufrieden.

Von hier aus geht es stetig bergab

…denn unser nächstes Ziel ist die Hauptstadt des Morvan, Château-Chinon (nicht zu verwechseln mit dem Schloss Château-Chinon). Hier finden wir ein echt französisches Bistro, wo wir uns einen Imbiss gönnen.

Unweit von hier liegt der Lac de Pannecière, so entscheiden wir uns für einen Besuch dieses, mit einer Oberfläche von 5,2 km², grössten Stausees des Burgunds.

…unterwegs immer wieder eine grandiose Weitsicht

Laut GPS befinden wir uns am See,

aber oje, infolge der grossen Trockenheit sieht es in Wirklichkeit so aus…

…immerhin treffen wir hier erstmals auf etwas Grün.

Wir versuchen es nun mit dem nicht weit entfernt gelegenen Lac des Suttons, ob wir da irgendwo ans Wasser kommen –

und siehe da…

Wir unternehmen einen kurzen aber wirklich schönen Spaziergang dem See entlang und spazieren danach über die Staumauer.

Zusammenfassend muss ich sagen, wir sind beeindruckt von der Grösse der Wälder des Morvan, wovon wir ja erst einen kleinen Teil gesehen haben. Die sanft-hügelige Landschaft ist sehr abwechslungsreich, weite Wälder mit zwischendurch kleinen Weilern und einsamen abgelegenen Bauernhöfen, aber auch grossen Weiden mit grasenden Kühen – auch wenn man sich fragen muss, was die lieben Tiere bei dieser Dürre noch zu Fressen finden.

 

Freitag, 13.September

Und nochmals ist uns ein wolkenloser Morgen beschert.

Heute möchten wir das Château Verrerie im ca. 20 km entfernten Le Creusot besuchen.

Ich bin ja so fasziniert von dieser Landschaft.

Unsere Route führt uns an diesen netten, kleinen See mit einem weiten Sandstrand (ich konnte den Namen des Sees leider nicht finden).

In Le Creusot finden wir einen Parkplatz gleich beim Schloss.

Dies ist die zum Schloss gehörende Kirche.

Das Château Verrerie, errichtet 1787, um die Kristallfabrik von Königin Marie Antoinette unterzubringen, wurde 1837 zur Residenz von Mr. Schneider, einem Eisenmeister.

eine der beiden Glashütten im Schlosspark

Im Schloss finden wir, unter anderem mit einem Video, sehr interessante Infos zur einstigen Herstellung von Kristallglas.

Als die Konkurrenz zu gross wurde, schloss man die Glasherstellung. Marie Antoinette verkaufte das Schloss an die Gebrüder Schneider (Stahl- und Eisenbarone), die danach über 100 Jahre im Schloss wohnten.

im Pavillon de l’Industrie

Die animierte Industrieanlage – eine riesige Maschinerie. Für 2 Euro kann man sie in Betrieb setzen…

…dann bewegt sich jede dieser Figuren.

Da wir um 12 Uhr (geführt) das kleine Theater, welches sich in einem der einstigen Brennöfen befindet, besichtigen dürfen, nutzen wir die Zeit bis dahin für einen Spaziergang im Schlosspark.

das kleine Theater

die Decke, die eine Kuppel vortäuscht

Madam Schneiders Logenplatz

Ruedi interessiert sich für das „Elektrische“, an diesem Tableau wurde Licht, Ton, Beleuchtungsfarbe, Lüftung und sonstiges fürs Theater gesteuert.

Das ganze Schloss ist durch unterirdische Gänge verbunden. Da Monsieur Schneider seine Bediensteten nie sehen wollte, mussten sie sich hier im Untergrund aufhalten. Auf den im Boden eingelassenen Schienen wurde das Material auf Wägelchen herumgeschoben.

Vor dem Schloss steht das Monument der Schneiders.

Wir verlassen nun Le Creusot

…da wir schon in der Gegend sind, möchten wir uns noch die Rochers du Carnaval ansehen – wir wissen zwar nicht, ob es sich lohnt – wir werden ja sehen.

unterwegs – eine abwechslungsreiche Fahrt

Bei den Rochers du Carnaval steht ein grosszügiger Parkplatz zur Verfügung. Von hier aus sind es nur ein paar Schritte zu den gigantischen Steinen.

Die Rochers du Carnaval sind das Ergebnis von Erosion, wodurch Granitstücke erodiert werden. Die Felsen scheinen zufällig auf dem Gipfel von Uchon heruntergeworfen worden zu sein. Sie haben ansprechende Namen wie das Mammut und die Nase des Hundes. 

Nicht nur die Steine sind imposant, auch die Aussicht übers Land ist grandios.

Unweit der Rochers finden wir, ziemlich abgelegen, diese nette Auberge, wo wir uns etwas Süsses gönnen.

Leider ist die direkte Strasse nach Autun gesperrt und wir müssen einen 20 km lange Umleitung fahren. Nur halb so schlimm, die Strecke auf den schmalen Nebenstrassen ist abwechslungsreich, manchmal fast ein bisschen abenteuerlich.

Auf dem Rückweg zum CP tätigen wir noch den Wochenendeinkauf im Intermarché.

 

Samstag, 14.September

Ein Ziel welches auf unserer To-Do-Liste steht ist der Wasserfall Cascade de Briscou. Etwas ausserhalb von Autun befindet sich der kleine Ort Couhard, wo auch die Pyramide steht, welche ich nun diesesmal doch noch fotografieren möchte – denn heute steckt die Speicherkarte in meiner Kamera 🙂

Diese Pyramide war einst ein Mausoleum, welches bis zum 16.Jh. mit weissem Marmor verkleidet war.

Von hier aus wird uns eine schöne Aussicht über Autun geboten.

Ab hier führt ein wunderschöner, romantischer Spazierweg zum Wasserfall.

Wir vermuten allerdings, dass der Wasserfall bei der momentanen Trockenheit kaum Wasser haben wird – und so ist es auch. Wir spazieren nämlich frisch fröhlich daran vorbei – und erst als wir ortskundige Wanderer fragen, zeigen sie uns, wo der Wasserfall wäre, wenn es Wasser hätte.

Trotzdem lohnt sich dieser Spaziergang durch einen fast märchenhaften Wald voller moosiger Steine, zwischen diesen ein kleiner Bach gurgelt. Sonst herrscht hier totale Ruhe, ein schon fast mystischer Ort.

bei diesem Fels darf geklettert werden

Auf dieser Wanderung kommen bei mir Erinnerungen an das Vallée Traouiero in der Bretagne auf.

Wir geniessen eine gut einstündige Wanderung.

Auf einer Karte hat Ruedi unweit oberhalb dieses Waldes kleine Seen gesehen – so fahren wir mal in diese Richtung – finden aber nur diesen kleinen Stausee, der allerdings nicht zugänglich ist.

Auf der Fahrt zurück zum CP gönnen wir uns heute noch einen Burger bei McDonalds.

Zurück in Autun

Den restlichen Nachmittag verbringen wir im Schatten beim Wohnwagen, es ist sommerlich heiss.

 

Sonntag, 15.September

Burgund steht ja für gute Weine – da wollen wir doch heute mal sehen, wo dieser Rebensaft wächst.

Auf dem Weg nach Osten wollen wir zuerst aber das Château de Couches besuchen, da es an unserer Route liegt.

Da das Schloss seine Tore erst um 10 Uhr öffnet, fahren wir vorher noch ins 7 km entfernte Saint-Léger-sur-Dheune, ein Städtchen welches am Schifffahrtskanal Canal Centre liegt.

Der Kanal verfügt über 61 Schleusen, 35 davon überwinden die Höhendifferenz von 126 Metern zur Saône, 26 Schleusen werden für den 75 Meter hohen Abstieg zur Loire benötigt. Die letzte Schleuse vor der Einmündung in die Saône (Crissey) ist mit einer Hubhöhe von 10,5 Metern einer der höchsten ihrer Art.

Wir spazieren dem Kanal entlang und überqueren ihn über diese Brücke.

Inzwischen ist es Zeit geworden, das Schloss in Couches zu besuchen.

Bei diesem Schloss handelt es sich um eine alte Burg der Herzöge von Burgund, deren Ursprünge bis ins 12. Jh. zurück reichen. Das Schloss wurde im Laufe der Jahrhunderte vielfach umgebaut, aber sein Verteidigungscharakter blieb stets erhalten.

Da es heute Sonntag möglich ist zum Eintritt ein Picknick zu buchen, entscheiden wir uns dafür. Wir wissen zwar nicht so ganz was uns da erwartet… wir werden ja sehen 🙂

Das Haupthaus kann nicht besichtigt werden, es ist in privaten Händen.

Buntglasierte Dachziegel gehören zu Burgund wie sein Wein.  Dachdeckungen aus bunt glasierten, zu Mustern angeordneten Flachziegeln gehören zu den Besonderheiten der traditionellen Baukunst Burgunds.
Aufwendige bunte Dächer waren Statussymbole und spiegelten den Reichtum der Besitzer wider.

Die gotische Kapelle ist sehenswert (erbaut 1460), im Innern darf allerdings nicht fotografiert werden.

…ebenso der quadratische Turm aus dem 12.Jh., dem im 15. Jh. der sechseckige Turm mit einer Wendeltreppe im Innern, angebaut wurde.

In den unterirdischen Gängen könnte man sich fast verlieren.

Das heutige Restaurant

Das sogenannte „Fantastic Picnic“, welches wir gebucht haben, würde am Nachmittag noch Unterhaltung in Form von einem musizierenden Troubadour, einem Zauberer und Bedienstete in traditionellen Kleidern beinhalten. Da wir aber bereits um 11 Uhr hier sind, begnügen wir uns mit dem Essen an einem der Picknick-Tische im Schlossgarten. Es schmeckt wunderbar und es ist wirklich ein besonderes Ambiente.

Jetzt wollen wir aber doch mal noch sehen, wo der Burgunderwein herkommt.

Unterwegs zeigt ein Wegweiser zu einem Aussichtspunkt…auf schmalen Nebenstrassen machen wir uns auf die Suche – werden aber nicht fündig.

Bei dieser Kirche fragen wir eine ältere Dame nach diesem Aussichtspunkt. Sie kennt nichts dergleichen – sie findet aber: was sucht ihr einen Aussichtspunkt, schaut euch doch um, es gibt überall Schönes zu sehen 🙂 …recht hat sie!

Immerhin wird uns kurz danach dieser grossartige Weitblick geboten – aber immer noch keine Reben…

Wir fahren nun ins kleine Dorf Mercurey.

Hier werden fast ausschließlich gut lagerfähige Rotweine aus Pinot noir hergestellt. Die Appellation verfügt über etwa 30 Premiers Crus.  35 Domaines sind hier ansässig.

…und hier finden wir sie nun auch – einige der weiten Rebgebiete des Burgunds.

Ebenfalls in Mercurey befindet sich dieser kleine Teich, der zu einem Zwischenhalt einlädt.

Weiter geht nun die Fahrt nach Chagny, auch hier vorbei an riesigen Weinanbaugebieten.

Hier sieht man gut die Kalksteine die den Boden bedecken, sie speichern tagsüber die Wärme und geben sie nachts an die Reben ab.

In Chagny fand am Vormittag ein Markt statt, die Marktfahrer sind nun dabei ihre Waren und die Verkaufsstände zu verladen…die Hauptstrasse die aus dem Städtchen hinaus führen würde (Toutes Directions) ist durch Lieferwagen versperrt. Wir haben ein echtes Problem, immer wieder Einbahnstrassen und Sackgassen, nur keine führt aus der Stadt hinaus. Wie sind wir froh, als wir nach langen Herumkurven einen Ausweg finden.

Nach einem kurzen Abstecher zum Château de Rully

…geht es auf direktem Weg zurück nach Autun.

 

Montag, 16.September

Wir brauchen wiedermal etwas Bewegung, so nutzen wir die noch kühlen Morgenstunden für einen Spaziergang um den Plan d’Eau du Vallon in Autun. Einfach immer wieder schön und sowas von erholsam.

Danach fahren wir zum Place du Champ de Mars, mitten im Zentrum. Wir parkieren vor dem Rathaus…

…und staunen, wie viele freie Parkplätze es hier gibt, mitten in der Stadt, vormittags um 10 Uhr.

Von hier spazieren wir durch die Gassen hinauf zur Kathedrale.

Auch hier in diesem netten Restaurant direkt vor der Kathedrale sind wir ganz alleine.

Inzwischen hat das Thermometer die 30°-Marke bereits wieder überschritten.

Zurück beim CP gönnen wir uns eine Siesta.

Zum Abendessen grillt Ruedi ein wunderbares Rindsfilet.

 

Dienstag, 17.September

Heute steht ein Besuch der Stadt Beaune auf dem Programm.

Auf oft engen Strassen fahren wir durch weite Rebgebiete und kleine Dörfer.

Einen ersten Halt legen wir in Pommard ein, einem kleinen, netten Winzer-Ort mit einer Geschichte die bis in die Antike zurück geht.

In Beaune finden wir unweit der Kirche „Notre Dame“ einen Parkplatz.

Wenn die Tür geschlossen ist, ist der Eingang, jedenfalls aus der Nähe, gar nicht leicht zu erkennen, kein Türgriff – nichts.

Seit ich den Film „Die Säulen der Erde“ gesehen habe, sehe ich den antiken Kirchenbau mit etwas anderen, interessierteren Augen. Vor allem die Schwierigkeit solch hohe, schwere, steinerne Deckenkonstruktionen zu bauen.

Von hier aus spazieren wir zum Highlight der Stadt, dem Hôtel Dieu.

Beaune ist eine von Mauern umgebene Stadt im Zentrum des Weinanbaugebiets Burgund. Die Stadt mit ihren Kopfsteinpflasterstraßen, die von den Weingütern der Côte d’Or umgeben wird, ist für ihre jährliche Weinauktion bekannt, die im Hôtel-Dieu abgehalten wird. Dieses ehemalige Krankenhaus aus dem 15. Jahrhundert mit seinem charakteristischen Dach aus farbenfrohen, geometrisch angeordneten Ziegeln beherbergt heute das Museum Hôtel-Dieu.

Das Hospital fiel von Anfang an durch seine überaus prächtige Ausstattung auf. Bereits Kanzler Nicolas Rolin hatte sich zum Ziel gesetzt, dass das Hôtel-Dieu eines der schönsten Hospitäler in ganz Frankreich werden sollte.

Nicolas Rolin

Seine Inspirationen hatte er sich auf zahlreichen Reisen in Flandern geholt. Die dortigen Krankenhäuser wollte er weit übertreffen. Besonders auffallend sind die bunten Dächer, die aus verschiedenfarbigen glasierten Terrakottaziegeln bestehen und zahlreiche Dachluken besitzen.

das einstige Spital

die Spitalküche

die Spitalapotheke

Nach einem kleinen, aber feinen Mittagessen schlendern wir durch die Gassen dieser interessanten Stadt.

das Hôtel de Ville

Zurück nach Autun geht es wieder durch die Burgunder Rebberge.

vorbei am Château de Rochepot

Beaune ist wirklich ein Besuch wert – es gäbe da noch vieles zu sehen – so zum Beispiel hätte ich noch gerne La Moutarderie Fallot besucht (Senfproduktion nach alter Tradition und Museum). Wir werden bestimmt mal wieder kommen.

 

Mittwoch, 18.September

Wie jeden Mittwoch (und Freitag) findet heute in Autun ein Markt statt. Da wir vermuten, dass viele Marktbesucher unterwegs sein werden und wohl kaum ein freier Parkplatz zu finden sei, spazieren wir zu Fuss in die Stadt. Vom CP bis zum Place du Champ de Mars, wo der Markt stattfindet, muss man etwa ½ Stunde rechnen. Der Weg ist allerdings nicht sehr attraktiv – trotzdem hier ein paar Eindrücke:

Wir überqueren den Fluss Arroux

…und durchqueren die „Porte d’Arroux“, für einmal durch die Fussgängerpassage.

Meist stehen der Strasse entlang unschöne, alte, zusammengebaute Häuserreihen, aber hie und da entdeckt man dazwischen doch mal etwas Sehenswertes.

…ich liebe diese alten Fachwerkhäuser

Hier erreichen wir den Place du Champs de Mars

…ich sehe aber nur ein paar einsame Marktstände und unzählige freie Parkplätze…

Hier wird unter anderem auch Federvieh aller Art angeboten.

…dann aber entdecken wir die Markthalle und hier gefällt es mir dann schon besser. Wir finden frisches Gemüse, Früchte, Käse und vieles mehr aus der Region.

Auf dem Rückweg zum CP legen wir noch einen Umweg ein – zum Mr.Bricolage, einem Bau- und Hobby-Laden, um Aqua Blue fürs WC einzukaufen.

So wird der Heimweg dann doch um einiges länger.

bald geschafft

Unweit des CP stehen diese zwei imposanten Berghügel, sogenannte „Télots“, es sind Schlackenhaufen einer einstigen Ölschiefer-Raffinerie. Die Raffinerie wurde 1957 geschlossen.

…auf der linken Strassenseite, hinter den Bäumen liegt der CP.

Nach einer kurzen Siesta wollen wir am Nachmittag doch noch etwas unternehmen. Wir entscheiden uns für einen Besuch des Monastère de Bethléem – Le Val Saint-Benoît.

Das Kloster wurde um das Jahr 1200 gebaut – damals lebten Mönche des Benediktinerordens an diesem abgelegenen Ort. Das Kloster gehört zur Gemeinde Epinac, liegt aber weitab mitten im Wald. Seit 1982 leben Schwestern der Ordensgemeinschaft „Bethlehem, die Himmelfahrt der Jungfrau und des Heiligen Bruno“ hier. Sie leben vom Verkauf ihrer handwerklichen Produkte (Keramik, Kalligraphie, süssem Gebäck, Konfitüre, Honig, usw.).

Das Kloster befindet sich völlig abgelegen, mitten in einem Wald.

Ich weiss, es gibt in diesem Bericht etwas viele Kirchen zu sehen – aber mich fasziniert nun mal die Architektur dieser historischen Bauten, vor allem die steinernen Deckengewölbe.

Im kleinen Klosterladen kaufen wir zweierlei Gewürzgebäck und eine wunderbare Zitronenmarmelade.

Zurück auf der Hauptstrasse, beschliessen wir noch eine alte Kirche, die irgendwo hier in der Nähe steht zu besichtigen. Jedesmal wenn wir in diese Richtung fahren, sehen wir die Hinweistafel: Église 11.Jh. – nur heute finden wir sie nicht – das heisst, wir sind zu weit gefahren. Auf dem Rückweg aber siehe da…da steht sie ja.

Es blühen noch die letzten Rosen…

 

Donnerstag, 19.September

Wir wollen die Schönwetter-Tage noch für Ausflüge nutzen, denn ab Sonntag ist eine Regenwoche vorhergesagt. Seit gestern bläst ein starker Wind, dementsprechend sind die Temperaturen merklich gesunken, lagen sie doch bis gestern meist über der 30°-Marke.

Wir werden heute die Ausgrabungen von Bibracte am Mont Beuvray besichtigen. Als wir letzte Woche das Museum besuchten, war es uns zu weit, zu Fuss den 6,5 km langen Rundweg zu den Ausgrabungen hinauf zu wandern. Während der Hochsaison bringt ein Shuttlebus die Besucher zu den Ausgrabungsstätten. Inzwischen haben wir gelesen, dass man in der Nebensaison mit dem Auto hinauffahren darf.

Bibracte liegt 27 km von Autun entfernt. Anfangs geht es über Land…

danach durch einen wunderschönen Wald bergauf.

Bei einem ersten Halt spazieren wir zum 500 m entfernten „Pierre de la Wivre“,

…nicht wirklich imposant, aber es gibt eine Legende dazu:

Es heißt, die Wivre (halb Frau, halb Schlange) habe einen Schatz versteckt und einmal im Jahr während der Prozession am Ostersonntag den Felsen bewegt und ihr Vermögen der Sonne zugewandt. Wer es damals schaffte, Brot auf seinen Reichtum zu werfen, konnte tragen, was das Brot berührt hatte.

Die Geschichte ginge noch weiter, ich will aber niemanden langweilen.

Bibracte war eins eine befestigte Stadt, allerdings ohne Stadtrechte. Wie viele Bewohner die Stadt hatte, kann heute nicht mehr gesagt werden. Im Jahre 58 v.Chr. wurde sie von den Römern eingenommen. Dadurch hat sich vor allem die Bauweise geändert, waren bis dahin nur die Befestigungsmauern aus Stein und die Häuser aus Holz, wurde nun nach römischem Vorbild mit Stein gebaut.

Während Ruedi sich für die Ausgrabungen interessiert, erfreue ich mich mehr an der wunderschönen Natur darum herum 🙂

hier fehlen nur noch die Gnome

eine riesige Buche…

…mit ihren Bucheckern

Weiter führt der Weg hinauf zum Aussichtspunkt „La Terrasse“.

Hier wird uns eine einmalige Aussicht über das Tal des Flusses Arroux geboten.

…unweit davon steht diese historische Kapelle.

Da die Strasse eine Einbahnstrasse ist, fahren wir nun auf der anderen Seite des Hügels wieder hinunter.

…und gelangen so nach Saint-Léger-sous-Beuvray. 

Farbspiegelungen am Boden

Nun geht es zügig zurück nach Autun.

Das kleine Dorf La Grande Verrière mit seiner grossen Kirche.

Wir tätigen noch den Wochenendeinkauf beim Intermarché und geniessen danach den Nachmittag beim Wohnwagen – vom Wind geschützt, der immer noch kräftig bläst.

 

Freitag, 20.September

Wir fahren heute in Richtung Süden, ein ungefähres Ziel wäre der buddhistische Tempel in La Boulaye…mal sehen, ob wir dieses Ziel finden.

Wie meistens wählen wir kleine Nebenstrassen, wo wir oft ganz alleine unterwegs sind – so können wir auch jederzeit einen Fotostopp einlegen, wie hier am Étang de Bousson, in der Nähe der Gemeinde St.Didier-sur-Arroux.

auf der Weiterfahrt nach Saint Didier…

…entdecke ich dieses schön gearbeitete Kreuz an einer total verlassenen Strassenkreuzung…

Während ich fotografiere, schauen mir diese drei interessiert zu.

Die imposanten Ruinen des Schlosses von Charency bei Saint Didier

So ein hübsches, kleines Rathaus habe ich bis jetzt doch noch nie gesehen, mit einer pinkigen Türe 🙂

Der Étang de Chevannes

Nun erreichen wir La Boulaye

Von hier aus sind es laut GPS nur noch 1.5 km bis zum buddhistischen Tempel…

…doch irgendwie gelangen wir auf Abwege – und landen bald darauf in Toulon-sur-Arroux.

Wenn wir schon hier sind, sehen uns wir natürlich die Stadt an…

eine Kirche aus dem 11.-12.Jh.

Auf der Teufelsbrücke überqueren wir den Fluss Arroux

Die Brücke des Teufels befindet sich in Toulon-sur-Arroux. Es gibt dazu eine Legende, die Geschichte eines Maurers, der mit dem Teufel einen Deal eingeht um die Brücke rechtzeitig fertigzustellen. (Ich will aber nicht ins Detail gehen).

Die Geschichte der Stadt führt uns in die Zeit der Kelten zurück. Nach der Peutinger-Tabelle hieß das Dorf „Telonnum“. Im Jahr 58 v. Chr. wurden viele römische Lager entlang des Arroux errichtet, wahrscheinlich aufgrund der Nähe zum Berg Beuvray. Auf dem Gebiet der Gemeinde befinden sich alte keltische Pfade und römische Straßen.

Wir spazieren noch der alten Stadtmauer entlang.

Jetzt wollen wir aber wirklich das Kloster noch besichtigen.

Diesmal bringt uns das GPS punktgenau auf den Parkplatz vor dem Tor des Tempels.

Das Paldenshangpa-Kloster bei La Boulaye wurde von Handwerkern aus Tibet und Bhutan in traditioneller Handwerkskunst errichtet. Der knallbunte, von Pagodendächern gekrönte Bau ist das weithin sichtbare Wahrzeichen einer buddhistischen Gemeinde, die von Aussteigern der 1970er Jahre gegründet wurde.

Hier sind wir bereits wieder auf der Rückfahrt nach Autun.

…und immer wieder der Fluss Arroux, der extrem wenig Wasser führt.

 

Samstag, 21.September

Heute geht es zu Abwechslung mal in Richtung Osten, genauer gesagt ist unser Ziel Châteauneuf-en-Auxois, nicht zu verwechseln mit dem Winzerort Châteauneuf-du-Pape.

Zufällig kommen wir in Vandenesse vorbei, wo wir den Canal de Bourgogne überqueren. Da wir aber das Schloss von Châteauneuf noch vor dem Mittag besichtigen wollen (es ist über Mittag geschlossen), werden wir danach hierher in diesen hübschen Ort zurückkehren.

Auf der Fahrt hinauf nach Châteauneuf wird uns diese tolle Aussicht geboten.

Vom Parkplatz in Châteauneuf sind es nur ein paar Schritte zum Schloss.

Die um 1175 errichtete Burg wurde im Laufe des 13. bis 15. Jahrhunderts immer wieder verändert und ausgebaut, bis sie schließlich im 18. Jahrhundert ihre heutige Gestalt besaß. Ihre Besitzer stammten zum Teil aus den mächtigsten Familien Frankreichs, z. B. den Adelsgeschlechtern Pot, Montmorency oder Vienne. Seit Anfang 2008 befindet sich die Burg im Eigentum des Regionalrats von Burgund. 

Wir dürfen uns im Schloss frei bewegen

In der Kapelle ist seit den 1990er Jahren eine Nachbildung des Grabmals Philippe Pots aufgestellt, dessen Original aus dem 15. Jahrhundert im Louvre gezeigt wird.

Dieses Bild ist etwas täuschend, denn der Hintergrund (Kirche)  ist ein Bild –  nur die Madonna ist echt.

Ausserhalb des Schlosses finden wir einen einmaligen Aussichtspunkt.

Hier sieht man schön den Canal de Bourgogne.

Auf der Fahrt hinunter nach Vandenesse

…noch ein Blick zurück zum Schloss.

Bereits unterwegs gelangen wir an den Kanal…

im Hintergrund nochmals das Schloss Châteauneuf.

Als wir beim Kanal in Vandenesse ankommen…

…wartet gerade ein Boot auf den Durchlass durch die Schleuse.

Diese Schleuse muss noch von Hand auf und zu gekurbelt werden.

Jetzt sieht man gut, wie der Wasserpegel (das Boot) sich gesenkt hat

…und weiter geht die Fahrt

Vandenesse ist ein wunderbar blumiges Städtchen.

Wir finden ein nettes, kleines Restaurant mit dem märchenhaften Namen “ Il était une fois“ und einem ebenso romantischen Garten.

Bei einer Terrine mit drei verschiedenen Broten zur Vorspeise und einer wunderbaren Tarte aux Legumes, geniessen wir die Ruhe und die wärmenden Sonnenstrahlen.

Unweit von Vandenesse liegt der Lac de Panthier.

Es ist der größte See der Côte-d’Or und einer der fünf Stauseen, die zur Versorgung des Canal de Bourgogne angelegt wurden . Es ist auch ein ornithologisches Reservat und ist im allgemeinen Inventar des historischen Erbes enthalten.

Auch hier ist der Wasserstand des Sees extrem tief.

…denn hier würden wir im Normalfall im Wasser stehen.

Nun noch ein Abstecher zum Château de Commarin.

Die Wurzeln der heutigen Anlage sind in einem „festen Haus“ aus dem 12. Jahrhundert zu suchen (das so bezeichnete Gebäude kann Teil einer größeren Burg sein), das von den Herren von Commarin an die Familie Courtiamble kam. Trotz seiner rund 900-jährigen Geschichte wurde das Anwesen niemals verkauft, sondern immer innerhalb der Familie vererbt. Da dies oft über Erbtöchter geschah, sind mit Commarin die Namen von einigen der damals mächtigsten burgundischen Adelshäuser verbunden. Derzeit ist es im Besitz der 26. Familiengeneration.

Wir nehmen an einer geführten Tour teil.

Eine nicht einfache Uhr, welche nebst der Zeit auch Datum, Mondphasen, Tierkreiszeichen, usw…anzeigt…für die damalige Zeit ein Wunderwerk.

Wunderschöne Wandteppiche – an jedem Quadrat wurde ca. ein Jahr gearbeitet.

die Stallungen

Im Park stehen diese Figuren (neueren Datums 🙂 )

Wir verlassen Commarin

…und fahren auf direktem Weg zurück nach Autun.

 

Sonntag, 22.September

Eigentlich war für heute Regen angesagt, nur hat der irgendwie Verspätung. So unternehmen wir am Vormittag eine kurze Wanderung…

Die Tour beginnt bei der Porte d’Arroux

…hier beim Bild rechts sieht man, wie schmal das Tor im oberen Teil ist.

zuerst dem Fluss Arroux entlang

der Pont d’Arroux

hier in der Bildmitte der „Temple de Janus“

Da ich in meinen Berichten zur Auflockerung gerne immer mal wieder ein paar Blumen einfüge, soll das auch hier der Fall sein – nur muss ich sagen, es war gar nicht einfach bei dieser Trockenheit etwas Blühendes am Wegrand zu finden. Doch heute, dem Fluss entlang, gelang es mir ein paar bunte Tupfer einzufangen.

Die Sonne brennt momentan richtig – so kurz vor dem Wetterwechsel. Auch sank die Temperatur in der vergangenen Nacht nicht unter 18°.

der Pont Saint Andoche

vorbei am Janus-Tempel

…geht es zurück zum CP.

Diese Windräder in einem Garten sind wirklich in Betrieb…

sie liefern wohl das Wasser für diese grossen Kürbisse.

Ein kleines Nebenflüsschen des Arroux

Den Nachmittag verbringen wir beim Wohnwagen, ich mit Lesen, Ruedi unter anderem beim Plaudern mit einem netten Campingnachbarn.

Um 17 Uhr beginnt es dann auch tatsächlich zu regnen.

Wir kochen uns ein feines Abendessen, essen erstmals seit wir hier sind drinnen und geniessen danach einen gemütlichen DVD-Abend.

 

Montag, 23.September

Auch für heute ist Regen angesagt, doch wettermässig sieht es im Moment ganz akzeptabel aus. So machen wir uns auf, die Stadt Chalon-sur-Saône zu besuchen.

Wir durchfahren weite Rebgebiete…

…doch bald ändert sich die Landschaft, es ist total flach, Felder und Weideflächen beherrschen die Gegend.

In Chalon-sur-Saône finden wir ganz zentral einen Parkplatz, direkt beim Brunnen zum Gedenken an Felix Thévenin, der einst für das Wasserverteilungssystem der Stadt sorgte, sodass die Einwohner  in ihren Häusern fliessendes Wasser bekamen.

Beim Office de Tourisme holen wir uns einen Stadtplan.

Auf einer vorgegebenen und gut markierten Route erkunden wir nun die Altstadt.

Wir beginnen beim Denkmal des berühmten Nicéphore Nièpce.

Er entwickelte die Heliografie, die weltweit erste fotografische Technik. Von ihm  stammt die erste bis heute erhaltene Fotografie.

Dieses Denkmal steht direkt bei der Brücke Saint Laurent die über die Saône hinüber zur Île Saint Laurent führt.

Hier sieht man das ehemalige Saint Laurent Hospital.

Von der Brücke aus sieht man die markanten Türme der Kathedrale Saint Vincent.

Nachfolgend ein paar Impressionen von unserer Stadtwanderung…

Der Turm Saudon gehörte einst zu einem gallo-romanischen Schutzwall,

typisch französische Ladenfronten

schön sind die vielen Fachwerkhäuser

die Kathedrale, erbaut vom 10.-16. Jh.

Auch hier bin ich wieder fasziniert von dieser Baukunst.

in den Gassen der Altstadt

Das Geburtshaus von Nièpce – von vorne eher etwas verkommen…

von der Seite gesehen aber schön renoviert

der etwas „verklemmte“ Glockenturm des Rathauses

das Haus der vier Jahreszeiten

Kirche und ehemaliges Kloster Saint Pierre

Hier beim Musée Denon schliessen wir unseren Stadtrundgang ab…

und belohnen uns mit einem feinen Croque Monsieur zum Zmittag.

Auf der Heimfahrt nach Autun – schöne Wolkenbilder

Einen kurzen Zwischenhalt legen wir an einem hübschen Weiher bei Saint Emiland ein.

dies könnte mein Häuschen sein, liegt direkt am Weiher  🙂

 

Dienstag, 24.September

Heute Morgen um 9 Uhr beginnt es zu regnen,  wir beschliessen trotzdem den Weg um den Plan d’Eau von Autun ein weiteres Mal unter die Füsse zu nehmen.

Zuvor noch ein Gang zur Post, Karten für die Enkelkinder abzuschicken.

Unterdessen hat sich der Himmel gelichtet, es regnet nicht mehr und es sind uns zwischendurch sogar ein paar schüchterne Sonnenstrahlen gegönnt.

Ein alter Brunnen/Hydrant, wenn man lange genug kurbelt, gibt er sogar Wasser her.

so grün war es schon lange nicht mehr

…aber es zeigen sich auch bereits die ersten Herbstfarben

vorbei an einem kleinen Bauernhof

…kehren wir zurück zum Ausgangspunkt.

Nun dürfen wir den Nachmittag mit gutem Gewissen auf dem CP verbringen, mit Lesen, Schreiben und Putzen 🙂  (muss auch mal sein).

Heute ist das richtige Wetter für ein Raclette, diesmal aber im gemütlichen Wohnwagen-Stübchen.

 

Mittwoch, 25.September

Der Wetterbericht für die nächsten Tage sieht nicht gerade berauschend aus, kein Dauerregen, aber immer mal wieder wird es nass. So überlegen wir uns, irgendwohin zu ziehen wo die Sonne scheint, zumal wir das Vorzelt trocken einpacken möchten, da es unsere letzte diesjährige Reise ist.

Schlussendlich beschliessen wir nach Saintes-Maries-de-la-Mer in die Camargue zu ziehen.

Jetzt wird zusammengepackt.

 

Donnerstag, 26.September

Bei trüb-neblig und regnerischem Wetter verlassen wir den CP in Autun gegen 8 Uhr.

Bereits in Lyon begrüsst uns die Sonne…

…und ab Valence ist es schon fast wolkenlos.

Wir legen zwei Pausen ein, eine davon auf einem Rastplatz in Savasse, wo „La Porte du Soleil“ steht.

typische Camargue-Landschaft mit Schilf und Pampasgras

wir überqueren die Rhone

Gegen 16 Uhr erreichen wir den uns bestens bekannten CP „La Brise“ in Saintes-Maries-de-la-Mer.

Saintes-Maries-de-la-Mer ist die Hauptstadt der Camargue und ein Ort an den es uns immer wieder zieht.

Das Wetter ist traumhaft, 27° und auch der Wind, der hier oft bläst, ist momentan nicht aktiv. Wir finden einen tollen, grossen Stellplatz. Ganz klar – die, wenn auch etwas lange Fahrt hierher, hat sich gelohnt.

 

Freitag, 27.September

Da wir gestern nach der langen Fahrt den Abend geniessen wollten, stellten wir nur noch das Nötigste auf.

So machten wir uns heute nach dem Frühstück ans Vorzelt aufstellen. Wobei wir inzwischen richtige Profis sind und das Zelt in kürzester Zeit steht.

Zwischendurch spaziere ich zu dem direkt vor dem CP liegenden Sandstrand. Es wird noch gebadet.

Aber auch die Poolanlage des CP ist noch in Betrieb.

Am frühen Nachmittag fahren wir zu einem Einkauf ins Städtchen. Einkaufszentren kennt man in der Camargue kaum, (das einzige uns bekannte, befindet sich bei Aigues-Mortes), dafür findet man im den Gassen des Städtchens nebst vielen kleinen Shops mit Produkten aus der Region, Souvenirs oder Kleidern, auch Boulangerien, Boucherien und sonstige kleine Lebensmittelläden. Es fehlt an nichts.

Am frühen Abend nehmen wir den Weg vom CP aus, dem Meer entlang, unter die Füsse.

Wir suchen uns im Städtchen ein nettes Restaurant. Es herrscht Hochbetrieb in den Gassen – noch keine Spur von „Nebensaison“. Schon im Frühjahr haben wir im Restaurant „La Camargue“ fein gegessen, so auch heute.

Ruedi wählt ein „Cote de Taureau“ (vom Camargue-Stier) und ich eine feine, knusprig gebratene Pouletbrust.

Umgeben von einer wunderschönen Abendstimmung spazieren wir auf der Promenade zurück zum CP.

 

Samstag, 28.September

Während Ruedi am Funk mit seinen Funkerkollegen in der Schweiz plaudert…

…spaziere ich ans Meer und warte auf den Sonnenaufgang. Leider hängen grad heute Nebelwolken am Himmel. Trotzdem bin ich begeistert von dieser fast kitschig schönen Morgenstimmung.

Nachträglich muss ich sagen, dass dies der einzige Morgen war mit einem bewölkten Himmel – aber ich denke wolkenlose Sonnenaufgänge habe ich schon zu Dutzenden fotografiert, dieser wirkt irgendwie dramatischer.

Ich habe es nämlich danach nicht mehr geschafft zur richtigen Zeit (so früh) vorne am Meer zu sein.

Nun aber ab unter die Dusche und danach frisches Brot holen. Der Shop auf dem CP bietet jeden Morgen frisches Brot an, (Baguettes, Croissants, und vieles mehr). Aber eine Kuriosität finde ich den Baguette-Automat beim Eingang des CP 🙂

Ich habe ihn zwar nie benutzt, musste aber jedesmal schmunzeln, wenn ich daran vorbeikam.

Frühstück mit einem klassischen Baguette.

Da wir so ziemlich jedes Fleckchen der Camargue bereits kennen, möchten wir während dieses Aufenthaltes keine grossen Sprünge machen und mal eher die Ruhe geniessen.

Den Vormittag verbringen wir mit einem langen Spaziergang durch die Étangs, die gleich hinter dem CP beginnen.

Wo sich sonst Flamingos im seichten Wasser der Étangs tummeln, sieht es momentan so aus…

Trotzdem geniessen wir die Natur und die Sonne, die inzwischen bereits wieder vom fast wolkenlosen Himmel scheint. Immer wieder begegnen uns Reitergruppen auf den typischen, weissen Camargue-Pferden.

Zurück führt uns der Weg dem Meer entlang.

Erstmals auf dieser Reise verbringe ich fast den ganzen Nachmittag im Liegestuhl, mit dem Lesen eines spannenden Buches.

Doch am späteren Nachmittag lockt uns das Bilderbuchwetter nochmals weg vom CP. Ruedi schlägt als Ziel die „Domaine Paul Ricard“ vor. Wir waren im Frühjahr schon mal dort – viel gibt es da nicht zu sehen, aber für einen Drink der richtige Ort. Man könnte hier Pferde reiten oder im Naturschutzgebiet wandern, aber mehr wird eigentlich nicht geboten.

Paul Ricard liess 1955 eine Arena bauen, mit mehr als 4.000 Sitzplätzen, wo hie und da Pferdeschauen oder andere Anlässe stattfinden.

Pferde und Stiere sind in der Camargue sowieso ein allgegenwärtiges Thema.

Wir schlendern durch die Anlage, wobei wir zu einem kleinen Bahnhof kommen. Wir schauen uns ein bisschen um, da öffnet ein netter Herr die Türe und fragt, ob wir noch mitfahren möchten.

Erst jetzt entdecken wir den Zug dahinter. Natürlich wollen wir mit 🙂

Für 5 Euro/Person dürfen wir einsteigen und eine tolle etwa 20-minütige Fahrt erleben. Die Bahn hätte zwar mal eine Revision nötig – das quietscht, rumpelt und schaukelt. Aber die Fahrt durch das Naturschutzgebiet ist die 5 Euro wert.

Das Kreuz von Mejanes

Nun noch der geplante Drink und dann geht die Fahrt zurück zum CP. Ganz unerwartet kamen wir zu einem interessanten Erlebnis.

 

Sonntag, 29.September

Die Nächte sind immer noch sehr warm, um die 20°, dafür ist das Duschwasser hier umso erfrischender – ich muss mich jeden Morgen überwinden unter die recht kühle Dusche zu stehen. Dafür ist man danach auch wirklich wach. 🙂

Sonntags meiden wir die Touristenzentren – so entscheiden wir uns für einen Ausflug an die „Kleine Rhone“ auf der andern Seite von Saintes-Maries-de-la-Mer. Wie wir beim grossen Platz vor dem Hôtel de Ville vorbeikommen, sehen wir viele Pferde und noch viel mehr Volk. Da muss was los sein. Wir ändern unseren Plan, finden zum Glück ganz in der Nähe einen Parkplatz, direkt an der Promenade…

…und begeben uns zum Place des Gitans. Hier vernehmen wir, dass heute das „Fête du Cheval“ stattfindet.

Die Musik spielt auf, Reiter zeigen ihr Können und es riecht überall nach gegrillten Würsten und anderen Köstlichkeiten – und nach Pferden 🙂

Pferde in allen Farbschattierungen

Um 11 Uhr beginnt der Umzug…wir schätzen dass weit über 200 Pferde mit Reiter an uns vorbeiziehen…die Reiter in unterschiedlichen Kostümen, mit oder ohne Wagen und sogar mit einem Wagen wie zu Ben-Hur‘s Zeiten.

So erleben wir auch heute einen ganz ungeplanten, wirklich imposanten Spektakel.

Inzwischen meldet sich bei uns der Hunger. Da es in den Gassen von Saintes-Maries-de-la-Mer inzwischen so aussieht, flüchten wir aus der Stadt.

Wir kennen ein etwas aussergewöhnliches, nettes und feines Restaurant, allerdings auf der anderen Seite des Étang de Vaccarès. Aber was soll‘s, wir haben ja alle Zeit der Welt.

immer diese imposante Weite

Entlang des Étangs entdecken wir sogar einige Flamingos.

In unserem Lieblingsrestaurant „Saint Bertrand“, geniessen wir ein feines Mittagessen: zur Vorspeise einen garnierten Serano-Schinken-Teller, danach Lachs und schwarzen Camargue-Reis und zum Dessert ein Limoncello-Eis mit frischen Früchten garniert. Besonders gefällt uns aber das Ambiente, sowie die Freundlichkeit der Besitzer, einem älteren Ehepaars und ihres Personals.

Auf der Heimfahrt geht es wieder dem Étang entlang.

Das Wetter ist immer noch sommerlich, wolkenlos bei 26°.

Zurück beim Wohnwagen kämpfen wir gegen eine Ameiseninvasion, die sich inzwischen bei uns breit gemacht hat. Ich hoffe wir konnten alle ausrotten.

 

Montag, 30.September

Heute kann man es wagen sich wieder in die verschiedenen Städtchen der Camargue zu begeben, die sonntäglichen Festivitäten sind vorbei, überall wird aufgeräumt.

Da wir in Le Grau du Roi zu Mittag essen möchten, besuchen wir zuerst Aigues Mortes.

Das heisst wir fahren entlang der „Petit Rhône“

Wie jedesmal finden wir einen Parkplatz direkt bei der Stadtmauer.

Da wir dieses Städtchen aber schon x-mal besucht haben, statten wir ihm heute nur einen kurzen Besuch ab.

Durch die Gassen…

…spazieren wir zum Place St.Louis

…und besuchen eine Kunst-Ausstellung zum nicht ganz ernst gemeinten Thema „Pferd“

Der Canal du Rhône à Sète

Weiter geht die Fahrt nun nach Le Grau du Roi. Ich liebe dieses kleine „Touristenmagnet“ mit all den vielen Restaurants, sowie den unzähligen Souvenir- und Billigangebot-Shops, auch wenn ich hier nie etwas kaufe. Ich muss fairerweise sagen, es gibt auch einige kleine Shops die feine regionale Produkte und schöne Töpfereien anbieten, die sind aber ziemlich rar – im Gegensatz zu Saintes-Maries-de-la-Mer, wo vorwiegend solche Produkte angeboten werden.

Es lässt sich hier wunderbar flanieren, sei es am Kanal entlang (auch hier der Canal du Rhône à Sète), wo hie und da mal die Brücke geöffnet wird um Schiffe durchzulassen, dann an der Beach-Promenade oder auf der langen Mole.

In einem Restaurant direkt am Kanal geniessen wir einen wunderbaren „Salade César“, die nette Bedienung und das Ferienfeeling.

Noch ein Einkauf bei Super-U und dann geht es über die kleine Rhone zurück zum CP.

 

Dienstag, 1.Oktober

Da für die kommende Nacht Gewitter angesagt sind und für morgen gar Mistralwinde mit Böen bis 70 km/h, packen wir das inzwischen trockene und gereinigte Vorzelt ein, wir werden es ja erst im kommenden Jahr wieder brauchen.

Ich kann den Wetterumschwung zwar kaum glauben, denn es ist immer noch sonnig und heiss. Aber so sind wir jedenfalls gerüstet, denn wir haben bereits im Frühjahr solche Mistral-Stürme erlebt…damit ist nicht zu spassen.

So gibt es heute keine Fotodukumentation…ausser dem inzwischen etwas kahl dastehenden Wohnwagen.

 

Mittwoch, 2.Oktober

Tatsächlich hat es in der Nacht mal kurz geregnet, da war aber nichts vom vorhergesagten Gewitter. Am Morgen strahlt die Sonne bereits wieder vom wolkenlosen Himmel, allerdings begleitet von etwas Wind. Es ist für heute ja Sturm angesagt…wir werden ja sehen was noch auf uns zukommt.

Ruedi hat am frühen Morgen wieder Kontakt mit seinen Funkerfreunden, so gibt’s das Frühstück etwas später.

Zum Glück findet Ruedi genügend Platz um seine Antenne aufzustellen.

Danach beschliessen wir heute mal die Stadt Nîmes zu erkunden.

Wir überqueren die Rhone und den Canal Philippe Lamour (ein Bewässerungskanal aus der Rhone)

Mit dem Auto ist die Stadt, wie die meisten Städte, sehr mühsam – viel Verkehr, enge Strassen, keine Parkplätze und immer wieder Einbahnstrassen.

Aber wir finden ganz im Zentrum der Altstadt ein Parkhaus, zwar auch total eng, aber immerhin…

Die Stadt wirkt trotz allem sehr grün, mit extrem vielen Bäumen. Auch sind die Fussgängerzonen, die verkehrsfreien Plätze und die Promenaden sehr grosszügig angelegt.

Wir spazieren durch „Les Halles“, einem grossen, gedeckten Markt

und gelangen so zum Maison Carrée,

Dies ist einer der am besten erhaltenen Tempel auf dem Gebiet des Römischen Reiches. Er wurde ganz zu Beginn des 1. Jahrhunderts n. Chr., möglicherweise auf Veranlassung des Marcus Vipsanius Agrippa errichtet. Der Tempel war den Söhnen des Agrippa, Gaius und Lucius, den jung verstorbenen Adoptivsöhnen des Augustus, gewidmet.

Maison Carrée ist ein hervorragendes Beispiel eines klassischen augusteischen Podiumstempels. Es erhebt sich auf einem 2,85 m hohen Podium, das das Forum der römischen Stadt überragte. 

wunderschön, all diese Details

Weiter führt uns der Spaziergang über Plätze mit diversen Brunnen und Skulpturen

…und so gelangen wir zum Amphitheater 

Das Amphitheater von Nîmes wurde zwischen 90 und 120 n. Chr. nach Vorbild des römischen Kolosseums erbaut. Während der Völkerwanderung diente es als Fluchtburg. 1863 wurde es in eine Stierkampfarena umgewandelt und heute finden dort auch andere Veranstaltungen statt.

In einem kleinen Café, direkt beim Amphitheater, geniessen wir einen Croque Monsieur (ist immer ein ideales, kleines Mittagessen und man bekommt ihn praktisch in jedem Restaurant). So stärken wir uns für die weitere Erkundung der Stadt.

Wir dachten dies sei die Kathedrale, aber da lagen wir falsch, dies ist die Église Saint Baudile (erbaut um 1870)

und erst etwas später kommen wir zur Kathedrale (aus dem 17.Jh.)

Nun noch ein Abstecher zur Porte Auguste

Auch dies ein Überbleibsel aus der Römerzeit, allerdings etwas vernachlässigt und nicht begehbar. Es war einst Teil der römischen Mauer von Nîmes und war eines der Haupttore der Stadt.

Wir holen das Auto aus dem Parkhaus und würden gerne noch den Jardin des Fontaines besuchen, aber dort ist es unmöglich einen Parkplatz zu finden. So verzichten wir darauf und lassen das Getümmel dieser Stadt hinter uns.

Immer wieder wenn wir in der Camargue herumkurven, lese ich Hinweisschilder nach Saint Gilles. Gibt es wirklich noch einen Ort in der Camargue, den wir nicht kennen? – und wirklich, das Städtchen Saint Gilles ist eine Neuentdeckung. Es scheint ein aufstrebender Ort zu sein, überall an Strassen und Plätzen wird gross aufgerüstet und verschönert.

Überrascht sind wir aber von der grossen Kirche in diesem kleinen Ort.

Die ehemalige Abteikirche Saint-Gilles liegt inmitten der gleichnamigen Ortschaft. Bekannt ist die ehemalige Abteikirche besonders durch ihre reich und kunstvoll gestaltete Fassade mit drei Portalen. 

St-Gilles gehörte einst zu den vier großen Wallfahrtszielen der Christenheit. Bis heute bildet sie eine bedeutende Etappe auf der Via Tolosana, einem der vier französischen Hauptabschnitte des Jakobsweges nach Santiago di Compostela.

Seit 1998 ist die Kirche als zum Jakobsweg in Frankreich gehörig ausgezeichnet und damit Teil des Weltkulturerbes der UNESCO.

In den Gassen von Saint Gilles.

Nun geht es zurück zum CP, vorbei an einigen noch nicht abgeernteten Reisfeldern. Der Reis wird in der Camargue ab Mitte September geerntet.

Das Wetter ist immer noch sonnig und sehr warm, aber inzwischen bläst ein starker, böiger Wind, der den Wohnwagen manchmal ganz schön ins Wackeln bringt.

 

Donnerstag, 3.Oktober

Nach einer ruhigen Nacht, legt der Wind heute Morgen wieder kräftig zu. So verbringen wir den Vormittag im Wohnwagen.

Schon am Mittag lässt der Wind aber nach. Nach einer kurzen Siesta an der Sonne…

…spazieren wir ins Städtchen, wo es heute extrem ruhig zu und her geht.

Wir trinken ein Käfeli, tätigen ein bisschen Shopping und unternehmen einen Bummel durch die Gassen, bevor es der Promenade entlang zum CP zurück geht.

Bei einem feinen Abendessen stossen wir mit einem Glas Wein auf unsere Freunde Ursula und Ernst an, die wir genau heute vor sechs Jahren (3.10.13) auf einem CP in Italien kennengelernt haben und woraus eine wunderbare Freundschaft entstanden ist. An dieser Stelle, herzlichen Dank euch beiden!

 

Freitag, 4.Oktober

Heute heisst es zusammenpacken, denn morgen fahren wir schon mal eine erste Etappe in Richtung Schweiz. Es ist an der Zeit heimzukehren, die Sommerkleider gehen mir langsam aus 🙂 – habe ich doch viel zu viel warme Kleidung mitgenommen. Auch die warmen Kuschel-Bettdecken für kalte Nächte haben wir nie gebraucht. Aber lieber so als umgekehrt.

Sonnenaufgang von meinem Bett aus gesehen

Das Wetter ist aber wieder so wunderschön, sonnig und windstill, dass wir noch vor dem Mittag einen 2-stündigen Spaziergang dem Meer entlang…

und quer durch die ausgetrockneten Étangs unternehmen.

Allerlei Gefieder treibt sich hier rum, nur die Flamingos sind leider weg.

Nach einer kurzen Siesta muss das Auto für die morgige Fahrt noch aufgetankt werden.

Zum Abendessen spazieren wir ins Städtchen…

…und essen in einem wirklich genialen Restaurant, bei spanischer Livemusik, eine wunderbare Pizza und ein ebenso feines Dessert…

An den Wänden des Restaurants findet man überall solche Sprüche 🙂

Abendstimmung am Meer

 

Samstag, 5.Oktober

Bei Bilderbuchwetter verlassen wir um 7:30 Uhr den CP und die Camargue.

…noch ist die Sonne nicht aufgegangen

Es ist ruhig auf den Strassen, die Franzosen schlafen noch

unterwegs – ein Picknick und ein Nickerchen

Wir fahren über Arles, Nîmes, Orange, Valence bis Aix-les-Bains in Savoyen, auf den CP „Du Sierroz“, einem Platz den wir auf unseren Heimreisen immer wiedermal als Zwischenstation anpeilen – es ist einer der wenigen Plätze die im Oktober noch offen sind.

Die Landschaft ändert sich gewaltig, nach der total flachen Camargue, jetzt das gebirgige Savoyen.

aber auch das Wetter ändert sich

Da wir nur eine Nacht bleiben, spazieren wir in Aix-les-Bains am Abend zum Hafen und setzen uns zum Abendessen in ein nettes, uns bereits bekanntes Restaurant. Das Wetter ist doch noch besser als erwartet – jedenfalls kein Regen.

der Lac du Bourget

vor dem CP findet ein Petanque-Turnier statt

 

Sonntag, 6.Oktober

Nun nehmen wir noch den letzten Abschnitt unserer Reise unter die Räder. Wir fahren über Genf, Bern, Zürich und Frauenfeld.

Bis zur Schweizer Grenze sind es nur noch ca. 40 km.

der Grenzübergang bei Genf

Sonntagsverkehr 🙂

der Blick über den Lac Léman zu den Savoyer Alpen

Frühstück gibt es in der Autobahn-Raststätte „Rose de la Broye“ in der Nähe von Estavayer-le-Lac.

In Pfyn (Kanton Thurgau), wird der Wohnwagen nun in den Winterschlaf geschickt.

Um 14:30 Uhr erreichen wir glücklich und pannenfrei unser Zuhause in Weinfelden.

Wir dürfen einmal mehr auf vier interessante und abwechslungsreiche Wochen zurückblicken – auf die Neuentdeckung Burgund und auf die uns bereits bestens bekannte, aber immer wieder beliebte Camargue. Auch war uns der Wettergott gut gesinnt, durften wir doch an 24 von 28 Tagen Bilderbuchwetter geniessen. Dankbar sind wir – wie immer – auch für die pannenfreien Fahrten.

 

Camping Tennsee Juli 2019

Mindestens einmal pro Jahr fahren wir auf den Campingplatz „Alpen-Caravanpark Tennsee“ bei Mittenwald in Oberbayern…

…und heute ist es wieder soweit.

(Wer mehr Infos zum Campingplatz möchte – siehe Reisebericht von Juni/Juli 2017)

Es ist Montag der 15.Juli 2019

Um 6 Uhr morgens koppeln wir den Wohnwagen in Pfyn im Kanton Thurgau an…

Morgenstimmung am Bodensee, kurz vor Sonnenaufgang

…und ziehen los in Richtung St.Margrethen und Lustenau, denn dort überqueren wir die Grenze zu Österreich.

Im Klostertal (Vorarlberg) sieht es schon fast mystisch aus

In einer Autobahnraststätte kurz nach dem Arlbergtunnel gibt’s Frühstück.

Je näher wir unserem Ziel kommen, umso besser wird das Wetter.

Kurz nach Seefeld im Tirol überqueren wir die Grenze zu Deutschland. Ab hier sind es nur noch knappe 10 km bis zu unserem Ziel, dem CP „am Tennsee“, der zur Gemeinde Krün gehört.

Um 10 Uhr checken wir bereits ein und da der Platz frei ist, können wir schon „einziehen“.

Wir haben einen Platz reserviert und sind gespannt, wo wir die nächsten zwei Wochen wohnen werden – denn der Campingplatz ist gut besetzt.

Der uns zugeteilte Platz ist perfekt, gross genug für Wohnwagen, Vorzelt, Auto und noch ein bisschen Wiese – und  wir schauen direkt ins Grüne. Ein kleiner Nachteil ist, dass die Sonne am Morgen erst gegen 9 Uhr über dem Hügel/Wald auftaucht und unseren Platz erreicht, dafür scheint sie uns am Abend, bis sie hinter dem Wettersteingebirge untergeht.

Wie jedesmal hier, mieten wir uns auch diesmal ein privates „Badezimmer“ mit Dusche und WC.

Noch vor dem Mittag stellen wir das Vorzelt auf und können so bereits einen ersten Ferien-Nachmittag im Liegestuhl geniessen.

Wie immer am ersten Abend gehen wir ins Camping-Restaurant zum Essen und werden dort so herzlich begrüsst – wie alte Freunde.

Nach diesem langen Tag schlafen wir wunderbar.

 

Dienstag, 16.Juli

Das Wetter ist gut, sonnig mit einigen Wolkenfeldern.

Frühmorgens unternehme ich einen Spaziergang durch den CP.

der Karwendel im Morgenlicht

Der „Tennsee“ verdient auch in diesem Jahr den Namen „See“ nicht wirklich – oft hat er zwar gar kein Wasser, im Moment ist es immerhin ein Tümpel (Biotop).

Der Tennsee ist ein kleiner See zwischen Klais und Krün im oberbayrischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Der See liegt auf 902 m Seehöhe. Er wird oberflächlich vom Meister-Brunn-Graben gespeist und entwässert in den nahe vorbeifließenden Kranzbach. Beim Tennsee handelt es sich um ein periodisches Gewässer, das zeitweise auch ganz trocken fallen kann.

das Restaurant

die Rezeption

der Shop  – und im weissen Zelt kann man abends auf Bestellung gebratene Hähnchen oder Haxen holen.

Nun gibt es aber zuerst mal Frühstück.

Danach wollen wir es heute  ruhig angehen, das heisst mit einem gemütlichen Spaziergang. So fahren wir mit dem Kranzberg-Sessellift hinauf nach St.Anton. Die Talstation des Sesselliftes liegt etwas oberhalb von Mittenwald.

Oben angekommen entscheiden wir uns dann doch für die Wanderung hinunter zum Wildensee.

Unterwegs treffen wir eine wunderschöne, vielfältige Flora an

…sogar Alpenrosen und Enziane blühen hier

Der Wildensee ist nicht besonders tief und in einem langen, heißen Sommer kann es durchaus einmal vorkommen, dass er stark austrocknet.
Baden ist rund um den See möglich. Er zählt zu einem der wärmsten Badeseen in der Umgebung und besitzt glasklares Bergwasser.

1933 war der Ort noch eine Goassoim (Ziegenalm) genannte Hütte. 1951 wurde von Hanni und Anda Tiefenbrunner der Gastronomiebetrieb aufgenommen. 1960 erbaute Anda Tiefenbrunner die Marienkapelle als Dank, dass er gesund aus dem Zweiten Weltkrieg heimgekehrt war.

Bei einem Stück feinstem Apfelkuchen erholen wir uns im Berggasthof Wildenseehütte vom steilen Abstieg und geniessen die einmalige Ruhe, denn wir sind ganz alleine unterwegs.

Von hier aus führt uns der Weg grösstenteils im Wald zurück zum Kranzberg-Lift, wo unser Auto steht.

Es ist nicht so, dass Ruedi nur dauernd auf den Bänkli rumsitzt, was man anhand der Fotos denken könnte 🙂

…aber es ist jedesmal sowas von beruhigend und erholsam, da zu sitzen, die Natur, die gute Luft und die Stille zu geniessen.

dies der Blick über das Isartal

…und hier zum Luttensee

hier befinden wir uns bereits oberhalb Krün

Schlussendlich ist aus dem geplanten gemütlichen Spaziergang doch eine gut 3-stündige Wanderung geworden…aber es war wunderschön.

 

Mittwoch, 17.Juli

Nach einer kalten Vollmondnacht erwartet uns ganz überraschend ein weiterer grösstenteils sonniger Tag.

Auch heute starten wir mit einer Fahrt mit dem Sessellift hinauf nach St.Anton, nur geht es diesmal in die andere Richtung – hinunter zum Lautersee.

Anfangs führt der Weg recht steil im Wald bergab

…aber später wird er zu einem erholsamen Spaziergang.

Kurz vor unserem Ziel, dem Lautersee, steht die traumhaft gelegene Kapelle „Maria Königin“.

Nun sind es nur noch ein paar Schritte bis zum direkt am See gelegenen Restaurant, wo wir uns einen erfrischenden Drink genehmigen.

Der Lautersee ist ein wunderschöner Bergsee auf 1’013 m u.M. gelegen, mit einer Badeanstalt und einem Restaurant.

Von hier aus nehmen wir den Weg zurück zum Kranzberg-Lift, auch dies eine erholsame Wanderung.

hier der Blick über Mittenwald und zum Karwendel

So waren wir doch wieder 2½ Stunden unterwegs.

Nun noch ein Einkauf bei Lidl in Krün und dann geht es zurück zum CP.

Auch heute schätzen wir einen Ruhenachmittag – und Ruhe heisst es, weil es auf dem CP wirklich extrem ruhig ist. Man hat fast das Gefühl es „wohnen“ nur Rentner hier…jedenfalls vorwiegend.

Heute Abend gibt’s was vom Grill, obwohl sich der Himmel inzwischen mit Wolken überzogen hat

…Straussensteaks, Kartoffel-Gurkensalat und gemischter Salat, dazu ein Chnoblibrot

 

Donnerstag, 18.Juli

Der Himmel zeigt sich heute bedeckt. Da die letzten zwei Wanderungen mit doch zum Teil steilem Abstieg uns etwas zugesetzt haben, entscheiden wir uns heute für den Ausflug zur Engalm – denn dort verläuft der Spazierweg ebenan.

Die Fahrt führt über Wallgau

… immer der Isar entlang nach Vorderriss (Maut 4 Euro)

…dann von Vorderriss nach Hinterriss (Maut 4.50 Euro).

Hier muss man genau am richtigen Ort stehen, so dass sich die Buchstaben zu einem „GRIASS DI“ zusammenfügen.

Dabei durchqueren wir den „Grossen Ahornboden„, dieser ist Teil des Alpenparks Karwendel.

Das Gebiet ist mit zahlreichen 300 bis 600 Jahre alten und sehr knorrigen Ahornbäumen bewachsen. Im Jahr 1966 wurden 2409 Bäume gezählt.

Ab Hinterriss geht es nur noch zu Fuss weiter – und zwar auf einem interessanten Informationsweg – zur Engalm.

Hier sehen wir nun den Karwendel von der anderen Seite, als wir ihn von Mittenwald aus sehen.

Die ENG ALM ist die größte Melkalm des Landes. Hier wird die weidefrische Milch an Ort und Stelle zu Butter und Käse verarbeitet, die dann für die Almbesucher im Restaurant Rasthütte verkostet oder im Bauernladen erstanden werden können.

Das Almdorf liegt direkt am botanisch-einmaligen Ahornboden auf 1250 m Seehöhe und hat eine Ausdehnung von insgesamt 510 Hektar. 

Abseits der Hektik, in einem der schönsten Gebiete des Alpenraums gelegen, hat das größte Almdorf Tirols viel von seiner Ursprünglichkeit beibehalten 

Ich bin jedesmal begeistert von all diesen schmucken Häusern.

Die Eng Alm ist heute im Besitz von 10 Bauern aus dem mittleren Tiroler Unterinntal 

Zum Mittagessen kehren wir in der „Rasthütte“ ein.

Nebenan wird den Kindern ein grosser, vielseitiger Spielplatz geboten. Im Hintergrund immer der Karwendel.

Nach einem Bummel durchs Almdorf, spazieren wir zurück zum Auto.

auf dem Rückweg

…über saftige Wiesen

Da heute Abend im Restaurant des Campingplatzes Unterhaltungsmusik mit Andrea und Michael geboten wird, sind wir natürlich dabei.

Herr Zick Senior

Bei einem feinen Essen zusammen mit netten Tischnachbarn, verbringen wir diesen musikalischen Abend auf der Terrasse des Restaurants.

 

Freitag, 19.Juli

Es ziehen immer wieder grössere und kleinere Wolken vorbei. Da wir nicht wissen wie sich das Wetter im Laufe des Tages entwickeln wird, entscheiden wir uns heute für einen Bummel durch das hübsche Städtchen Bad Tölz.

Auf der Mautstrasse Einsidl-Jauchenau (Maut 4 Euro) fahren wir entlang des Walchensees.

Hier der Blick zum Herzogsstand, einem Berg, den wir bereits zweimal mit der Seilbahn „bestiegen“ haben.

Bei Lenggries möchten wir mal sehen wo die Talstation der Brauneckbahn liegt, falls wir dies mal als Ausflugsziel wählen sollten.

Wie wir beim riesigen, aber fast leeren Parkplatz ankommen, reizt es uns doch gleich in die Gondelbahn einzusteigen…gesagt, getan 🙂

So lassen wir uns gemütlich auf die Alm hinauf fahren – wobei ein sehr netter, echter Bayer, der sich hier auskennt, uns all die Berge, Seen, Täler und Ortschaften erklärt.

bei der Bergstation der Seilbahn

dies die Aussicht vom Restaurant aus

Oben angekommen nehmen wir die kurze Wanderung zur Tölzer-Hütte unter die Füsse. Ein wunderschöner, bequemer Spaziergang, wobei uns eine einmalige Aussicht geboten wird. Nur leider ist die Weitsicht ziemlich getrübt.

Der Weg ist gesäumt mit einer abwechslungsreichen Flora.

In der Tölzer-Hütte stärken wir uns bei Schnittlauch- und Radieschenbrot.

Dieser traumhaft schöne, türkisblaue See ist ein Wasser-Reservoir für die Schneekanonen im Winter.

Wieder unten in Lenggries fahren wir nun doch noch nach Bad Tölz, das von hier aus nur noch 15 km entfernt liegt.

Die Kurstadt Bad Tölz liegt an der Isar rund 50 Kilometer südlich von München und zählt rund 18.500 Einwohner.

Das Marienstift, einst ein Altenheim, ist heute ein Wohn- und Geschäftshaus.

Ich liebe die grosszügige Fussgängerzone mit den vielen gefälligen Läden und netten Restaurants.

Hier noch der Blick hinauf zum Kalvarienberg mit der berühmten Heilig-Kreuz-Kirche. Wir verzichten diesmal auf den Aufstieg, waren wir doch beim letzten Besuch von Bad Tölz dort oben.

Nun fahren wir zurück zum CP, vorbei am Kochelsee

…und am Walchensee

 

Samstag, 20.Juli

Heute erlebe ich eine riesige Überraschung!

Zu meinem morgigen Geburtstag treffen ganz überraschend unser Sohn Andy mit seiner Familie bei uns ein. Was für eine Freude! Dies ist natürlich mein liebstes Geburtstagsgeschenk.

Wir verbringen den Nachmittag gemeinsam auf dem CP, bei noch schönstem Sonnenschein.

hier beim Zvieri

Andy und seine drei Frauen wohnen bis Montag in einem Hotel in Garmisch.

Doch bereits nach dem Abendessen zieht ein heftiges Gewitter über uns hinweg und es regnet die ganze Nacht hindurch immer mal wieder.

 

Sonntag, 21.Juli (mein Geburtstag)

Der erste Blick aus dem Fenster

Es ist ein trüber, regnerischer Morgen – es tut mir vor allem leid für Andy und seine Familie, die den weiten Weg unter die Räder genommen haben, um mit uns ein schönes Wochenende zu verbringen.

Die ersten Gratulanten sind bereits eingetroffen und singen für mich „Happy Birthday“.

Bereits nach einem späten Frühstück überrascht mich der Campingplatz-Chef  Herr Zick (Besitzer) mit einem Besuch und überreicht mir Glückwünsche und eine Flasche „Tennsee-Sekt“. Ich freue mich riesig und finde das sowas von aufmerksam!

Trotz einem regnerischem Morgen, machen wir das Beste draus und spazieren gegen Mittag durch das historische Städtchen Mittenwald, welches sogar bei Regenwetter seinen Reiz hat.

Gegen Mittag hört es auf zu regnen und es ist uns ein ziemlich sonniger Nachmittag beschieden, den wir auf dem CP geniessen.

Zum Abendessen haben wir einen Tisch im Restaurant des CP reserviert – und was für eine Überraschung, es erwartet uns in einem vom Restaurant getrennten Raum, ein festlich gedeckter Tisch.

Das Chateaubriand wird vom Chef persönlich filetiert und wunderschön angerichtet – und es schmeckt dementsprechend – einmalig fein!

Herr Zick Senior ist ein interessanter Geschichtenerzähler

Gegen 20 Uhr verlassen uns Andy und seine drei Frauen.

Zusammenfassend darf ich sagen, es war ein ganz toller, wunderschöner Geburtstag!

 

Montag, 22.Juli

Nach dem starken Regen von gestern liegt noch viel Feuchtigkeit, sprich: Nebel, in der Luft.

Aber es verspricht ein angenehmer Tag zu werden.

Unser heutiges Ziel ist Seefeld, das ca. 15 km vom CP entfernt und bereits im Tirol (Österreich) liegt.

Wir stellen unser Auto beim „Seekirchl“ ab (einem Barockkirchlein mit Zwiebelturm)

…danach spazieren wir ein kurzes Stück dem Raabach entlang.

Zufällig kommen wir zur Talstation des „Gschwandtkopf“-Liftes. Für 24 Euro/Person Hin und Rückfahrt (finden wir etwas viel für diesen Lift, der uns von 1200 m auf 1500 m ü.M. bringt) lassen wir uns auf den Berg fahren. Es sind auch sehr wenige „Passagiere“ auf dieser Bahn. Aber wir wollen diesmal ja unsere Gelenke etwas schonen und wählen daher diesen bequemeren Weg, klar könnte man auch zu Fuss hinaufwandern.

Auch hier ein Wasserreservoir für die Schneekanonen im Winter.

Oben angekommen setzen wir uns auf die Terrasse des Restaurant Sonnenalm und geniessen Kaffee und Kuchen, die Sonne, die Aussicht und die Ruhe.

…auf der Talfahrt, der Blick hinunter nach Seefeld

Zurück in Seefeld bummeln wir durchs Dorf und durch den kleinen Stadtpark beim Casino. Auch hier die hübschen, gepflegten und blumengeschmückten Häuser.

Inzwischen ist es heiss geworden, so fahren wir zurück zum CP und suchen bereits wieder den Schatten.

 

Dienstag, 23.Juli

Die Wettervorhersage verspricht für heute einen sonnig heissen Tag. Da sind wir uns rasch einig: ab in die Höhe.

Vom CP aus sieht man heute das Dachgsteingebirge wunderschön im Licht.

Wir entscheiden uns aber für die Zugspitze

Die im Dezember 2017 eröffnete neue Seilbahn auf die Zugspitze bringt uns von Eibsee (998 m) hinauf auf die Zugspitze (2962 m ü.M.).

Die beiden bodentief verglasten Großraumkabinen bieten jeweils Platz für bis zu 120 Personen und können bis zu 580 Personen pro Stunde ohne Wartezeiten auf den Gipfel befördern. Dabei passieren sie die mit 127 Metern weltweit höchste Stahlbaustütze für Pendelbahnen, überwinden den weltweit größten Gesamthöhenunterschied von 1.945 Metern in einer Sektion sowie das weltweit längste freie Spannfeld mit 3.213 Metern. 

Noch sind kaum Touristen unterwegs – es empfiehlt sich früh unterwegs zu sein.

Wir sind jedesmal wieder überwältigt von dieser atemberaubenden Aussicht.

dies der Blick hinunter zum Gletscher

die ganz Mutigen wagen es zum Gipfelkreuz hinauf

hier schauen wir hinunter zum Eibsee

Das Münchner Haus  auf der Zugspitze liegt in einer Höhe von 2.964 m und ist damit die höchst gelegenste Hütte des Deutschen Alpenvereins auf deutschem Boden.

Das Münchner Haus wurde im Jahre 1897 erbaut und seit dem nur in wenigen Bereichen modernisiert und erweitert. Folglich zählt diese Hütte zu den klassischen Bergsteigerunterkünften der ersten Stunde. 

Ich frage mich, wer mit dem Fahrrad hier hinauf kommt 🙂

Auf dem Gipfel verläuft die deutsch-österreichische Grenze, so machen wir einen kurzen Abstecher ins Tirol

Hier sieht man wiedermal, dass es sich lohnt früh unterwegs zu sein – es sind noch kaum Besucher auf dem Berg

Hier führt die Seilbahn von der österreichischen Seite her auf den Berg, unten im Tal die Dörfer Ehrwald und Lermoos

Nun lassen wir uns mit der Gletscher-Seilbahn hinunter auf den Gletscher bringen…vorbei am Atmosphären-Observatorium „Schneefernerhaus“, ein Zentrum für Umweltforschung und Klimabeobachtung, das in Europa und der Welt einmalig ist.

der Blick hinauf zum Gipfel

Hier befindet sich das höchstgelegene Gotteshaus Deutschlands, die Kirche Maria Heimsuchung…

zudem eine Schlittelpiste

und ein Restaurant

Zurück auf dem Gipfel ist es fast schon erschreckend, wie viel Volk inzwischen eingetroffen ist.

Wir sind bereits auf der Fahrt hinunter nach Eibsee…und wieder fährt eine weitere volle Kabine nach oben.

So sieht es unten aus – all diese Menschen wollen noch auf den Berg…von der mehreren zig-Meter langen Schlange vor der Kasse habe ich schon gar kein Foto gemacht.

Eine andere Variante wäre mit der Zahnradbahn der Bayerischen Zugspitzbahn auf den Gipfel zu kommen.

Unten in Eibsee beschliessen wir zurück zum CP zu fahren, denn das Thermometer ist inzwischen auf über 30° gestiegen. Auf der Zugspitze waren es übrigens angenehme 14° – 17°, je nach Messstelle.

Ich muss sagen, der Ausflug auf die Zugspitze ist jedesmal wieder ein besonderes Erlebnis.

Beim abendlichen Raclette sind wir froh um ein bisschen Schatten

 

 

Mittwoch, 24.Juli

Es sind wieder extrem hohe Temperaturen angesagt – so sind wir auch heute wieder früh unterwegs…

hier auf der Fahrt nach Seefeld

Hier warten wir bis die erste Bahn uns hinauf zur Rosshütte bringt.

Bei der Rosshütte steigen wir um in die Luftseilbahn hinauf zum Seefelder-Joch.

Hier auf 2080 m ü.M. wird uns eine grandiose Aussicht geboten.

dies der Blick hinunter nach Seefeld

Hier in der Bildmitte sieht man den Gschwandtkopf, wo wir uns am Montag aufhielten.

…nun bringt uns die Bahn wieder hinunter zur Rosshütte.

Beim Restaurant Rosshütte befindet sich ein Spielparadies für Kinder.

Wir nehmen nun anstatt der Zahnradbahn den Wanderweg hinunter nach Seefeld unter die Füsse, denn wir wollen zum wunderschönen Kaltwassersee gelangen und dies ist nur zu Fuss möglich.

Wir müssen mitten durch eine Kuhherde hindurch – so lange Hörner…mir ist nicht ganz wohl dabei.

immer wieder fährt eine Bahn an uns vorbei

Wir erreichen den schon fast kitschig schönen Kaltwassersee, den wir nun umrunden.

ab hier geht es auf dem Forstweg hinunter zur Hochegg-Alm

…wo wir uns auf der Terrasse mit schönster Aussicht mit einem Stück Marillenkuchen stärken.

Weiter geht es nun zum Teil steil abwärts, bis hinunter zur Talstation der Bahn in Seefeld.

hier kommt bereits die Talstation in Sicht

Wir sind froh am Ziel zu sein, denn diesen zum Teil steilen Abstieg spüren wir in den Waden und den Knien, zudem ist es inzwischen wieder fast unerträglich heiss.

Zurück beim Wohnwagen zeigt das Thermometer draussen 38,5° (im Schatten unter dem Wohnwagen gemessen) und drinnen 32,8°! – definitiv zu heiss.

Wie sind wir da froh um unsere Klimaanlage im Wohnwagen!

Da das Wetter noch mindestens zwei Tage so heiss bleiben soll und fürs Wochenende für Bayern eine Unwetterwarnung herausgegeben wurde, beschliessen wir heute noch das Vorzelt abzubauen und morgen heimzufahren.

 

Donnerstag, 25.Juli

Früh verlassen wir den Campingplatz und machen uns auf die Heimfahrt. Wir entscheiden uns diesmal nicht für die Route übers Inntal, sondern übers Allgäu.

Wir fahren durch Garmisch-Partenkirchen

ein letzter Blick auf die Zugspitze

Es hat kaum Verkehr, vermutlich bleiben alle lieber irgendwo im Kühlen.

Lermoos

Ich kann es auch diesmal nicht lassen, die Hängebrücke bei Reutte zu fotografieren – sie fasziniert mich jedesmal wieder.

hier sind wir bereits bei Wangen im Allgäu

aber auch im Thurgau ist kaum jemand unterwegs

Bereits am Mittag koppeln wir unseren Wohnwagen in Pfyn ab, stellen ihn in seine Box und fahren heim nach Weinfelden.

Abgesehen vom Wetter (Regen/Hitze) waren es schlussendlich wiederum zehn schöne, abwechslungsreiche Tage, einmal mehr auf dem Campingplatz am Tennsee. Das Highlight war natürlich der überraschende Besuch unseres Sohnes und seiner Familie zu meinem Geburtstag.

 

Auffahrt und Pfingsten 2019 im Tessin

Normalerweise fahren wir zu „Stosszeiten“, wie Auffahrt und Pfingsten nicht weg – da aber unsere beiden Söhne mit ihren Familien die Pfingsttage in Bungalows auf dem Campingplatz Campofelice verbringen werden, haben wir beschlossen auch hinzufahren.

Es ist Montag, der 27.5.

Genau bei Sonnenaufgang koppeln wir den Wohnwagen an und brechen auf in Richtung Tenero im Tessin (Südschweiz)

„Guten Morgen liebe Sonne…“

Nach einer problemlosen Fahrt auf der San Bernardino-Route, mit einem Frühstücks-Halt in Thusis, stehen wir bereits um 10:30 Uhr vor den Toren des Campingplatzes „Campofelice“ in Tenero.

Entgegen meinen Befürchtungen, ist der CP nur schwach belegt.

Wir stellen noch vor dem Mittag das Vorzelt auf, zum einen weil wir mindestens zwei Wochen bleiben werden und zum andern weil für morgen Regen angesagt ist.

Am Abend treffen wir unsere Freunde zum Essen in der Pizzeria und geniessen einen fröhlichen gemeinsamen Abend. Unsere Freunde logieren auf dem CP „Lago Maggiore“, der gleich neben dem Campofelice liegt.

 

 Dienstag, 28.5.

Wie vorhergesagt regnet es – was mir ganz gelegen kommt, denn ich geniesse endlich mal einen Ruhetag .

Am Nachmittag zieht sogar ein starkes Gewitter über den CP, dabei regnet es wie aus Kübeln.

Bei einem guten Buch, etwas surfen im Internet und einem spannenden DVD wird es uns nicht langweilig – und das gemütliche Raclette zum Znacht passt bestens zum heutigen Wetter.

 

Mittwoch, 29.5.

Wir können bei schönstem Sonnenschein draussen frühstücken.

Am Vormittag unternehme ich einen Spaziergang durch den CP, es ist immer interessant zu sehen, was da alles an Ferienhäuschen auf Rädern herumstehen. Zudem findet heute ein riesiges „Drive in“ statt, ununterbrochen fahren Wohnwagen und Camper ein – das lange Auffahrts-Wochenede steht an.

Am Nachmittag hatten wir uns eigentlich vorgenommen einen Spaziergang der Verzasca entlang zu unternehmen. Als wir bei der direkt vor dem CP liegenden Bushaltestelle vorbeikommen, trifft gerade der Bus ein, der nach Locarno und Ascona fährt…irgendeine unbekannte Kraft zieht uns einfach in den Bus 🙂  und los geht die Fahrt nach Ascona. Die ÖV sind für Campinggäste gratis.

Gäste, die in Hotels, Jugendherbergen oder auf Campingplätzen übernachten, können gratis den öffentlichen Verkehr im Kanton Tessin nutzen.

In Ascona schlendern wir durch die hübschen Gassen und der Seepromenade entlang.

Die „Cracking Art“–Ausstellung mit den bunten Kunststoff-Tieren findet immer noch statt.

Beim Rundgang entdecken wir ein paar Objekte, die wir beim Besuch vor knapp drei Wochen verpasst haben.

Bei einem Eisbecher geniessen wir die Sonne, die Ruhe, die Aussicht und unsere Ferien.

Der Himmel überzieht sich zwar zusehends mit Wolken, trotzdem ist es sehr warm (25°).

Zurück auf dem CP haben sich die Wolken schon fast wieder verzogen.

Beim Abendspaziergang auf dem CP

Der Hafen des Campingplatzes

Der CP ist inzwischen total belegt, kein freier Platz mehr…die jetzt noch ankommenden Camper können entweder vor dem Eingang zum CP warten bis Plätze frei werden oder müssen auf einen andern Platz ausweichen. Ich weiss aber, dass andere Plätze in der Umgebung auch bereits ausgebucht sind.

 

Donnerstag, 30.5. (Auffahrt)

Wow, was für ein Morgen, kein Wölkli am Himmel.

Bereits um halb 9 Uhr nehmen wir den Bus nach Locarno und ab dort die drei verschiedenen Bahnen (Standseilbahn, Luftseilbahn und Sessellift), die uns hinauf auf den Cimetta bringen (1671 m ü.M.).

Nun noch ein kurzes Stück zu Fuss bis hinauf zur Aussichts-Plattform.

Heute sind wir die Ersten auf dem Berg und werden mit einer super Sicht belohnt,

sei es auf den tiefsten Punkt der Schweiz, den Lago Maggiore (193 m) 

…oder den höchsten Punkt, die Dufourspitze (4634 m).

Früh aufstehen lohnt sich, es ist noch kaum jemand unterwegs…wir sind alleine in der Seilbahn und das an einem Feiertag bei schönstem Wetter

In Locarno findet heute das Erdbeerfest statt (Fragole in Piazza) und gleichzeitig der grosse Markt.

Die diversen Darbietungen auf der Bühne (Musik, Gesang, Tanz, usw…) beginnen allerdings erst um 14 Uhr und dauern bis 19 Uhr. Wir verzichten aber darauf und fahren zurück zum CP

Diese wundervolle Feier zu Ehren der Erdbeere erzielt jährlich einen grossen Publikumserfolg. Die Besucher eilen zahlreich auf die Piazza Grande um die leckeren,  auf unzählige Arten servierten  Erdbeeren zu geniessen und um sich am vielfältigen Unterhaltungsangebot auf der Bühne zu erfreuen.

Zurück auf dem CP…am Strand herrscht reges Treiben…das Thermometer zeigt 27° an.

Wie jeden Tag – ein Abendspaziergang am See

eine Kolbenente – diese Entenart ist hier nur selten zu sehen

im Gegensatz zur Stockente, die sich hier auf dem CP wohl fühlt

 

 

Freitag, 31.5.

Bilderbuchwetter!

Unser Ziel ist das Val Bavona und ev. eine Fahrt mit der Bahn von San Carlo hinauf nach Robiei.

Hier befinden wir uns noch im Maggiatal, bevor bei Bignasco die Strasse ins Val Bavona abzweigt,

wobei die Strasse immer enger wird

  

Am Ende des Tales bei San Carlo befindet sich die Seilbahn die hinauf nach Robiei führt…nur leider fährt die Bahn erst ab dem 16.Juni.

Nur halb so schlimm, denn das Val Bavona ist schon seit Jahren mein Lieblingstal im Tessin.

Hier das wunderschöne Dörfchen Sonlerto

Aber auch in Sachen Natur ist das Tal eine Reise wert

ganz besonders gefallen mir die vielen bemoosten Steine

ganze Farn-Wälder

auf der Weiterfahrt

Den nächsten Halt legen wir in Foroglio ein

…diese Siedlung ist berühmt durch den gigantischen Wasserfall, aber auch hier lohnt es sich durch die Gässchen mit den schmucken Steinhäusern zu bummeln

Das Tessin ist reich an Wasserfällen. Der spektakulärste ist der von Foroglio im Val Bavona. Das Wasser stürzt rauschend von einer Höhe von 110 Metern herab und bietet mit seinem Schäumen und Spritzen ein grossartiges Schauspiel. 

Gerne hätten wir im Grotto „La Froda“ eine Kleinigkeit gegessen, aber die Terrasse liegt total im Schatten, dabei schätzt man im Moment die Sonne noch. So entscheiden wir uns für die Weiterfahrt…

…bis Cevio, ein Ort, den wir immer wieder gerne besuchen, der aber bereits im Maggiatal liegt.

Gepflegte Häuser, ein kleiner Park und ein uns bestens bekanntes, feines Restaurant… wo wir uns auch heute einen Imbiss gönnen.

Zurück auf dem CP laden wir unsere Freunde, die auf dem Nachbar-Campingplatz  logieren, zu einem Apéro zu uns ein. Da momentan auf dem Campofelice strenge Eingangskontrollen herrschen, müssen wir unsere Gäste anmelden…und auch bezahlen…pro Stunde, pro Gast Fr. 10.-, ist das nicht Wucher? …nur um ein Glas Wein zusammen zu trinken  🙁

Aber wir geniessen das Zusammensein trotzdem…oder erst recht.

 

Samstag, 1.6.

Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung – und der Strand noch leer.

Frühstück an der Morgensonne

Mein heutiger Wunsch ist, auf den Monte Lema zu fahren.

Wir fahren bis Caslano im Malcantone und zweigen dort ins Magliasinatal nach Miglieglia ab, von wo die Seilbahn auf den Monte Lema  fährt  (1624 m ü.M.).

Die Zufahrtsstrasse ab Caslano ist sehr kurvenreich und zum Teil auch sehr eng.

Ganz entgegen meinen Erwartungen, finden wir einen Parkplatz direkt bei der Talstation.

Die Seilbahn legt die Höhendifferenz von 849 Metern in zehn Minuten zurück.

Von der Bergstation aus steigen wir hinauf zum Gipfelkreuz.

Alpenrosenfelder, nur leider blühen sie noch nicht

…hier wird uns eine grossartige Aussicht geboten

über den Lago Maggiore

…und den Lago di Lugano 

nur leider ist die Sicht heute alles andere als gut.

hier auf dem Bild, die Bergstation der Seilbahn und das Restaurant

Jeder geht hier oben seinem Hobby nach,

sei es die Modell-Fliegerei,

das Gleitschirm fliegen

oder der Amateurfunk…

Ruedi trifft zufällig einen Funkamateur aus Italien

In diesem „Fussball“ befindet sich das Radar des Flugplatzes von Agno

Hier verläuft die Grenze Schweiz-Italien

…noch während ich beim Grenzstein stehe, bekomme ich eine SMS: Willkommen in Italien!

Am gegenüberliegenden Abhang sieht man die Dörfchen entlang des einstigen Schmuggel-Pfades

…ganz rechts das wohl bekannteste: Indemini.

hier oben hält der Frühling erst gerade Einzug

Auf der Restaurant-Terrasse mit schönster Aussicht essen wir eine feine Polenta mit Gorgonzola…mmmh…

Wir staunen, dass so wenige Besucher auf dem Monte Lema anzutreffen sind, trotz Auffahrt-Woche und schönstem Wetter – uns soll’s recht sein.

Zurück gehts über die Monte Ceneri Autobahn.

 

Sonntag, 2.6.

Wie könnte es anders sein…kaum ein Wölkli am Himmel.

Heute Sonntag wollen wir nicht auf die Strasse – zudem ist ein sommerlich-heisser Tag angesagt.

Wir wandern durch das Naturschutzgebiet entlang der Verzasca – nicht wie üblich dem Fluss Ticino entlang.

An so einem heissen Tag gibt es kaum etwas Angenehmeres als ein Spaziergang im kühlen Wald.

am gegenüberliegenden Ufer der Verzasca liegt der CP Campofelice

immer wieder sumpfiges Gelände

Wie bereits im letzten Jahr gibt es hier allerdings kein Weiterkommen mehr…nasse Schuhe und Füsse könnten wir ja noch akzeptieren, aber knöcheltief im Sumpf zu waten, ist nicht ganz nach unserem Sinne. Schade, denn nach etwa 20 Metern Sumpf käme ein Holzsteg und ein Aussichtspunkt. Vor drei Jahren schafften wir es bis dorthin.

ein Grasfrosch, der sich hier wohl fühlt

Schön war’s!

Den Nachmittag verbringen wir auf dem CP – ich mit einem spannenden Buch, Ruedi am Funk.

Das Thermometer steigt auf 30°

So wie sich der CP am letzten Mittwoch gefüllt hat, so hat er sich heute wieder geleert…auch gibt es jetzt keine Eingangskontrolle für Besucher mehr!

…am linken Bildrand, das sind wir

 

Montag, 3.6.

Es soll heute nochmals heiss werden – das richtige Wetter für eine Schifffahrt auf dem Lago Maggiore. Unser Ziel ist die Insel Brissago.

Auf der Insel Brissago herrscht insubrisches Klima, das heisst, es gibt viele Niederschläge, jedoch ebensoviele Sonnenstunden, und die Jahresmitteltemperatur ist mit rund 14 °C dementsprechend hoch. Damit hat die Insel mit Abstand das wärmste Klima der Schweiz. In der Folge gedeihen verschiedenste Palmen- und Pflanzenarten prächtig, die sonst nicht auf diesen Breitengraden vorkommen, ausserdem gibt es keine Eistage auf der Insel.

Wir fahren mit dem Bus zum Hafen von Locarno, von wo uns das Kursschiff zur Insel Brissago bringt.

ein Zwischenhalt in Ascona

…und schon nähern wir uns der Insel

Eigentlich sind es zwei Inseln,  besichtigen kann man allerdings nur die grosse Insel, genannt „St. Pankratius”. Die kleinere Insel, genannt „St. Apollinare“ oder „Haseninsel“ ist nicht zugänglich. Dort befinden sich eine spontane Vegetation und ein zerfallenes antikes Kirchlein.

Etwas störend ist der Helikopter, welcher gerade bei unserer Abkunft mit Getöse und Staub aufwirbelnd Ware auf die Insel bringt

Die Inseln haben eine interessante Geschichte: sie standen von 1885 bis 1927 im Besitz der deutsch-russischen Baronin Antoinette de Saint-Léger, welche dort grosses Haus hielt, einen botanischen Garten anlegen und einen Pavillon errichten ließ. Als sie 1927 durch gewagte Spekulationen wirtschaftlich am Ende war, verkaufte sie die Inseln an den deutschen Warenhausmillionär  Max Emden. Dieser liess den Pavillon abreissen und eine neue Villa errichten, sowie eine Orangerie samt Hafen, welche alle bis heute bestehen. Nach seinem Tod im Jahre 1940 erbte sein nach Chile ausgewanderter Sohn die Inseln. Er verkaufte sie 1949 an den Kanton Tessin, der die Inseln als botanischen Garten für die Öffentlichkeit zugänglich machte. 

Die ganze Insel ist ein Botanischer Garten.

Ganz zufällig knipste ich diese zwei Frösche – ich habe sie erst beim Bearbeiten der Fotos entdeckt

man kann sich kaum satt sehen an dieser Blumenvielfalt

erholsam kühl ist es heute im „Regenwald“

Zum Mittagessen setzen wir uns gerne in den Schatten auf der Terrasse, denn es ist sommerlich heiss (über 30°).

im Innern der Villa

Auch wenn wir zum x-ten Mal hier waren, bin ich jedesmal wieder total begeistert von dieser einmalig schönen Insel…

sorry, es sind etwas viele Fotos 🙁

…ich hätte allerdings noch …zig weitere 🙂

Wir verlassen die Insel nun aber trotzdem – mit dem Schiff in Richtung Ascona

In Ascona verlassen wir das Schiff, bummeln einmal mehr durch die Gassen, machen ein bisschen Shopping und nehmen dann den Bus zurück zum CP

Am späten Abend streift uns ein leichtes Gewitter.

 

Dienstag, 4.6.

Allzu viel wollen wir heute nicht unternehmen. Wir zeigen uns etwas von der faulen Seite. Vor allem müssen wir wiedermal einen Einkauf tätigen.

Über Mittag spazieren wir dem Ufer des Lago Maggiore entlang

Da es uns langsam zu heiss wird (wieder über 30°), nehmen wir den klimatisierten Bus zurück zum CP.

Am frühen Abend sind wir bei unseren Freunden zum Apéro eingeladen, bevor wir gemeinsam ins Restaurant „Lago Maggiore“ zum Essen gehen.

 

Mittwoch, 5.6.

Das für den gestrigen Abend erwartete Gewitter kam nicht, somit gab es in der Nacht kaum Abkühlung.

Schon früh am Morgen ist es schwül-heiss…also gehen wir es ruhig an.

Schon lange steht der Besuch des Botanischen Garten Gambarogno auf der To-do-Liste. Heute starten wir mal einen Versuch – Versuch darum, weil ich gelesen habe, dass beim Garten nur sehr wenige Parkplätze zur Verfügung stehen und es sonst weit und breit keine Parkmöglichkeit gebe. Einige „Besucher“ mussten schon unverrichteter Dinge weiterfahren.

Über eine sehr schmale, kurvenreiche Strasse gelangen wir von Vira aus hinauf nach Vairano.

Die Zufahrt ist beschildert.

Wow, der Parkplatz ist leer – wir sind nicht nur die ersten, sondern auch die einzigen Besucher.

Auf der Gambarogno-Seite des Lago Maggiore, auf der Hügelterrasse zwischen Piazzogna und Vairano, liegt ein prachtvoller botanischer Garten. Hier hat Otto Eisenhut, ein Baumschulist, mit viel Liebe und Geschick auf über 20’000 Quadratmetern Tausende unendlich farbig blühender Pflanzen gezogen.

Zum Botanischen Garten gehört auch eine Gärtnerei

Der Eintritt in den Garten beträgt 5.- Franken für Erwachsene, Kinder sind gratis.

Was gibt es angenehmeres an so einem heissen Tag, als ein Spaziergang durch diesen schattigen, dicht bewachsenen Garten.

Sogar ein Mammutbaum wächst hier

Auf gut angelegten Wegen geht es rauf und runter.

Nach gut einer Stunde verlassen wir den Botanischen Garten. Ich muss sagen, der Besuch lohnt sich und die 5 Franken für den Eintritt sind es Wert.

Dies ist die Aussicht von Vairano aus über den Lago Maggiore

Wir fahren hinunter nach Gerra (Gambarogno), wo wir direkt beim Kindergarten parkieren.

Schmucke Gässchen in diesem kleinen hübschen Ort am See.

Bei „Pacha-Mama“ direkt am See löschen wir unseren Durst und plaudern ein Weilchen mit dem Wirt.

ein lauschiges Plätzchen für Verliebte

Weiter geht nun die Fahrt nach Vira (Gambarogno)

auch hier gepflegte Gässchen

Zum Abschluss noch der Aufstieg zum Parkplatz

Jetzt geht’s zurück in den klimatisierten Wohnwagen.

Beim heutigen Abendspaziergang kündigt sich bereits der angesagte  Wetterwechsel an – mit einem extrem aufgewühlten See…

Ruedi auf seinem Lieblings-Bänkli

…und später mit einmaligen Wolkenbildern.

Doch Regen oder Abkühlung gab’s dann doch nicht.

 

Donnerstag, 6.6.

Heute Morgen fallen hie und da mal ein paar Regentropfen, so geniessen wir einen Faulenzer-Vormittag beim Wohnwagen, den Nachmittag verbringen wir beim „Lädelen“ im Einkaufszentrum San Antonino.

Morgen werden unsere beiden Söhne mit ihren Familien hier eintreffen – sie haben zwei Bungalows gemietet. Wir freuen uns auf ein paar gemeinsame Tage.

So werde ich hier zum Schluss kommen, obwohl wir voraussichtlich noch etwa eine Woche hier sein werden.

 

 

12 Tage Saintes-Maries-de-la-Mer (Camargue), 14 Tage Saint-Rémy (Provence) April 2019

Obwohl ich bereits vor zwei Jahren einen Bericht über die Camargue verfasst habe, will ich hier doch nochmals ein paar Worte zu diesem interessanten Teil Frankreichs schreiben:

Es ist ein riesiges im Rhone-Delta gelegenes Feuchtgebiet. Allein das  Naturschutzgebiet ist 13‘000 ha gross.

237 geschützte Vogelarten leben hier. Typische „Bewohner“ der Camargue sind  auch der rosa Flamingo, die schwarzen Camargue-Stiere und die weissen  Camargue-Pferde. Die Fohlen sind bei der Geburt dunkelbraun bis schwarz, hellen jedoch mit zunehmendem Alter auf. Mit etwa 10 Jahren sind sie vollkommen weiß. 

20% der landwirtschaftlich genutzten Fläche dient dem Reisanbau. Erwähnenswert sind auch die Salinen im Süden der Camargue.

 

Mittwoch, 10.April

An diesem trüben Morgen starten wir unsere Frankreichreise – und hoffen auf besseres Wetter, denn für die nächsten Tage sind in der Schweiz nochmals Schneefälle bis in tiefe Lagen angesagt.

Bereits in der Westschweiz sieht es wettermässig ganz anständig aus. Auch der Verkehr hält sich in Grenzen, nachdem wir in Zürich im Stau standen.

Mittagsrast bei Mont-sur-Rolle

Bei Genf verlassen wir die Schweiz und peilen unser erstes Ziel, den Campingplatz „du Sierroz“ in Aix les Bains an. Wir kennen diesen Platz von früheren Aufenthalten. Wir wählen diesen Platz gerne als Zwischenstopp, da es bei Aix les Bains eine Autobahnausfahrt gibt und der Platz nur 50 m vom Lac du Bourget entfernt liegt.

Da wir nur eine Nacht bleiben, wird uns ein „Kurzaufenthalter-Platz“ zugewiesen.

Auf dem grossen Parkplatz vor dem CP, wo im Herbst der Zirkus stand, findet diesmal eine riesige „Chilbi“ statt. Zum Glück ist es ab 22 Uhr ruhig…ob das am Wochenende auch der Fall wäre??

Die „Chilbi“ ist nicht so ganz unser Ding, da ziehen wir ein feines Abendessen in der Brasserie beim Hafen vor.

 

Donnerstag, 11.April

Da wir Aix les Bains bestens kennen und das Wetter auch nicht gerade zum Bleiben einlädt, fahren wir weiter – mit Ziel Camargue.

unterwegs

zwischendurch mal eine Zahlstelle

Es ist eine angenehme Fahrt, alles Autobahn bis Arles, wo wir in Richtung Saintes Maries de la Mer abbiegen.

Wir wählen, wie schon etliche Male zuvor, den CP „La Brise“.  Der Platz gefällt uns – grosszügige Stellplätze, saubere, geheizte Sanitäranlagen – und vor allem die Nähe zum Meer und dem Städtchen Saintes Maries de la Mer. Negativ ist nur, dass kein Restaurant und kein Internet angeboten werden (WiFi-Zone nur an der Rezeption).

Das Wetter zeigt sich inzwischen von der besten Seite, abgesehen vom Mistral, der zünftig bläst. Ein Grund die Seitenwände an der Markise zu montieren.

Nach dieser langen Fahrt unternehmen wir heute nicht mehr viel.

Noch kurz ein Abstecher ans Meer

Im Feuchtgebiet, welches gleich hinter dem CP beginnt, sieht man bereits die ersten Flamingos

…und sonstigen Wasservögel

 

Freitag, 12.April

Wow, dieser Morgen! – wolkenlos, zwar immer noch etwas windig.

Nach dem Frühstück spazieren wir vom CP aus, dem Meer entlang, nach Saintes Maries de la Mer.

Dies ist der Strand beim CP

Dieses Städtchen fasziniert mich immer wieder – die engen Gässchen mit den vielen netten Restaurants und Shops, die imposante Kirche, die Promenade, der Hafen, usw.

das Museum Baroncelli

der Platz vor der Arena

Nach ein bisschen Shopping und einem Käfeli in einem Strassencafé, machen wir uns wieder auf den Rückweg zum CP.

Inzwischen hat sich der Wind gelegt und es ist sommerlich warm.

Am Nachmittag unternehmen wir einen kurzen Ausflug mit dem Auto. Das heisst wir fahren zum „Bac du Sauvage“, wo wir uns von der Fähre über die kleine Rhone bringen lassen. Die Rhone ist übrigens in Frankreich „männlich“: Le Rhône.

Auf der Fähre sind wir die einzigen Passagiere

Danach fahren wir entlang der kleinen Rhone…

Immer wieder sieht man die typischen, weissen Camargue-Pferde und die schwarzen Camargue-Stiere.

Auf der Rückfahrt überqueren wir die kleine Rhone dann aber über eine Brücke.

Den restlichen Nachmittag verbringen wir im Liegestuhl an der Sonne, Ruedi mit seiner Funkanlage beschäftigt und ich mit einem spannenden Buch.

Ein Abendspaziergang an der Beach beim Campingplatz

 

Samstag, 13.April

Ein weiterer wolkenloser Tag ist uns beschert. Wir beschliessen ins ca. 25 km entfernte Aigues Mortes zu fahren.

Mich fasziniert immer wieder diese Weite

Eines der typischen mit Reet (Schilf) gedeckten Camargue-Häuser, die man leider nur noch selten sieht.

Die traditionelle Struktur dieser Häuser (Cabanes) ist eine meisterhafte Mischung aus einfacher und genialer Architektur. Ein bootsrumpfförmiger Baukörper trägt das steile Reetdach mit aufgesetzter Lehmhaube. Die abgerundete Seite ist immer gegen den Mistral gerichtet.

Die Wände der „cabanes“ sind kalkweiß getüncht und am Ende des Dachsparrens ist manchmal ein Stierhorn oder Querholz befestigt. Dieser Dachsparren, schützt vor Blitzeinschlägen und dient als Befestigung für ein Seil, das an windigen Tagen mit einer Vorrichtung am Boden vertäut wird.

In der Gegend von Aigues Mortes sieht man weite Rebgebiete

Hier wächst der berühmte „Vin des Sables“  (als Sandwein bezeichnet man Wein aus Reben, die auf Sandböden angebaut werden)

Wir stellen unser Auto direkt bei der Stadtmauer ab…

…und bummeln durch das historische Städtchen.

Auch dieses Mal entscheiden wir uns für einen Rundgang auf der 1,7 km langen Stadtmauer.

Hier eine Aufnahme von Aigues Mortes von einer Ansichtskarte

der Tour de Constance

dies der Ausblick von der Stadtmauer über die Salinen…

…und über den Hafen

Inzwischen ist es Mittag und nach all dem vielen Trepp-auf und Trepp-ab haben wir eine Pause und einen Imbiss verdient.

Auf dem Place Saint Louis laden diverse Restaurant zum Essen ein. Es ist wunderschön hier – windgeschützt und sommerlich warm.

Ruedi wünscht sich auch dieses Jahr die Salinen von Aigues Mortes zu besuchen.

Mit einem etwas in die Jahre gekommenen Touristen-Bähnli werden wir auf holprigen Wegen quer durch die Salinen gefahren, wobei uns viel über die Salzgewinnung erzählt wird (natürlich auf Französisch).

Bei einem Zwischenhalt darf man einen der „Salzberge“ erklimmen. Hier oben wird uns ein toller Ausblick über die ganze Anlage geboten.

Auf der Rückfahrt zum CP tätigen wir noch einen Grosseinkauf bei „Super-U“.

 

Sonntag, 14.April

Nach einem Ruhevormittag im Wohnwagen, brauchen wir nun noch etwas Unterhaltung.

Wir umfahren den „Étang du Vaccarès“, ein Feuchtgebiet von 6500 ha Grösse

…hier kann man sich ein Bild von seiner Grösse machen

Immer wieder legen wir einen Halt ein um die Gegend und den Ausblick über die Étangs zu geniessen.

Auf der Südost-Seite des Étang du Vaccarès endet die Strasse.

Ab hier geht es nur noch zu Fuss oder per Fahrrad auf schmalen Wegen weiter. Eigentlich wollten wir den Leuchtturm „La Gacholle“ besuchen, aber das scheint uns zu Fuss dann doch etwas weit für so einen Nachmittagsausflug. Der Leuchtturm ist von hier aus jedenfalls noch nirgends zu sehen.

Auf der Rückfahrt – was für eine Freude – wir finden ganz zufällig das lustige Gartenrestaurant „Mas St. Bertrand“ wieder, wo wir uns bereits beim letzten Mal so wohl fühlten. Es liegt an einer Verbindungsstrasse zur D36 in Richtung Salin de Giraud.

An einem kleinen Tischchen, umgeben von sattem Grün, gönnen wir uns einen „Assiette Bertrand“ und geniessen dieses besondere Ambiente.

…auf der Rückfahrt

 

Montag, 15.April

Da mein Fotoapparat seit zwei Tagen einen Fleck auf der Linse hat, möchte ich mir einen Ersatz kaufen. Im Internet fanden wir einen Foto-Shop in Montpellier. Da wir sowieso mal nach Sète fahren wollten, läge Montpellier doch grad am Wege.

Unterwegs macht uns eine Hinweistafel auf die „Cathedrale de Maguelone“  aufmerksam – also schauen wir uns diese Sehenswürdigkeit doch mal an.

Bei einem grossen Parkplatz, noch sehr weit entfernt von der Kathedrale, endet die Strasse für Autos.

…in der Bildmitte sieht man hier die Kathedrale

Was nun?  …und siehe da ein Touristen-Bähnli fährt regelmässig vom Parkplatz zur Kathedrale.

Und dieser Abstecher lohnt sich allemal. Die Kathedrale St.Pierre–St.Paul, errichtet im 12./13.Jh., war Bestandteil eines Klosters und Bischofssitzes.

Rund um die Kirche herrscht schon fast urwald-dichtes Grün

Zurück beim Parkplatz…hier finden wir einen unendlich langen Sandstrand

Als nächstes Ziel haben wir uns Sète vorgenommen – aber ojee, das war keine gute Idee, denn schon weit vor Sète stehen wir im Stau.

Da wir keine Freunde von Städten sind und schon gar nicht von Verkehrsstaus, drehen wir um und fahren in den Nachbarort Frontignan. Dies ist ein ruhiges, kleines Städtchen mit einem netten Platz vor dem „Hôtel de Ville“, wo wir uns mit einem feinen Imbiss stärken.

Nach einem kurzen Bummel durch die Gassen

…fahren wir nun nach Montpellier. Wir geben die Adresse des Foto-Shops im GPS ein und es führt uns immer ganz nah ans Ziel, aber wir kommen einfach nicht hin vor lauter Einbahnstrassen, die dazu sowas von eng sind. Mitten in einer Unterführung meint das GPS: sie haben ihr Ziel erreicht. Irgendwann haben wir genug und verlassen die Stadt unverrichteter Dinge.

Auf der Heimfahrt fragen wir in einem Einkaufszentrum in Aigues Mortes, wo es wohl möglich wäre einen Fotoapparat zu kaufen und der nette Herr empfiehlt uns das nur 100 Meter weit entfernte Elektronikgeschäft „Darty“.  Und siehe da, ich werde fündig und kaufe mir eine „Nikon Unterwasserkamera“, die eigentlich für Kinder gedacht ist, da sie stosssicher und wasserdicht ist. Da sie absolut dicht ist, sollten auch keine Staub- und Sandpartikel mehr ins Innere gelangen – was in dieser sandigen Gegend und bei den starken Mistral-Winden sicher ein Vorteil ist.

Die nachfolgenden Fotos sind mit dieser neuen Kamera geschossen.

Nun sind wir aber genug herumgekurvt und fahren direkt zurück zum CP. Inzwischen hat sich der Himmel mit Wolken überzogen.

Wir essen heute Abend erstmals drinnen im gemütlichen Wohnwagen-Stübchen.

 

Dienstag, 16.April

Während der Nacht fielen sogar mal ein paar Regentropfen.

Heute ist der Himmel bedeckt, es ist relativ warm und der Mistral hat sich gelegt.

Nach der gestrigen doch ziemlich langen Autofahrt, lassen wir das Auto heute stehen.

Ich geniesse einen Ruhevormittag, mit nur einem kurzen Spaziergang dem Meer entlang…Blumen sind auch bei Regenwetter schön.

Nach dem Mittagessen spazieren wir nach Saintes Maries de la Mer, allerdings bei leichtem Regen…

Im Laufe des Nachmittags lösen sich die Wolken aber auf und es wird sonnig und ohne Wind recht warm.

Jedenfalls können wir das „obligate“ Raclette (kommt auf jeder Reise mindestens einmal auf den Tisch) draussen essen und einen schönen Abend geniessen.

 

Mittwoch, 17.April

Ganz überraschend ist der Himmel wolkenlos, es weht kein Lüftchen und es ist entsprechend warm.

Wie jeden Mittwochmorgen trifft Ruedi seine Funkerkollegen aus der Schweiz über Funk.

Hier hat Ruedi seine Antenne aufgestellt

Da wir im Einkaufszentrum bei Aigues Mortes heute den Oster-Wochenend-Einkauf tätigen möchten, planen wir einen Ausflug in diese Richtung. Das heisst wir fahren nach Grau du Roi, einem Städtchen, das mir immer wieder gefällt, auch wenn es ein Touristenmagnet ist.

Ein weitläufiger Sandstrand mit Blick nach La Grande Motte

Der Kanal mit Blick zum Leuchtturm

Die Fischersfrau, die nach ihren Mann Ausschau hält, der jedoch nie mehr heimkehren wird

Wir spazieren entlang der Shopping-Meile, an Souvenirshops und Restaurants fehlt es hier nicht.

Zum Mittagessen suchen wir das kleine Beizli, in der engen Gasse wieder, in welchem wir im letzten Jahr so fein gegessen haben…und meine Crêpe ist auch diesmal wieder wunderbar – zwar eine kleine Kalorien-Sünde.

Nun noch ein Grosseinkauf bei „Super-U“, sodass wir über Ostern mit Lebensmitteln eingedeckt sind, denn auf dem CP gibt es nur grad das Nötigste zu kaufen.

Den restlichen Nachmittag verbringen wir im Liegestuhl an der Sonne und zum Abendessen schieben wir heute eine Pizza in den Ofen.

 

Donnerstag, 18.April

Gleich hinter dem CP beginnen die Feuchtgebiete, durchzogen von einem grossen und vielen kleinen Spazierwegen. Nach dem Frühstück machen wir uns auf zu einer laaaaangen Wanderung. Das Wetter ist wunderschön mit angenehmen Temperaturen.