Lanzarote im Januar (ohne Wohnwagen)

Wir beschliessen dem momentanen trüben Winterwetter zu entfliehen und eine Woche auf der Kanaren-Insel Lanzarote zu verbringen.

Bereits zweimal verbrachten wir Ferien auf Lanzarote, aber da dies schon etliche Jahre her ist, möchten wir diese extrem interessante Insel mal wieder besuchen.

Hier ein paar Angaben zu Lanzarote:

Es ist die nordöstlichste der sieben großen Kanarischen Inseln. Sie liegt rund 140 Kilometer westlich der marokkanischen Küste und rund eintausend Kilometer vom spanischen Festland entfernt. Lanzarote ist eine Insel vulkanischen Ursprungs. Als erste vollständige Insel wurde Lanzarote 1993 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Die Insel misst von Nord nach Süd  rund 58 Kilometer und in der größten Ost-West-Ausdehnung 34 Kilometer. 

Bildergebnis für lanzarote map

Es herrscht das ganze Jahr über ein sehr mildes und niederschlagsarmes Klima. Die Quecksilbersäule bewegt sich ganzjährig tagsüber etwa um 20°C und mehr.

Alle kursiv geschriebenen Texte in meinem Bericht stammen aus dem Internet.

Es ist Dienstag der 16.Januar 2018

Mit dem Intercity fahren wir von Weinfelden direkt zum Flughafen Zürich, von wo uns die Edelweiss-Air nach Arrecife, der Hauptstadt Lanzarotes bringt.

Der Flug dauert (mit Rückenwind!) 3½ Stunden. Er führt uns über Südfrankreich, Mallorca, dann über Westafrika bis Marrakesch und von dort über den Atlantik nach Lanzarote, wo wir um 12 Uhr (Ortszeit) bei schönstem Sonnenschein landen. Die Zeitverschiebung beträgt eine Stunde.

Der Shuttlebus bringt uns direkt zu unserem Hotel, dem „Suite-Hotel Fariones Playa“ in Puerto del Carmen. Wir sind begeistert von unserer grossen, neu renovierten Suite im obersten Stockwerk des Hotels – mit Balkon und Blick auf den Hotelgarten und das Meer.

Poolanlage, Garten und Strand des Hotels

Obwohl ein starker Wind bläst, geniessen wir am Nachmittag einen Spaziergang dem Meer entlang.

…und zurück auf der Flaniermeile.

Die ganze Promenade wäre 7 km lang, uns reichen heute aber mal die ersten 2 km. Auf der einen Seite der von Palmen gesäumten Promenade liegen unzählige Restaurants, Bars, Cafés, Kneipen, Supermärkte, Geschäfte, usw… auf der anderen Seite liegen das Meer und die Strände.

Nach dem Sonnenuntergang am Meer…

…suchen wir uns ein nettes Restaurant, wo wir uns ein wunderbares, butterzartes Chateaubriand gönnen (Preis pro Person 21 Euro!!!), dazu Gemüse und Lanzarote Kartoffeln mit den dazugehörigen typischen Saucen, der roten Mojo Picòn (Paprika, Chili) und der milderen Mojo Verde (Knoblauch, Kräuter).

Nun noch ein Spaziergang zurück zum Hotel. Ich liebe es abends durch die belebten Strassen zu flanieren. Die Geschäfte sind bis 22 Uhr geöffnet.

 

Mittwoch, 17.Januar

Nach dem Frühstück vom Buffet – das keine Wünsche offen lässt – beschliessen wir für die nächsten 5 Tage ein Auto zu mieten und zwar das ziemlich kleinste Modell das es im Angebot hat, einen Opel Adam und dies aus gutem Grund, wir wissen, dass die Strassen in den Dörfern eng sind und das Parkplatzproblem gross.

Die Autovermietung befindet sich direkt im Hotel.

Für den Liter Benzin bezahlt man momentan auf Lanzarote 1 Euro.

Da wir nicht wissen, wie lange das unerwartet gute Wetter noch anhält (siehe Wettervorhersage)…

…beschliessen wir heute, trotz einiger Wolken, zu den Montagñas del Fuego zu fahren.

Zu den Dingen, die man auf Lanzarote unbedingt gesehen haben muss, gehört der beeidruckende Nationalpark Timanfaya mit den sehenswerten „Feuerbergen“ und Lavafeldern. Etwa ein Viertel der ganzen Insel – ist ein beeidruckendes Naturerlebnis. Man sieht hier weite zusammenhängende Lavafelder, die sich seit dem Ende der Vulkanausbrüche 1736 kaum verändert haben.

Was ich noch erwähnen möchte, die Hauptstrassen auf Lanzarote sind alle durchwegs in einem Top-Zustand.

Kurz vor der Parkeinfahrt werden Kamelritt-Touren angeboten. Da wir uns dieses schaukelnde Erlebnis aber vor Jahren zusammen mit unseren Buben bereits gönnten, verzichten wir diesmal darauf.

Für den Eintritt zum Nationalpark „Timanfaya“ und der dazugehörigen 30-minütigen Bustour bezahlen wir 10 Euro pro Person, was sich allemal lohnt.

Wir sind bereits um 9 Uhr am Parkeingang und können ohne anzustehen hineinfahren, früh aufstehen lohnt sich jedenfalls!…denn nachmittags werden Bus-weise Touristen in den Park gefahren.

Beim Parkplatz angekommen steigen wir gleich um in den Bus für die Tour durch den Park. Die Führung wird in Spanisch, Englisch und Deutsch abgespielt, untermalt von klassischer Musik. Wie der riesige Bus auf dieser Strasse, umgeben von Lava und Gestein fährt, ist wirklich beeindruckend. Der Bus hält an besonders atemberaubenden Plätzen an und man kann den Ausblick auf sich wirken lassen.

Nach einem Imbiss im Aussichtsrestaurant „El Diablo“…

…sehen wir uns noch die verschiedenen Attraktionen an – denn hier wird eindrücklich gezeigt, wie „heiss“ der Vulkan noch ist.

…zum Beispiel wie die Temperatur des Sandes selbst an der Erdoberfläche noch sehr hoch ist

…oder wie sich ein trockener Busch durch die Hitze im Boden von selbst entzündet

…ein Eimer Wasser wird in ein Rohr im Boden geschüttet und schiesst nach genau zwei Sekunden als zischende Fontäne wieder heraus

…und hier wird mit reiner Wärme aus dem Berg das Mittagessen gegart!

Als ich danach im Shop Ansichtskarten und Briefmarken kaufe, staune ich nicht schlecht über diese Marken und ebenfalls über diesen Briefkasten, dem man übrigens überall auf Lanzarote begegnet.

Nun aber verlassen wir den Nationalpark und fahren ziellos in Richtung Norden.

Schon bald fällt uns ein schöner, gepflegter Kakteengarten am Wegrand auf. Den wollen wir uns näher ansehen…

… erst da entdecken wir, dass wir bei „El Grifo“ gelandet sind.

El Grifo ist eines der bekanntesten und das älteste Weingut auf den Kanarischen Inseln. Angeschlossen ist ein Museum.

Hier noch ein paar Worte zum sicher etwas aussergewöhnlichen Weinanbau auf Lanzarote:

Der Weinstock wird in Vertiefungen in die fruchtbare Erde gepflanzt und muss vor den Passatwinden geschützt werden. Dies geschieht durch halbkreisförmige Mauern aus Lavasteinen (Zocos). In den Zocos befinden sich Lücken, die für genügend Ventilation sorgen und die Ausbreitung von Schimmel und sonstigem Befall verhindern. Die Asche auf der fruchtbaren Erde arbeitet wie ein Feuchtigkeitsspeicher des Taus, verhindert die Erosion der Böden, birgt einen großen Reichtum an Mineralien, verhindert die Ausdünstung und hält ein hohes hygienisches Niveau zur Verhinderung von Krankheiten. Außerdem absorbiert die schwarze Farbe der Asche mehr Sonnenwärme. Dies steigert die Bodentemperatur und damit wird die Entwicklung der Pflanzen erleichtert sowie der Zuckergehalt in den Trauben – und damit auch der Alkoholgehalt der Weine –  erhöht.

Hier sieht man gut wie der Wein angebaut wird

Im windgeschützten Garten, umgeben von alten Bäumen, degustieren wir zwei verschiedene Weine und geniessen dazu ein wunderbares Apéroplättchen mit Käse, Oliven und Süsskartoffelwürfeln.

Auf dem Rückweg nach Puerto del Carmen kommen wir bei San Bartolome vorbei, einer kleinen, hübschen Stadt mit einer sehenswerten Kirche.

Unweit von San Bartolome steht das Monumento al Campesino. Dies ist ein 15 Meter hohes Fruchtbarkeitsdenkmal, das von César Manrique zu Ehren der Bauern erschaffen wurde.

Sehr außergewöhnlich sind die Materialien, die zum Bau verwendet wurden, denn das Denkmal besteht hauptsächlich aus miteinander verbundenen Wassertanks aus alten Fischerbooten. Im Umfeld des Monumento del Campesino entstanden Nachbauten alter, traditioneller Häuser, die ebenfalls besichtigt werden können.

Mitten auf dem Platz führt eine Treppe in den Untergrund…

…wo sich ein nettes, im Sommer sicher angenehm kühles Restaurant befindet.

Ich möchte hier noch ein paar Worte zu den Pflanzen (Farn) sagen, die man hier immer und überall in den Häusern antrifft.

Es ist eine alte Methode Wasser zu filtern. Der obere mit Farn bewachsene Steinkübel wird mit Wasser gefüllt, das langsam, sich selbst reinigend, durchsickert und im untern Steingefäss aufgefangen wird.

Inzwischen ist es Zeit für ein bisschen Siesta – also geht’s zurück zum Hotel.

Auch heute Abend spazieren wir zum Sonnenuntergang dem Meer entlang, suchen uns eine nette Pizzeria und geniessen danach das bunte Treiben auf der Promenade.

 

Donnerstag, 18.Januar 

Der Himmel zeigt sich bedeckt.

Wir entscheiden uns heute für die Nordtour…das heisst unser erstes Ziel ist César Manriques „Jardin de Cactus“ in Guatiza.

Unterwegs fallen uns die vielen Kakteen-Plantagen auf.

Die landwirtschaftliche Region in der César Manriques letztes Werk auf Lanzarote (Le Jardin de Cactus) eingebettet ist, ist gekennzeichnet durch Plantagen von Feigenkakteen. Auf diesen, aus Mittelamerika importierten, Pflanzen lebt die Cochinille. Durch diese Schildlaus erhält man den natürlichen Farbstoff Scharlachrot. Traditionell als Farbstoff für die Textilindustrie genutzt, findet dieser auch Verwendung in der Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie.

Vor dem Eingang zum Kaktusgarten steht dieses riesige Gebilde aus Stahl. Der Eintritt in den Garten beträgt 5.80 Euro.

Auf über 5000 qm² sind hier über 7200 Pflanzen und ca. 1100 verschiedene Arten zu bestaunen.

Unser nächstes Ziel ist „Jameos del Agua“ (Eintritt 9.50 Euro)

Eine teilweise eingestürzte Lavaröhre, im Lavafeld des Vulkans Monte Corona gelegen, ist durch César Manrique erschlossen und mit Pool, Restaurants und Veranstaltungsmöglichkeiten ausgestattet worden.

Da in meinem Bericht immer wieder der Name „César Manrique“ auftaucht, möchte ich hier kurz auf diese, die Insel prägende Person eingehen:

César Manrique (1919-1992) war ein spanischer Maler, Architekt, Bildhauer und Umweltschützer, der Lanzarote entscheidend geprägt hat.  

Manrique erreichte 1968 beim befreundeten Präsidenten der Inselverwaltung Pepin Ramírez, dass kein Gebäude auf der Insel höher als drei Stockwerke – der Höhe einer ausgewachsenen Palme – gebaut werden durfte. Damit wurde auf Lanzarote den Auswüchsen eines ungebremsten Massentourismus mit großen Bettenburgen vorgebeugt. Die Gestaltung der Häuser sah außerdem vor, dass sie generell würfelförmig sind, weiß zu streichen und in Fischerorten deren Fensterläden, Türen und Gartenzäune blau und in landwirtschaftlichen Gegenden grün abzusetzen sind. Inzwischen sind Grün und Blau, aber auch Braun oder Naturholzfarben inselweit vermischt. In der heutigen Zeit des Tourismus wurden diese ungeschriebenen Gesetze allerdings etwas gelockert.

Ganz im Norden der Insel liegt Mirador del Rio, ein Aussichtspunkt der sich auf 475 Meter über dem Meeresspiegel befindet und im typischen Stil Manriques in den Felsen integriert ist. (Eintritt 4.75 Euro)

Auf rechte Winkel wurde verzichtet; alle Räume sind rund, auch der Parkplatz, die Aussichtsplattform und die Treppen.

Dies der Ausblick auf die kleine Nachbarinsel „La Graciosa“.

Weiter geht nun unsere Tour auf César Manriques Spuren – und zwar besuchen wir als nächstes das Casa Museo César Manrique in Haria (Eintritt 10 Euro).

Einen ganz intimen Einblick in das Leben César Manriques erhält man beim Besuch seines Hauses in Haria. Das letzte Wohnhaus des Künstlers ist ein Museum der besonderen Art, malerisch ins Tal der tausend Palmen eingebettet. Hier lebte, wohnte und arbeitete Manrique von 1988 bis zu seinem Unfalltod 1992.

Hier vor allem Fotos vom Garten, denn im Haus durfte nicht fotografiert werden.

Nun aber genug Manrique für heute. Auf der Rückfahrt nach Puerto del Carmen legen wir noch einen Halt in Teguise ein und unternehmen einen kurzen Spaziergang durch die ehemalige Hauptstadt Lanzarotes.

Inzwischen scheint die Sonne und wir geniessen eine kurze Siesta auf unserem Hotelbalkon, bevor wir auch heute wieder ein sympatisches Restaurant zum Abendessen an der Promenade aufsuchen.

 

Freitag, 19.Januar

Die Sonne scheint!

Wir fahren nach Tahiche

…und besuchen einmal mehr eine Einrichtung César Manriques und zwar das ehemalige Wohnhaus (Eintritt 8 Euro).

Das Gebäude ist über fünf großen, vulkanischen Blasen errichtet worden und besteht aus zwei Stockwerken. Die Wohnfläche beträgt 1800 m², dazu kommen 1200 m² Terrassen und Garten.

schmale Durchgänge verbinden die verschiedenen Räume, welche sich in den Lava-Blasen befinden.

dies der Blick aus dem Fenster

Zusammenfasend muss ich sagen, es ist eine unbedingt sehenswerte Ausstellung!

Wir haben nun die Idee mal die Hauptstadt Arrecife zu erkunden. Nachdem wir aber etwa eine halbe Stunde durch enge Strassen, meist Einbahnstrassen, gefahren sind und weder etwas Sehenswertes noch einen Parkplatz gefunden haben, verlassen wir die Stadt wieder. Es ist allgemein bekannt, dass Arrecife touristisch nicht allzu viel zu bieten hat.

Kurzentschlossen fahren wir nun an die Südwestküste der Insel – nach El Golfo.

Schon die Fahrt quer durch die Insel ist ein Hit.

In El Golfo spazieren wir auf den Aussichtspunkt, von wo uns ein atemberaubender Blick über die Küste, das Dörfchen El Golfo und den Lago Verde geboten wird.

Der Lago Verde ist ein kleiner See, der aufgrund seiner Algenbildung eine grasgrüne Farbe wiederspiegelt.

Ist dies nicht eine beeindruckende Komposition von Farben!

In einem kleinen Beizli gönnen wir uns einen Imbiss, während wir dazu die warmen Sonnenstrahlen geniessen.

Unweit von El Golfo liegt die bizarre Felsküste Los Hervideros. 

Nun noch ein Abstecher zu den Salinen von Janubio.

Die Heimfahrt führt uns wieder quer über die Insel.

 

Samstag, 20.Januar

Immer nach dem Frühstück spazieren wir durch den Hotelgarten um zu schauen, was man anziehen muss. Heute ist das Wetter super – jedenfalls in Puerto del Carmen.

Es steht der Besuch der Playa Blanca an der Südspitze der Insel auf dem Programm.

Der alte und der neue Leuchtturm an der Südspitze der Insel

Eine gebührenpflichtige Schotterstrasse (3 Euro) führt uns von Playa Blanca zu den einmalig schönen Buchten an der Costa de Papagayo.

Leider ist hier im Süden der Himmel bedeckt.

Wunderschöne, versteckte und windgeschützte Sandbuchten inmitten schwarzer Lavafelsen.

Dies ist der einzige Campingplatz den es auf Lanzarote gibt, er ist im Moment aber noch geschlossen. Er ist allerdings nur über die katastrophale Schotterpiste zu erreichen.

Auf der Fahrt zurück nach Playa Blanca

Von hier aus sieht man knapp die ca. 15 km entfernte Insel Fuerteventura und die vorgelagerte kleine Insel Lobos.

auf der Rückfahrt

Da in Puerto del Carmen die Sonne vom wolkenlosen Himmel scheint unternehmen wir noch einen Spaziergang zum alten Hafen.

gepflegte Gärten

Es wird auch bereits wacker gebadet – hier an der Playa Chica.

Zum Abendessen gehen wir wieder ins selbe Restaurant, in dem wir bereits zweimal waren – und man begrüsst uns wie alte Freunde!

 

Sonntag, 21.Januar

Jeden Sonntag findet in Teguise ein grosser Markt statt. Wir stellen uns vor, dass wir nicht die alleinigen Besucher sein werden und ziehen daher früh los.

So ist es auch kein Problem einen Parkplatz ganz nahe beim Markt zu bekommen.

Zu unserer Freude finden wir das hübsche Restaurant mit dem kleinen Innenhof wieder, wo wir bereits vor -zig Jahren etwas Ruhe vom Marktgetümmel suchten.

Teguise ist für mich das schönste Städtchen auf Lanzarote.

Auf einem Hügel etwas ausserhalb von Teguise thront das Castillo de Santa Barbara welches das Piratenmuseum beherbergt.

Eine einmalige Aussicht wird uns geboten

…hier über Teguise

Das Piratenmuseum gibt allerdings nicht gerade viel her, aber schon der Aussicht wegen lohnt sich der Besuch.

Auf der Weiterfahrt sind wir hier bereits wieder im Tal der 1000 Palmen.  Die Sage erzählt, dass immer, wenn in Haría ein Mädchen geboren wurde, eine neue Palme wuchs.

Wir möchten das Dörfchen Haria besuchen. Ein ganzer Motorradclub hat aber gerade dieselbe Idee, damit ist das Gartenrestaurant vollbesetzt, die Parkplätze mit Motorrädern überfüllt und die Lautstärke im Dorf erreicht ein ziemlich hohes Level.

So verlassen wir das Dorf nach einem kurzen Spaziergang zum Rathaus und dem hübschen Dorfplatz wieder…und ziehen weiter an die Küste nach Arrieta, einem ehemaligen Fischerdorf.

In einem kleinen Beizli direkt am Strand essen wir diverse Käse mit den berühmten Lanzarote-Saucen, Oliven und feines Brot…und geniessen den Ausblick aufs Meer und die warmen Sonnenstrahlen.

Von Arrieta aus führt die Strasse nach Órzola, dem nördlichsten Ort auf Lanzarote – ein kleines Fischerdorf mit gerade mal 300 Einwohnern. Hier befindet sich eine Fährverbindung zur Nachbarinsel La Graciosa, die touristisch nicht erschlossen ist und daher nur von Tagesausflügern besucht wird.

Die Umgebung von Órzola ist extrem vielseitig, da stösst man auf weissen Sand,

schwarze Lava,

aber auch auf eine Vegetation, wie sie auf der Insel nur selten gesehen wird.

Aber auch hier: jedem Pflänzchen sein Mäuerchen 🙂 um es so vor den Winden zu schützen.

Vom nördlichsten Punkt der Insel fahren wir nun auf dem kürzesten Weg zurück nach Puerto del Carmen.

Wir geben das Mietauto wieder ab, denn morgen werden wir noch ein bisschen zu Fuss unterwegs sein.

Nach einer kurzen Siesta spazieren wir zum Abendessen zum alten Hafen. Eine tolle Abendstimmung begleitet uns.

Hier wird unser Steak gebraten

Wir geniessen diesen Abend, denn wir können immer noch im Freien sitzen – und das Ende Januar.

 

Montag, 22.Januar

Heute haben wir keine grossen Ziele, so schlafen wir mal etwas länger.

Nach dem Frühstück verlassen wir das Hotel durch den Hotelgarten

…man kann auch bereits im Freien frühstücken

Wir schlendern anfangs dem Strand entlang

und später auf der Promenade

Wir wandern heute die ganze 7 km-lange Promenade ab! – lassen uns dann aber von einem Taxi zurück zum Hotel bringen.

in einem originellen Restaurant machen wir Rast

danach ein wenig Fitness 🙂 …am Wegrand stehen unzählige Fitnessgeräte

ein Einkaufszentrum

Der ganzen Promenade entlang – und nicht nur in Puerto del Carmen – hängen tausende dieser „Liebesschlösschen“, meist in Herzform.

und immer wieder Badebuchten

Abendstimmung

Zum Abendessen gehen wir heute wiederum in unser Lieblingsrestaurant.

Da dies der letzte Abend ist, gönnen wir uns nach dem Chateaubriand auch noch ein feines Dessert 🙂

Im Hotel würde jeden Abend ein Unterhaltungsprogramm geboten, wir haben es aber nie genutzt, wir wurden immer anderweitig unterhalten.

 

Dienstag 23.Januar  – der Tag unserer Heimreise

Wir packen unser Köfferchen und geniessen den Morgen noch auf dem Balkon.

In der Hotelhalle warten wir auf den Shuttlebus, wobei der Duft dieser Lilien uns fast benommen macht.

Pünktlich um 11 Uhr kommt der Bus und bringt uns zum Flughafen nach Arrecife.

Das Check-In verläuft speditiv und problemlos. Pünktlich um 13:30 Uhr verlassen wir Lanzarote.

Wir fliegen eine andere Route als auf dem Hinflug. Diesmal geht’s über Spanien (Malaga, Madrid), dann über die Pyrenäen, Toulouse und Genf.

Hier sieht man den Schnee auf der Sierra Nevada

hier überqueren wir die Pyrenäen

Wir befinden uns nun bereits über der Schweiz – die Sonne geht gerade unter

Nach einem extrem ruhigen Flug landen wir pünktlich um 19:30 Uhr Ortszeit in Zürich (wir verlieren eine Stunde).

Der Intercity bringt uns direkt nach Weinfelden.

Zusammenfassend muss ich sagen, es war eine super Idee im Januar mal für eine Woche dem Winter zu entfliehen, die Wärme tat gut. Zu Lanzarote kann ich nur sagen, ich persönlich finde sie, vielleicht nicht die schönste, aber sicher die interessanteste Inseln der Kanaren. Wir haben auch bereits diverse andere Inseln besucht. Es waren jedenfalls sieben tolle, erlebnisreiche Tage – und das Wetter viel besser als vorhergesagt. 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

6 Gedanken zu „Lanzarote im Januar (ohne Wohnwagen)“

  1. Liebe Brigitte
    Sehr gwundrig habe ich mich, via deiner wunderschönen Fotos, über diese abwechslungsreiche Insel führen lassen und bin total begeistert! Die Gegensätze sind enorm: Da die kargste Natur und dort das bunte Leben zwischen wunderbar weissen Häusern, Blumen und Palmen… Einmalig!
    Herzlichen Dank für diesen interessanten Bericht/Einblick! Ich werde morgen die Rundreise gleich nochmals „buchen“…!
    Liebe Grüsse
    ursula

  2. Super und interessante Bricht und so schnell fertig gschriebe. Es riesä Kompliment -Brigitte. Da wett me am liebschte au grad hi.

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